Homosexualität als Grund für "Crossdressing"?
Verfasst: So 24. Jun 2012, 15:55
Hallo.
Ja, crossdressing, oder wie auch immer man das bezeichnen möchte. keine ahnung, ich weiß es ja selber nicht. dazu kenne ich mit den verschiedenen definitionen auch noch zu wenig aus, da sagt ja auch jeder was anderes. jedenfalls möchte ich im folgenden mal eine "kurze" vorstellung meinerseits posten, einfach um das alles mal loszuwerden. und vielleicht kann mir ja auch jemand sagen, ob es für meine situation den passenden ausdruck gibt (transirgendwas oder keine ahnung).
jedenfalls, geboren wurde ich weiblich, so habe ich mich auch ne ganze weile verhalten. mich haben die mädchenklamotten, die mir von meinen eltern angezogen worden, fast nie gestört. als ich eingeschult wurde, wollte ich aber keine langen haare mehr haben. also sind wir auch zum frisör und haben mir die haare kurz schneiden lassen. an sich war das ja nicht wirklich etwas "jungenhaftes". aber ich habe schon in der grundschule mich besser mit jungs verstanden als mit mädchen, was ja eigentlich relativ ungewöhnlich ist.
nach dem schulwechsel in der 5. klasse war das aber auch egal. mich mochte irgendwie keiner. aber wenn ich mich hätte entscheiden müssen, ich hätte mich lieber zu den jungs gesellt, statt zu den andern mädels. die haben zwar immer über wrestling und fußball geredet, das hat mich nie interessiert, aber das war immer noch besser als dieses "oh guck dir mal da hinten den an...is der nich voll süüüüß?". das gib mir schon immer auf den senkel, wenn ich das so sagen darf hier.
geändert hat sich das mit 12/13... da war ich verliebt, in ein mädchen aus meiner klasse. ich weiß nicht wie es sich ergeben hat, es war einfach so. das hat mich auch ganz schön fertig gemacht. so nach dem motto "das geht doch nicht. ein mädchen kann doch nicht in ein anderes mädchen verliebt sein...!"
ich habe es monatelang geheimgehalten. habe nur versucht, sooft wie möglich in ihre nähe zu kommen. also stand ich auch nicht mehr alleine aufm schulhof. ich wurde zwar geduldet, aber wirklich mit mir erzählt so wurde auch nicht. aber das störte mich nicht, ich war ja bei ihr. nach einem jahr, also 2008, hab ichs ihr gesagt. sie meinte, sie sagts niemanden weiter und so. im endeffekt hat sies doch ihrer besten freundin gesagt bla bla lange rede, kurzer sinn: es war mir alles zu viel, auch zu hause stress gehabt und alles ... naja, es folgte ein selbstmordversuch. ich habs einfach nicht mehr gepackt. dazu kam auch der stress zu hause, naja, war eben die zeit mit 13/14 wo es langsam schwierig wurde. also war ich 6 wochen in der psychatrie.
danach hat sichs dann gebessert, nicht nur zu hause, auch in der klasse. aus welchem grund auch immer. bis ein halbes jahr später ich wieder an nem tiefpunkt war und wieder eingewiesen wurde. das war auch das ende meiner liebe zu ihr. diesmal waren es 4 monate, die ich "drin" war. da hab ich neue leute kennen gelernt, mit manchen war ich auch noch länger befreundet, die schule gewechselt, und komplett mich verändert. da fing es dann auch verstärkt an mit männertshirts tragen. ich fand die irgendwie bequemer, ich mochte die form von frauenshirts irgendwie nie so, aber erst jetzt hatte ich auch die kraft, das zu tun, was ich wollte, und nicht meine eltern. dann wurde es immer mehr ... jetzt ist die einzige weibliche klamotte die ich trage, der bh.
