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Therapeut hat aufgegeben „ Was nun?

Verfasst: Fr 23. Nov 2012, 13:06
von Flodur
In Ergänzung zu: viewtopic.php?f=23&t=5283

Heute beim dritten Termin hat mein Therapeut aufgegeben.
Ich sei zu intelligent, dass Psycho-Tricks bei mir nicht wirken.
Er sehe sich nicht in der Lage mir zu helfen.

Einweisung in eine Klinik - die könnten mir besser helfen als er - lehnte ich erneut ab.

Nu steh ich recht dumm da.

Re: Therapeut hat aufgegeben „ Was nun?

Verfasst: Fr 23. Nov 2012, 13:30
von Anne-Mette
Moin,
dass Psycho-Tricks bei mir nicht wirken.
Bei Leuten, die mit Psycho-Tricks arbeiten, wäre ich skeptisch.
Ich möchte wetten, es gibt noch andere Psychologen, die Du auf Eignung untersuchen könntest (smili)
Hast Du schon die Internetseiten abgeklappert?

Gruß
Anne-Mette

Re: Therapeut hat aufgegeben „ Was nun?

Verfasst: Fr 23. Nov 2012, 14:26
von Caira
Depressionen behebt man ja auch nicht mit Psycho-Tricks, sondern mit Tiefenanalyse.
Gehe einfach zu einem anderen Psychologen. Dann ist er/sie nicht der/die richtige. So einfach kanns manchmal sein.
Gute Ärzte zu finden ist manchmal nicht ganz leicht.

LG Nika

Re: Therapeut hat aufgegeben „ Was nun?

Verfasst: Fr 23. Nov 2012, 14:32
von Flodur
Flodur hat geschrieben:Nach einem lumpigen Jahr Wartezeit ist es mir gelungen Termine bei einem Psychologen/Psychotherapeuten zu erhalten.
Nika hat geschrieben:Gehe einfach zu einem anderen Psychologen.

Re: Therapeut hat aufgegeben „ Was nun?

Verfasst: Fr 23. Nov 2012, 15:30
von Sabrina Verena
Halo Flodur!
Tut mir echt Leid, dass mit dem Psychologen, ich wünsche Dir viel Glück bei der Suche nach einem Neuen, und dass es nicht all zu Lang dauert.
Liebe grüße
Verena

Re: Therapeut hat aufgegeben „ Was nun?

Verfasst: Fr 23. Nov 2012, 15:52
von Caira
Flodur hat geschrieben:
Flodur hat geschrieben:Nach einem lumpigen Jahr Wartezeit ist es mir gelungen Termine bei einem Psychologen/Psychotherapeuten zu erhalten.
Nika hat geschrieben:Gehe einfach zu einem anderen Psychologen.
Sorry, habe ich übersehen! :(

LG Nika

Re: Therapeut hat aufgegeben „ Was nun?

Verfasst: Fr 23. Nov 2012, 16:44
von Becky
Klarer Fall: der ist überfordert, wenns die einfachen Themen übertrifft: Nach dreimal aufgeben..., blos nicht persönlich nehmen, das ist sein Problem, gut das es so schnell klar war, such einen anderen, der hier setzt bestimmt keine Maßstäbe.
viel glück dabei.

LG Elena

Re: Therapeut hat aufgegeben „ Was nun?

Verfasst: Fr 23. Nov 2012, 18:03
von Uschi
Hallo,

meine ganz persönlich Meinung ist, bei so "gravierenden Umstellungen" im Leben geht es nicht um eine leichte Depression. Da nutzen auch ein paar Stunden bei einem Verhaltenstherapeut recht wenig. Will man etwas von Grund auf aufarbeiten um zu verstehen was man selbst will und wohin die Reise gehen soll, dann doch lieber eine Analyse..... Das dauert zwar länger, jedoch lebt man ja auch den rest des Lebens unter Umständen damit. Wenn man dann achtsam mit sich selbst umgeht, dann sollte man es sich auch in mehrfacher Hinsicht etwas kosten lassen - auf jeden Fall werden viel Zeit, Tränen aber auch Erkenntnisse dann ein gutes Fundament bilden.

