Moin,
von den Betroffenen liegt leider noch keine Stellungnahme vor.
Ich bitte meinen Hinweis auf das Thema "Intersexualität — Schritte nach vorne in dieser Legislaturperiode" des CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Tauber nicht als Werbung für eine bestimmte Partei zu verstehen.
http://blog.petertauber.de/?p=1623
Ich habe einige Kritik anzumerken.
So heißt es z.B.
"1. Das Thema und die Sorgen der Betroffenen sind im Parlament angekommen. Dazu hat auch der Ethik-Rat beigetragen. Es ist ein Erfolg der christlich-liberalen Koalition, dass neben dem Ethik-Rat ein vom Ministerium finanzierter Kongress sich der Thematik angenommen hat. Mit der Änderung des Personenstandsrechts haben wir nun einen Fuß in der Tür, um das Thema auch in den nächsten vier Jahren weiter auf der Tagesordnung zu beraten".
Dazu möchte ich sagen:
das wurde ja auch mal Zeit, dass das Thema und die Sorgen im Parlament angekommen sind! Das nun auch noch irgendwie als "Erfolg" zu verkaufen, finde ich schon ein wenig eigenartig.
Spätestens nach den Veröffentlichungen von und über Christiane Völling kann doch wohl keiner mehr sagen: "das habe ich nicht gewusst!"
Ein SPIEGEL-ONLINE-Artikel zum Thema Intersexualität, der sich mit dem Schicksal von Christiane Völling und allgemein mit dem Thema beschäftigt, ist aus dem Jahre 2007. 6 Jahre sind seitdem vergangen!
http://www.spiegel.de/spiegel/a-517983.html
Andere Online-Angebote, Zeitungen und Zeitsschriften haben natürlich auch über das Thema und über den Prozess berichtet (Christiane Völling hatte auf Schmerzensgeld geklagt. Siehe Artikel oder Buch "Ich war Mann und Frau").
"Mit der Änderung des Personenstandsrechts haben wir nun einen Fuß in der Tür, um das Thema auch in den nächsten vier Jahren weiter auf der Tagesordnung zu beraten."
Es ist das
Recht der Betroffenen, dass sie so behandelt werden, wie es ihnen selbst angemessen erscheint und dass die Verstümmelungs-OPs verboten werden. Wieso muss man einen Fuß in der Tür haben? Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist im Grundgesetzt verankert.
... und da sich die Parteien wohl relativ einig sind, wenn ich die zahlreichen Anträge zum Thema INTERSEXUALITÄT richtig verstehe (es geht wohl nur noch darum, wer den "Erfolg" dann für sich verbuchen kann), dann hätte das Parlament auch mal "ranklotzen können", anstatt den Brosamen "Personenstandsrecht" unters Volk zu bringen.
um das Thema auch in den nächsten vier Jahren weiter auf der Tagesordnung zu beraten.
Wie lange soll das denn noch dauern? Warteschleifen sollten verboten werden!
Gruß
CPG