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Re: Wie "perfekt" muss man sein?

Verfasst: Mo 8. Okt 2012, 08:45
von Anne-Mette
Moin,

die Frage wird Dir keiner so recht beantworten können. Die Spanne in unserem Forum reicht von "schon aus 100km Entfernung als Mann zu erkennen" bis "das hätte ich nie gedacht, dass der ein Mann ist".
Ich spreche hier von "Crossdressern".
Während einige Wert darauf legen, "möglichst perfekt" als Frau zu erscheinen, so wollen Andere sich einfach nur wohl fühlen und es ist ihnen (mehr oder weniger) egal, dass sie als Mann zu erkennen sind, eben als Mann im Rock, Mann im Kleid...

Gruß
Anne-Mette

Re: Wie "perfekt" muss man sein?

Verfasst: Mo 8. Okt 2012, 10:17
von Nora_7
Es ist m.E. sehr hilfreich, über Besuche bei TG-Veranstaltungen/-Treffen die ersten Outdoor-Erlebnisse einzuleiten. Das gibt erstmal Sicherheit im Sinne von "Ich bin nicht allein". Zur Vorbereitung wäre über einen professioneller Makeup-/Styling Service nachzudenken.

Gruß Nora_7

Re: Wie "perfekt" muss man sein?

Verfasst: Mo 8. Okt 2012, 10:41
von Inga
Hallo Mia5,

ich finde s kommt nicht nur darauf an, ob man en fmme nach draußen geht, sondern auch vor allem, bei welchen Gelegenheiten und wohin man geht.

Da würde ich unterstützen, was Nora_7 geschrieben hat. Gerade mal ein Treffen bei einem Stammtisch oder einer Selbsthilfegruppe in der Runde nehmen Schüchternheit, Scheu und falsche Scham und ermöglichen oft die erste Schritte nach draußen. . Man ist unter Gleichgesinnten, die auch andere nicht so perfekte Menschen sind. Man kann sich miteinander austauschen, ob man bei sich wirklich schon "alles heraus geholt hat" oder ob man vielleicht dieses oder jene Detail anders machen sollte und manches ausprobieren. (Die Wirkung vom Gesicht kann man mit Makeup, Lippenstift, Rouge und Frisur beeinflussen) Mit Gleichgesinnten zusammen geht man auch schon mal eher aus. Wenn keine Gruppe oder Treffen bei euch in der Nähe ist, ist vielleicht mal ein Wochenendausflug zu einem Gruppentreffen möglich.

Weitere Hilfestellung für den Start ist ein professioneller Service wie das Atelier Changable in Dresden. Ist zwar nicht gerade billig, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, einmal mit professioneller Hilfestellung eine Weile en femme zu sein ist einfach ein irres Gefühl. Vielleicht ist ja zu Weihnachten ein Gutschein drin.

Liebe Grüße
Inga

Re: Wie "perfekt" muss man sein?

Verfasst: Mo 8. Okt 2012, 10:59
von Caira
Das Thema könnte ein bißchen meins sein. Obwohl ich ständig Zuspruch bekomme und auch selber denke "naja, da musste nun schon gucken", habe ich viele Hemmungen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich mir da selbst was vormache und trotzdem auf 100m als Kerl erkennbar bin. Das hemmt mich natürlich und auch der Gedanke/Drang danach perfekt sein zu wollen. Gibt aber halt solche Leute und ich kann das auch schlecht abstellen. Überwindung ist da wahrscheinlich das beste Mittel. Werde ja mehr oder weniger diese Woche zum Stammtisch geschubst und das wird die Stunde der Wahrheit. Es wird aber nichts grundsätzlich ändern, egal wie es läuft.

Wahrscheinlich muss man auch damit leben als CD/TS erkannt zu werden und dazu zu stehen. Ich denke, dass ist ein wesentlicher Punkt in der Entwicklung. Aber ich hatte das ja schon mal irgendwo gesagt: mein Ziel wäre es dann lieber (übergangsweise) androgyn zu sein und authentisch zu wirken. Mit authentisch meine ich nur für mich authentisch, also ohne Perücke - Alltagslook ohne viel "Pi-Pa-Po". Aber gut, das sind ja eher meine TS-Pläne - als Crossdresser ist das in meinen Augen ein wenig was anderes und so laufe ich ja derzeit auch noch rum - es ist halt irgendwo verkleidet und man muss damit rechnen, dass es auffällt. Wobei man in puncto Passing viel tun kann - gutes Make Up, Gestik, Bewegung, Klamotten. Kommt ja auch drauf an, wie man auffällt - positiv oder negativ.

