Femininer mann oder doch lieber so viel Frau wie möglich
Femininer mann oder doch lieber so viel Frau wie möglich

Lebensplanung, Standorte
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Michaela Smile
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Re: Femininer mann oder doch lieber so viel Frau wie möglich

Post 1 im Thema

Beitrag von Michaela Smile »

Hi Sophie,

diese Frage habe ich mir auch schon öfters gestellt. Ich bin inzwischen zu der Auffassung gekommen, das meine Silis einfach ein dazugehörendes "Kleidungsstück sind, um die tollen femininen Sachen auch richtig zur Geltung zu bringen - sie gehören einfach dazu, das das Gesammtbild stimmt.
und ausserdem macht es "wenn ich gestylt bin" meistens irgendwie "klick" und Michaela ist voll da, und die will perfekt sein und gut aussehen - ohne die richtigen Rundungen geht da gar nix.

Du Sagst du bist ein Kerl und wenn du dich feminin anziehst, warum die Silis? - zusatzfrage: warum ein weiblicher Name?
Warum nicht einfach: (Beispiel) "ich bin Herbert - ein Mann - und ziehe gerne Röcke, Blusen, Kleider an.

Ganz einfach (zumindest bei mir) Auch wenn ich keine OP und/oder Hormone anstrebe steckt doch ein bisschen Frau in mir, die ab und an ihr Recht auf Freiheit will, die wenn Sie da ist genauso mit sich und ihrem Aussehen hadert wie jede andere Frau auch. Ihr wäre es auch am liebsten die Brust wäre echt und der Rest auch so wie es sich "gehört". Naja der "Kerl" ruft dann zur Vernunft, den der ist ja auch noch da :-)
Michaela
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Tatjana_59
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Re: Femininer mann oder doch lieber so viel Frau wie möglich

Post 2 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Hi Sophi,
Hi Michaela,

Ich lebe mein Crossdressing als Mann,
Ich habe deshalb auch meinen Namen Gerhard behalten, mit dem Zusatz Dwt.
FÜr mich sehe ich keinen großen Unterschied zwischen Crossdresser und Dwt.

Ich habe irgendwo geschrieben, ich bin ein Mann und ich bin gerne Mann, ich möchte aber auf keinen Fall mehr auf die Damenklamotten verzichten, weder unten drunter noch drüber.
Damenklamotten sehen halt einfach viel besser aus, und sind wesentlich angenehmer zu tragen.
Meine Lebensgefährtin geht super damit um, auch draußen, denn natürlich will ich wie die meisten, mich auch draußen mit meiner Kleidung zeigen.
Ich gehe als Frau zum shoppen, und bin ein Mann.
Ich gehe als Frau spazieren, und bin ein Mann.
Ich würde auch gerne meinen Job ausüben und mich dabei als Frau zeigen, doch das ist leider nicht möglich. Dort bin ich also auch Klamottentechnisch Mann.

Natürlich kommt manche Kleidung erst durch Silis gut zur Geltung, ich trage aber trotzdem keine.
Ich habe einen ziemlich starken Haarwuchs,in diesem Falle Bartwuchs, da schaue ich dann allerdings schon drauf das ich gut rasiert bin wenn ich als Frau unterwegs bin, das würde ja dann ziemlich doof aussehen.

WIe der Titel oben sagt, ich bin denke ich in diesem Fall ein femininer Mann.
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Das Bauchgefühl gibt Rat.
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Nicoletta
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Re: Femininer mann oder doch lieber so viel Frau wie möglich

Post 3 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Auch mir geht es da so ähnlich wie Sophie, nur mit dem Unterschied, dass ich mich mit meinem Mannsein nicht arrangieren kann. Da aber auch ich keine Operation anstrebe, stehe ich naturgemäß bei auch noch so weiblicher Kleidung zwischen den Geschlechtern. Meine Frau geht inzwischen ganz verständnisvoll mit einer Weiblichkeit um, aber Schminken oder Perücke würde sie kaum tolerieren, und ich fühle mich mit Perücke nicht unbedingt wohl. Ich bleibe also als genetischer Mann erkennbar vor allem mit dem schütteren Haar (von vorn geht's noch, aber die Geheimratsecken erweitern sich oben zu einer Lichtung, die ich im Spiegel ohne Zuhilfenahme eines zweiten zwar nicht sehen kann, meinen Mitmenschen nicht entgehen wird), ich bin aber nicht mehr bereit, deswegen meine Weiblichkeit zu unterdrücken. Als femininer Mann fühle ich mich auch nicht, weil ich mich gar nicht als Mann wahrnehme, eher als etwas missglückte Frau, die aber auch das Recht hat, glücklich zu sein. Genießen wir unser So-Sein, denn, wie mein Urgroßvater zu sagen pflegte, "Man lebt ja nur so kurze Zeit und ist so lange tot". Freut Euch an dem, was und wie Ihr seid, die meisten Mitmenschen interessiert das sowieso nicht,

Eure Nicoletta
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Lina
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Re: Femininer mann oder doch lieber so viel Frau wie möglich

