Das "Nichtwunsch„Kind"
Verfasst: Sa 20. Okt 2012, 21:18
Das klingt nach Mittelalter oder nach autoritären Staaten, die nur Geburten zulassen, die dem Staat nützlich sind.
Doch davon ist hier nicht die Rede.
Es handelt sich um eine Praxis, die in Dänemark "Abort-Tourismus" genannt wird. Dänische Frauen reisen ins Ausland, wenn sie "unzufrieden mit dem Geschlecht des Kindes" sind. Das bekräftigten mehrere Quellen gegenüber Danmarks Radio (DR).
In Dänemark ist es möglich, ab der 14. Woche das Geschlecht eines Kindes durch ein Scanning festzustellen. Ist man "unzufrieden" mit dem Geschlecht, kann man in Schweden ohne weitere Erklärungen bis zur 18. Schwangerschaftswoche einen Abort durchführen lassen.
Dieses Phänomen veranlasste den Inhaber der privaten Schwangerschaftsklinik "Lille Københavner", Robert Kinnerfelt, mit dem Scanning des Geschlechtes ab der 14. Schwangerschaftswoche aufzuhören, um die von den Frauen geübte Praxis nicht zu unterstützen.
In Dänemark ist es verpflichtend, dass Frauen, die nach der "Abortgrenze" (12. Schwangerschaftswoche) einen Abbruch vornehmen lassen wollen, sich beraten lassen.
"Diese Praxis läuft schon seit Jahren" war von Birgit Petersson zu hören, die Mitglied im Beratungsgremium ist.
"(Gerade)Der gut ausgebildete Teil der Bevölkerung wählt die Möglichkeit des Abortes im Ausland, weil es in Schweden sehr einfach ist - und ich glaube kaum, dass man das unterbinden kann", sagte sie.
Persönlich nimmt sie großen Abstand von diesem "Abort-Tourismus". Diese Haltung teilt Robert Kinnerfelt.
Auch Schweden hat Probleme mit der Praxis, einen Abort wegen eines "falschen Geschlechtes" durchzuführen. Da ein Abbruch allerdings ohne Angabe von Gründen gesetzlich erlaubt ist (bis zur 18. Schwangerschaftswoche), hat man keine Handhabe, diesen zu untersagen.
Birgit Petersson erwartet sogar noch Steigerungen der Fälle. Auch diese Meinung wird von Robert Kinnerfelt geteilt und er ist der Meinung, dass die Praxis "til debat" kommt, also in Gesellschaft und Politik diskutiert werden muss.
(übersetzt und zusammengefasst: CPG)
Doch davon ist hier nicht die Rede.
Es handelt sich um eine Praxis, die in Dänemark "Abort-Tourismus" genannt wird. Dänische Frauen reisen ins Ausland, wenn sie "unzufrieden mit dem Geschlecht des Kindes" sind. Das bekräftigten mehrere Quellen gegenüber Danmarks Radio (DR).
In Dänemark ist es möglich, ab der 14. Woche das Geschlecht eines Kindes durch ein Scanning festzustellen. Ist man "unzufrieden" mit dem Geschlecht, kann man in Schweden ohne weitere Erklärungen bis zur 18. Schwangerschaftswoche einen Abort durchführen lassen.
Dieses Phänomen veranlasste den Inhaber der privaten Schwangerschaftsklinik "Lille Københavner", Robert Kinnerfelt, mit dem Scanning des Geschlechtes ab der 14. Schwangerschaftswoche aufzuhören, um die von den Frauen geübte Praxis nicht zu unterstützen.
In Dänemark ist es verpflichtend, dass Frauen, die nach der "Abortgrenze" (12. Schwangerschaftswoche) einen Abbruch vornehmen lassen wollen, sich beraten lassen.
"Diese Praxis läuft schon seit Jahren" war von Birgit Petersson zu hören, die Mitglied im Beratungsgremium ist.
"(Gerade)Der gut ausgebildete Teil der Bevölkerung wählt die Möglichkeit des Abortes im Ausland, weil es in Schweden sehr einfach ist - und ich glaube kaum, dass man das unterbinden kann", sagte sie.
Persönlich nimmt sie großen Abstand von diesem "Abort-Tourismus". Diese Haltung teilt Robert Kinnerfelt.
Auch Schweden hat Probleme mit der Praxis, einen Abort wegen eines "falschen Geschlechtes" durchzuführen. Da ein Abbruch allerdings ohne Angabe von Gründen gesetzlich erlaubt ist (bis zur 18. Schwangerschaftswoche), hat man keine Handhabe, diesen zu untersagen.
Birgit Petersson erwartet sogar noch Steigerungen der Fälle. Auch diese Meinung wird von Robert Kinnerfelt geteilt und er ist der Meinung, dass die Praxis "til debat" kommt, also in Gesellschaft und Politik diskutiert werden muss.
(übersetzt und zusammengefasst: CPG)