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Re: Unsicherheit: Soll ich, soll ich nicht...
Verfasst: Sa 10. Aug 2013, 15:29
von Theresa
Hallo Aspie
Obwohl ich noch nicht einmal eine komplette Damenausstattung zusammen habe kann ich Dir sagen, dass ich diese Frage so gut wie möglich verdränge. Als Mann sehe ich wohl ganz passabel aus. im Frauenmodus werde ich immer als grotesk verkleideter Mann erkennbar sein. Zur perfekten Frau fehlt mir die Figur, die Gestik und der Kopf passt erst recht nicht zu einer hübschen Frau. Drum vermeide ich dann den Blick in den Spiegel und genieße das Gefühl die Kleidung zu tragen. Der Rest muss sich im Kopf abspielen.
Raus gehen werde ich, wenn vorhanden, maximal mit einer Damenhose von der nur ich wissen werde, dass es eine ist. Dazu flache unauffällige Schuhe. Der Rest muss, um mich nicht lächerlich zu machen, männlich bleiben.
Letzendlich muss jeder selber wissen wie weit er/sie gehen will.
Mein Wunsch wäre, in der Öffentlichkeit nicht als unechte Frau aufzufallen. Da ich dass nicht erreichen kann muss ich, leider, darauf verzichten oder mich auf den geschilderten Minimal-Kompromiss einlassen.
Und die Frage:" Was machst du hier eigentlich?", stellt sich sowieso immer wieder mal.
Schade, dass ich dir nichts erfreulicheres mitteilen kann. Auf jeden Fall bist du mit Deinen Zweifeln nicht alleine.
Re: Unsicherheit: Soll ich, soll ich nicht...
Verfasst: Sa 10. Aug 2013, 15:50
von Yasmine
Aspie hat geschrieben:Sagen könnt Ihr mir nur vielleicht, ob Ihr diese Art von Unsicherheit auch kennt.
Ja, kenne ich auch. Entscheidend bei mir ist, wie ich *nachher* fühle. Wenn ich mich nicht gestylt habe und es nachher vermisse, dann habe ich was falsch gemacht.
Wenn ich mich style und nachher das doch nicht wollte, auch.
Also denke ich eher ergebnisorientiert im Sinne von was will ich jetzt?
Und: Als Frau gehe ich eh nicht wirklich durch. Vielleicht falle ich allenfalls nicht auf. Aber das ist mir mittlerweile egal. Dazu muss man dann einfach stehen.
LG
Yasmine
Re: Unsicherheit: Soll ich, soll ich nicht...
Verfasst: Sa 10. Aug 2013, 16:04
von Marlene
Hallo Aspie,
mach es doch einfach nach Deinem inneren Gefühl und laß'die Bedenken außen vor. Was interessieren dich die anderen? Mir geht es oft nicht anders und ich ziehe an was mir Spaß macht. Wenn Du immerzu zögerst und Dir Gedanken um alles Mögliche machst, wirst Du nicht glücklich werden. Alles perfekt kann man nicht machen. Das schaffen nicht mal "Bio"frauen. Da geht optisch viel daneben, aber das scheint den Großteil auch nicht zu jucken... sehe ich oft und denke mir meinen Teil. Was soll's.
L.G. Marlene
Re: Unsicherheit: Soll ich, soll ich nicht...
Verfasst: Sa 10. Aug 2013, 17:08
von Jasmine
Ich schau morgens aus dem Fenster, Wetterkontrolle.
Dann gehe ich ins Bad und sage mir vor dem Spiegel:
Hm ein wenig alt, aber du bist ein toller "Mensch".
Dann springe ich in den Kleiderschrank und suche mir was aus.
Danach noch ein wenig schminken usw.
Wenn ich dann fertig bin muss ich den restlichen Tag mit dem Ergebnis leben.
Hört sich zwar einfach an, war es aber nicht immer.
Am Anfang hatte ich die gleichen Zweifel.
Aber die Tage, an denen ich am liebsten garnicht rausgegangen wäre sind vorbei.
Dies sind meine Erfahrungen.
Re: Unsicherheit: Soll ich, soll ich nicht...
Verfasst: Sa 10. Aug 2013, 23:13
von Vincent
Diese Unsicherheit kenne ich, vielleicht nicht exakt wie Du es beschreiben hast, aber durchaus, weil ich das auch zu 100% bei mir sehe:
Soki1 hat geschrieben:im Frauenmodus werde ich immer als grotesk verkleideter Mann erkennbar sein. Zur perfekten Frau fehlt mir die Figur, die Gestik und der Kopf passt erst recht nicht zu einer hübschen Frau.
Aber, ich nehme mir die Freiheit auch als Mann vieles zu tragen wonach mir ist.
Meistens.
Aber immer wieder stehe ich da und bin mir plötzlich unsicher ob das geht oder nicht, wie es aussieht usw.
