eigentlich habe ich es ganz gut
Abgesehen von dem Regen, der verhindert hat, dass ich wieder mit dem Rad zum Einkaufen fahren konnte, ist der Tag so verlaufen, wie ich es mir gedacht habe.
Ich habe viel geschafft - und es hat überwiegend alles geklappt. Dann bin ich "in die Stadt" gefahren, weil ich noch ausliefern musste. Da ich selbst auch noch etwas besorgen musste, habe ich noch einen kurzen Streifzug durch zwei Kaufhäuser gemacht.
Zwei Tops konnte ich zu sensationell günstigen Preisen erwerben - und in dem anderen Kaufhaus ein Sommerkleid.
Auf dem Weg durch die Stadt beschlich mich trotzdem ein melancholisches Gefühl. Ich sah viele in meinen Augen attraktive Frauen in ihren Sommerkleidern.
Einige boten ein sehr stimmiges Bild.
Meine Gedanken gehen dann manchmal in die Richtung: "UND DU? - wer bist du? - was bist du? - was fühlst du? - wie nehmen dich die anderen Menschen wahr?"
Dabei war ich heute "verkleidet" - also in Hosen. Ich wusste nicht, wie es bei dem Kunden zugeht und ob ich meine Auslieferung auch im Rock hätte machen können. Das kommt ja immer ein wenig auf das Umfeld an...
Was macht mich manchmal melancholisch? Dass ich keine Frau bin? Oder dass ich mich selbst vielleicht noch nicht so richtig stimmig finde?
Ich weiß nicht, was es ist.
Manchmal ertappe ich mich, dass ich denke: "so möchte ich sein; so möchte ich aussehen!"
Ich werde weiter darüber nachdenken, was mich manchmal so melancholisch macht; denn eigentlich habe ich es gut, kann ich mich doch meistens so kleiden und geben, wie ich es selbst möchte. Vielleicht fällt es mir einfach schwer, genau zu sagen, was ich möchte und wo ich hin will. Vielleicht fällt es mir leichter, etwas zu erwarten - und dann baut sich eine Unzufriedenheit auf, wenn die nicht genau definierten Erwartungen nicht erfüllt werden.
Gruß und schönen Abend
CPG