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Re: Wie gehen Biofrauen damit um?

Verfasst: Do 7. Jun 2012, 16:22
von exuser-08-07-2013
mit der beschreibung "verkleiden", selbst wenn es in anführungszeichen steht, werde ich mich nie anfreunden können.

ganz liebe grüße

lucy f

Re: Wie gehen Biofrauen damit um?

Verfasst: Do 7. Jun 2012, 21:27
von Lampenschirm
seh ich mal genau so! Mein Mann verkleidet sich nicht. Und es geht auch nicht um Kleidung, sondern um ein Gefühl, welches zu ihm gehört. So, wie die Frage gestellt wurde, kann ich sie nicht beantworten.
Lampe

Re: Wie gehen Biofrauen damit um?

Verfasst: Fr 8. Jun 2012, 10:20
von steffiw
lieber/liebe silke,

eines ist auch wichtig. viele, wie zb lucy und auch ich sind keine DWT. wenn du dazu stehst, finde ich das in ordnung und du darfst dann auch von verkleiden sprechen. bei dir.

dass frauen "es" toll finden, ist selten, weil sie einen mann geheiratet haben. sie gehen oft pragmatisch damit um, weil sie den menschen lieben, mögen facetten an seiner weiblichen seite, seinem verhalten.

siehe lampenschirm, sie hat das so bereits formuliert.

dass frauen es toll, atraktiv und vor allem erotisch finden ist meist das wunschdenken von DWT's, steet bei transgendern und transsexuellen absolut nicht vordergründig im fokus.

meine frau liebt mich, in joggingshose wie in der leggins.

Re: Wie gehen Biofrauen damit um?

Verfasst: Fr 8. Jun 2012, 22:37
von Lampenschirm
Hi, Steffi und Darialena,
das zusammengenommen trifft es wohl am Besten.
LG, Lampe.

Re: Wie gehen Biofrauen damit um?

Verfasst: Sa 9. Jun 2012, 15:17
von exuser-18-02-2013
Tja, der Umgang von Biofrauen mit den Frauenklamotten ihrer Männer ist wohl schon ein schwieriger. Ich bin seit 26 Jahren mit meiner Frau zusammen, davon 16 verheiratet. Sie hat mich schon als Strumpfhosenträger kennengelernt. Ich habe mit 15,16 schon wieder begonnen Strumpfhosen zu tragen und trage die seither als ganz normalen Teil meiner Kleidung - damals schon wie auch heute neben den so ausgezeichneten und hergestellten Herrenstrumpfhosen auch Damenmodelle. Damit hatte sie an sich kein Problem, war für sie auch was zum drüber frotzeln, aber eben etwas womit sie umgehen konnte.
Ich habe schon immer gern mal einen Rock dazu angezogen - allerding im Verborgenen und meist auach Modelle, die eher kiltmäßig, gradlinig, nicht so verspielt etc. waren. Ich denke nämlcih, dass auch Männer gut in Rock und Strumpfhose auftreten könnten. Ich finde es aber auch schön, mal was mit Petticoat oder Rüsche anzuhaben (Dirndl, Lolita). Letztes Jahr im Dezember habe ich mich nun meiner Frau im Rock präsentiert. Sie war not amused, fand das eher lächerlich als chic und konnte nicht verstehen, dass ich als Mann es schön, angenehm oder gar normal finde, einen Rock anzuziehen. Sie vermutete rein sexualle Beweggründe. Nun ist es tatsächlich schwer, verständlich zu vermitteln, was einen dazu bewegt, Röcke zu tragen, wenn man den sexuellen Anreiz nicht im Vordergrund hat, sondern die Tatsache, dass man als Mann einen Rock trgaen will, weil einem das Outfit gefällt. Ich trage auch gern einen schicken Anzug und freue mich dann so in der Öffentlichkeit auszugehen. Das gibt mir ein gutes Gefühl - kein sexuellen.
Momentan trage ich also ab und an zuhause einen Rock, meist, wenn Frau und Kinder außer Haus sind, manchmal auch wenn meine Frau anwesend ist. "Was ist jetzt wieder los?", ist dann oft der Kommentar. Also, wir haben die Situation auch noch nicht geklärt und ich denke, dass ich meine Frau da auch nicht überfordern will, ich will aber schon Schritt für Schritt mir ihr dazu kommen, dass der Rock für mich zu einer Normalität wird.
Gruß
jeanskilt

Re: Wie gehen Biofrauen damit um?

