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Re: Erinnerungen an euren ersten Outdoor-Spaziergang

Verfasst: So 25. Nov 2012, 20:14
von Joselle
Moin Jennifer,

bei mir kreisen die Gedanken schon seit Wochen um diesen ersten Ausflug. Der soll (sofern Chefin und Ärztin mitspielen) in der nun beginnenden Woche sein.

Was nehme ich mit in den Urlaub, was will ich überhaupt anziehen? Bin ich überhaupt wieder gesund (Arzttermin morgen)?

Als ich noch in der Karnevalszeit, mit einem Freund viele Auftritte als ein Musikantenpärchen hatte, hatte ich diese kurzen Ausflüge auch immer
zu Hause begonnen, allerdings ungeschminkt. Das hat sodann eine Freundin nachgeholt.

Wenn man(n) zum ersten in den Hausflur auf Pumps geht und dieses klack klack hörte, merkte draußen wie der Wind um die bestrumpften Beine
weht, dann wußte ich, dass sich das gut anfühlt (ist auch schon über 12 Jahre her). (smili)

Sorry, kurz abgeschweift.

Ich werde den bevorstehenden Ausflug dann mit meiner Frau gemeinsam bestreiten und so dann berichten.

Viele Grüße wünscht

Joselle

Re: Erinnerungen an euren ersten Outdoor-Spaziergang

Verfasst: So 25. Nov 2012, 21:23
von s_Roeckchen
Da kann ich mich noch gut dran erinnern:

Es war 2009 im Nov. in Bamberg. Da hat eine damals noch vorhandene Runde eines Dir auch bekannten Forums, liebe Jennifer, zum Treffen geladen. Und es hat sich ein Mann mit Rock angekündigt. Da hab ich zu meiner Partnerin gesagt, ich würde da gerne hinfahren um dort mal ein paar andere Forumler kennenlernen zu lernen. Aber im Rock!
Der Tag kam näher und wir saßen im Auto Richtung Bamberg. Ich in der Hose, zu feig schon die Fahrt im Rock anzutreten. Im Hotel zu Rock, schöner dunkelroter Strumpfhose (Wolford Cabletights, hab ich immer noch!) und Damenwinterstiefeln gegriffen. Es war schon dunkel als wir aufbrachen zum Treffen. Himmel hilf, ich soll jetzt SO raus? Meine Partnerin "Jetzt spinn nicht, da draussen frisst Dich niemand!", hakte mich unter und raus gings. Runter den Hügel, quer durch die Altstadt zum Lokal, einem Inder. Ich blickte starr gerade aus, denn das Kopfkino vermeldete, daß sich alle hinter mir umdrehen zum kucken. Unterwegs blieb sie vor einem großen Schaufenster stehen (keine Ahnung was das für ein Laden war, ich war anderweiteig "beschäftigt") und sie sagte "Schau mal die Leute an die hinter dir vorbeigehen. Da merkt keiner was." und recht hatte sie. Nach dem Essen gings noch in ein sehr belebtes Abendlokal und da wars (fast) schon normal im Rock unterwegs zu sein.

Seitdem hat sich kleidungstechnisch noch einiges getan und der "Traumichnicht" kommt inzwischen nur noch ganz selten.

s'Röckchen ... der gestern wieder im Rock im Millionnendorf unterwegs war ...

Re: Erinnerungen an euren ersten Outdoor-Spaziergang

Verfasst: Mo 26. Nov 2012, 08:06
von Sabrina Verena
Hallo!
Mein erster Outdoor Spaziergang fand ungeschminkt im Dunkeln statt.
Ich war in der Dämmerung als "Mann" losgefahren und hatte mich am Ziel umgezogen.
Auf der ehemaligen Grünen Insel (heute Teil des trockengelegten Katinger Wattes) war ich auf dem Eiderleitdamm Spazieren. Ich habe es genossen wie der Wind an meinen Beinen streichelte.
Ws war ein schöner Spaziergang, den ich einige Male wiederholt habe. Später war ich nach Brunsbüttel, Burg (Dith.) oder Marne gefahren, wenn ich im Hellen Spazieren wollte oder in Marne was gekauft habe, da war ich dann allerdingst geschminkt. Mein Passing war glaube ich aber nicht perfekt. (smili)
Liebe Grüße
Verena
[album][/album]

