"Jungen" und "Mädchen" „ Schluss damit?
Verfasst: Mo 15. Okt 2012, 10:30
Diese Frage stellte sich ein dänischer Kindergarten.
Dänische Medien hatten schon im Sommer davon berichtet, dass es in Schweden Kindergärten gebe, in denen nicht "er" oder "sie" gesagt wird, sondern eine geschlechtsneutrale Bezeichnung gewählt wird.
Im Kindergarten Jordkloden auf Nørrebro (Dänemark) vermeiden die Pädagogen bewusst, "Junge" oder "Mädchen" zu sagen, sondern sie sprechen von Kindern (allgemein) oder Freunden.
Sie dichten Bücher und Lieder um, die die alten Geschlechterrollen betonen - und sie ermuntern Jungen, die gerne in Kleidern gehen möchten oder mit Puppen spielen.
"Wie probieren, den Fokus auf Geschlecht abzuwenden; denn das ist nicht die zentrale Eigenschaft. Das zenrale ist das einzelne Kind", sagte Kirstine Rørvig, Verantwortliche im Kindergarten "Jordkloden", der als einer der ersten Einrichtungen geschlechtsneutral arbeitet.
Und weiter: "Ich sage nie, Mädchen, nun machen wir dieses hier, sondern ich spreche sie mit ihrem Namen an. Auch das übrige Personal will ausprobieren, keine Geschlechtsbezeichnungen zu verwenden. Wenn einem das ganze Leben erzählt wird, das man Mädchen ist, dann identifiziert man sich mit dem Mödchensein und man mag dann Mädchensachen. Wenn man ständig hört, dass alle Mädchen Kleider lieben, denkt man, dass man auch so sein mus".
Doch die Meinungen über eine so weitgehende geschlechtsneutrale Erziehung sind auch in Dänemark geteilt.
"Geschlechtsneutrale Kindergärten sind ein Übergriff auf die Kinder", sagt der Theologin und Verfasserin Iben Tranholm zu DR2.
Aber es gibt auch Unterstützer, z.B. von politischer Seite.
In Norwegen gehört eine geschlechtsneutrale Erziehung schon zur offiziellen Gleichstellungspolitik.
Aber nach Meinung von Iben Tranholm kann das fatale Konsequenzen haben, wenn Dänemark den selben Weg geht. Er ist der Meinung, dass so aufwachsende Kinder später viele Therapiestunden benötigen, um sich und ihre Rolle zu finden.
Was meint ihr?
Das Lieder-Umdichten kann ja groteske Züge annehmen. Schließlich sind viele genau so entstanden, weil sie in eine gewisse Zeit und Kultur hineingehörten.
Ich bin mal gespannt, wie die Diskussion in DK weiter geht und werde berichten.
Gruß
CPG
Dänische Medien hatten schon im Sommer davon berichtet, dass es in Schweden Kindergärten gebe, in denen nicht "er" oder "sie" gesagt wird, sondern eine geschlechtsneutrale Bezeichnung gewählt wird.
Im Kindergarten Jordkloden auf Nørrebro (Dänemark) vermeiden die Pädagogen bewusst, "Junge" oder "Mädchen" zu sagen, sondern sie sprechen von Kindern (allgemein) oder Freunden.
Sie dichten Bücher und Lieder um, die die alten Geschlechterrollen betonen - und sie ermuntern Jungen, die gerne in Kleidern gehen möchten oder mit Puppen spielen.
"Wie probieren, den Fokus auf Geschlecht abzuwenden; denn das ist nicht die zentrale Eigenschaft. Das zenrale ist das einzelne Kind", sagte Kirstine Rørvig, Verantwortliche im Kindergarten "Jordkloden", der als einer der ersten Einrichtungen geschlechtsneutral arbeitet.
Und weiter: "Ich sage nie, Mädchen, nun machen wir dieses hier, sondern ich spreche sie mit ihrem Namen an. Auch das übrige Personal will ausprobieren, keine Geschlechtsbezeichnungen zu verwenden. Wenn einem das ganze Leben erzählt wird, das man Mädchen ist, dann identifiziert man sich mit dem Mödchensein und man mag dann Mädchensachen. Wenn man ständig hört, dass alle Mädchen Kleider lieben, denkt man, dass man auch so sein mus".
Doch die Meinungen über eine so weitgehende geschlechtsneutrale Erziehung sind auch in Dänemark geteilt.
"Geschlechtsneutrale Kindergärten sind ein Übergriff auf die Kinder", sagt der Theologin und Verfasserin Iben Tranholm zu DR2.
Aber es gibt auch Unterstützer, z.B. von politischer Seite.
In Norwegen gehört eine geschlechtsneutrale Erziehung schon zur offiziellen Gleichstellungspolitik.
Aber nach Meinung von Iben Tranholm kann das fatale Konsequenzen haben, wenn Dänemark den selben Weg geht. Er ist der Meinung, dass so aufwachsende Kinder später viele Therapiestunden benötigen, um sich und ihre Rolle zu finden.
Was meint ihr?
Das Lieder-Umdichten kann ja groteske Züge annehmen. Schließlich sind viele genau so entstanden, weil sie in eine gewisse Zeit und Kultur hineingehörten.
Ich bin mal gespannt, wie die Diskussion in DK weiter geht und werde berichten.
Gruß
CPG