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Und danach?

Verfasst: Do 4. Jul 2013, 10:15
von Lampenschirm
Ich frage heute mal die Teilzeitfrauen:
Mein Schatz berichtet mir, dass er die Frauenphasen sehr genießt, sich wohlfühlt etc. Aber danach ist er immer wieder unglaublich froh "einfach nur Mann" zu sein.
Wie empfindet ihr den Wechsel zwischen den Geschlechtern?
LG Lampe

Re: Und danach?

Verfasst: Do 4. Jul 2013, 10:34
von Lampenschirm
Hallo Mona,
wofür den Schalter? Du wechselst doch jetzt auch schon die Seiten.
Sorry, ich versuche halt immer wieder, etwas davon zu begreifen.

Re: Und danach?

Verfasst: Do 4. Jul 2013, 11:03
von Lampenschirm
Ahhh so, verstehe. Ja, das geht meinem Schatz auch so. Wenn Frau, dann richtig. Aber danach "glücklicherweise" wieder ganz in das geprägte Geburtsgeschlecht.
Sind andere auch froh, wenn alles wieder "normal" läuft?
Oder ist das möglicherweise nur bei denjenigen so, die ein Problem damit haben, die weibliche Seite als dazugehörend zu akzeptieren?
Bin mal gespannt, was da noch an Antworten kommt.
Lg Lampe

Re: Und danach?

Verfasst: Do 4. Jul 2013, 11:38
von Kerstin
Hallo Lampe
Lampenschirm hat geschrieben:....Sind andere auch froh, wenn alles wieder "normal" läuft?
Für mich ist der "Normalzustand" das beide gleichzeitig da sind, auch wenn Kerstin zwischen durch die Klappe hält.
Da ist sie aber trotzdem. "Normal" ist also ein relativer Zustand.

Froh im Sinne von zufrieden bin ich daher eigentlich dadurch, das Kerstin zu Ihrem Recht gekommen ist. Sie kann das durch aus mit nachdruck einfordern.
Oder ist das möglicherweise nur bei denjenigen so, die ein Problem damit haben, die weibliche Seite als dazugehörend zu akzeptieren?
Bin mal gespannt, was da noch an Antworten kommt.
Lg Lampe
Auch wenn ich nicht unbedingt immer wuste was mit mir los ist, so hatte ich eigentlich keine Probleme mit Ihr.

Inzwischen würde Sie mir sogar fehlen wenn Sie auf einmal nicht mehr da wäre.


LG Kerstin

Re: Und danach?

Verfasst: Do 4. Jul 2013, 11:47
von Ellen
Hi Lampenschirm,
mhmm ... nach einem langen Wochenende im Frauenmodus fällt es mir durchaus schon mal schwer, die Geschichte wieder abzulegen, die Kleidung und auch alles was damit dazugehört wieder zurückzuwechseln.
Aber auch nach normalen "CD-Sessions" mal kurz am Abend kenn ich das Gefühl danach "unglaublich froh, einfach nur Mann zu sein" nicht. Es ist ist eher wieder ein Wechsel zurück in die Realität - und damit verbunden stets mit einem gewissen Grad an Ernüchterung verbunden.
Der Männermodus ist Alltag, bezahlt die Rechnungen, basiert auf vielen sozialen Verpflichtungen und Einschränkungen. Klar, er hat natürlich auch seine netten Seiten. Der Frauenmodus ist halt bei mir in vielen Bereichen eine (zugegebenermaßen sehr schöne) Scheinwelt, von der loszulassen nicht immer leicht fällt.
Lieben Gruß
Ellen (flo)

Re: Und danach?

Verfasst: Do 4. Jul 2013, 12:03
von marabella68
Hallo Lampenschirm,
ganz klar bin ich hinterher auch wieder froh ein Mann zu sein. Um das mal zu spezifizieren: was ist denn mit hinterher gemeint ? Ich betreibe das Crossdressing aus sexuellen Motiven. Das heißt, wenn ich hinterher sage, dann ist das bei mir grundsätzlich nach Erreichen des sexuellen Höhepunktes. Ich kann mir noch so vornehmen mal etwas länger (also mehrere Stunden) im Frauenmodus zu verbringen, wenn der sexuelle Höhepunkt erreicht und überschritten ist, will ich so schnell wie möglich wieder in den Männermodus und aus den Frauenklamotten raus. Das geht so gar soweit, dass es mir selbst gegenüber peinlich ist die Frauensachen überhaupt getragen zu haben. Das dauert dann wirklich mindestens wieder 1 Tag bis ich das nächste mal wieder Frauenkleidung anziehen könnte. Da ich dies ohnehin nur 4-5 mal im Jahr mache (auch mangels Gelegenheiten), fällt das aber sowieso nicht ins Gewicht.

LG
Marabella

Re: Und danach?