Re: Erinnerungen an euren ersten Outdoor-Spaziergang

Verfasst: Mo 26. Nov 2012, 16:03
von Andrea aus Sachsen
.
Hallo Jennifer,
mein erstes Mal draußen ist schon 35 Jahre her, deshalb sind meine Erinnerungen etwas lückenhaft. Ich war 19 oder 20 und es ging nur eine Runde im "Schutz" der Dunkelheit um den Block. Das Outfit hatte ich von meiner Mutter "geborgt". Nichts passte richtig: Schuhe zu klein, Oberbekleidung eher zu groß, kein Makeup und wegen fehlender Perücke ein Kopftuch umgebunden. Es muss fürchterlich ausgesehen haben. So hätte ich mich niemandem offenbaren wollen und deshalb ging die Angst, entdeckt zu werden, immer mit.
Bei späteren nächtlichen Spaziergängen hatte ich dann schon teilweise eigene Sachen an, aber dass ich einmal bei Tageslicht rausgehe, war für mich damals ausgeschlossen.
Während meiner fast 20-jährigen Ehe ging nichts mit rausgehen. Erst nach der Trennung habe ich mich richtig mit Crossdressing beschäftigt. Es gab dann noch mehr Erlebnisse mit ähnlichem Flair wie das des ersten Mal. Teilweise habe davon hier im Forum berichtet: Der erste nächtliche Spaziergang mit komplett eigenen Sachen einschließlich Perücke, das erste Treffen mit Gleichgesinnten, die erste Bahnfahrt (viewtopic.php?f=6&t=3816) und schließlich das erste Mal bei "richtig" bei Tageslicht draußen (viewtopic.php?f=6&t=4017).

Re: Erinnerungen an euren ersten Outdoor-Spaziergang

Verfasst: Mo 26. Nov 2012, 17:36
von Lina
Das klingt ja krass - ohne Makeup und das auch noch in 1977!!!! Sollte jemand nicht wissen, wie man damals aussah, dann ist jetzt vielleich Zeit ein bisschen Stillehre nachzuholen.

Re: Erinnerungen an euren ersten Outdoor-Spaziergang

Verfasst: Mo 26. Nov 2012, 17:56
von Nicoletta
Das wirklich erste Mal war in meiner Schulzeit, etwa 1963 im Alter also von 14-15 Jahren. Ich hatte gelbe Dralon-Unterwäsche von meiner Schwester angezogen und einen luftigen Sommerrock von ihr, dazu einen unisex Anorak, wobei ich die Kapuze übergezogen habe, damit die zu kurzen Haare nicht auffielen, die Beine nackt und Sandalen. Ich wollte in die Stadt fahren zum Schwimmbad. Meine Monatskarte für den Bus konnte ich nicht benutzen, der lautete ja auf einen Mädchennamen. Also kaufte ich eine Fahrkarte. Ich kam auch bis zum Schwimmbad, ohne dass jemand Notiz von mir genommen hätte. Im Schwimmbad wollte ich einen Badeanzug leihen, denn den Badeanzug meiner Schwester konnte ich nicht nehmen, es wäre aufgefallen, wenn der hinterher nass gewesen wäre. Beim Kauf der Eintrittskarte wurde ich gefragt, ob für Jungen oder Mädchen. Für Mädchen, bestätigte ich. Für den Leihbadeanzug aber sollte ich dann meine Armbanduhr als Pfand hinterlegen. Die Uhr hatte ich zwar mit, sie war mir dann aber zu männlich vorgekommen, weshalb ich sie abgestreift und in der Rocktasche verschwinden gelassen hatte. So musste ich jetzt leider sagen, dass ich keine Uhr dabei habe. Damit scheiterte das Schwimmbadunternehmen, und ich musste unverrichteter Dinge nach Hause zurückfahren. Auf der Rückfahrt war dann auch noch eine ehemalige Mitschülerin aus der Volksschule im Bus, die mich ansah, sichtlich unsicher, woher ich ihr bekannt vorkam. Ob sie etwas geahnt hat, weiß ich nicht, habe ich nie erfahren.

