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Erwischt - (unfreiwilliges Outing)
Verfasst: Di 20. Nov 2012, 18:17
von christine
Servus,
Also, einige von euch haben mich in meiner Vorstellung gebeten, doch einige meiner Erlebnisse aufzuschreiben.
Vorbemerkung:
I leb im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, also in Oberbayern. Wo i wohn ist alles sehr dörflich, ich selbst wohne in einem Haus mit vier Familien. Da ich im Ort ziemlich bekannt bin, hab i mich nie hier wirklich vor die Tür getraut. Wenn, dann bin ich ins benachbarte Seefeld (Tirol) gefahren. Da kennt mich niemand.
Vielleicht noch zu mir, bin Mitte 20 und als Mann sehr klein, grad 1,68 und von der Statur her net grad a Bodybuilder, eher das Gegenteil...grins...ihr wisst scho, was i mein.
Geschichte :
Es war vor a paar Wochen, abends, nasskaltes Wetter. Ich hatte den Wagen wie immer vorm Haus geparkt, zwischen zwei Laternen, wo es etwas dunkel ist.
Ich schaute aus dem Fenster. Niemand zu sehen ...i ging zur Wohnungstür, kein Geräusch, also betrat ich das Treppenhaus und ging runter, aus dem Haus.
Als Christine trug ich eine Echthaarperücke, dunkelbraun und lang. Dazu dezent geschminkt. A weißen Anorak mit Fellsaum an der Kapuze, einen engen schwarzen Rock, kurz, aber net zu kurz. Dazu a hautfarbene Strumpfhose, Schwarze Stiefel mit 10 cm Absatz. Unten drunter die übliche Wäsche.
Wie gesagt, ich ging so etwa 10 Meter zum Wagen, der etwas im Halbdunkel stand. Ich griff in die Handtasche, holte den Autoschlüssel raus, doch der Schlüssel funktionierte nicht. Vielleicht ist es der Schlüssel vom Firmenwagen, den ich versehentlich mit eingesteckt hatte? Ich kramte in der Handtasche und fand einen zweiten Schlüssel. Schnell den ausprobiert, aber der Wagen blieb verschlossen.
Ich wurde langsam nervös, schließlich hätte jemand vorbeikommen können und mich sehen.
Also versuchte ich die Tür so aufzuschließen.
Ich zuckte zusammen.
"Was machen Sie da?" — Mit energischer Stimme sprach mich ein Mann an. Ich kannte diese Stimme. Oh nein, es war ein Nachbar, der schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite wohnte. Er kam nach Hause und sah mich an meinem Wagen rumwerkeln. sah und zu allen Umglück auch noch auf mich zukam.
"Ich versuche den Wagen aufzuschließen, aber es funktioniert net.", antwortete ich mit leicht verstellter Stimme.
"Und wieso? Das ist nicht ihr Wagen."
"Ich darf ihn aber benutzen", entgegnete ich etwas eingeschüchtert. Er hatte ja recht, Ich hatte keine Schwester oder Freundin, wie also sollte eine Frau mit meinem Auto fahren dürfen.
Inzwischen stand er vor mir. Er war Anfang 30, ziemlich kräftig gebaut und trotz meiner Absätze einen halben Kopf größer als ich. .Unvermittelt griff er mein Handgelenk.
"Sie tun mir weh."
"Na Madel, i halt dich fest bis die Polizei kommt. I ruf da jetzt an."
Bitte alles, nur das nicht, schoss es mir durch den Kopf. Also entschloss ich mich die Reissleine zu ziehen.
In meiner normalen Stimmlage sagte ich zu ihm: "Brauchst ka Polizei holen, Gruber — i bins."
"Wer bist duuuu?...."
"Kennst mir net?"
"Na, das glaub i net. Duuu bist der Maxl???"
"Ja."
Und dann erzählte ich ihm von meinem Doppelleben als Christine. Er war baff erstaunt, schüttelte immer wieder den Kopf und murmelte immer wieder ein "Na, des glaub i net."
Während wir uns unterhielten — er hatte mein Handgelenk losgelassen — kam ein Pärchen die Straße runter.
"Mist"! Jetzt kommen auch noch Leute daher."
"Brauchst koa Angst haben, Christine, du schaust echt wie a Madel aus":
Ich zuckte zusammen, zum ersten Mal hatte mich jemand mit Christine angeredet. Ich lächelte ihn an, "wenn du meinst."