Und ob jemand männlich Züge hat oder nicht sieht man erst unter der passenden Perücke. Ist meine Meinung. Klar, die Grundzüge sind da, aber eine passende Frisur/Haarfarbe kann durchaus hier sehr weiblich wirken. Wenn Du Bilder von deinem Freund hast (falls ihr das möchtet), können wir da sicher besser beurteilen.

LG Caira

Re: Wie "perfekt" muss man sein?

Verfasst: Mo 8. Okt 2012, 15:10
von Sabrina Verena
Hallo Mia!
Ich sehe das ähnlich wie Du, selbst wenn ich mir größte Mühe gebe, mich so weiblich wie möglich (und das heißt nicht overstylt wie eine Dragqueen) zurecht zu machen. Irgendetwas wird den Mann immer verraten. Dennoch gibt es, wie ein Blick in die Galerie zeigt, genügend Forumsmitglieder denen man den Mann nicht auf anhieb ansieht. Das gilt aber von MzF TS und Biofrauen abgesehen meist für die jüngeren Forumsmitglieder. Alte Knacker wie ich sind schon zu männlich ausgeprägt.
Liebe Grüße
Verena

Re: Wie "perfekt" muss man sein?

Verfasst: Mo 8. Okt 2012, 16:12
von Regina
Hallo Mia,

auch ich bin der Meinung, wer 2x hinschaut wird immer den Mann in mir sehen. Evtl. reicht sogar auch nur 1x schauen. Gerade diesen Samstag konnte ich wieder beobachten wie sich einige Köpfe in unsere Richtung drehten als ich mit Anja und Paula unterwegs war. Aber das heißt ja noch lange nicht dass die Person "Manfred Mustermann aus der Bäckergasse 25" sofort erkannt wird. Das ist ganz ganz selten der Fall, bzw. nie der Fall. Dafür ist die Verwandlung viel zu groß.

Was Anja schreibt ist sicher auch richtig. Wer nicht auffallen möchte sollte sich auch nicht auffallend kleiden. Die Frage ist aber doch: Welche der vielen echten Damen nehme ich mir zum Vorbild? Die elegante oder die nachlässig gekleidete. Oder doch die dazwischen.
Ich bin als "Frau" immer viel experimentierfreudiger was meine Kleidung anbelangt. Das betrifft sowohl Stil als auch Farbe. Ich laufe schon als Kerl nur in gedeckten Farben herum. Das muss ich dann nicht auch noch als Frau machen. Klar fällt man auch mit dem weitschwingenden Rock auf. Tragen die meisten Damen doch nur Hosen. Aber wenn ich schon als Frau unterwegs bin, dann möchte ich auch einen Rock oder ein Kleid tragen. Dann trage ich auch einen roten Mantel und evtl. Puschel an den Füssen (an dieser Stelle, liebe Grüße an Paula ).

Was die Perfektion anbelangt ist es viel wichtiger selbstbewusst mit aufrechtem Gang durch die Straßen zu gehen statt in geduckter Haltung mit ängstlichem Gesicht aus dem meilenweit spricht. "Hoffentlich bemerkt niemand dass ich in Wirklichkeit ein Mann bin." Denn genau das bringt die Menschen erst dazu ein zweites Mal hin zu schauen.

Liebe Grüße,
Regina

Re: Wie "perfekt" muss man sein?

Verfasst: Mo 8. Okt 2012, 16:47
von Caira
Hallo Mia,

ich verstehe deinen Freund total, da ich gerade ähnlich fühle. Natürlich habe ich auch Angst beim ersten Außengang aus meiner Blase zu platzen und das wird auch ganz sicher passieren. Fotos und Bilderchen sind das eine, die Person in natura einfach noch mal eine andere Sache. Man kann sich zum Löffel machen, auffallen - vielleicht anders wirken, als man das erhofft - ich weiß es nicht und klar macht es mir Angst. Nun werde ich Freitag beim Stammtisch sein und mich quasi selbst ins kalte Wasser schubsen, weil ich weiß, dass ich auf kurz oder lang nicht drumrum komme.