Spätere Ausflüge gab es erst wieder in der Studienzeit, und da bei Nacht und vollständiger en femme mit Perücke und Damenstiefeln oder Stöckelschuhen, aber weniger aufregend. Einmal versuchte ich, am Abend in einen Tanzclub zu kommen, wurde aber an der Tür abgewiesen, kein Zutritt für Damen ohne Begleitung. Nur einmal bin ich einer Gruppe pubertierender Jungen aufgefallen, die lauthals mir Transe nachschrien. Da habe ich mich schon unbehaglich gefühlt, zumal bei Nacht und sonst kein Mensch in der Nähe. Bin aber einfach unbeirrt weitergestöckelt ohne mich umzudrehen und unbeschadet nach Hause zurückgekommen. Wohler habe ich mich in warmen Sommernächten gefühlt, wenn ich am Rand der Stadt über die Felder gegangen bin, den sternklaren Himmel über mir, den warmen Asphalt unter mir; da habe ich mich einfach pudelwohl und richtig gefühlt und sicher dabei.

Grüße an alle,

Nicoletta

Re: Erinnerungen an euren ersten Outdoor-Spaziergang

Verfasst: Mo 26. Nov 2012, 23:58
von Andrea aus Sachsen
.
Lina hat geschrieben:Das klingt ja krass - ohne Makeup und das auch noch in 1977!!!!
Was soll denn gerade 1977 so krass gewesen sein?
Übrigens, wenn ich noch mal nachdenke, habe ich mich etwas verrechnet. Es war erst 1979 und ich bereits 21, demzufolge ist es erst 33 Jahre her. Ich bitte, diesen Fehler zu entschuldigen.

Re: Erinnerungen an euren ersten Outdoor-Spaziergang

Verfasst: Di 27. Nov 2012, 01:17
von exuser-08-07-2013
so, ein post mitten in der nacht (smili)

mein erster outdoor-spaziergang war wohl auch 1979/1980.

ich hatte mir ein paar sandaletten in der damals größt möglichen größe 41 gekauft und mich an mutters kleiderfundus im keller vergriffen.

die kleider paßten gut - aber die schuhe :shock:

zwei bis drei nummern zu klein - furchtbar.

zum damaligen zeitpunkt hatte ich schulterlanges haar und wär mit etwas schminke wohl fast als mädel "durchgegangen".

mit meinem roten 34 ps sparkäfer war ich ne halbe nacht unterwegs und hab mich bestimmt 15 bis 20 mal aus dem auto "getraut".

da und dort mal maximal fünf meter weg und schnell wieder zurück - andauernd.

die viel zu kleinen schuhe waren mein problem. keine chance sich nicht lächerlich zu machen. :((a

wer weiß, wo und was ich heute wäre, wenn die schuhe damals gepasst hätten - will gar nicht drüber nachdenken.

guats nächtle

lucy f.