Wir standen unauffällig am Auto. Er erzählte vom Ski fahren. Aber ich hörte nicht wirklich zu. Aufgeregt wartete ich bis das fremde Paar endlich an uns vorbei war.
"So, Christine...ich muss weiter. Pass auch dich auf, wenn du unterwegs bist."
Ich bedankte mich.
Erst jetzt merkte ich, dass mir die Knie etwas zitterten. Ich beschloss, nicht mehr zu fahren, sondern ging zurück in meine Wohnung.
In den zurückliegenden Wochen habe ich ihn einige Male getroffen, beruflich, im Verein, wie das in einer kleinen Gemeinde eben so ist. Allerdings hat er, wenn er mich als Mann sah, den Vorfall nie angesprochen.
Christine
Re: Erwischt - (unfreiwilliges Outing)
Verfasst: Di 20. Nov 2012, 18:59
von Sabrina Verena
Hallo Christine!
Wie gut kennst Du Dein Nachbar? Ist Euer Geheimnis bei ihm sicher? Ich drück Dir die Daumen das alles gut geht.
Liebe Grüße
Verena
Re: Erwischt - (unfreiwilliges Outing)
Verfasst: Di 20. Nov 2012, 19:40
von Becky
Klingt Sympathisch,
Hätt er Dir böses Gewollt hätte er Garantier schon anders Reagiert, Glückwunsch zu dem verschwiegenen Nachbarn.
LG Elena
Re: Erwischt - (unfreiwilliges Outing)
Verfasst: Di 20. Nov 2012, 19:51
von Tatjana_59
Einfach toll gelaufen würde ich sagen, und ich schließe mich den Worten von Elena an, wenn der Nachbar böses wollte, hätte er der Beschreibung nach ja schon jede Menge Gelegenheit gehabt zum anschwärzen.
und der Obaboarische Dialekt gfoit mer a
Gruß Gerhard
Re: Erwischt - (unfreiwilliges Outing)
Verfasst: Di 20. Nov 2012, 20:17
von christine
Servus Mädels,
danke für eure Antworten.
Zum Glück ist der Nachbar wirklich sehr verschwiegen. In den gut 8 Wochen hat er niemandem etwas erzählt. Aber ich bin mir noch nicht wirklich über seine Motivation im klaren.
Es gäbe da so eine Art Fortsetzung, die vielleicht seine Verschwiegenheit erklären würde, oder auch nicht. Aber das ist mir etwas zu peinlich, so offen zu schreiben. Also nicht, dass ihr was falsches denkt, aber es ist nichts passiert.
Gute Nacht
Christine
Re: Erwischt - (unfreiwilliges Outing)
Verfasst: Mi 21. Nov 2012, 05:23
von ExuserIn-2015-02-14
Servus Christine,
Du bist wohl noch mal mit einem blauen Auge davongekommen. Bekannterweise lernt man(n) ja aus seinen Fehlern, Deine offensive Reaktion war die richtige Vorgehensweise. Pass auf Dich auf, Du solltest auf keinen Fall erpressbar werden.
Für die Zukunft wünsche ich Dir entspanntere Passings.
Liebe Grüsse von Deborah!
Re: Erwischt - (unfreiwilliges Outing)
Verfasst: Mi 21. Nov 2012, 11:00
von christine
Servus,
Danke für eure Antworten. Ja, i denke schon, es in dem Moment richtig gemacht zu haben, war halt a Bauchgefühl. I kenne ihn ja scho a Weile. Ok, er ist a knallharter Geschäftsmann, eher konservativ und a bisserl Machomäßig. Aber i hätt in dem Moment auch net denkt, dass er so positiv reagiert.
I schreib grad die Fortsetzung, weil wir uns danach, also knapp a Woche später "absichtlich" getroffen haben, also als Christine.
Erpressbar? A guater Gedanke, aber i glaub net wirklich. Denn wenn er jetzt etwas erzählt, kann ich ja auch meinen Teil dazu sagen. Und dann würde das, was er über mich sagen könnt scho a bisserl unglaubwürdig klingen.
Eine Frage zur 2. Geschichte. Wollt ihr die überhaupt lesen? Und wenn ja, soll ich die hier anhängen? Macht vielleicht von dem Ablauf mehr Sinn? I weiß net.