Es gibt die Tage an denen bekomme ich es so hin:
Marlene hat geschrieben: laß'die Bedenken außen vor. Was interessieren dich die anderen
Und auch die Tage an denen mich schon der Gedanke an einen schiefen Blick aus der Bahn wirft.
Und es gibt die Tage, an denen bin ich mit meiner getroffenen Entscheidung zufrieden und es gibt auch die, an denen ich mich darüber ärgere — egal in welche Richtung sie ging.
Und das Meiste spielt sich im Kopf ab.
Ich war an unterschiedlichen Tagen in identischen Situationen und mal habe ich mich gefreut im Rock zwischen Anzugträgern zu stehen und ein anderes Mal habe ich mich dafür verflucht.
Wobei ich zugeben muss, dass bei mir die Emotionen weiter in beide Richtungen ausschlagen wenn meine Kleidung unkonventionell ist, als wie im Normalmannmodus.
Re: Unsicherheit: Soll ich, soll ich nicht...
Verfasst: Sa 10. Aug 2013, 23:54
von exuser-06-09-2013
Hallo Aspie,
deine Sorgen hatte ich auch, als ich anfing als Frau auszugehen, so mit 17, 18 Jahren. Heute mit 25 ist das anders, da ich (TS) seit Januar als Frau lebe und auch als Frau wahrgenommen werde.
Solche Zweifel wie du hat am Anfang jeder. Selbst ich stehe heute ab und zu vor dem Spiegel und kleide mich noch einmal komplett um, weil mir der Rock und das T-Shirt nciht gefällt, und ich stattdessen etwas anderes anziehe.
Liebe Grüße
Anna-Maria
Re: Unsicherheit: Soll ich, soll ich nicht...
Verfasst: So 11. Aug 2013, 08:26
von exuser-06-09-2013
Hallo,
ich denke schon, dass diese Frage dich beschäftigt. Denn sonst würdest du dich ja vermutlich gar nicht erst fragen: "Will ich denn heute überhaupt eine Frau oder ein Mann sein oder was?"
Liebe Grüße
Anna
Re: Unsicherheit: Soll ich, soll ich nicht...
Verfasst: So 11. Aug 2013, 22:41
von nicole33
Hallo,
ich müsste lügen wenn ich sage, dass ich das Thema nicht nur zu gut kenne.
Bevor ich raus gehe ist da natürlich immer der Blick in den Spiegel und die Frage als was wird man draußen gesehen. Das größte Problem dabei ist der eigene Kopf/ der hat sein eigenes Bild).
Der größte Teil da draußen bekommt es gar nicht mit, oder reagiert nicht darauf. So bin ich auch kaum aufgefallen und mit der Zeit hört der eigene Kopf auch auf ewig die kritischen Gedanken einzuschieben. Man kann fast sagen es kommt eine gewisse Routine auf.
Bis man dann zufällig mit dem Teil der Befölkerung zusammentrifft, denen alles auffällt. Wenn das dann auch noch angetrunkene Jugendliche sind, macht man eben auch mal mit dem negativen Teil Erfahrung. Eigentlich nicht schlimm, weil die Kaoten sind nachher wieder weg, dafür ist der eigener Kopf aber mit Einwänden wieder da.
Auf der anderen Seite frage ich mich heute, worauf schauen die Leute eher entgeistert. Ich habe als Mann das Glück eine Brust zu haben die sich unter einem engen T-Shirt nicht als männlich darstellt.
Damit ernte ich mehr Blicke als wenn ich als Frau umgewandelt durch die Strassen gehe.
Es wird immer Menschen geben, deren Horizont so beengt ist und mit diesen Sachen nicht umgehen können. Für uns ist es positiv diese Menschen nicht zu treffen.
LG
Nicole
Re: Unsicherheit: Soll ich, soll ich nicht...
Verfasst: Mo 12. Aug 2013, 00:27
von Lieschen
Hallo!
Ja, das kenne ich auch. Habe auch schon manchmal "mittendrin" wieder aufgehört. Das war dann aber auch so in Ordnung und ich habe mich danach nicht schlecht gefühlt. Sondern gut. Und es (auch später) nicht bereut.
Tschüs, Lieschen
Re: Unsicherheit: Soll ich, soll ich nicht...
Verfasst: Mo 12. Aug 2013, 13:23
von biene38
Gidion hat geschrieben:Hallo Mädels,
machen wir uns doch selber nix vor, bei den meisten von uns, ist der Mann doch nicht wirklich zu verbergen, ist aber egal,
wir dürfen uns keine Gedanken mache, was wohl andere denken, sonder lebe dein Leben, wie du es möchtest.......
Liebe Grüße Gidion
die Einstellung, das Leben zu leben wie man es möchte, finde ich super.