Tja, ein Jahr, 2 Jahre... was ist das im Gegensatz zum rest eines glücklichen Lebens?

Viel Glück und erfolg

jojo

Re: Therapeut hat aufgegeben „ Was nun?

Verfasst: Fr 23. Nov 2012, 22:20
von Kerstin
Flodur hat geschrieben:......
Heute beim dritten Termin hat mein Therapeut aufgegeben.
Ich sei zu intelligent, dass Psycho-Tricks bei mir nicht wirken.
Er sehe sich nicht in der Lage mir zu helfen.
.....
:((a
Das einzige was mir spontan dazu einfällt ist Kopfschütteln und das der Typ selbst in die Klappse gehört - salop formuliert.

Hallo Flodur
Ich weis das du schon ein Jahr Wartezeit hinter dir hast, trotzdem glaube ich das es für dich besser ist, wenn du dir einen anderen Therapeuten suchts.

Liebe Grüße
Kerstin

Re: Therapeut hat aufgegeben „ Was nun?

Verfasst: Sa 24. Nov 2012, 00:02
von Lina
Flodur hat geschrieben:In Ergänzung zu: viewtopic.php?f=23&t=5283

Heute beim dritten Termin hat mein Therapeut aufgegeben.
Ich sei zu intelligent, dass Psycho-Tricks bei mir nicht wirken.
Er sehe sich nicht in der Lage mir zu helfen.

Einweisung in eine Klinik - die könnten mir besser helfen als er - lehnte ich erneut ab.

Nu steh ich recht dumm da.
Ich weiß nicht, ob du dumm da stehst. Tust du wirklich? Ist es nicht auch positiv, nicht viel Zeit mit einem offensichtlich total inkompetenten Therapeuten verschwendet zu haben?

Es ist wahrscheinlich indiskret zu fragen, aber ich sowieso immer indiskret, also: Wenn du das Ziel oder das Endergebnis deiner Therapie genauer definieren oder gar Visualisieren solltest - so wie es im optimalsten Fall ausfallen würde, wie würde es dann aussehen?
Ich erwarte nicht, dass du das alles breit treten wirst - aber ich hoffe, dass du dir die Frage selbst beantworten kannst und beantworten wirst.

Re: Therapeut hat aufgegeben „ Was nun?

Verfasst: Sa 24. Nov 2012, 08:37
von Cybill
Nika hat geschrieben:Depressionen behebt man ja auch nicht mit Psycho-Tricks, sondern mit Tiefenanalyse.
Gehe einfach zu einem anderen Psychologen. ....
QUATSCH - Gefährliches Halbwissen!

TP/TA hat sicherlich ihre Berechtigung bei Traumaarbeit.

Depressionen haben jedoch - neben der Problematik im Erleben und daraus sich ergebenden "ungesunden" Verhalten - echte körperliche Ursachen: der Hirnstoffwechsel ist gestört.
Eine vernünftige Therapie bei Depressionen geht auf beide Felder: Körper und Geist ein. Alle therapeuthischen Maßnahmen können erst dann greifen, wenn - eben durch Einnahme von Medikamenten - die neurologische Voraussetzung für eine erfolgreiche PT geschaffen sind. Daher geht man/frau mit Depressionen besser nicht zum Psychologen, sondern erst mal zum Arzt, am Besten zum Neurologen/Psychiater.

Noch ein kleiner Denkanstoß zum Thema Tiefenanalyse:
Man weiß heute, dass - wissenschaftlich gesehen - Tiefenpsychologie eher zu den fragwürdigeren Gebieten der Psychologie zählt. Nach meiner Auffassung ist der Erfolg dieser Richtung hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass das Konzept die Patienten entschuldet. An allen Traumata und deren Auswirkungen ist die Umwelt, angefangen von der Geburt durch die Mutter, bis hin zum Arbeitgeber schuld.
Dass gewisse Dinge einfach gegeben sind oder gar vom Patienten selbst verschuldet, wird nicht in Betracht gezogen. Das führt in der Regel zu langfristigen Therapiekarrieren.

