Bewerbung Doku Transgender von RTL2
Verfasst: Mo 6. Mai 2013, 21:56
Hallo ihr Süßen, ich möchte euch Heute mal um eure Meinung bitten.
Ich schaue schon seit einer weile die RTL2 Dokumentation Transgender. Ich hab mir schon eure Kritiken über die Doku selbst durchgelesen und Frage daher absichtlich nur nach eurer Meinung über meinen Bewerbungstext.
Danke für die Unterstützung und liebe Grüße,
Aska <3
Ich schaue schon seit einer weile die RTL2 Dokumentation Transgender. Ich hab mir schon eure Kritiken über die Doku selbst durchgelesen und Frage daher absichtlich nur nach eurer Meinung über meinen Bewerbungstext.
Ach... für die Übersichtlichkeit hab ich noch ne kleine Umfrage draus gemacht :3 Und es währe schon, dazu noch der ein oder andere Kommentar kommt warum ihr so entschieden habt.Ich bin eine Transfrau und lebe seit Anfang 2010 in meiner gewünschtes weiblichen Geschlechtsrolle. Nach einem halben Jahr Wartezeit habe ich eine Psychotherapie bei einer Sexualpsychologin angefangen und konnte schon im Januar 2012 mit der Hormontherapie beginnen. Seitdem kämpfe ich um die Kostenübernahme für eine Elektroepilation meines Bartes von der Krankenkasse, da eine ILP-Behandlung nicht gut funktioniert hat. Auch leide ich nicht nur unter dem Bartschatten, sondern auch unter meinem Kehlkopf. Während ich zur Zeit darauf warte, dass die Personenstands- und Namensänderung vor Gericht voran geht, bin ich auf der Suche nach der richtigen Klinik und dem Arzt, der mir meinen größten Wunsch erfüllen kann: die geschlechtsangleichende Genitaloperation. Ich hab große Angst vor diesen ganzen Risiken und davor, die größte Entscheidung meines Lebens zu treffen, aber ich hab damit auch die eine Chance meines Lebens.
Ich mag noch etwas mehr ins Detail gehen. In meiner Pubertät habe ich entdeckt, dass ich Mädchensachen eigentlich viel schöner fand als die von Jungs. Ich konnte mich auch früher schon nicht mit Jungs richtig anfreunden und hab mich immer anders gefühlt, ohne das in Worte fassen zu können. Ich habe, bis ich mit 18 ausgezogen bin und dann meine eigene Wohnung hatte, immer heimlich weibliche Kleidung getragen. Erst dann habe ich diese Welt so richtig für mich entdeckt. Am anfang war es noch gelegentliches Crossdressen zu Hause, aber als ich auch meinen Freunden davon erzählt habe und die das total in Ordnung fanden, bin ich immer mehr in meiner weiblichen Identität aufgegangen und habe zu Hause nur noch die Kleidung getragen, in der ich mich wohl und vor allem echt gefühlt habe. Ich habe da auch irgendwann von transsexuellen Menschen erfahren und das eine Geschlechtsumwandlung überhaupt möglich ist. Seitdem ist der Wunsch als Frau zu leben immer größer geworden, denn ein Leben als Mann konnte ich mir nie vorstellen, denn das war nicht das was ich bin. Schließlich habe ich es mit 21 Jahren satt gehabt, immer in diese Verkleidung Mann zu wechseln um in die Öffentlichkeit zu gehen und so hatte ich mich entschlossen, das für immer sein zu lassen und mich vor Freunden, Bekannten und Familie geoutet. Klar war das erst mal mehr ein Schock für alle anderen als für mich, doch ich habe so viel Bestätigung und Unterstützung erhalten, dass ich wusste, dass ich das richtige tue. Ich war endlich mehr ich selbst und das haben mir alle auch immer wieder gesagt. Am schwersten war es wohl für meine Mutter und meine jüngere Schwester, aber auch sie haben es nach einer Weile sehr gut aufgefasst und unterstützen mich sehr. Schon meine erste Beziehung mit 17 mit einer jungen Frau scheiterte daran, dass ich den männlichen Part in einer hetrosexuellen Beziehung einfach nicht konnte. Meine Beziehung mit meinem letzten Lebenspartner hat mein Coming Out nicht überstanden, die Anfangs eher homosexuelle Beziehung scheiterte mehr und mehr vor allen am meinem Unbehagen gegenüber meinen Geschlechtsteilen. Die gescheiterte Beziehung, Verlust der gemeinsamen Wohnung und die immer wiederkehrenden Probleme im Umgang mit Behörden, aber auch die ständige Selbstkritik an meinem noch in der Wandlung befindenden Äußeren und der Problematik damit, keine neue Beziehung eingehen zu können, haben mich im letzten Jahr an Depressionen erkranken lassen. Und auch wenn ich nach wie vor weiss, dass dieser Weg der beste ist, den ich je einschlagen konnte, sind die Lebensumstände nur noch schwerer geworden. Aber ich habe inzwischen viel Kontakt zu anderen Transsexuellen in Berlin und ganz Deutschland und unterstütze auch viele, die noch nicht so weit sind wie ich. Letztendlich ist das genau meine Stärke: ich bin eine sehr freundliche, offene und hilsbereite Person. Und warum ich mich bewerbe? Weil ich glaube, dass nur, wenn man das Thema offen kommuniziert, Betroffenen wirklich geholfen wird, weil mehr Verständnis und vielleicht auch mehr Akzeptanz für Transsexuelle Menschen in der Gesellschaft entstehen wird und ich dazu gerne einen Teil beitragen möchte.
Anmerkung Fotos: Die ersten zwei Fotos sind aktuell nach 16 Monanten Hormontherapie. Das dritte Foto ist vom Sommer 2011 noch vor Beginn der Hormontherapie.
Danke für die Unterstützung und liebe Grüße,
Aska <3