darialena hat geschrieben:Nun, ich denke, so viel Begriffsverwirrung gibt es nun auch wieder nicht: Transgender sind Menschen, die zeitweise ODER ständig das Geschlecht wechseln wollen. Crossdresser und Transvestiten (beide Begriffe sind fast deckungsgleich ) sind Menschen, die ihr soziales Geschlecht zeitweise wechseln wollen, Transsexuelle hingegen fühlen sich im falschen biologischen Geschlecht und möchten dieses dem gefühlten sozialen Geschlecht dauerhaft angleichen, Crossdresser möchten das nicht. Es gibt zwischen beiden Lebenswegen anfangs viele Ähnlichkeiten, doch mit einer Entscheidung einer TS für eine Geschlechtsangleichung enden die Gemeinsamkeiten, die Lebenswege, Einsichten und Einstellungen von TS und CD klaffen dann oftmals weit auseinander und widersprechen sich teilweise.
So kann ich mir auch den oftmals in Foren und Chatrooms stattfindenden Zickenkrieg zwischen CD und TS erklären, die Lebenseinsichten und Wahrnehmungen klaffen einfach zu weit auseinander.
CD/ TV sind Menschen, die zeitweise im anderen sozialen Geschlecht agieren oder leben wollen, im übrigen aber ihre sexuelle Orientierung nicht ändern (Klartext: Männer bleiben als CD auch in ihrer weiblichen Rolle heterosexuelle Männer). Transsexuelle hingegen möchten nicht nur die soziale Rolle des anderen Geschlechts, sondern auch eine andere sexuelle Identität annehmen. (Klartext: Biologische Männer lassen sich zur Frau operieren und verhalten sich dann auch so, wie es ihrem Bild von der Geschlechtsorientierung einer Frau entspricht. Sprich: sie suchen männliche Partner.)
Daneben gibt es einen schmalen Unschärfebereich von Transgendern, die ihre wirkliche Identität zwischen diesen beiden Polen noch nicht gefunden haben. Leider muß ich in Foren immer wieder feststellen, daß die Transgender, die noch auf der Identitätssuche sind, sich immer wieder in fremde Hände begeben, um selbst keine Lebensentscheidung treffen zu müssen. "Wenn bei mir Transsexualität festgestellt wird..., Wenn sich meine Transsexualität bestätigt..., Wenn ich bestätigt bekomme, daß ich transsexuell bin... usw. sind gängige Formulierungen, die mich mittlerweile derart ankotzen, daß ich sowas inzwischen nicht mehr lesen kann, ohne einen Ekelanfall zu bekommen. Bequem wird die Verantwortung fürs eigene Leben auf irgendwelche Psychotherapeuten und Psychologen wegdelegiert, weil Man(n) nicht in der Lage ist, sein Leben selbst einzuschätzen und zu regeln. Und wenn ich dann noch des öfteren lesen muß, daß diese Schwächlinge das erste mal im Alltagstest en femme ausgehen, dann hörts bei mir völlig auf: solchen Zeitgenossen ist nur dringend zu einer Psychotherapie zu raten, aber nicht zu einer Geschlechtsangleichung. Das Ganze hat manchmal die Anmutung einer Modewelle. Als Mann bin ich eine Niete, versuch ich's mal als Frau! Na, da könnt ihr euch aber auf was gefaßt machen! Das Leben als Frau ist nämlich kein Zuckerschlecken, ganz im Gegenteil, die Widerstände, Hindernisse und Widerwärtigkeiten sind nur anders gelagert, als in einem männlichen Dasein. Frauen müssen oftmals viel stärker in ihrem Leben sein, als ihre männlichen Pendants. Und da ist so eine Memme, die in ihrer männlichen Existenz nichts weiter als Versagerqualitäten offeriert hat, völlig fehl am Platz!
So, jetzt hab ichs aber mal rausgelassen! Wer Lust auf Nachtisch hat, braucht mich bloß anpieken, ich steh noch unter 100 atü!
Heiße Kampfesgrüße von Eurer streitlustigen darialena
Ich weis nicht woher Du Dein Wissen hast, es ist jedenfalls verbesserungsbedürftig.
