Andrea macht sich schick
Verfasst: Mi 15. Feb 2012, 10:21
Die Geschichte über mein bisher beeindruckendstes Erlebnis als Andrea begann eigentlich vor etwa 4 Jahren. Damals hatte ich im Internet das Atelier Changeable in Dresden entdeckt (http://www.atelier-changeable.de). Ich las, dass man sich dort unter professioneller Hilfe zur Frau verwandeln und sich anschließend von einer Mitarbeiterin des Ateliers auf dem Weg in die Öffentlichkeit begleiten lassen kann. Diese Idee faszinierte mich sofort und ließ mich seit dem nicht mehr los. Ein Lebenstraum, von dem ich nie geglaubt hatte, dass er Wirklichkeit werden könnte, rückte damit plötzlich in greifbare Nähe. Nachdem sich durch die Trennung von meiner Frau (nicht "deswegen") seit einigen Monaten meine Möglichkeiten fürs Crossdressing etwas gebessert hatten, suchte ich nach einer passenden Gelegenheit, mein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Eine Möglichkeit dazu bot sich kurzfristig Anfang dieser Woche.
Bei uns begannen gerade die Winterferien und meine Tochter habe ich für die erste Woche bei Verwandten untergebracht. Ich hatte zwei Tage "Urlaub als Frau" gebucht und machte mich auf den Weg nach Dresden. Ich nahm einen ganzen Koffer meiner Damenbekleidung mit (etwa die Hälfte meines Gesamtbestandes), in der Hoffnung, einiges davon würde dem kritischen Blick einer erfahrenen Stylistin standhalten.
Das Atelier Changeable besteht seit 2002 und wird seit etwa einem Jahr von zwei (Bio-) Frauen (Mutter und Tochter) praktisch als Familienunternehmen betrieben. Durch ein kleines Missverständnis musste ich vor der Tür des Ateliers erst einmal 20 Minuten warten, aber zum Glück fiel das Wetter gegenüber den vergangenen Tagen deutlich milder aus, so dass ich nicht erfroren bin. Nachdem ich mich bei einer Tasse Tee und einem ersten Gespräch aufwärmen konnte und sich meine Aufregung etwas gelegt hatte, ging es endlich los. Ich durfte mir zuerst ein Outfit aussuchen und wählte aus meinem Sortiment einen blau-weiß gepunkteten Rock und eine weinrote Satinbluse.
Dann ging es ans Schminken. Davon hatte ich bis dahin überhaupt keine Ahnung und bereits nach den ersten Schritten kamen mir erste Zweifel, ob das nach meinem Besuch anders sein könnte. Obwohl sich meine Betreuerin viel Mühe gab, mir alles zu erklären, konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, das später einmal selbst hinzukriegen. Als mein Gesicht nach etwa einer Stunde fertig "bemalt" war, überzeugte mich das Ergebnis zunächst nicht. Aber als mir die Perücke aufgesetzt wurde, traute ich meinen Augen kaum. Einfach phantastisch! War das überhaupt noch ich selbst?
Bei einer Perücken- und Stilberatung musste ich mit Erstaunen feststellen, dass fast alle meiner mitgebrachten Stücke für gut zueinander und zu meinem Typ passend befunden wurden. Von meinem Talent zum Modegestalter wusste ich bislang gar nichts. Einziger Kritikpunkt war eine zu kleine Armbanduhr, die meine Hände unnötig groß erscheinen lässt. Für den weiteren Verlauf meines Besuches brauchte ich mir somit keine Sachen auszuleihen, außer ein Paar Silikonbrüste, davon hatte ich noch keine. Das Tragegefühl hat mich aber überzeugt, sodass ich mir demnächst selbst welche besorgen werde.