Euch noch einen schönen Tag
Christine
Re: Erwischt - (unfreiwilliges Outing)
Verfasst: Mi 21. Nov 2012, 11:31
von exuser-08-02-2013
Hallo Christine,
ich würde die Story auch gerne hier lesen wollen. Ich wünsche Dir weiterhin viel Spass Dich und Dein Umfeld näher und intensiver kennen zulernen.
Vielleicht hast Du mit Deinem Nachbar auch einen Freund und Vertrauten gefunden.
Ich freu mich schon auf die Fortsetzung
Liebe Grüsse
Sensual
Re: Erwischt - (unfreiwilliges Outing) Teil II
Verfasst: Mi 21. Nov 2012, 17:41
von christine
Also hier die Fortsetzung: Fußball Abend
Soweit ich mich noch an Details, meine Gefühle oder Gespräche erinnern kann, habe ich Dialoge verwendet oder halt eben geschrieben, was in mir vorging.
Wie ihr euch denken könnt, sind die Namen net die wirklichen Namen.
Montag:
Als ich von der Arbeit kam, schaute ich wie immer im Briefkasten nach. Sofort fiel mir ein weißer Umschlag auf , auf dem handschriftlich "Christine" stand. Völler Neugierde und aufgeregt riss ich den Umschlag auf.
"Grüß dich Christine, wahrscheinlich wunderst du dich jetzt, aber ich möchte gerne mit Dir, Christine, etwas wichtiges besprechen. Sei bitte kurz vor 20 Uhr bei mir."
Ich war völlig irritiert. Der Gruber hat mir einen Brief geschrieben, an Christine, und er wollte mit mir etwas besprechen? Aber was, das hat er net gschrieben. Soll ich gehen oder den Brief ignorieren? Die Fragen beschäftigte mich die nächsten Tage und je näher der Mittwochabend kam, desto unsicher wurde ich, was ich machten sollte
Mittwoch:
Ein letzter Blick in den Spiegel. Alles war ok. Ich hatte die Kleidung wie Donnerstagabend an, als der Gruber mich outete. Nur statt des schwarzen Pullis trug ich zum schwarzen kurzen Rock einen weißen Pulli ohne Ausschnitt. Und ich trug die Goldkette meiner verstorbenen Mutter.
Ich holte tief Luft, dann verließ ich meine Wohnung, ging durchs Treppenhaus, betrat die Straße. Es war frisch. Um net zu sehr aufzufallen, falls mich jemand beobachten sollte, ging ich ein Stück auf dem Gehweg und überquerte erst dann die Straße, anstatt sofort schräg rüber zu gehen. Ich hatte lange genug geübt und ging selbst auf 10 cm Absätzen sicher. Nach wenigen Metern erreichte ich Grubers Haus und klingelte.
Er öffnete. "Schön, dass du gekommen bist, Christine." Er bat mich zu sich in seine Wohnung. Während ich meinen Anorak auszog, hörte ich ihm zu, was er mir sagen wollte..
"Ich habe seit der Geschichte mit dem Auto nachgedacht. Du sagtest mir ja, du bist gerne eine Frau, machst dich als Frau zurecht, gehst auch als Frau beispielsweise in Seefeld aus. Deshalb hatte ich gebeten, dass du heute vorbei kommst. Lange Rede kurzer Sinn, Heute ist Fußball im Fernsehen. Ich habe drei meiner Freunde einladen.." Ich schaute ihn ziemlich überrascht an. "...keine Angst, ich dachte nur, du könntest als meine Bekannte so etwas wie eine Gastgeberin sein, uns a Brotzeit machen, vielleicht die Maß nachfüllen, du weißt schon, was i mein."
"Und wenn sie etwas merken?"
"Wieso? Na, mach dir keine Gedanken. Ich habe dich am Auto ja auch net erkannt. Siehst ja wirklich sehr weiblich aus und kommst auch so rüber. Auch bei deiner Stimme hab i mir nichts gedacht. Erst als du wie gewohnt mich beim Namen genannt hast."
Bevor ich etwas antworten konnte, klingelte es. Einer seiner Freunde stand vor der Tür. Ich wollte am Liebsten gehen, zugleich war ich aber auch zu neugierig, wie der Abend verlaufen wird. Also blieb ich.
"Das ist Thomas — das ist die Christine, a Bekannte von mir." Wir begrüßten uns. Thomas legte seinen Mantel ab, in dem Moment kamen auch die beiden anderen. Wieder stellte mich der Gruber vor.