Dabei fallen mir immer wieder zwei Sätze aus der Schulssszene von Casablanca ein:
"Verhaften Sie die üblichen Verdächtigen!" und "Das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft." :wink:

In diesem Sinne:
Schönes Wochenende allerseits!

Re: Therapeut hat aufgegeben „ Was nun?

Verfasst: Sa 24. Nov 2012, 16:46
von Joselle
Moin,

ich habe vor einigen Jahren auch einen Psychologen aufsuchen müssen, und es hat bei mir drei Psychologen gedauert bis
ich mit Ihm/Ihr oder Er/Sie mit mir zu recht kam bzw. mich verstanden oder ich sie verstanden habe.

Damit will ich Dich nicht entmutigen, sondern im Gegenteil sagen, dass es auch Geduld benötigt den/die richtigen
Psychologen(in) zu finden.

Aber dann wird das Ergebnis auch für Dich zufriedenstellend sein.

Schönes Wochenende wünscht

Joselle

Re: Therapeut hat aufgegeben „ Was nun?

Verfasst: Mi 28. Nov 2012, 19:30
von Lina
Joselle hat geschrieben:Moin,

ich habe vor einigen Jahren auch einen Psychologen aufsuchen müssen, und es hat bei mir drei Psychologen gedauert bis
ich mit Ihm/Ihr oder Er/Sie mit mir zu recht kam bzw. mich verstanden oder ich sie verstanden habe.
..

Joselle
Ich kann es mir so richtig vorstellen, wie der Psychologe sich beim Bartender ausheult: "Meine Klientin versteht mich nicht ..."

Re: Therapeut hat aufgegeben „ Was nun?

Verfasst: Di 18. Dez 2012, 15:19
von Sandra82
Ich habe selber 3 verschiedene Anläufe gebraucht um einen Platz zu finden wo ich mich fallen lassen konnte.
Klar das ist alles mit ewig viel warten verbunden, aber ich bin froh das ich es auch beim 3. mal wieder probiert habe.

Re: Therapeut hat aufgegeben „ Was nun?

Verfasst: Fr 21. Dez 2012, 18:03
von Flodur
Ja danke für eure Anteilnahme.

Also ich hab das Thema Therapeut für mich aufgegeben.
In gewisser Weise war ja das schon der dritte.
Als ich meinen allerersten Termin bei der ersten hatte, Anfang Januar, gab es einige rein technische Schwierigkeiten, dass die Sitzung nicht stattfand. Damals war ich (noch) ziemlich schlecht drauf und wurde in meiner Verzweiflung etwas wild und laut.
Die Psychotherapeutin, eine ganz kleine zarte Person, hat einfach Angst vor mir gekriegt glaub ich, jedenfalls wollte sie mich danach nicht mehr. (Dass ich niemals körperlich aggressiv werde, höchstens gegen mich selbst, konnte sie ja nicht wissen.)

Die nächste, die ich fand hat aus familiären Gründen kurz vor dem ersten Termin abgesagt. Ihr Mann war schwer erkrankt, beide sind schon etwas älter, und sie wollte mit ihrer Praxis aufhören um sich um ihn zu kümmern.

Und der dritte hat wohl aufgegeben, weil er sah, dass er meinen harten Panzer nicht knacken kann.
Ja, ich weiß, die Idee bei einer Therapie ist, dass ich von mir erzähle, aber das tu ich halt nicht. An meinem Panzer hab ich 50 Jahre gebastelt, er ist mir lieb und teuer. (Wohl mehr letzteres "¦)
Darauf beziehen sich auch die "Psychotricks", ich merke es wenn jemand heimlich von hinten den Panzer aufbohren will.

Jedesmal, wenn die Therapie geplatzt ist, ging es mir mehrere Tage richtig mieß.
Da ich mich aber nicht verändere, muss ich davon ausgehen, dass noch mehr an mir scheitern würden und es mir jedesmal wieder schlecht ginge.

So geht es mir auch schlecht, aber daran hab ich mich allmählich gewöhnt.

Also, für mich ist das Thema erledigt. Punkt.