Das Ganze wurde dann auf Fotos festgehalten, von denen ich einige in meine Galerie gestellt habe. Für den Weg nach draußen empfahl mir meine Betreuerin einen kniebedeckenden engen schwarzen Rock, die bereits erwähnte weinrote Bluse und dazu schwarze Strumpfhosen und Pumps. Das hätte ich von mir aus nicht gemacht, da es sich mit dem engen Rock nicht so leicht laufen lässt. Nach einer Probe aufs Exempel wurde mir aber ein eleganter weiblicher Gang bescheinigt und ich willigte ein. Wir hatten ja keine größeren Wegstrecken vor und ein irres Gefühl ist es allemal.
Da es inzwischen schon spät am Nachmittag war, brachte meine Betreuerin mich und meine restlichen Sachen erst einmal in eine kleine Pension, in der ich übernachten sollte. Die Pension ist ein Familienbetrieb und wird allen, die mehr als einen Tag das Atelier Changeable besuchen, empfohlen. Leider war zu dieser Zeit wegen der Gedenkfeier zum Jahrestag der Zerstörung Dresdens die Innenstadt gesperrt, sodass wir durch die verstopften Straßen auf dem Umweg viel Zeit verloren.
Für den Abend waren noch Essen in einem Restaurant und der Besuch einer kulturellen Veranstaltung geplant. Zu allen Veranstaltungen geht auf Wunsch eine Mitarbeiterin des Ateliers mit, die Kosten dafür muss aber der Gast tragen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit mussten wir statt dem Restaurant uns mit einem Imbiss am Veranstaltungsort begnügen. Das hat mich aber nicht weiter gestört.
Viel wichtiger war für mich die Erkenntnis, dass allein das Wissen um mein nun fast perfektes weibliches Aussehen wahrhaft magische Wirkung zeigte. Sämtliche Hemmungen rund um das Crossdressing waren plötzlich wie weggeblasen. Völlig entspannt gab ich meinen Anorak an der Garderobe ab, ging auf die Damentoilette und spazierte als Andrea inmitten der anderen Besucher herum, als wäre es das normalste auf der Welt. In der Pause hatte ich keinerlei Probleme, mit meiner männlichen Stimme mir am Imbissstand etwas zu bestellen und nach einem Programmheft zu fragen.
Übrigens, die Veranstaltung nannte sich "An Evening of Burlesque". Wer damit nichts anzufangen weiß (so wie ich vorher auch), kann hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Burlesque Für mich war es auf jeden Fall interessant, so etwas mal kennenzulernen. Selbstverständlich brachte mich meine Begleiterin nach der Veranstaltung zurück in die Pension.
Damit ging ein erlebnisreicher Tag zu Ende. Um als Andrea auch die Nacht genießen zu können, hatte ich mir vorher ein knöchellanges Damennachthemd gekauft.
Fortsetzung folgt.
Bei uns begannen gerade die Winterferien und meine Tochter habe ich für die erste Woche bei Verwandten untergebracht. Ich hatte zwei Tage "Urlaub als Frau" gebucht und machte mich auf den Weg nach Dresden. Ich nahm einen ganzen Koffer meiner Damenbekleidung mit (etwa die Hälfte meines Gesamtbestandes), in der Hoffnung, einiges davon würde dem kritischen Blick einer erfahrenen Stylistin standhalten.
Das Atelier Changeable besteht seit 2002 und wird seit etwa einem Jahr von zwei (Bio-) Frauen (Mutter und Tochter) praktisch als Familienunternehmen betrieben. Durch ein kleines Missverständnis musste ich vor der Tür des Ateliers erst einmal 20 Minuten warten, aber zum Glück fiel das Wetter gegenüber den vergangenen Tagen deutlich milder aus, so dass ich nicht erfroren bin. Nachdem ich mich bei einer Tasse Tee und einem ersten Gespräch aufwärmen konnte und sich meine Aufregung etwas gelegt hatte, ging es endlich los. Ich durfte mir zuerst ein Outfit aussuchen und wählte aus meinem Sortiment einen blau-weiß gepunkteten Rock und eine weinrote Satinbluse.