Re: Erinnerungen an euren ersten Outdoor-Spaziergang

Verfasst: Di 27. Nov 2012, 21:31
von Julia65
Hey, Lucy F. das finde ich sehr lustig geschrieben.
Ja, wo wärst du heute, wenn die Schuhe damals gepasst hätten?
Oh oh, meine ersten Outdoor Erlebnisse? Das is so schwer zusammenzusammeln. Ich kann es gar nicht genau sagen. Gilt es auch wenn mal als ca. 10 jährige mal im Gebüsch ein Rock anzieht und damit ein paar Minuten im Kreis läuft?
Gilt es, wenn man im Alter zwischen ca. 18 Jahren und 30 Jahren, ein paar Mal en femme nachts um die Häuserblöcke geht? Den Blick immer auf den Boden, die Haare der Perrücke vor das Gesicht fallend? Die Strassenseite immer wechselnd, wenn des Nachts jemand mit seinem Hund entgegen kam? Immer auf der dunklen Seite der Strasse, wo die Laternen NICHT standen? Oder Im Winter mit dem Schal bis unter die Augen gewickelt? Wenn ja, dann müsste ich echt lange überlegen was davon das erste Mal war. Aber wenn ich als erstes Mal beschreiben sollte, wie ich unter Leute ging, sogar welche, die mich kannten, dann ist das noch gar nicht so lange her. Es war etwa 2005 oder 2006. Eine Freundin aus Hamburg meldete sich über Messenger. Ich hatte vor, en femme auf die Strasse zu gehen udn wollte mich gerade fertig machen. Es war schon Nachmittag, noch nicht dunkel draussen. Ich schrieb ihr einfach davon. Hey, sie war erstaunt, denn sie wusste von meiner Neigung nichts. Sie sagte: Steig doch ins Auto und komm nach Hamburg. Dann können wir hier sabbeln. Ausserdem würd ich dich so gerne mal sehen. Naja, ich habs gemacht. Langer schwarzer Lederrock, Perrück, Jacke weiss ich nicht mehr, aber dunkle dünne Strumpfhose und schwarze Pumps. Ich schlich mich aus dem haus (hochhaus) und stieg in mein Auto und fuhr die knapp 100km zu ihr nach Hamburg. Wir sassen dann bei ihr auf der Terrasse und redeten. Sie schlug mir vor mal für ein paar Tage bei ihr zu wohnen und dann würden wir mal üben. Wir würden raus gehen, in die Disco und so weiter. Uff, das war mir zuviel, aber die Idee fand ich reizvoll. Auf jeden Fall gingen wir dann noch ein wenig spazieren, aber es war inzwischen dunkel. Jedoch stärkte mich das irgendwie. Als ich dann wohl so ca. gegen 23 Uhr bei ihr wieder startete, war ich so motiviert und guter Dinge, dass ich glatt die nächste Tankstelle anfuhr. Ich tankte mein Auto uns da drinnen eine Warteschlange. Hm, nun musste ich da rein, bei voller Beleuchtung, konnte ja den Spritt nicht wieder durch den Schlauch zurückstopfen. Also stöckelte ich in die Tankstellenbude und stellte mich brav an. Vor mir standen noch 2 Typen, und hinter mir ein riesiger breitschultriger Kerl. Keinerlei Reaktionen von irgend jemandem. Fein, dachte ich, aber wenn ich gleich was sagen muss an der Kasse, wird es heikel. Als ich dran war sagte ich nur: Nummer 2. Ich bezahlte und der freundliche Ältere Kassiere sagte freundlich. Schönen Abend noch, ganz normal und freundlich wie zu allen anderen auch. Ich überlegte dann im Auto ob mein passing so gut war , dass es nicht bemerkt wurde, oder ob die einfach so tollerant waren, alle.
Auf jeden Fall habe ich auf dem Weg zurück nach Kiel noch an 2 Rasstätten angehalten, die allerdings zu der späten Stunde dann schon recht leer waren (ich war auch noch etwas in HH spaziere), und habe die Toilette aufgesucht und einmal mir sogar einen Kaffee geholt, mich an einen Tisch gesetzt udn den in Ruhe getrunken. Ich war aber so ziemlich allein in der Rasstätte. Aber dennoch, das war so das erste mal, was man en femme rausgehen nennen konnte.
Heute muss ich darüber eher schmunzeln, aber ich kann mich gut an meine Gefühle damals erinnern.
Julia

Re: Erinnerungen an euren ersten Outdoor-Spaziergang

Verfasst: Mo 31. Dez 2012, 16:12
von SusiS
Ich glaube da war ich ein junger Erwachsener im Sommer. Damals wollte ich wissen, wie sich anfühlt. Da fuhr mit dem Fahrrad zum Perlacher Forst, in Satteltaschen Mädchenkleidung (weiß aber nicht ob Rock oder Kleid von meiner Schwester heimlich) verstaut. Bei einer nicht einsehbaren Bereich die Kleidung gewechselt. Ging dann am Waldrand spazieren, möglichst so das man mich nicht sieht. Für den Nachhauseweg zog ich wieder eine Hose an.
Dann war erst Jahrzehnte später wieder mit Rock mit Bluse oder Kleid draußen, diesmal aber mit eigene. Ging dann im Perlacher Forst spazieren.