Verfasst: So 10. Jun 2012, 13:40
von Heike40HH
Liebe Silke,
ich finde die Wortwahl ist nicht entscheident. Ich finde entscheident wie man sich in den Kleidern fühlt. Bei mir es ist ein unterschidlich ob ich mein sexuelles Verlangen stille mit der Kleidung, dann ziehe ich entsprechnede Kleidung an oder ob ich meine Zeit als "Frau" ausleben möchte ohne sexuelle Gedanken.
Meine Parterin ist sehr unterschiedlich im tollerien meiner LEidenschaft (so nenne ich es). Es gibt Tage da findes sie es klasse und sagt wie gut ich aussehe und es gibt Tage da schaut sie mich nicht an und ignoriert mich.
Aber ich denke ich habe da eine gute Parterin gefunden. Immerhin geht sie mit mir auch Klamotten kaufen und schnekt mir auch mal etwas.
Ich mag das Gefühl der Stoffe auf der Haut und die VEränderung wenn ich mich kleide. Es ist dann schön zu sehen wie es aussieht.
Ab und zu auch mit einem Lob!!
liebe grüße
Heike

Re: Wie gehen Biofrauen damit um?

Verfasst: So 10. Jun 2012, 15:06
von Regina
Hallo Silke,

ich will jetzt hier nicht unbedingt den erfahrenen CD raushängen lassen. Doch wenn Du Dir den Werdegang vieler Mitglieder hier anschaust, wirst Du feststellen dass viele eine Phase hatten in der sie annahmen ihr Handeln sei rein sexuell.
Mir ging das ähnlich. So um die 30 nahm ich an ich wäre ein Wäsche Fetischist. Ich trug zu der Zeit auch hauptsächlich Reizwäsche. Mit der Zeit entwickelte sich meiner Leidenschaft aber in eine ganzheitliche Richtung.
Ich möchte heute lieber komplett als Frau wahrgenommen werden. Insofern gehört eben auch alles dazu was Frau benötigt. Sicher ist es aufregend als Frau gekleidet raus zu gehen. Aber nicht im sexuelle Sinne. Ich fühle mich einfach gut, weil ich weiß schick angezogen zu sein und sicher gucken mir auch manchmal die Leute hinterher. Egal aus welchen Beweggründen. Und ich genieße auch diese Blicke.

Liebe Grüße,
Regina

Re: Wie gehen Biofrauen damit um?

Verfasst: Mo 11. Jun 2012, 13:16
von ernst_dwt
Das Thema wendet sich Biofrauen und nur eine -Lampenschirm- hat geantwortet .Komisch.

Re: Wie gehen Biofrauen damit um?

Verfasst: Sa 16. Jun 2012, 21:23
von Sunny
Dann will ich mal als Biofrau auch meinen Senf dazu geben, damit es etwas repräsentativer wird. Ich habe mich bisher eher zurückgehalten, weil ich noch nicht so lange hier bin und das Thema noch relativ neu für mich ist, aber wenn so nach Biofrauen gerufen wird, trau ich mich halt auch mal ;)

Ich kann nur von meiner Erfahrung schreiben und die ist, dass ich meinen Partner ganz schlicht und ergreifend liebe und dass es dabei egal ist, ob er jetzt gerade mit Dreitagebart und Jeans daher kommt oder komplett enthaart in Rock, Strümpfen und High Heels. Das Zusammensein mit ihr fühlt sich für mich genauso natürlich an wie das mit ihm, auch wenn da vielleicht noch ein wenig die Gewöhnung daran fehlt. Sie wird mit der Zeit ein genauso normaler Bestandteil unseres gemeinsamen Lebens sein wie er es ist.
Es zählt nicht die Verpackung, sondern der Inhalt muss stimmen und das tut er in diesem Fall mehr als ich es mir je von einem Mann erträumt habe. Da spielt dann wohl sogar seine weibliche Seite noch ein gutes Stück mit rein, die mich bei ihm eine Nähe und ein Verständnis finden lassen, die ich bei anderen Männern so nicht finde. Sie gibt ihm Eigenschaften, die die meisten anderen Männer nicht haben und die ich sehr anziehend finde.
Andererseits ist es für mich aber auch eine Herausforderung, weil ich über meine eigene Weiblichkeit bewusster nachdenke und ein Stück weit schauen muss oder eher will, dass er nicht weiblicher ist als ich, denn irgendwo bin ich ja doch die Frau in der Beziehung ;)
Es gibt halt Vor- und Nachteile, wie in jeder anderen Beziehung auch.