Natürlich würde ich gern perfekt sein - am besten gar nicht auffallen - so wie jede Frau. Aber das ist ein Wunschdenken und wenn überhaupt irgendwann nur mit Hormonen zu bewerkstelligen. Das ist auch mein Ziel, aber die bekommt man ja nicht beim Bäcker, sondern muss auch den unangenehmen Teil dabei ertragen. Je eher man das so akzeptiert, desto besser ist es. Wenn ich natürlich mit der Prämisse rangehe, dass mich niemand erkennen darf, wird die Enttäuschung groß sein. Das kann er auch nicht von sich erwarten. Genau das versuche auch ich mir immer klar zu machen, denn es ist nun mal nur eine Kopfsache. Habe das bzw. begründe es immer genauso wie dein Freund - entweder bin ich perfekt oder gehe nicht raus. Ich könnte wetten, dass ich vorm Stammtisch doppelt so lange im Bad brauche und tausend Mal überlege, was ich anziehen soll. Es wird aber an der Tatsache nichts ändern ...

Schminktipps hin und her. Man sollte da nicht übertreiben. Ich stecke da auch noch in den Kinderschuhe - normal Tagesmakeups dauern mittlerweile 10 Minuten, aber Profi-Styling-Tips, wie man bestimmte Züge vertuscht o.ä. wären auch für mich noch interessant. Der andere wichtige Punkt ist halt auch das Gesamtbild - gute Kleidung, feminine Art. Allein schon der Punkt "Beine zusammen" dürfte bei einigen den Mann verraten. Dann lieber im Gesicht weniger perfekt und das geübt. Stimme ist halt auch immer so ein Punkt ...

LG Caira

Re: Wie "perfekt" muss man sein?

Verfasst: Di 9. Okt 2012, 13:50
von Cybill
Na ja, nach meiner - unmaßgeblichen - Meinung kann die Perfektion schon soweit gehen, dass man auch aus der Nähe nicht mehr als "Mann" auffällt. Celllulite, PMS und Menstruation - oder gar Schwangerschaften - halte ich jedoch für übertrieben. :lol:

Re: Wie "perfekt" muss man sein?

Verfasst: Mo 15. Okt 2012, 00:43
von Nora_7
Mia5 hat geschrieben:...Die Frage ist nun also, wer das beurteilen kann. Wie können ja schlecht Passanten ansprechen und sie um ihre Meinung fragen.
Ganz einfach - kommt doch mal zum Transtalk in Karlsruhe...ist doch nicht weit.

Gruß Nora_7

Re: Wie "perfekt" muss man sein?

Verfasst: Mo 15. Okt 2012, 10:07
von MEL
Hallo Mia,

suuuper Klasse, wie DU deinen Freund da unterstützt!!!
Da kann man(n)/Frau nur den Hut vor ziehen und euch wünschen, dass ihr schon bald ein unbeschwerten Mädelstag - letzteres gilt da natürlich in erster Linie für deine(n) Freund(-in) - in der Öffentlichkeit verbringen könnt. :)

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es einer großen Überwindung bedarf, sich en femme gekleidet/gestylt in die Öffentlichkeit zu wagen und wie hilfreich da die Unterstützung und im Besonderen die Begleitung durch die Partnerin ist!! ---))) ---)))

Auch ich strebe natürlich einen gewissen Perfektionismus in meinem Passing an, kann aber nun mal die in der Realität vorhandenen markant männlichen Gesichtszüge plus Altersspuren (deutlich Ü 50) nicht wie mit Photoshop in Gänze wegretuschieren! :(

Ich stimme einigen meiner Vorredner/-innen zu, dass eine entsprechende Perücken- und Kleiderauswahl einhergehend mit einem dezenten Makeup
da vieles kaschieren kann, aber wenn einem nicht schon gewisse feminine Züge in die Wiege gelegt wurden und die Körpermaße auch nicht denen der nordeuropäischen Durchschnittsfrau (Frau/Mann möge mir diesen Ausdruck verzeihen!) entsprechen, dann ist der Zweifel am eigenen Auftritt en femme umso größer :oops: und es bedarf schon eines gewissen Selbstbewußtseins, sich so zu akzeptieren und den Schritt raus ins Leben zu wagen.

