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Re: E„Mail„Anfrage bei einer Psychotherapeutin
Verfasst: Mo 1. Okt 2012, 16:42
von ChristinaF
Ist ja eine Unverschämtheit, so mit Menschen umzugehen.
Hoffentlich findest du bald eine geeignetere Ansprechpartnerin.
Viel Glück!
Chrissie
Re: E„Mail„Anfrage bei einer Psychotherapeutin
Verfasst: Mo 1. Okt 2012, 17:16
von Jalana
Hallo Jeanette,
die Dame halte ich - wie meine Vorrednerinnen - für unqualifiziert und flegelhaft.
Bevor Du Dich aber bei der Ärztekammer über sie beschwerst, solltest Du klarstellen, dass sie wirklich Ärztin ist. Psychtherapeut kann man auf zwei verschieden Wegen werden:
1.) Abgeschlossenes Psychologiestudium mit entsprechenden Weiterbildungen zum Psychotheraputen oder aber
2) Abgeschlossenes Medizinstudium und Approbation mit entsprechenden Weiterbildungen zum psychotheraputischen Arzt.
Ruf einfach mal bei der Ärztkammer an und frag nach ÄrztInnen mit der entsprechenden Qualifikation in Deiner Wohngegend. Dort wird man Dir mit Sicherheit weiterhelfen, da die Ärztekammer zu solchen Auskünften verpflichtet ist. Ich drücke Dir die Daumen.
Liebe Grüße
Jalana
Re: E„Mail„Anfrage bei einer Psychotherapeutin
Verfasst: Mo 1. Okt 2012, 17:20
von ab08
Liebe Jeanette,
die Antwort halte ich auch für eine Unverschämtheit!
"Ärztekammer melden", da weiß ich nicht, ob
Du Dir das antun willst...
Ich würde folgendermaßen (vgl. Jalana) vorgehen:
Ich würde eine ähnliche, offizielle Anfrage an die Ärztekammer oder weitere Stellen richten. Als Fußnote würde ich vermerken, dass eine Anfrage an Frau Dr. XXXX erfolglos blieb, und nur kurz mit >>>Kann ihnen leider nicht weiter helfen.<<< beantwortet wurde. Eventuell auch per Post oder Telefon.
Aber das ist mein Weg, wie ich an anderer Stelle vielleicht bereits vermerkte, pflege ich Täter hemmungslos zu outen...
wobei ich natürlich stets strikt bei der Wahrheit bleibe, aber das macht es nur noch schlimmer...
Liebe Grüße
ab
(Emanzipierte Frau - wehre mich, wenn nötig)
P.S. Nicht allzu ungeduldig sein, wenn Du jemand gefunden hast, kann es immer noch dauern, bis ein Termin frei ist.
Re: E„Mail„Anfrage bei einer Psychotherapeutin
Verfasst: Mo 1. Okt 2012, 19:06
von Lina
>>>Kann ihnen leider nicht weiter helfen.<<<
... ?!!
Ich dachte eigentlich auch, dass Leute, die studiert haben, auch vollständige Sätze schreiben könnten. Dachte ich zumindest früher. Damals als ich auch dachte, dass Leute, die ein Studium vollenden, intelligenter wären als andere.
Von einem Arzt, beispielsweise von einem Knochentischler, könnte man vielleicht so was verzeihen, aber doch nicht von einem Psychotherapeuten. "Könnte"! Eigentlich würde so was nicht mal vom Klempner akzeptieren. Der würde nie wieder einen Auftrag von mir bekommen.
Re: E„Mail„Anfrage bei einer Psychotherapeutin
Verfasst: Mo 1. Okt 2012, 23:02
von Sabrina Verena
Hallo Jeanette!
Die Antwort ist einer Psychptherapeutin schlicht unwürdig.
Mehr Einfühlsamkeit sollte man schon erwarten.
Ich hoffe Du findest eine qualifizierte Person.
Liebe Grüße
Verena
Re: E„Mail„Anfrage bei einer Psychotherapeutin
Verfasst: Di 2. Okt 2012, 10:44
von Jalana
Jeanette hat geschrieben:
Die lässt ja einige Vermutungen zu, was dies Ärztin für eine Meinung von uns hat.
Hallo Jeanette,
die Antwort der Ärztin empfinde ich als sehr unhöflich und gerade von einer Frau in diesem Metier erwarte ich auch mehr Empathie. Welche Meinung sie zu dem Thema hat, kann ich aus der knappen Antwort nicht ablesen. Du solltest auch nicht vergessen, dass die "TS-Problematik" eher nicht alltäglich für eine Psychotherapeutin ist. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Dir von der Ärztkammer oder anderen Stellen ... Psychotherapeuten genannt werden, die sich mit der "TS-Problematik" nicht auskennen und deshalb eine Behandlung/Unterstützung/... ablehnen. Vielleicht auch weil sie sich mit dem Thema schlicht überfordert fühlen. Meine Frau (psychotherapeutische Ärztin in einer Klinik) hat auch hin und wieder PatientInnen mit TS-Hintergrund. Die sind aber eher die Ausnahmen in ihrem Berufsalltag.
Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinen Bemühungen um Unterstützung.
Liebe Grüße
Jalana
edit: In der Regel haben niedergelassene PsychotherapeutInnen keine SprechstundengehilfInnen. Wozu auch? Wenn Du anrufst - und endlich durchkommst - wirst Du mit ziemlicher Sicherheit den/die Therapeute/in direkt an der Strippe haben. Email-Kontaktaufnahme ist evtl. einfacher.
Re: E„Mail„Anfrage bei einer Psychotherapeutin
Verfasst: Di 2. Okt 2012, 11:14
von Caira
Ich glaube, dass es weniger mit dem Thema TS zu tun hat. Egal was da angefragt wurde: eine Mail ohne Anrede und Gruß ist einfach mal "rotzfrech". Punkt. Als Psychologe ist sowas eigentlich ein absolutes Armutszeugnis und zeugt von sozialer Inkompetenz. Genau das wollen die aber vermitteln.
Am besten wirklich drüber stehen und sich nicht zu viel ärgern. Ärger ist eine Sache, die es nie Wert ist - niemals und nirgends. Ich ärgere mich immer, wenn ich mich ärgere!

Re: E„Mail„Anfrage bei einer Psychotherapeutin
Verfasst: Mi 10. Okt 2012, 12:51
von exuser-08-07-2013
hallo jeanette,
nach meiner erfahrung empfehlen therapeuten grundsätzlich keine anderen und dürfen es wahrscheinlich auch nicht.
ich hab bei meiner therapeutensuche bei meiner krankenkasse angerufen und gesagt, dass ich unterstützung brauche, weil ich an einer störung der geschlechtsidentität leide und habe daraufhin eine lange liste mit namen und adressen erhalten.
eine diagnose um welche art der störung es sich bei mir handelt, kann ich selber nicht stellen.
ist für mich im moment auch zweitrangig - hauptsache ich kann mit umgehen und fühle mich besser - egal wie.
vielleicht solltest du erst mal so vorgehen und nicht gleich mit ner selbsterstellten diagnose anfangen zu suchen - vielleicht erweitert das den kreis der möglichen therapeuten.
ganz liebe grüßle
lucy f.
Re: E„Mail„Anfrage bei einer Psychotherapeutin
Verfasst: Fr 12. Okt 2012, 08:50
von Cybill
Liebe Leute, liebe Jeanette
dass die PTin so kurz angebunden geantwortet hat, ist für mich nachvollziehbar. Emails haben (zu Recht) den rechtlichen Status einer Postkarte. So praktisch die ganze Elektronik auch sein mag, für eine Nachfrage zu einem vertraulich-therapeutischen Gespräch taugt sie nicht.
Wer einen Erstkontakt in dieser Richtung anbahnen will, ist mit mit einem schlichten Telefonat (dafür ist die APP mit dem Hörer) am Besten bedient.
Noch ein Hinweis zum Thema Psychologe/Psychotherapeut und Psychiater:
Psychiater sind grundsätzlich aprobierte Mediziner, die sich auf die Fachrichtung Neurologie und Psychatrie spezialisiert haben. Daher dürfen diese diagnostizieren und Heilmaßnahmen einleiten, aber auch Freiheitsentzeihende Maßnahmen (Einweisungen) vornehmen.
Ein Psychiater kann auch die Ausbildung zum Psychotherapeuten haben.
Psychologen sind keine Mediziner! (Es sei denn sie haben viel Zeit und Geld gehabt und auch noch Medizin studiert) In der Studienordnung gehört zwar die Klinische Psychologie zu den Pflichtfächern und man/frau kann sich auch darauf spezialisieren. Die Aufgabe des Psychologen ist in diesem Fall den Ist-Zustand des Patienten zu beschreiben, was auch diagnoseähnlich sein kann. Es ist davon auszugehn, dass ein Psychologe eine breiteres Wissenspektrum hat (haben sollte) und auch in der Lage ist ggf. Teste für den vorliegenden Fall zu entwickeln.
Psychotherapeuten sind meist Psychologen mit Zusatzausbildung und Zulassung zur PT, oft auch Mediziner aber auch Heilpraktiker mit Zulassung zur Ausübung der PT. Aufgabe der PT ist es mit dem Patienten auf eine Akzeptanz, bzw. Anpassung sein/ihres Erlebens und Verhaltens hinzuarbeiten, wozu es verschiedenste Ansätze gibt. Ziel ist immer die Minderung des Leidens. Wenn PT der Meinung sind, sie können "Heilen" dann sind sie ein Fall für den Psychiater, womit sich der Kreis wieder schließt.
Noch Fragen? Dann bitte PN
Gruß Cybill
Re: E„Mail„Anfrage bei einer Psychotherapeutin
Verfasst: Fr 12. Okt 2012, 08:55
von Anne-Mette
Moin,
schön, dass Du das so klar herausgestellt hast
Gruß und schönes Wochenende
Anne-Mette