Dann ging es ans Schminken. Davon hatte ich bis dahin überhaupt keine Ahnung und bereits nach den ersten Schritten kamen mir erste Zweifel, ob das nach meinem Besuch anders sein könnte. Obwohl sich meine Betreuerin viel Mühe gab, mir alles zu erklären, konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, das später einmal selbst hinzukriegen. Als mein Gesicht nach etwa einer Stunde fertig "bemalt" war, überzeugte mich das Ergebnis zunächst nicht. Aber als mir die Perücke aufgesetzt wurde, traute ich meinen Augen kaum. Einfach phantastisch! War das überhaupt noch ich selbst?
Bei einer Perücken- und Stilberatung musste ich mit Erstaunen feststellen, dass fast alle meiner mitgebrachten Stücke für gut zueinander und zu meinem Typ passend befunden wurden. Von meinem Talent zum Modegestalter wusste ich bislang gar nichts. Einziger Kritikpunkt war eine zu kleine Armbanduhr, die meine Hände unnötig groß erscheinen lässt. Für den weiteren Verlauf meines Besuches brauchte ich mir somit keine Sachen auszuleihen, außer ein Paar Silikonbrüste, davon hatte ich noch keine. Das Tragegefühl hat mich aber überzeugt, sodass ich mir demnächst selbst welche besorgen werde.
Das Ganze wurde dann auf Fotos festgehalten, von denen ich einige in meine Galerie gestellt habe. Für den Weg nach draußen empfahl mir meine Betreuerin einen kniebedeckenden engen schwarzen Rock, die bereits erwähnte weinrote Bluse und dazu schwarze Strumpfhosen und Pumps. Das hätte ich von mir aus nicht gemacht, da es sich mit dem engen Rock nicht so leicht laufen lässt. Nach einer Probe aufs Exempel wurde mir aber ein eleganter weiblicher Gang bescheinigt und ich willigte ein. Wir hatten ja keine größeren Wegstrecken vor und ein irres Gefühl ist es allemal.
Da es inzwischen schon spät am Nachmittag war, brachte meine Betreuerin mich und meine restlichen Sachen erst einmal in eine kleine Pension, in der ich übernachten sollte. Die Pension ist ein Familienbetrieb und wird allen, die mehr als einen Tag das Atelier Changeable besuchen, empfohlen. Leider war zu dieser Zeit wegen der Gedenkfeier zum Jahrestag der Zerstörung Dresdens die Innenstadt gesperrt, sodass wir durch die verstopften Straßen auf dem Umweg viel Zeit verloren.
Für den Abend waren noch Essen in einem Restaurant und der Besuch einer kulturellen Veranstaltung geplant. Zu allen Veranstaltungen geht auf Wunsch eine Mitarbeiterin des Ateliers mit, die Kosten dafür muss aber der Gast tragen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit mussten wir statt dem Restaurant uns mit einem Imbiss am Veranstaltungsort begnügen. Das hat mich aber nicht weiter gestört.
Viel wichtiger war für mich die Erkenntnis, dass allein das Wissen um mein nun fast perfektes weibliches Aussehen wahrhaft magische Wirkung zeigte. Sämtliche Hemmungen rund um das Crossdressing waren plötzlich wie weggeblasen. Völlig entspannt gab ich meinen Anorak an der Garderobe ab, ging auf die Damentoilette und spazierte als Andrea inmitten der anderen Besucher herum, als wäre es das normalste auf der Welt. In der Pause hatte ich keinerlei Probleme, mit meiner männlichen Stimme mir am Imbissstand etwas zu bestellen und nach einem Programmheft zu fragen.
Übrigens, die Veranstaltung nannte sich "An Evening of Burlesque". Wer damit nichts anzufangen weiß (so wie ich vorher auch), kann hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Burlesque Für mich war es auf jeden Fall interessant, so etwas mal kennenzulernen. Selbstverständlich brachte mich meine Begleiterin nach der Veranstaltung zurück in die Pension.
Damit ging ein erlebnisreicher Tag zu Ende. Um als Andrea auch die Nacht genießen zu können, hatte ich mir vorher ein knöchellanges Damennachthemd gekauft.
Fortsetzung folgt.