Re: Erinnerungen an euren ersten Outdoor-Spaziergang

Verfasst: Di 1. Jan 2013, 14:56
von ExuserIn-2015-02-14
Das erste Mal ...,

es war etwa Mitte Mai letzten Jahres, präziser Mittwoch der 9. und somit ist es Deborahs Geburtstag. Das Ganze war so aufregend und spannend zugleich, dass es sich tief und lebendig in meiner Erinnerung verankert hat.
Morgens, etwa gegen 5.00 war Aufstehen angesagt, des nachts konnte ich gut schlafen und war daher entsprechend fit für meinen ersten en femme'- Ausflug. Über viele Wochen sehnte ich diesen Tag herbei, dank der hilfreichen Informationen aus dem Forum war ich zumindestens theoretisch für mein erstes Passing gewappnet. Auch übte ich intensiv das Gangbild, das motorische Muster und Verhalten von Frauen viele Stunden vor 2 großen Spiegeln in unserem Haus. Bis ich mir einigermaßen sicher war, das es auch feminin genug wirkte. Heute, lache ich darüber, und denke." Wie selbstverständlich ist mir mittlerweile der Gang der Frau geworden".
An diesem Morgen benötigte für ein einigermaßen befriedigendes Make-up fast 2 Stunden an Zeit, heute ist dieser unerlässliche Schönheitsakt in etwa 30 Min. erledigt und im Ergebnis viel femininer.
Das nachfolgende Ver-kleidungsprogramm nahm in etwa auch 1 Stunde in Anspruch und so gegen 9.30 verließ ich unser Haus, um direkt ins Auto einzusteigen. Die gewaltige Anspannung und die atemberaubende Freude hielten sich in dem Moment etwa die Waage. Gleichzeitig durchströmte mich ein fantastisches Glücksgefühl, ich weiß heute wie ich dachte:" So fühlt es sich also als Frau an, in feinen Dessous, schwarze Glanzstrumpfhose, Bluse, schwarzer Jeansblazer, Rock und schwarze Lackpumps in High-Heel-Format(11cm) in der Öffentlichkeit unterwegs zu sein.
Nach meinen heutigen Ladylike-Dressing-Regeln war ich äußerst heiß und gewagt unterwegs, würde es heute so nicht mehr machen. Denn der Rock aus Lederimitat war knalleng, die Pumps viel zu unbequem und mein ganzes Outfit irgendwie billig. Na ja, aus Fehlern lernt man(n) bekanntermaßen.
So gings eine gute Stunde im Auto quer durch die Lande. Dabei stellte sich eine gewisse Entspannung des Körpers und des Geistes ein, und irgendwie machte es mir mehr und mehr Spass. Das Auto war auch wie ein schützender Raum, der mir eine scheinbare Sicherheit vermittelte. Aber ich wollte ja noch mehr an diesm Tag erleben, als nur im Auto meinen Glücksgefühlen nachzugehen.
Endlich erreichte ich mein angestrebtes Ziel, eine kleine Kurstadt an der Nahe, an der sich ein schöner Kurpark entlangzieht. Unter der Woche gab es nicht zu viele Spaziergänger und das Gelände war mir sehr vertraut.
DAs Auto wurde in der Nähe des Parks abgestellt und ich musste also nun aussteigen, gedacht und auch getan. Es benötigte eine Parkschein und steuerte den Automaten an, da hörte ich zum ersten Mal die Klackgeräusch meiner Absätze, es war so absolut feminin und hüftschwingend ging voller sinnlicher Gefühle auf den Automaten zu. Jetzt kam mir meine wirkliche Bewährungsprobe entgegen, denn ein älteres Ehepaar kam direkt auf mich zu gelaufen, wie werde ich auf sie wirken, nehmen sie mich wahr, gibt es abwertende Bemerkungen, viel Negatives schoss mir durch mein Kopfkino.
Oh, Wunder! Nichts von Alledem passierte, denn sie gingen ruhig und ohne Reaktion an mir vorbei. Ich wurde noch entspannter und mutiger zugleich.
So, da war also der Kurpark und meine weiteren Schritte in schwarzen Lackpumps und den wippenden Busen dazu, lösten wieder eine Kaskade von Glückshormonen aus. Mein persönliches Suchtpotential nach noch mehr Deborah stieg ins Unermessliche.
Der rasenmähnende Gärtner warf mir gewisse Blicke herüber, doch in keiner Weise ließ im jetzt noch aufhalten, geschweige irgendwie irritieren.
Klackernd und Hüftschwingend erschloß sich mir der Park. Eine junge Mutter und Kind kamen mir entgegen und nahmen keinerlei Notiz von mir. Nach einigen hundert Metern des Spazierengehens wollte ich meinen Füssen etwas Erholung bieten und setzte mich auf eine Bank am nahegelegenen Fluss. Schlug meine schwarzbestrumpften Beine übereinander und spürte eine sinnliches Gefühl von gleitendem Nylon. Frauen wißt ihr überhaupt, wie schön es sich anfühlte, beim ersten Mal? Die Suchtgefährdung war nicht mehr zu bremsen.
Ein älterer Mann lief in dem Moment an mir vorüber und wagte einen kurzen Blick auf meine tollen Beine. Ich gönnte es ihm von ganzem Herzen. Deborah war in ihrem Element.
Nach einer ausgiebigen Pause der mentalen und physischen Entspannung, ging's weiter auf meinen klackenden Absätzen durch den Park. Dabei traf ich immer wieder auf Spaziergägnger verschiederner Altersklassen und unterschiedlichen Geschlechts, doch irgendwie auffällige bzw. abfällige Reaktionen gab es in keiner Weise. Mittlerweile bin ich den rasenmähenden und rosenschneidenden Gärtnern doch deutlich aufgefallen, und sie sehen immer wieder zu interessiert mir herüber. Was die wohl so denken und miteinander Bereden. Mir ist es total egal, weil mein erstes Mal ist einfach nur atemberaumend schön und unglaubliche Glücksströme erfassen mein Innerstes. Endlich nach langer, langer Zeit wurde Deborah geboren.
Mittlerweile gehört Deborah wie selbstverständlich zu meinem Leben und sie hat so manches Schönes erleben dürfen und geniesst es jedes mal auf's Neue, ganz Frau sein zu können.
Deborah ist an diesem Tag überglücklich nach Hause gekommen und wusste: "Ab heute musst Du dich unbedingt im Forum anmelden und den Mädels mittteilen, dass Du dein ersten en-femme'Ausflug absolviertest.

