Gefühlskarussell und Sichtweisen
Verfasst: Fr 19. Jul 2013, 21:03
Nun sind es schon mehrere Monate her, dass ich mir eingestanden habe, dass die dauerhafte Unterdrückung/Verdrängung bzw. Ablenkungen meines alter ego nicht noch weitere 30 Jahre funktionieren wird, denn solange werde ich wohl statistisch gesehen noch leben. In bestimmten Bereichen habe ich Tabula rasa gemacht und einen Relaunch gewagt: Keine bzw. nur noch wenige Geheimnisse gegenüber meiner Frau, mich das erste Mal als Frau schminken und beraten lassen, erste Erfahrungen mit dem Stimmtraining gemacht, die Laser-Bartentfernung begonnen, Frauke nur noch in der Öffentlichkeit auszuleben"¦"¦ In der Summe habe ich durchweg positive Erfahrungen gesammelt. Okay, Stimmtraining steckt in den Kinderschuhen, vor der nächsten Laser-Epi graut es mir jetzt schon, aber die Erlebnisse in der Frauenrolle möchte ich nicht mehr missen und machen mir trotzdem Angst und lassen mich manchmal auch nachdenklich werden. Heute ist mal wieder so ein Tag, an dem ich mich frage: Wie wird die Reise weitergehen, was wird in fünf Jahren sein, was wird diese Frau in mir noch wollen und mir antun, und kann ich sie überhaupt zufrieden stellen?
Kennt ihr dieses Bild mit dem Engelchen und dem Teufelchen auf der Schulter? Dieses Korrelativ funktioniert in meinen Leben m.E. ganz gut und nach Abwägung der Pros und Kontras und unter Einsatz von Logik und Bauchgefühl treffe ich meist die für mich richtigen Entscheidungen, die bei Erfolg durch chemische Verstärker (Endorphine) belohnt werden. Wenn es aber um Frauke geht, versagt das System komplett. Alleine die Vorstellung die Frauenrolle einzunehmen, zerschiesst mir den Hormonhaushalt und es kostet mich schon Mühe mich nicht weiter aufs Kopfkino einzulassen. Ehrlich, manchmal habe ich den Eindruck ich funktioniere wie der Pawlowsche Hund, nur das mein Stimulus kein Futter, sondern ein positives Erlebnis als Frau ist. Versteht mich nicht falsch. Frauke ist Teil von mir und ist wirklich ein Bereicherung meiner Persönlichkeit. Nur heute nervt es mich gerade, dass mir bewusst wird, dass ich auf der Stufe eines sabbernden Vierbeiner stehe. Nichts gegen Hunde. Ich mag die sehr, solange sie nicht beißen.
Falls der Beitrag irgendwie daneben sein sollte oder nicht passt, dann habe ich nichts dagegen, ihn zu löschen. Manchmal haue ich einfach so Sachen mal raus..... nichts für ungut.
LG
Frauke
Kennt ihr dieses Bild mit dem Engelchen und dem Teufelchen auf der Schulter? Dieses Korrelativ funktioniert in meinen Leben m.E. ganz gut und nach Abwägung der Pros und Kontras und unter Einsatz von Logik und Bauchgefühl treffe ich meist die für mich richtigen Entscheidungen, die bei Erfolg durch chemische Verstärker (Endorphine) belohnt werden. Wenn es aber um Frauke geht, versagt das System komplett. Alleine die Vorstellung die Frauenrolle einzunehmen, zerschiesst mir den Hormonhaushalt und es kostet mich schon Mühe mich nicht weiter aufs Kopfkino einzulassen. Ehrlich, manchmal habe ich den Eindruck ich funktioniere wie der Pawlowsche Hund, nur das mein Stimulus kein Futter, sondern ein positives Erlebnis als Frau ist. Versteht mich nicht falsch. Frauke ist Teil von mir und ist wirklich ein Bereicherung meiner Persönlichkeit. Nur heute nervt es mich gerade, dass mir bewusst wird, dass ich auf der Stufe eines sabbernden Vierbeiner stehe. Nichts gegen Hunde. Ich mag die sehr, solange sie nicht beißen.
Falls der Beitrag irgendwie daneben sein sollte oder nicht passt, dann habe ich nichts dagegen, ihn zu löschen. Manchmal haue ich einfach so Sachen mal raus..... nichts für ungut.
LG
Frauke