Wie aufgeregt ich innerlich war, brauch i glaub i net erzählen. Mein Herz raste. Vor allem auch, weil ich einen der drei vom sehen kannte.
Wir gingen ins Wohnzimmer, wo der Fernseher bereits ohne Ton lief.
"Setzt euch, wo ihr wollt. Ich sitze hier und Christine neben mir."
Nur der Gruner und i standen noch, als er zu mir sagte: "Madel, machst uns a Kleinigkeit zu Essen".
Ich nickte und wollte grad gehen, da bekam ich vom Gruber a Klaps auf den Po. "Na dann los", grinste er.
Ich senkte meinen Blick und ging in die Küche. Schlagartig war mir bewusst, dass ich für seine Freunde, a Frau war, und net a Mann in Frauenkleidern. Und mir war auch klar, dass i mir koa Fehler erlauben durfte, um net doch noch aufzufallen.
Ich hing meinen Gedanken nach, während ich 5 Teller mit Brot, Schinken und Käse fertig machte. Gruber betrat die Küche. "Gut schaut des aus" . Leise fügte er etwas grinsend hinzu: "Du machst das sehr gut, Christine. Für die Jungs bist a echtes Madel" — "Meinst? I bin unheimlich aufgeregt" — "Na, brauchst net. Die finden, dass du a fesches Madel bist. Die denken überhaupt net daran, wer du wirklich bist." Ich lächelte ihn zufrieden an.
Gruber nahm zwei Teller und ich brachte die restlichen ins Wohnzimmer.
Neben dem Gruber war a Platz frei und i setzte mich dazu. I fand es blöd, dass mein kurzer Rock etwas hoch rutschte, daran hatte ich net gedacht und so ließ i mir nichts von meiner Nervosität anmerken. I versuchte einfach nur wie a Frau zu sein.
Im Verlaufe des Abends meinte Thomas: "I geh noch a Bier holen." — "I komm mit, i helf dir", schoss es spontan aus mir heraus. Wir gingen in die Küche und ich holte das Bier aus dem Eisschrank. Bein Knien vor dem Eisschrank fühlte ich, wie viel Bein Frau zeigt, wenn sie einen kurzen Rock trägt.
"Bittschön, nimmst mal an?" ich drehte mich zu ihm um.
"Gerne" grinste Thomas schaute auf meine Beine und nahm die Flaschen, die ich ihm reichte und stellte sie auf den kleinen Tisch.
Als ich aufstand und mich umdrehte, nahm Thomas mich plötzlich in den Arm. Ich erschrak. "Na, bitte net. I will das net", gleichzeitig winkelte ich meine Arme an, hielt sie vor meine Brust und versuchte ihn weg zu drücken. Wortlos ließ er von mir ab, nahm a paar Flaschen und ging ins Wohnzimmer zu den anderen.
Ich wartete einen Augenblick. Piuhh, da hab i noch mal Glück gehabt. Dann ging i a, so als wäre nichts gewesen zu den anderen.
Vom Spiel habe ich net viel mitbekommen. Ich war einfach zu nervös, zudem ging mir das mit der Küche durch den Kopf.
Als das Spiel aus war, unterhielten sich die Männer noch an bisserl, bevor sie sich auf dem Heimweg machten.
Ich half Gruber noch beim Aufräumen, stellte das Geschirr in die Spülmaschine.
"Wie hat es dir gefallen?"
Ich sah ihn an: "Gut. I bin noch immer ziemlich aufgeregt. Ist ja koa Problem, wenn i was in der Küche mache, das mache ich ja auch für mich — nur so plötzlich als Frau da zuz stehen, für Männer was zu zubereiten, das hat a andere Qualität. Das ist auch a riesiger Unterschied, ob i alleine durch die Stadt gehe oder wie heut Abend plötzlich als Madel mit euch Männern zusammen sitze."
"Das glaube ich dir."
"Würdest du das denn noch einmal machen?"
Ich überlegte. "I glaub schon, auch wenn es im ersten Moment krass war, i würde es noch mal machen."
"Was hältst davon, wenn wir dann zusammen über die Weihnachtsmärkte bummeln. Alleine machts koa Spaß? Und wir können ja auch — hier oder in Österreich — zusammen Skilaufen gehen?"