Wenn sich die meisten eh bewußt sind, dass sie optisch nicht als Frauen durchgehen, und es den Mitmenschen eh auffallen dürfte, auch wenn sich viele nichts anmerken lassen, dann könnte man sich doch auch den ganzen Aufwand sparen mit kratziger Perücke und aufwendigen Schminkorgien. Außer natürlich genau das macht einem Spaß.
Gerade jetzt im Sommer mit Perücke und dickem Make up....ein unangenehmer Gedanke!
Ich für mich habe fest gestellt, dass gerade dieses Täuschungsmanöver, denn darum geht es ja doch auch beim Schminken, um nicht mehr direkt als Mann zu erkennen zu sein, das aber nie recht zu einem befriedigenden Ergebnis führt, zu dieser Unsicherheit führt.
Warum dann nicht gleich als mehr oder weniger extravanter Mann auf die Straße, bei dem sich die Mitmenschen auch nicht mehr die Hälse verdrehen oder das Maul zerreissen.
Damit ist man natürlich nicht incognito unterwegs.
Grüße von der Biene
Re: Unsicherheit: Soll ich, soll ich nicht...
Verfasst: Mo 12. Aug 2013, 14:11
von Andrea aus Sachsen
.
Hallo Aspie,
eine Unsicherheit, wie du sie beschreibst, ist mir völlig unbekannt. Ich fühle mich mehr weiblich, kann aber diesem Gefühl nur in sehr begrenztem Umfang nachgehen.
Wenn sich mir eine Gelegenheit bietet, mich in Andrea zu verwandeln, dann nutze ich sie auch. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich jemals keine Lust dazu gehabt oder aus anderen inneren Gründen die Sache abgebrochen hätte.
Einzige Ausnahme davon wäre, dass die Gelegenheit zu kurz war, sodass sich das Ganze nicht gelohnt hätte.
Re: Unsicherheit: Soll ich, soll ich nicht...
Verfasst: Di 13. Aug 2013, 10:58
von johanna-moritz
Hallo Aspie,
deine Unsicherheit hatte ich im Anfang auch , doch stelle erst einmal fest , wie fühle ich mich gut !
Ich mag es wenn mich Miederwäsche fest einschliesst ( umarmt ) die Oberbekleidung wird dann
der Situation angepasst , zum Einkaufen dezent gekleidet und geschmink , zuhause als darüber
auch mal schlabber Look oder meinen Fetisch KETTEN .
P.S. nachts schlafe ich nacckich
gruss joma

Re: Unsicherheit: Soll ich, soll ich nicht...
Verfasst: Di 13. Aug 2013, 13:31
von Ulrike-Marisa
Moin Aspie,
ein wenig Unsicherheit ist wohl zunächst immer dabei, wenn ich en femme rausgehe. Das verfliegt nach kurzer Zeit und dann fühle ich mich ganz normal als Frau, die eben einkaufen oder spazieren geht und sonst was macht. Ich sehe so wie auf meinen Bildern aus und mit entsprechendem Selbstbewusstsein kann ich damit leben, so wie ich bin. Da ist nicht alles perfekt und das ist mir bewusst; was solls, andere sind auch nicht besser dran. Ich bin ich und nicht das, was andere in mir zu sehen glauben. Bisher bin ich mit meiner eher zurückhaltenden und unauffälligen Art noch nicht angeeckt und habe keine Probleme gehabt und alle Menschen waren bisher nett zu mir und das freut mich. Das weiblichsein-Gefühl spielt sich dabei im Kopf ab und da kann keiner reinschauen und es ist in gewisser Weise bei mir nicht von der getragenen Kleidung abhängig, sondern eher eine ständige Begleiterscheinung. Nur durch Erfahrung kann Frau sich weiterentwickeln und dazu gehört auch, dass Frau rausgeht und erlebt, wie die Welt außerhalb des geschützten Umfeldes der Wohnung ist und sich erleben lässt. Mut zur Lücke gehört auch dazu, denn Frau kann es nicht allen Menschen recht machen.
LG, Ulrike-Marisa

Re: Unsicherheit: Soll ich, soll ich nicht...
Verfasst: Fr 16. Aug 2013, 19:26
von rena
hallo aspie,
die frage ist doch eher warum bist du dir unsicher,ist es deiner eigenen einstellung gegenüber oder hast du im hinterkopf angst davor was andere über dich denken ,ansonsten kann ich dir nur raten zieh das an in dem du dich am wohlsten fühlst egal ob mann oder frau
bei mir selbst kamen kleidungstechnisch seit meiner weiblichen entdeckung nie zweifel auf,den einzigen zweifel den ich hab ist die angleichende op,den ER stört zwar in der damenwäsche finde ihn jedoch nicht abstoßend werde aber demnächst diesbezüglich zum doc gehen und den ersten schritt machen und dann auch unvoreingenommen an die sache rangehen um herauszufinden wo ich hingehöhre
lg,rena