da ich von natur aus sehr groß und kräftig gebaut bin, fällt es beim ersten blick nicht schwer, zu denken, ich wäre männlich. aber das bin ich eben nicht. nicht biologisch. ich weiß nicht mal ob ichs sein will. ich glaube aber nicht. ich hasse meine brüste. das ist zur zeit mein größtes problem. eigentlich liebe ich den sommer, aber wenn ich daran denke, nur im Tshirt rumzulaufen, ohne pulli oder jacke drüber, da krieg ich schon das grauen. meine eltern schütteln auch immer den kopf, wenn ich bei 28-°C noch mit einem pullover rausgehe. aber ich weiß nicht, wie ich es ihnen erklären soll. aber ich komme mir auch im pulli dumm vor. gerade bei wind. und komplett kaschieren tut so ein pulli ja auch nicht. ich bin manchmal sozusagen fast vorm heulen, wenn ich durch die stadt laufe. aber ich gehe zB auch immer noch auf die damen-toilette (außer wenn sie dort 5 meter schlange stehen. dann gehe ich schon zu den herren). an die doofen blicke, und an das "junger mann, sie sind hier falsch!" hab ich mich gewöhnt, und mittlerweile finde ich das eher belustigend als störend. ich betitele mich ja auch nicht als "er".
jetzt ist mir neulich der gedanke gekommen: kann mein verhalten, was das männlich-sein-wollen betrifft, nicht so eine art "trauma" sein, von dem, was damals passiert ist, mit der aus meiner klasse (also, trauma ist vielleicht auch übertrieben, aber mir fiel kein anderes wort ein)? zum beispiel war ich auch seitdem nie wieder verliebt gewesen. in der zeit, in der ich in der psychatrie war, hatte ich mich öfters verknallt und genauso schnell wieder "entknallt", aber nach ein paar mal ist mir aufgefallen, dass ich mir das nur eingeredet habe. das war aber auch wieder nur bei mädels so. seitdem nicht mehr. dabei wünsche ich es mir so. es ist nämlich auch deprimierend, wenn die eigene schwester (13) früher nen freund hat, als man selber mit 17. und die beiden sind mittlerweile schon fast ein dreivierteljahr zusammen. und mir kam (vielleicht deswegen) auch die these, dass ich mich vielleicht männlich kleide, und ja auch so denke und fühle teilweise, um endlich ne freundin zu finden? es gibt meines empfindens ja doch wenig lesben oder bi-mädels hier.
kann das sein? oder bilde ich mir das auch nur ein? oder gibts ne ganz andere erklärung dafür?
sry für den langen beitrag, vielleicht ist der teilweise auch ein wenig ungeordnet, aber ich musste das einfach mal so loswerden.
LG,
Koko
Ja, crossdressing, oder wie auch immer man das bezeichnen möchte. keine ahnung, ich weiß es ja selber nicht. dazu kenne ich mit den verschiedenen definitionen auch noch zu wenig aus, da sagt ja auch jeder was anderes. jedenfalls möchte ich im folgenden mal eine "kurze" vorstellung meinerseits posten, einfach um das alles mal loszuwerden. und vielleicht kann mir ja auch jemand sagen, ob es für meine situation den passenden ausdruck gibt (transirgendwas oder keine ahnung).
jedenfalls, geboren wurde ich weiblich, so habe ich mich auch ne ganze weile verhalten. mich haben die mädchenklamotten, die mir von meinen eltern angezogen worden, fast nie gestört. als ich eingeschult wurde, wollte ich aber keine langen haare mehr haben. also sind wir auch zum frisör und haben mir die haare kurz schneiden lassen. an sich war das ja nicht wirklich etwas "jungenhaftes". aber ich habe schon in der grundschule mich besser mit jungs verstanden als mit mädchen, was ja eigentlich relativ ungewöhnlich ist.
nach dem schulwechsel in der 5. klasse war das aber auch egal. mich mochte irgendwie keiner. aber wenn ich mich hätte entscheiden müssen, ich hätte mich lieber zu den jungs gesellt, statt zu den andern mädels. die haben zwar immer über wrestling und fußball geredet, das hat mich nie interessiert, aber das war immer noch besser als dieses "oh guck dir mal da hinten den an...is der nich voll süüüüß?". das gib mir schon immer auf den senkel, wenn ich das so sagen darf hier.
geändert hat sich das mit 12/13... da war ich verliebt, in ein mädchen aus meiner klasse. ich weiß nicht wie es sich ergeben hat, es war einfach so. das hat mich auch ganz schön fertig gemacht. so nach dem motto "das geht doch nicht. ein mädchen kann doch nicht in ein anderes mädchen verliebt sein...!"