Ich schaute ihn ziemlich erstaunt an. "Meinst das wirklich?"
"Ja"
Gut Gruber, i bin dabei" und lachte.
Christine
P.S.
Es wäre schön, wenn ihr mir sagt, wo ich an dem Abend was richtig oder falsch gemacht habe. Nur so kann man Erfahrungen sammeln und auch was lernen.
Re: Erwischt - (unfreiwilliges Outing)
Verfasst: Do 22. Nov 2012, 01:02
von Andrea aus Sachsen
.
Hallo Christine,
also wenn das keine tolle Geschichte ist! Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich sie dir gar nicht geglaubt, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass einer sich als Frau verkleidet und keiner diesen "Schwindel" merkt. Seit ich aber selbst als Andrea in der Öffentlichkeit unterwegs bin, erlebe ich das auch immer wieder. Richtig glauben konnte ich es bisher aber nicht, da ich es vielleicht bloß nicht merke, wenn andere mich erkennen. Dein Bericht ist mir damit so etwas wie eine Bestätigung, dass unsereins mit einem guten Passing trotz männlich angehauchter Stimme selbst von Bekannten nicht erkannt wird.
Zu deiner abschließenden Frage: Wenn die Fußballfreunde deines Nachbarn nichts gemerkt haben, hast du nichts falsch gemacht. Auch dass du dich gegen die Handgreiflichkeit gewehrt hast, halte ich für richtig. Toll finde ich vor allem deinen Nachbarn. Es sieht so aus, als hätte er sich in Christine verliebt.
Ich wünsche dir noch viele schöne Erlebnisse als Christine (nicht nur mit deinem Nachbarn) und bin schon auf die nächsten Berichte davon gespannt.
Nur auf einen Fehler möchte ich dich hinweisen: Du hast den Beitrag zweimal gepostet, offensichtlich weil du ihn nicht gleich im Forum sehen konntest. Bitte beachte, dass Beiträge neuer Mitglieder erst von unserem Administrator freigeschaltet werden müssen, bevor sie für alle sichtbar sind.
Re: Erwischt - (unfreiwilliges Outing)
Verfasst: Do 22. Nov 2012, 01:32
von christine
Servus Andrea,
danke für deine Antwort. Es stimmt, viele machen sich vorher zuviele Gedanken. Das ist eine Erfahrung die ich sehr schnell schon vor einiger Zeit gemacht habe.
Aber zu dem Abend noch einige Bemerkungen:
Das Licht war etwas gedimmt, um das Spiel und das große Bild genießen zu können. Von daher wars für mich vielleicht ein Vorteil - andererseits, als sie kamen wars in der Diele ja sehr hell.
Das Bedrängt werden hatte mich sehr irritiert. Als ich in die Hocke ging, um ein paar Bierflaschen aus dem Eisschrank zu holen, war mir schon bewusst, dass ich viel Bein zeige. Das war mir aber seltsamerweise nicht so sehr peinlich. Ich dachte sogar, ob sie ihm gefielen. Ich weiß, ist schon irgendwie blöde. Ich hatte mich instinktiv gewehrt, weil er nach Bier roch und als ein Mann gilt, der hinter jedem Rockzipfel her ist.
Ansonsten gibt es keine weiteren Erlebnisse.
Ich weiß auch ehrlich net, wie ich das alles bewerten soll. Vor allem, wo mich das hinführt. Noch macht es Spaß, manchmal Frau zu sein, aber wo sind da die Grenzen? Beispiel, wenn in der Küche er trotz Gegenwehr stärker gewesen wäre? WAs wäre dann gewesen?
Also noch ziemlich viele Baustellen, die mir durch den Kopf gehen.
Wegen der doppelten Beiträge habe ich schon cpg angeschrieben, er möchte bitte einen davon löschen.
Servus
Christine
Re: Erwischt - (unfreiwilliges Outing)
Verfasst: Do 22. Nov 2012, 05:43
von ExuserIn-2015-02-14
Hallo Christine,
bist a mutig Weibsbild. Ich wiederhole mich an dieser Stelle und sage Dir gerne, wie souverän Du agierst ist schon erstaunlich. Dein Passing muss schon sehr perfekt sein , wenn keiner von den Kerlen etwas bemerkte. Ob Du etwas falsch oder richtig gemacht hast, ich glaube die Frage hat sich erledigt, weil Du sehr überzeugend gewesen bist.