Liebe Grüsse von Deborah Ladylike!
Alles Gute für 2013!

Re: Erinnerungen an euren ersten Outdoor-Spaziergang

Verfasst: Di 1. Jan 2013, 15:28
von Julia65
Hallo Deborah Ladylike,
ein sehr schön geschriebener Bericht, der einen dich begleiten lässt.
Ich wünsche dir noch viele Erlebnisse dieser Art.
LG
Julia

Re: Erinnerungen an euren ersten Outdoor-Spaziergang

Verfasst: Do 3. Jan 2013, 15:28
von rena
mein erstes mal war letze nacht,im langen kleid, selbshaltern, pumps, body, und sportlicher jacke dazu noch wegen fehlender taschen die handtasche(für haussschlüssel) und ungeschminkt, habe ja am samstag einen fototermin und musste ja nun noch schauen wie lange ich den im damenschuh bis dorthin brauche,ziemlich kalt war es und auf den rückweg haben die selbsthalter auch kurz vor dem zuhause nicht mehr halten wollen,wenn ich mich dann traue kommt samstag dann die feuerprobe im tageslicht

liebe grüße
rena

Re: Erinnerungen an euren ersten Outdoor-Spaziergang

Verfasst: Do 3. Jan 2013, 19:13
von Lina
Andrea aus Sachsen hat geschrieben:.
Lina hat geschrieben:Das klingt ja krass - ohne Makeup und das auch noch in 1977!!!!
Was soll denn gerade 1977 so krass gewesen sein?
Übrigens, wenn ich noch mal nachdenke, habe ich mich etwas verrechnet. Es war erst 1979 und ich bereits 21, demzufolge ist es erst 33 Jahre her. Ich bitte, diesen Fehler zu entschuldigen.
Ungeschminkt, ausgerechnet in der Zeit von 75 bis 80 ... schaut euch die Mode an aus der Zeit, dann wisst ihr, was ich meine.