ich habe es monatelang geheimgehalten. habe nur versucht, sooft wie möglich in ihre nähe zu kommen. also stand ich auch nicht mehr alleine aufm schulhof. ich wurde zwar geduldet, aber wirklich mit mir erzählt so wurde auch nicht. aber das störte mich nicht, ich war ja bei ihr. nach einem jahr, also 2008, hab ichs ihr gesagt. sie meinte, sie sagts niemanden weiter und so. im endeffekt hat sies doch ihrer besten freundin gesagt bla bla lange rede, kurzer sinn: es war mir alles zu viel, auch zu hause stress gehabt und alles ... naja, es folgte ein selbstmordversuch. ich habs einfach nicht mehr gepackt. dazu kam auch der stress zu hause, naja, war eben die zeit mit 13/14 wo es langsam schwierig wurde. also war ich 6 wochen in der psychatrie.
danach hat sichs dann gebessert, nicht nur zu hause, auch in der klasse. aus welchem grund auch immer. bis ein halbes jahr später ich wieder an nem tiefpunkt war und wieder eingewiesen wurde. das war auch das ende meiner liebe zu ihr. diesmal waren es 4 monate, die ich "drin" war. da hab ich neue leute kennen gelernt, mit manchen war ich auch noch länger befreundet, die schule gewechselt, und komplett mich verändert. da fing es dann auch verstärkt an mit männertshirts tragen. ich fand die irgendwie bequemer, ich mochte die form von frauenshirts irgendwie nie so, aber erst jetzt hatte ich auch die kraft, das zu tun, was ich wollte, und nicht meine eltern. dann wurde es immer mehr ... jetzt ist die einzige weibliche klamotte die ich trage, der bh.
da ich von natur aus sehr groß und kräftig gebaut bin, fällt es beim ersten blick nicht schwer, zu denken, ich wäre männlich. aber das bin ich eben nicht. nicht biologisch. ich weiß nicht mal ob ichs sein will. ich glaube aber nicht. ich hasse meine brüste. das ist zur zeit mein größtes problem. eigentlich liebe ich den sommer, aber wenn ich daran denke, nur im Tshirt rumzulaufen, ohne pulli oder jacke drüber, da krieg ich schon das grauen. meine eltern schütteln auch immer den kopf, wenn ich bei 28-°C noch mit einem pullover rausgehe. aber ich weiß nicht, wie ich es ihnen erklären soll. aber ich komme mir auch im pulli dumm vor. gerade bei wind. und komplett kaschieren tut so ein pulli ja auch nicht. ich bin manchmal sozusagen fast vorm heulen, wenn ich durch die stadt laufe. aber ich gehe zB auch immer noch auf die damen-toilette (außer wenn sie dort 5 meter schlange stehen. dann gehe ich schon zu den herren). an die doofen blicke, und an das "junger mann, sie sind hier falsch!" hab ich mich gewöhnt, und mittlerweile finde ich das eher belustigend als störend. ich betitele mich ja auch nicht als "er".
jetzt ist mir neulich der gedanke gekommen: kann mein verhalten, was das männlich-sein-wollen betrifft, nicht so eine art "trauma" sein, von dem, was damals passiert ist, mit der aus meiner klasse (also, trauma ist vielleicht auch übertrieben, aber mir fiel kein anderes wort ein)? zum beispiel war ich auch seitdem nie wieder verliebt gewesen. in der zeit, in der ich in der psychatrie war, hatte ich mich öfters verknallt und genauso schnell wieder "entknallt", aber nach ein paar mal ist mir aufgefallen, dass ich mir das nur eingeredet habe. das war aber auch wieder nur bei mädels so. seitdem nicht mehr. dabei wünsche ich es mir so. es ist nämlich auch deprimierend, wenn die eigene schwester (13) früher nen freund hat, als man selber mit 17. und die beiden sind mittlerweile schon fast ein dreivierteljahr zusammen. und mir kam (vielleicht deswegen) auch die these, dass ich mich vielleicht männlich kleide, und ja auch so denke und fühle teilweise, um endlich ne freundin zu finden? es gibt meines empfindens ja doch wenig lesben oder bi-mädels hier.
kann das sein? oder bilde ich mir das auch nur ein? oder gibts ne ganz andere erklärung dafür?
sry für den langen beitrag, vielleicht ist der teilweise auch ein wenig ungeordnet, aber ich musste das einfach mal so loswerden.
LG,
Koko