Dein Nachbar ist scheinbar ein cooler Typ, wenn er Christine so selbstverständlich als Dame des Hauses präsentiert ist er doch sehr überzeugt von Dir. Vielleicht hat er er eine gewisse Schwäche für die kleine Christine, wenn er Dich Zum Weihnachtsmarkt und Skilaufen einlädt ist das schon mehr als nur nett. Kokettiere weiterhin als Christine und ich bin gespannt auf zukünftige Bilder von Dir.
Liebe Grüsse von Deborah!
Re: Erwischt - (unfreiwilliges Outing)
Verfasst: Do 22. Nov 2012, 07:19
von exuser-08-02-2013
Hallo Christine,
das ist mal eine schöne Story. Ich wünsche Euch alles gute und hoffe, dass ihr Eure Freundschaft noch vertiefen könnt. Also wenn ich ehrlich bin, list man schon raus, dass er ein Auge auf Dich geworfen hat und Dich total toll findet. Vielleicht lässt Du uns noch weiter an Deinem Erlebten teilhaben.
Viele liebe Grüsse
Sensual
Re: Erwischt - (unfreiwilliges Outing)
Verfasst: Do 22. Nov 2012, 08:08
von Elfy Adorabella
Hallo Christine,
ich schließe mich den anderen hier an, das ist ein tolles Erlebnis, so etwas sollte dir Mut machen dass du wirklich als Frau akzeptiert werden kannst und es nicht durchschaut wird. Vielleicht hast du mit deinem Nachbarn auch ein Glücksgriff gemacht und er will dir gar nicht böse sondern ganz im Gegenteil helfen deine feminine Seite auszuleben. Du kannst echt froh sein solch einen aufgeschlossenen Nachbarn zu haben - ich hoffe er meint es nett und dass du nicht eines Tages ein böses erwachen hast.
Re: Erwischt - (unfreiwilliges Outing)
Verfasst: Do 22. Nov 2012, 11:09
von christine
Servus,
ja Anja mag scho Recht haben, es nag etwas dick aufgetragen klingen, aber so etwas passiert Mädels allemal.
Ich bin jung, vor a paar Wochen grad 25 geworden, i hab immer gesagt, i bin für a Mann zu klein mit meinen 1,67 cm. Selbst mit 10 cm Absätzen bin i grad mal so groß wie die, meistens kleiner. Das mag auch a Grund sein, warum i als Mädchen wahrgenommen werde und net besonders auffalle.
Klar, hätte man das alles vorher absprechen können. Nur, dann hätt i mehr Zeit zum Nachdenken gehabt. Das hatte er wohl berücksichtig, denn er kennt mich ja scho a paar Jahre (beruflich, Vereine, usw.). Vielleicht hatte ihn grad die Situation gereizt, mich in dem Moment zu einer Entscheidung zu zwingen, ohne lange Bedenkzeit?
Warum die Männer nichts gemerkt haben? Weils halt Männer sind, hätt i "frech" gesagt. Sie schauen nut nur a jungem Madel halt auf den Busen, den Po oder die Beine...ist ja net schlimm. Nur für mi wars halt neu, ungewohnt. A Frau wie wir bekommen es ja net über Jahre beigebracht, sondern wir sind plötzlich mit der Situation konfrontiert. Vielleicht hats mir geholfen, dass i als Christine ziemlich schüchtern wirke. Aber ich denk, i habs scho geschafft.
Was ihn bewegt, i weiß net. Wenn ich frage, bekomme ich nur ein "Warte es ab" zu Antwort. Das kann alles oder nichts bedeuten.
Er ist intelligent genug, um bestimmte Dinge und Auswirkungen abzuschätzen, einzuschätzen. Beispiel: Er hätt mich ja auch alleine zu sich einladen können, hat er aber net. Er muss logischerweise davon ausgehen, dass i als Christin denen 3 ja auch so begegnen kann. Also hat er sich schon was dabei gedacht.
Viele Details hab i net angesprochen, vor allem weils mir zu peinlich oder zu privat gewesen ist.
Und a neue Geschichte? I weiß net, ich muss erst selber einmal mit der Situation klar kommen.
I hab scho a Einladung, aber i weiss echt net, was ich machen soll.
I hab koa mit dem i drüber reden kann, deshalb hab ichs ja geschrieben und nach eurer Meinung gefragt.
Servus
Christine