Aber da ist der Zuspruch und die tatkräftige Unterstützung durch die Partnerin extrem hilfreich und hat schlussendlich bei mir dazu geführt, dass ich/wir bereits 5 Monate nach meinem Outing gegenüber meiner Frau (Dez '11) einen Ausflug mit allem pi-pa-po am hellichten Tag in Saarbrücken unternommen haben, inklusive shopping und Besuch eines Cafes und am Abend einen Restaurantbesuch. Das Ganze sozusagen von Null auf 200!!! ))):s

Ich erlaube mir, hier mal den Link zu meinem/unserem Bericht (gegliedert in 3 Teile!) einzustellen und vielleicht kannst du/ihr ja die ein oder andere Anregung finden und gleichzeitig soll er Euch und vor allem deinem Partner Mut geben, euren Weg weiter zu beschreiten. Wäre natürlich toll, wenn dein Freund sich auch hier anmelden und mit uns austauschen würde, aber das mag ja vielleicht auch noch kommen?!

hier der Link: viewtopic.php?f=3&t=4501#p42350

Natürlich möchte ich damit die anderen Berichte vieler Mitstreiter/-innen zu diesem Thema hier nicht zurück setzen, die sind
mit Sicherheit genauso lesenswert und hilfreich!

Ach ja zu deiner Anmerkung Mia, bezüglich des "Mann dahinter erkennen":

Meine Frau sieht sich da auch außerstande, ein objektives Urteil abzugeben, denn sie sieht immer noch ihren Partner
und Ehemann (nach 30 Jahren Ehe was Wunder! :) ) vor sich, möge er noch so gut en femme gestylt sein.Obgleich sie bei meinem
damaligen zufälligen Outing zweimal auf die Bilder am PC schauen mußte um zu glauben, dass da keine fremde Frau auf
dem Foto des PC zu sehen war, sondern ihr Mann - en femme geschminkt und gekleidet!

Also dies können eigentlich nur andere beurteilen und dann ist die Frage, wie eingehend erfolgt die Betrachtung, sprich ist es eine flüchtige
Begegnung oder sitzt man(n)/Frau z.B. im Restaurant/Cafe bei bestem Licht dem/den Betrachter/-n unmittelbar visavis.

Was ich aber aus eigener Erfahrung auch noch mit auf den Weg geben möchte: Ganz wichtig ist die eigene Körpersprache, sprich
eine gerade Körperhaltung, den Kopf aufgerichtet und mit einer positiven Ausstrahlung (immer ein leichtes Lächeln für das Gegenüber)
in der Öffentlichkeit auftreten, das ist meist schon die halbe Miete. :()b

Also, in diesem Sinne, alles Gute für eure weitere gemeinsame Entwicklung

es grüßen Melanie59 (und Frau)

Re: Wie "perfekt" muss man sein?

Verfasst: Mo 15. Okt 2012, 10:14
von Vincent
Perfekt und schon auszusehen ist die eine Sache, als Frau akzeptiert zu werden eine andere.
Das ist weitgehend sogar möglich wenn die Illusion sehr unperfekt ist.
Ich denke Mia, deinem Mann kannst du nur damit helfen ihm von seinen Träumen etwas weg zu führen und im klar zu machen, wie es auch manchen echten Frauen geht:

Vor Jahren kam mal eine Kundin in mein Büro und der erste Gedanke von mir war:
Toll, der Typ ist echt mutig, ich wünschte mir es auch zu sein (vielleicht etwas schöner ;-) )
Im Laufe des Gesprächs wurde aber klar, es war ein biologische Frau"¦

Re: Wie "perfekt" muss man sein?

Verfasst: Mo 15. Okt 2012, 10:50
von Joana_Lei
Hallo Mia,

wenn Leute Joana treffen oder Fotos von ihr sehen, dann ist es für sie eine fremde Frau und nicht der Mann, der hinter einer Fassade aus Make-Up und Perücke einen Riesenspaß hat. (smili) Als meine beiden Stiefkinder Fotos von Joana gesehen haben, konnten sie die erst nach einiger Zeit zuordnen. Mein Nachbar hat mich selbst nach längerem Hinschauen nicht erkannt und meine Schwägerin stand auch vor einer "Unbekannten".

Damit will ich Dir sagen, daß das Passing zum großen Teil im Kopf abläuft und man als Crossdresser eine gewisse Zeit braucht einen inneren Schalter umzulegen, um wirklich voll und ganz in dieser neuen Rolle aufzugehen. Wenn ich an der Tür stehe und denke ich gehe jetzt als Mann raus (allerdings als Frau gestylt) dann kann ich direkt zu Hause bleiben, denn dann wird das Ganze nichts. Ich muss mich in diesem Moment als Joana akzeptieren und davon überzeugt sein eine Frau zu sein. Meine Frau war in diesem Punkt übrigens immer schon weiter als ich, denn sie Joana immer als ihre Freundin und Geliebte betrachtet und es entwickeln sich z.B. immer wieder Gespräche, die sie mit mir als Mann so nicht führen würde.