Re: Erinnerungen an euren ersten Outdoor-Spaziergang

Verfasst: Di 12. Feb 2013, 16:52
von jawasdennnun
tja, wir schreiben 2005. meine austattung war zu diesem zeitpunkt noch nicht so toll. ich hatte einen rock (einen hässlichen rock der mittlerweile nicht mehr bei mir ist), ein paar schwarze pumps, strumpfhosen und ein geklautes oberteil meiner mutter (;-) ). eine schwarze perücke und einen roten lippenstift. nicht viel also. es war freitag und ich war über alle maßen gelangweilt und in meinem kopf kämpfte eine gefährliche idee um die vorherrschaft. gesagt, getan, nur ungefähr vier stunden später war ich dann endlich so weit. ich war "aufgehübscht" (wenn man das mit den alten sachen sagen konnte), hatte den lippenstift aufgelegt, den schwarzen mantel umgeworfen (der meine silhouette völlig zerstörte) und saß im auto. doch wohin. in die stadt, unter menschen? auf keinen fall. zu ängstlich, viel zu ängstlich.
ich wollte einfach nur raus, das gefühl kennenlernen wie sich der pinke (!) slip beim richtigen laufen wohl anfühlt.
ins feld gehen? neben meinem haus ist ein feldweg. das könnte klappen. doch dazu müsste ich entweder riskieren das mich die nachbarn an ihrem fenster vorbei aus dem haus und wieder zurück gehen sehen, oder aber das der besitzer des feldes die polizei ruft wenn er ein auto auf den weg fahren sieht (gelegentlich halten halbwüchsige ihre hundertmeterrennen dort ab, deswegen ist er auf der hut).
also nicht der feldweg.
einen weitere viertelstunde verging. zweifel machten sich breit.
kurzentschlossen startete ich mein auto und fuhr los. irgendwo hin. dies war auch der zeitpunkt an dem ich feststellte das fahren "en femme" irgendwie anders ist. ich sehe tatsächlich öfter in den rückspiegel ;-)
zwei dörfer weiter hielt ich an und hatte meinen platz gefunden. vor einer kirche. ich bin zwar nicht gläubig, doch ich musste ein wenig schmunzeln. ich zog meine sportschuhe aus und schlüpfte in die schwarzen pumps. Überall haare, kein wunder, schliesslich war spätherbst und es wehte wie nichts gutes. egal. ich war hier, ich wollte laufen. also lief ich.
der schotter auf dem ich geparkt hatte verschwand und ich ging das erste mal auf asphalt. mit dem LAUTESTEN GERÄUSCH DER WELT ! nie hätte ich gedacht das der absatz meiner schuhe so ein unvorstellbaren krach machen würde. doch bio mädels machen das ja schliesslich auch.
also ging ich weiter.
meine vorstellungskraft hatte sich nicht getäuscht, es fühlte sich wunderbar an. kraftvoll, erhaben, sexy. hätte mich jemand gesehen, er hätte all das mit sicherheit nicht von mir gedacht, ich muss ausgesehen haben wie eine anfängerin (was ich ja auch war).
ein stück an der starsse lang ist eine kleine kneipe, mehrere menschen standen davor. und ich musste an ihnen vorbei. selten schlug mein herz so wie jetzt. wenn nun einer aus meinem sportverein eine party hier feierte? um gottes willen.
ich schüttelte mir die haare ins gesicht und beschleunigte meine schritte, was die schuhe nur noch lauter werden liess. ich glaube niemand nahm notiz von mir. zumindest unterstrich niemand etwaige beobachtungen mit worten. gott sei dank.
acht minuten (und eine gefühlte ewigkeit später) stand ich wieder an meinem auto.
als wäre ich einen marathon gelaufen. schweiss, zittrige hände, ein nervöses grinsen, alles dabei. herrlich.
ich fuhr nach hause und setzte mich aufs sofa. was für ein abend.

ich schrieb die erfahrungen und das outfit in mein extra gekauftes buch und liess den abend revue passieren. während ich meine pumps auszog, stellte ich fest das sie beinahe völlig ruiniert waren. ungelenke schritte mit 80 kilo auf den pfennigabsätzen über asphalt und schotter waren wohl doch zuviel.
egal, schön war es trotzdem. und aufregend. ich fragte mich was ich denn nun tun sollte....

...und kaufte im internet neue schuhe.