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Falsch verstandene Fürsorge des Staates?
Verfasst: Fr 31. Aug 2012, 12:16
von Anne-Mette
Ein 80-Jähriger in Dänemark musste für ein paar Tage ins Gefängnis.
Was war sein Verbrechen?
Nein, er hat nichts geklaut, keinen geschlagen, keinen diskriminiert...
... er hat die Wasserprobe seines privaten Brunnens nicht eingereicht.
Nein - er gibt kein Wasser an die Allgemeinheit ab; er verkauft es auch nicht. Er verwendet und trinkt es für sich allein - und sein erreichtes Alter zeigt ja wohl, dass es ihm bestimmt nicht geschadet hat
Aber Gesetz ist Gesetz - und dem muss Folge geleistet werden. Wer nicht alle 5 Jahre seine Wasserprobe einreicht, kommt vor Gericht - und wer die vom Gericht verhängrte Strafe nicht bezahlt, muss ins Gefängnis.
Allerdings fand er den Aufenthalt dort gut; es wäre wie im Hotel: Einzelzimmer, Betreuung...
allerdings musste er auf sein geliebtes "formiddags-øl", also sein Bier am Vormittag verzichten.
Das wird er nun bald wieder genießen können
Gruß
CPG
Re: Falsch verstandene Fürsorge des Staates?
Verfasst: Fr 31. Aug 2012, 20:40
von Lina
cpg hat geschrieben:Ein 80-Jähriger in Dänemark musste für ein paar Tage ins Gefängnis.
Was war sein Verbrechen?
Nein, er hat nichts geklaut, keinen geschlagen, keinen diskriminiert...
... er hat die Wasserprobe seines privaten Brunnens nicht eingereicht.
Nein - er gibt kein Wasser an die Allgemeinheit ab; er verkauft es auch nicht. Er verwendet und trinkt es für sich allein - und sein erreichtes Alter zeigt ja wohl, dass es ihm bestimmt nicht geschadet hat
Aber Gesetz ist Gesetz - und dem muss Folge geleistet werden. Wer nicht alle 5 Jahre seine Wasserprobe einreicht, kommt vor Gericht - und wer die vom Gericht verhängrte Strafe nicht bezahlt, muss ins Gefängnis.
Allerdings fand er den Aufenthalt dort gut; es wäre wie im Hotel: Einzelzimmer, Betreuung...
allerdings musste er auf sein geliebtes "formiddags-øl", also sein Bier am Vormittag verzichten.
Das wird er nun bald wieder genießen können
Gruß
CPG
Das Einzige, was man zur Rechtfertigung sagen kann: Selbst wenn man selber Hauptverbraucher ist, ist es kaum denkbar, dass andere Leute nie davon trinken werden. Theoretisch könnte er also andere in Gefahr bringen - fahrlässig unwissentlich über den Zustand des Wassers.
Re: Falsch verstandene Fürsorge des Staates?
Verfasst: Fr 31. Aug 2012, 21:20
von exuser-08-03-2013
In Deutschland gibt es seit ein, zwei Jahren eine neue Trinkwasserverordnung, die Haus- und Wohnungsbesitzer zwingt, z.T. erhebliche und sehr fragwürdige Investitionen in die häuslichen Wasserleitungen zu tätigen. Ich kann hier jetzt keine Details ausführen. Einige von uns werden es aber schon an eigener Haut erfahren haben. Indirekt auch als Mieter.

Irgendwie ist es ganz tröstlich, wenn man liest, dass die Leute in andern Ländern genauso gepiesakt werden.

Re: Falsch verstandene Fürsorge des Staates?
Verfasst: Fr 31. Aug 2012, 23:57
von Jana80
Hallo Ihr lLieben
Ich weiss aus sicherer Quelle, das in Sachsen nicht das Gleiche, doch ähnliches passiert ist, nämlich ;
Es gab anfang der 90èr die allgemeine Aktion " ALLE BEKOMMEN LEITUNGSWASSER UND DIE BRUNNEN SIND JA SOOOOOO GIFTRIG" .
Es mußte in manchen Gemeinden ,jedoch jeder Brunnenproben, an irgendein Institut (warscheinlich ach so staatlich) abgeben .
Da gab es schlaue Bauern, welche das Wasser aus der Trinkwasserleitung, und nicht aus ihrem Brunnen, abgegeben haben.
Die Brunnen sollten wegen absolut, schwerer toxischer Belastungen beseitigt werden.
SCHÖNE NEUE WELT!?!?!
Re: Falsch verstandene Fürsorge des Staates?
Verfasst: Sa 1. Sep 2012, 23:20
von Lina
Jana80 hat geschrieben:Hallo Ihr lLieben
Ich weiss aus sicherer Quelle, das in Sachsen nicht das Gleiche, doch ähnliches passiert ist, nämlich ;
Es gab anfang der 90èr die allgemeine Aktion " ALLE BEKOMMEN LEITUNGSWASSER UND DIE BRUNNEN SIND JA SOOOOOO GIFTRIG" .
