hallo myriam,
ich kenne die meldung von spon
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 78675.html
ich selbst habe mich jahrelang mit der frage beschäftigt, was denn weiblichkeit und männlichkeit ausmacht und bin letztendlich zu dem ergebnis gekommen, dass individuelle unterschiede grösser sind als geschlechtsspezifische unterschiede. es gibt männer mit mehr oder weniger weiblichen anteilen, es gibt frauen mit mehr oder weniger männlichen anteilen. der wirklich grosse und relevante unterschied besteht eigentlich nur beim sex. bei allen möglichen alltagssituationen, ob ich im büro hocke, vor dem fernseher rumhänge, ob ich einkaufen gehe, ob ich es mir auf der couch bequem mache, ob ich putze, wasche, staubsauge oder geschirr spüle, ob ich koche oder im garten unkraut jähte, bei all diesen tätigkeiten bin ICH am werk. und ICH bin nicht mann oder frau, sondern einfach ICH. das geschlecht und geschlechterbewusstsein spielt hier überhaupt keine rolle. weiblichkeit und männlichkeit sind dinge aus einer künstlichen welt, wie sie uns die medien präsentieren, das hat aber nichts zu tun mit dem alltäglichen leben, das jeder für sich führt.
ich wollte auch mal richtung frau gehen, damit ich quasi die erlaubnis habe, röcke und kleider tragen zu dürfen, mich schminken zu dürfen, schmuck tragen zu dürfen. heute nehme ich mir als mann diese erlaubnis und trage röcke, strumpfhosen, schmuck und schminke. und ich frage mich: wenn diese dinge: kleidung, makeup, schmuck, haarfrisuren unisex wären, wäre dann bei einigen auch noch der wunsch so gross, dem anderen geschlecht angehören zu wollen? oder anders gefragt: ist diese diagnose mit der störung der geschlechtsidentität vielleicht nur ein wirtschaftsfaktor, eine schimäre sozusagen, mit der eine menge von leuten gutes geld verdienen können?
liebe grüsse
martina