Verfasst: Do 4. Jul 2013, 12:37
von Anne-Mette
Moin,

ich staune immer wieder, wie unterschiedlich "wir" sind (smili)
Bei mir gibt es kein "danach". Ich bin immer ich und habe fast nur noch solche Kleidung, die auch geborene Frauen anziehen (smili)

Meine Umgebung ist daran gewöhnt. Wenn ich einmal andere Kleidung tragen würde, dann kämen die Fragen: "ist etwas kaputt?" (Overall)
oder "ist etwas passiert" (eine schwarze Hose habe ich noch).

Ein Umschalten kann ich persönlich mir nicht vorstellen. Allerdings bin ich auch nicht "die perfekte Frau". Ich laufe eher rum wie viele BioFrauen in ihrem Alltag in meinem Alter.
Insofern fehlt mir die Vorfreude und auch das Bedauern, wenn es mal nicht in den anderen Modus geht. Ich weiß nicht mehr, wie das ist (smili)

Gruß
Anne-Mette

Re: Und danach?

Verfasst: Do 4. Jul 2013, 13:01
von Andrea aus Sachsen
.
Lampenschirm hat geschrieben:Wie empfindet ihr den Wechsel zwischen den Geschlechtern?
Also bei mir ist das ähnlich wie bei Ellen.
Ellen hat geschrieben:Der Frauenmodus ist halt bei mir in vielen Bereichen eine (zugegebenermaßen sehr schöne) Scheinwelt, von der loszulassen nicht immer leicht fällt.
Ich freue mich auf jede Gelegenheit, mich in Andrea zu verwandeln. Vorher bin ich immer aufgeregt, es ist ja immer mit etwas Organisation verbunden und dabei soll möglichst nichts schiefgehen. Als Andrea ist diese Aufregung verschwunden. Da kann ich ganz entspannt die Zeit genießen, die ich diese Rolle spielen darf oder, um Ellens Worte zu wiederholen, in einer schönen Scheinwelt leben kann.
Über die Rückverwandlung in den Männermodus konnte ich mich noch nie freuen. Besonders ernüchternd ist es, noch am selben Tag wieder in die Realität zurück zu müssen. Erträglicher ist es dagegen nach kompletten Andrea-Tagen, wenn es erst am nächsten Morgen wieder in den Männermodus geht.
Froh, Mann zu sein, bin ich eigentlich nur dann, wenn ich mir vorstelle, wie es wäre, ständig als Frau zu leben. Neben den Belastungen, die Beruf und Privates mit sich bringen, sich auch noch täglich (bis zu 2 Stunden) als Frau zurecht zu machen — diesen Stress möchte ich nicht haben. Da ist der Männermodus einfach das kleinere Übel.
Ich bin übrigens eine sich weiblich fühlende Teilzeitfrau (siehe Übersicht Begriffe zu Cross* und Trans*).

Re: Und danach?

Verfasst: Do 4. Jul 2013, 13:30
von ChristinaF
Ein "hinterher" gibts für mich auch schon lange nicht mehr. Obwohl ich schon neugierig wäre, wie denn meine Umwelt, die mich ja nur als Frau kennt, reagieren würde, wenn ich plötzlich mit Männerklamotten rausgehe. (wo)
Chrissie

Re: Und danach?

Verfasst: Do 4. Jul 2013, 19:04
von Sabrina Verena
Hallo!
Also bei mir sind Verena und ich immer da.
Mir fällt es allerdings schwer mich von Verena in mich zurück zuverwandeln.
Andererseits genieße ich es auch ein Mann zu sein, obwohl der Mann den unangenehmeren Part zu tragen hat.
Auch wäre dieser Mann launisch, wenn Verena nicht zum Zuge kommt.
LG
Verena

Re: Und danach?

Verfasst: Do 4. Jul 2013, 20:41
von Serena
Hallo
mir geht es ähnlich wie den anderen Mädels,ich entspanne mich als Frau,
schalte ab,nehme meine Umwelt anders wahr,(meine Frau die das toleriert-DANKE du bist die BESTE)
sagt immer ich bin 2 Charakteren als Frau einfühlsam,zuvorkommend etc ,als Mann raubeinig stur eben die ganze Palette,
ich war noch nicht länger als n paar Stunden(meist dann auch zu hause) als Serena unterwegs fühle mich aber sehr wohl wenn ich sie bin,
Bin dann aber auch wieder froh in der Zeit danach,

Re: Und danach?

Verfasst: Do 4. Jul 2013, 21:10
von Lea Michele
Hallo

Ich schließe mich Anja's Bericht voll und ganz an.
Es wäre doch wunderbar und toll, wenn wir wie die großen Barsche aus dem Meer von männlichen zum weiblichen Geschlecht und zurück wechseln könnten.
Ich finde da hat Mutter Natur sehr viel Fantasie walten lassen! (smili)

LG Lea Michele (flo)

Re: Und danach?