Es mußte in manchen Gemeinden ,jedoch jeder Brunnenproben, an irgendein Institut (warscheinlich ach so staatlich) abgeben .
Da gab es schlaue Bauern, welche das Wasser aus der Trinkwasserleitung, und nicht aus ihrem Brunnen, abgegeben haben.
Die Brunnen sollten wegen absolut, schwerer toxischer Belastungen beseitigt werden.
SCHÖNE NEUE WELT!?!?!
Aua! Und wie ist das ausgegangen? Wäre ja möglicherweise ein Beweis, dass die Gutachter nicht neutral sind, sondern das städtische Wasser verkaufen sollen.
Re: Falsch verstandene Fürsorge des Staates?
Verfasst: So 2. Sep 2012, 15:12
von Sabrina Verena
Hallo Leute!
Auch wenn Iht mir jetzt an die Gurgel geht.
Es gibt nicht nur eine Trinkwasserverordnung, sondern das übergeordnete Wasserhaushaltsgesetz. Diese regelt auch die Eingriffe in den Wasserbestand der Natur. So z.B. das Grundwasser, Flusswasser oder Seen. Als Naturgüter trägt der Staat für diese eine Verantwortung. Da private Brunnen in den Grundwasserhaushalt eingreifen, kommt der Staat nur seiner Verantwortung nach, wenn er die unkonntrollierten Eingriffe bekämpft. Als Naturschützer kann ich das nur begrüßen.
Liebe Grüße
Verena
Re: Falsch verstandene Fürsorge des Staates?
Verfasst: Di 4. Sep 2012, 19:12
von Lina
Sabrina Verena hat geschrieben:Hallo Leute!
Auch wenn Iht mir jetzt an die Gurgel geht.
Es gibt nicht nur eine Trinkwasserverordnung, sondern das übergeordnete Wasserhaushaltsgesetz. Diese regelt auch die Eingriffe in den Wasserbestand der Natur. So z.B. das Grundwasser, Flusswasser oder Seen. Als Naturgüter trägt der Staat für diese eine Verantwortung. Da private Brunnen in den Grundwasserhaushalt eingreifen, kommt der Staat nur seiner Verantwortung nach, wenn er die unkonntrollierten Eingriffe bekämpft. Als Naturschützer kann ich das nur begrüßen.
Liebe Grüße
Verena
Ich finde, das klingt völlig OK.
Der Herr in DK wurde ja übrigens auch nicht eingebuchtet, weil er vergessen hatte die Wasserprobe einzureichen, sondern weil er das Verwarngeld nicht bezahlt hatte. Da wäre es ja hier auch egal ob Falschparken oder andere Widrigkeiten ursächlich sind. Hier würde das gleiche passieren.
Und du könntest Recht haben: Die Zeiten sind vorbei, wo ein Brunnen einfach gegraben wird und das Wasser mit einem Eimer hochgezogen wird. Da steckt eine Menge Mechanik in so einem Brunnen, die evtl. wg. schlechter Wartung das Wasser verunreinigen kann. Und es gibt die Möglichkeit, dass von der Oberfläche durch das Bohrloch etwas das Wasser verunreinigen könnte. Darunter wird letztendlich nicht nur der Brunnenbesitzer sondern auch andere, die Wasser aus der gleichen Schicht pumpen. Ich meine da die Sedimentschichten, worauf das Grundwasser sich sammelt ...
Dann ist es natürlich auch gerechtfertigt, dass regelmäßig Proben entnommen und kontrolliert werden.
Wer dies nicht versteht, kann ja vielleicht selber checken, wie ein Brunnen heute gemacht wird.
Re: Falsch verstandene Fürsorge des Staates?
Verfasst: Di 4. Sep 2012, 21:24
von Inga
... und es kann gelegentlich das Problem geben, dass es zu viele private Grundwasserentnehmer gibt für das verfügbare Grundwasser und so die entahme trocken läuft ...
Liebe Grüße
Inga
Re: Falsch verstandene Fürsorge des Staates?
Verfasst: Sa 8. Sep 2012, 23:41
von Lina
Inga hat geschrieben:... und es kann gelegentlich das Problem geben, dass es zu viele private Grundwasserentnehmer gibt für das verfügbare Grundwasser und so die entahme trocken läuft ...
Liebe Grüße
Inga
DAS glaube ich ehrlich gesagt nicht ist die Ursache. Private Brunnen in DK sind nicht wirklich üblich dort wo es überhaupt die Möglichkeit gibt, sich an öffentliche Wasserversorgungsnetze zu schließen. Es gibt die wirklich fast nur auf dem Lande.
Hast du überhaupt eine Ahnung, was so was kostet? Da wird kaum jemand nach wasser bohren, der andere Möglichkeiten hat.