Nach draußen geht sie bisher nicht, aber wenn sie soweit ist, kann sie auf mich zählen und ich werde ihr wenn sie es wünscht, ihre Hand bei jedem einzelnen Schritt halten. Der Grund dafür ist einfach: Wenn sie mich braucht, bin ich da und umgekehrt, so funktioniert eine Beziehung meiner Meinung nach nun mal, egal worum es geht.

Was die sexuelle Komponente angeht, kann ich für mich nur sagen, dass es nun wirklich Schlimmeres gibt, als einen Mann, der schöne Wäsche für mich trägt, die sich auch noch gut anfühlt. Es ist für mich eine neue Erfahrung, aber ich genieße sie und lasse mich dadurch auch selbst ein Stück weit inspirieren. Wie ich ihr schon vor ein paar Tagen geschrieben habe, nutze ich die Gelegenheit neben meinem Partner noch eine wunderbare Geliebte zu haben, ohne Betrug oder Eifersucht dabei, auch wenn ich nicht bisexuell bin.
Ich bin halt Optimistin und sehe eher das Positive und verstehe jetzt auch, warum Männer es so toll und praktisch finden, wenn Frau im Rock unterwegs ist ;)

Re: Wie gehen Biofrauen damit um?

Verfasst: So 17. Jun 2012, 08:59
von exuser-18-02-2013
Hi Sunny,

ich freue mich für euch beide, dass ihr diesen Weg gehen könnt - Respekt und viel Freude.
Gruß
jeanskilt

Re: Wie gehen Biofrauen damit um?

Verfasst: Di 19. Jun 2012, 00:54
von MEL
Hallo Sunny,

Da kann man(n)/Frau nur sagen: HUT AB bei solch einer Einstellung und Glückwunsch an Dahlia zu einer
solch verständnisvollen, offenen Partnerin, die auch die positiven Dinge in einer solchen Beziehung hervorhebt und dabei auch reizvolle Momente erfährt. ;). !!

GlG und weiterhin viele glückliche Erlebnisse und Stunden Euch Beiden,

Melanie58

Re: Wie gehen Biofrauen damit um?

Verfasst: Sa 7. Jul 2012, 19:43
von nofretete
Ich kann als "Biofrau" die Antwort von Sunny nur unterschreiben! Schönes Forum ist das.

LG, nofretete

Re: Wie gehen Biofrauen damit um?

Verfasst: Sa 7. Jul 2012, 20:10
von kattenfrue
hallo silke,
nun, wie geht man damit als biofrau um? ich denke, ganz normal. nunja, es hängt natürlich von der persönlichkeitsstruktur der frau, des menschen, ab. ich habe einen lieben freund der auch gleichzeitig mein kollege ist. wir kennen uns nochnicht lange, 10 wochen erst. wir haben uns mal über private dinge unterhalten und ich meinte denn so, das ich gerne den privaten menschen kennenlernen will, weil mir der kollege sympatisch ist. er meinte daraufhin nur, das ich das mit sicherheit nicht wissen wollte... nun, im laufe der kurzen zeit kamen wir uns aber menschlich näher und als ich ihn denn mal über den rücken faßte, konnte ich ein mider ertasten. wir haben uns denn irgendwie doch darüber unterhalten, er hat es mir denn erzählt (war ihm nicht leicht, hab ich gemerkt), dachte wohl jetzt kommt ein spruch von mir... ihr seit menschen wie alle anderen auch, ihr lebt euer leben, wie alle anderen auch. die, die sich offen bekennen, werden, LEIDER! der lächerlichkeit preisgegeben. ich finde, ihr habt EIN RECHT DARAUF zu leben wir ihr wollt! selbst wenn mein freund und kollege als frau zur arbeit kommen würde, wäre das FÜR MICH kein problem. aber leider gibt es andere, die das anderes sehen... aber wenn die sich mal in den spiegel schauen würden... typische intoleranz der gesellschaft.
gruß kattenfrue )..)c