Ich kann Dir nur den Rat geben Deinen Freund dahingehend zu unterstützen, daß er sich wirklich als Frau fühlt, wenn er komplett gestylt ist. Was nützt Dir das beste Make-Up und die coolsten Klamotten, wenn man steif wie ein Brett durch die Gegend läuft, weil man sich selbst als Mann in Frauenkleidern wahrnimmt?? Das nimmt Dein Umfeld sofort wahr und dann kann der Outdoor-Ausflug schnell zum Albtraum werden :?

Liebe Grüße aus dem sonnigen Andalusien

Joana

Re: Wie "perfekt" muss man sein?

Verfasst: Mo 15. Okt 2012, 11:34
von Nora_7
Das geht mir häufig auch so: ich bin etlichen Frauen begegnet, wo ich dachte, das könnte auch ein Mann sein. Umgekehrt gibt es auch viele Männer, die optisch wie eine androgyne Frau wirken.

Ich glaube, das Entscheidende ist die Wahrnehmung der gesamten Person. Wie an anderer Stelle beschrieben (Welt, Spiegel...), ist die Wahrnehmung von Frauen objektorientiert - vor allem Busen, Haare, Kleidung (Beine). Wenn diese Kriterien zumindest teilweise erfüllt sind und keine grobe Schnitzer (Bartschatten, großer Adamsapfel...) wird der Person das Geschlecht Frau zugeordnet. Bei Bewegung kommen natürlich noch die Erfahrungs- und Erkennungswerte der männlichen und weiblichen Motorik dazu.

Der Grad der Perfektion ist eher individuell und mit persönlichem Wohlbefinden verbunden. Wenn die o.g. "Grundattribute" vorhanden sind, ist der wichtigste Schritt zum Passing getan, auch in Jeans und Pullover. Der Teil Motorik ist noch nicht so entscheiden, wenn man sich anfangss in CD-Gruppen bewegt und dort Sicherheit erlangt.

Ich selbst mag es allerdings so perfekt wie möglich - in jedem Stil, wobei ich bekannterweise eher zu deutlich femininer Darstellung tendiere.

Nora_7

Re: Wie "perfekt" muss man sein?

Verfasst: Do 7. Nov 2013, 15:27
von miriam
Hi,
perfekt ist ja relativ, auch sind die körperlichern Voraussetzungen ja völlig unterschiedlich. ich habe das Glück eines total androgynen Körpers und Gesichts und schöner, völlig unbehaarter Beine. Ich sehe als Mann trotzdem wie ein Mann aus und bei meiner Umwandlung zur Frau hilft mir mein Körper natürlich sehr ein gutes Ergebnis zu erziehlen.
Ich mache das ja schon sehr lange, erinnere mich aber an die Anfangszeit, die Ausflüge machten viel mehr Spaß, ich war sehr viel sicherer, selbstbewußter und dadurch natürlich auch überzeugender, je perfekter und vollständiger ich mich zurechtmachte.
Dabei achte ich immer auf ein elegantes, dezentes, feminines Erscheinungsbild.Die Mühe lohnt wirklich und der Lohn den ich oft dafür bekomme, tolle Gespräche mit Bio-Frauen mit Lob und Komlimenten für mein Aussehen. Die Gepräche bahnen sich in der Regel meist damit an, dass ich irgendwo sitze, dann von einer auch dort sitzenden Frau beobachtet (gemustert) werde und ich sie dann anspreche. Mit dem Ansprechen löse ich dann ja das Rätsel was ich bin auf, da meine Stimme mich als Transvestit zu erkennen gibt. Fast immer folgen darauf interessante und schöne Gespräche mit großem Interesse der Frau daran zu erfahren wie es ist Transvestit zu sein.
Überhaupt habe ich als Frau die besten Erfahrungen mit erwachsenen Frauen, diese sind fast immer freundlich, interessiert und "transvestitenaufgeschlossen"
Liebe Grüße
miriam
In

Re: Wie "perfekt" muss man sein?

Verfasst: Do 7. Nov 2013, 16:05
von ChristinaF
Bei allem Perfektionismus sollte eines nicht vergessen werden. Ich finde, dass es wesentlich wichtiger ist, wie natürlich man als Frau auftritt.
LG
Chrissie