Verfasst: Do 4. Jul 2013, 21:43
von Andrea66
Hallo Lampenschirm,

mir geht es da eher so wie deinem Mann.
Nach nun fast 3 Wochen möchte ich (Andrea) auch einmal wieder an das Ruder. Obwohl eigentlich geplant war, dass ich bis zum 09.07. warten muss, werde ich wohl schon am Samstag und vielleicht auch am Sonntag wieder raus dürfen.
Vor 3 Wochen hatte Andrea am Dienstag und Donnerstag Abend Ausgang und dann noch am Samstag zum CSD in Oldenburg und am Sonntag hatten wir noch ein kleines Treffen mit ein paar Forumsmitgliedern. Danach hatte der Mann in mir erst einmal genug von Andrea und war sehr froh wieder heraus zu dürfen.

Nun sind fast 3 Wochen vorbei und ich möchte unbedingt wieder raus. Wenn meine männliche Seite Samstag mit der Gartenarbeit sehr fleißig ist, darf ich Abends raus und dann wahrscheinlich auch am Sonntag. Danach wird meine männliche Seite wahrscheinlich wieder froh sein, dass ich wieder verschwinde. Aber nur für einen Tag. :wink:

Die männliche Seite ist die dominante Seite und diese ist froh, dass Andrea nun auch richtig raus darf und nicht nur ne 1/2 Stunde zu Hause.

LG Andrea

Re: Und danach?

Verfasst: Do 4. Jul 2013, 21:49
von Saskia.shewulf
Hallo

Saskia gibt es nun seit ca. 5 Monate .Ich habe ihr immer mehr zugestanden und will ihr noch Mehr Raum verschaffen.Am Anfang habe
ich oft mit den Tränen gekämpft wenn ich wieder in den Männermodus zurück musste,auch jetzt schleicht sich immer etwas wehmut ein
wenn ich auf Mann zurückswitche :(

Ich muss allerdings dazu sagen das ich es vorher Heimlich (15 Jahre)betrieben habe und oder auch mehr oder minder stark unterdrückt habe.
Zu der Zeit war ich ein echter Eckel mit Agressionen wo niemand wußte wieso und warum diese plötzlich auftraten.(Das wußte ich selber
oft nicht)
Also ohne Saskia möchte ich nicht mehr leben .

Vor zwei Wochen hatte ich ein ganzes Saskia Wochenende und ganz ehrlich? Ich kann einfach nicht genug bekommen von der Frau in mir!
Ich hätte Problemlos Saskia bleiben können. Leider geht das bei mir noch nicht, berufsmäßig muss ich doch immer wieder zurück schalten.
bin Landschaftsgärtner/in und im Forst tätig aber das würde ich mir auch als Frau zutrauen weil ich das sowieso auch den geborenen Frauen
zutraue ist alles nur eine Routine und Trainingsfrage.

Uups das ist glaub ich etwas aus dem ruder gelaufen

LG Saskia (flo)

Re: Und danach?

Verfasst: Do 4. Jul 2013, 23:52
von Hanna74
Hallo,

so ähnlich wie bei Ellen ist es auch bei mir:
Ellen hat geschrieben:Der Männermodus ist Alltag, bezahlt die Rechnungen, basiert auf vielen sozialen Verpflichtungen und Einschränkungen. Klar, er hat natürlich auch seine netten Seiten. Der Frauenmodus ist halt bei mir in vielen Bereichen eine (zugegebenermaßen sehr schöne) Scheinwelt, von der loszulassen nicht immer leicht fällt.
Mit der zusätzlichen Einschränkung, daß sich der Frauenmodus derzeit noch im Wesentlichen auf die Kleidung beschränkt, was die Äußerlichkeiten angeht. (Auch wenn ich in letzter Zeit durchaus öfters mal zum Nagellack gegriffen habe, im Wesentlichen allerdings an den Zehen. Und auch wenn ich durchaus ab und an mal mit dem Gedanken spiele, auch andere Dinge einmal ausprobieren zu wollen - bei passender Gelegenheit, und schön eins nach dem anderen. ;) ) Die Kleidung nimmt auch schleichend einen größeren Platz in meinem Leben ein, aber offen sichtbar nur in meiner Freizeit und in einer geschützten Umgebung, bei mir zuhause und eventuell noch bei meiner Liebsten.

Von daher ist der Begriff "Scheinwelt" zwar einerseits unpassend - Johanna ist nicht einfach nur eine Rolle, die ich an- und ablege, sie ist schon ein integraler Bestandteil von mir. Andererseits weicht meine Selbstwahrnehmung schon deutlich von dem ab, was ein objektiver Beobachter sehen würde. Zumindest, wenn ich meiner Phantasie keine Zügel anlege. :) Einen besseren Begriff habe ich bislang aber auch nicht gefunden.

Liebe Grüße aus Bad Cannstatt,

Johanna (flo)