Transsexuelle wollen nicht nach der OP automatisch nur noch Männer im Bett, Crossdresser haben die verschiedensten Intention, nicht nur das gefühlte Geschlecht spielt da eine Rolle, sondern auch Kunst, Fetisch, Joke, etc. Was Di oben schreibst beruht zum Grossteil auf der These, dass es nur Zwei Geschlechter gibt M und F und dass Gefühl, Körper und sexuelle Vorlieben zusammengehören. Dem ist nicht so, jeder Bereich ist von den anderen unabhängig.
Beweise gefällig :
Es gibt Frauen, die körperlich erst auf den zweiten Blick als solche zu erkennen sind, dennoch als Biologisch Frau sind, sich so verhalten und hetero sind.
Es gibt Männer, die hetero sind und körperlich eher weiblich aussehen.
Es gibt Männer, die hetero, bi oder schwul sind,
Es gibt Frauen, die hetero bi oder lesbisch sind,
Es gibt Hermaphroditen (Zwitter) die beide Geschlechtsmerkmale besitzen, also Gebärmutter und Penis.
Es gibt also auch Transgender und Transsexuelle (Unterschied ist hier nur der grad, wie stark sich die Person als Frau fühlt) die auf Frauen, Männer oder Bi stehen.
Somit ist Deine These "Transsexuelle wollen immer eine Op und stehen danach nur auf Männer" falsch, genauso wie die These, dass Transsexuelle und Transgender auseinander klaffen ebenfalls schlichtweg falsch. Beide haben die gleiche Intention, nämlich den weiblichen Anteil auszuleben, nur ist die Häufigkeit und Perfektion des Auslebens (GaOp, Echte Brüste, evtl noch Gewichtsanpassung, Rippenentfernung) unterschiedlich und dem eigenen Bedürfnis angepasst, genauso , wie es Gebürtige gibt, die sich ohne haufenweise Schönheitsops nicht wohl fühlen und andere, die sich sagen, ich habe nunmal so einen Körper und muss das Beste daraus machen.
Also bitte versuche nicht Transgender und Transsexuelle auseinander zu reden und schmeisse CD nicht mit Transgendern in einem Topf.Es gibt genügend CD, die es nur als Fetisch oder eine Art von Kunst sehen oder sich nur gegen die vermeintliche Kleiderordnung auflehnen wollen. wonach Frauen alles tragen dürfen und Männer nur dunkle Anzüge.
LG Chrissie
PS das erwâhnte Rumgezicke zwischen TG und TS beruht grösstenteils auf diesem verkehrten Dualitätsdenken. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiss sondern auch Rot, Gelb Blau..........
PPS CD bedeutet das Tragen von Kleidung des anderen biologischen Geschlechts, somit sind Transsexuelle eigentlich auch CD, da sie ja als Mann geboren wurden. Die Einteilung erfolgt weltweit ja bei der Geburt anhand der körperlichen Geschlechtsmerkmale.
Im übrigen habe ich für mich erkannt, dass keine noch so gute und teuere Op aus mir eine 100% Frau machen wird. Ich werde selbst nach hunderten Op' S nicht in der Lage sein Kinder zu gebären, im übrigen gibt es, wie an anderer Stelle beschrieben keine 100% Frau, zumindest ist mir bisher keine Frau bekannt, die nich einen gewissen Prozentsatz Testosteron im Blut hätte. Wenn ich von 100Prozent ausgehe meine ich damit die Elimination aller männlichen Merkmale, also auch aller männlichen Hormone, Gefühle, Körperorgane etc.
LG Chrissie
PPPS Was ist daran verwerflich, wenn jemand so unsicher ist, dass er auf seinem Lebensweg Hilf benötigt? Es gibt auch genügend Menschen in der heutigen Zeit, die im Burn Out so verfahren sind, dass sie ohne Hilfe nicht rauskommen.
Dann lieber Hilfe suchen als später mit einer falschen Entscheidung noch mehr Probleme haben. Das hat nichts mit Weichei zu tun sondern mit der Grösse sich selbst einzugestehen, dass man allein nicht weiter kommt. Aber Du wirst Dir wohl Deinen Blinddarm auch selbst entfernen, wenn er Probleme macht, weil Du ja sonst ein Weihei wärest, Ärzte und Narkose, das geht ja gar nicht.
Sorry, das musste auch mal gesagt werden, weil mich dieses ewige Gezicke inzwischen ankotzt. Jeder soll nach seiner Fasson seelig werden, solange andere nicht geschädigt werden.
Im übrigen : meine Frau meint, dass Deine Argumentation zu 100% männlich ist. Dem kann ich nur anschliessen.