Post 4 im Thema

Beitrag von Lina »

Ich sehe keinen Grund, sich endgültig für das eine oder das andere zu entscheiden. Wenn man nicht überall die Frauenrolle leben kann aber es eigentlich gerne wollte, kann man zumindest je nach Situation soviel Weiblichkeit in die Männerrolle reinfließen lassen, wie es geht. Das bedeutet für mich beispielsweise einen Kleidungsstil auf der Arbeit, der nicht so hart Männlich ist, wei bei den Kollegen. Einen noch "weicheren" Stil privat und total ins weibliche Look und in die Frauenrolle wenn es sonst möglich ist. Und natürlich habe ich auch einen weiblichen Vornamen dazu - Visitenkarten übrigens auch. Immerhin gibt es auch eine Menge Leute, die mich nur so kennen.
Und warum das alles: Erstens weil ich mich selbst so mag. Zweitens, weil wenn man sich wie eine Frau benimmt, dann ist es auch leichter, wenn man wie eine aussieht. Dann ist niemand verwirrt. Dann passt alles, niemand glotzt mich blöd an, und ich kann entspannt tun, was ich tun möchte.
Andrea aus Sachsen
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Re: Femininer mann oder doch lieber so viel Frau wie möglich

Post 5 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

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Hallo sophiewouldbenice,
ob du dir mit der Verwandlung zur Frau einen Gefallen tust, kannst letztendlich nur du selbst beantworten, wir können hier nur ein paar Denkanstöße liefern.
Solange es dir nur um das Gefühl des Tragens weiblicher Kleidung geht und sich das in den eigenen vier Wänden abspielt, ist es egal, wie weit du dabei gehst. Spätestens aber mit dem Gang in die Öffentlichkeit stehst du vor der Entscheidung, wie deine Wirkung auf andere sein soll und was du erreichen möchtest. In dem Fall, dass du als Mann erkennbar bist, wirst du mit Sicherheit auffallen und sogar provozieren. Dazu brauchst du viel Selbstvertrauen und ein „dickes Fell“. Der Anblick von Männern in Frauenkleidung ist nun mal heute noch gewöhnungsbedürftig. Vielleicht aber willst du gerade, dass so etwas mal alltäglich wird und die Männermode damit ein Stück vielfältiger.
Das komplette Umstylen zur Frau ist zunächst deutlich aufwändiger. Dafür wirst du, sofern dein Aussehen dem Anlass entsprechend angepasst ist, kaum auffallen und dich vielleicht auch wie eine Frau fühlen. Viele hier im Forum (mich selbst eingeschlossen) sehen das als Ausbruch aus der Männerwelt und fühlen sich sehr entspannt dabei. Außerdem denke ich, dass du mit einem ansprechenden Äußeren noch am ehesten Akzeptanz in der Öffentlichkeit schaffst. Viele Crossdresser scheuen deshalb keinen Aufwand, um die Frauenrolle möglichst perfekt zu spielen.
So das soll als Denkanstöße meinerseits erst einmal genügen. Jetzt darfst du entscheiden, was du willst.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
ecki

Re: Femininer mann oder doch lieber so viel Frau wie möglich

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Beitrag von ecki »

Hallo,

ich sehe mich dann mal als femininer Mann. Trage besonders gerne Stiefel und kurze Jeansröcke,dazu darf es dan auch ein schönes Hemd oder Shirt aus der Herrenabteilung sein. Dazu dan aber wieder schöne große Ohrringe (Creolen). Drunter trage ich gar keine Damenwäsche und Silis brauch ich auch nicht wiklich. Bin da immer als Mann erkennbar. Mir geht es dabei einfach das anzuziehen was mir gefällt.

LG Ecki
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Re: Femininer mann oder doch lieber so viel Frau wie möglich

Post 7 im Thema

Beitrag von Cybill »

Femininer Mann, dass wäre schon schön. Aber so wie es aussieht, habe ich meinen femininen Zenit vor 10 Jahren gehabt. Allein meine Figur taugt derzeit nicht unbedingt dazu besonders feminin rüber zu kommen. Wenn ich meine aktuellen Bilder so sehe, dann kommt es mir vor wie Boxer im Fummel. So 10 kg weniger wären schon ok. ... vor allem am Äquator!

Mal sehen, wie das mit dem Yoga funktioniert - Moppel-Ich Fröhlich hat es ja auch geschafft.
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Lone Warrior

Re: Femininer mann oder doch lieber so viel Frau wie möglich

Post 8 im Thema

Beitrag von Lone Warrior »

Hallo zusammen,
um die Frage zu beantworten......... ich mag Mann bleiben . Gern trage ich mal mehr mal weniger Weibliche Kleidung.
Hier wäre ich dann ein femininer Mann. (smili)

L.G. Peter
Marielle
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Re: Femininer mann oder doch lieber so viel Frau wie möglich

Post 9 im Thema

Beitrag von Marielle »

Hallo ihr alle,
Sophie schrieb:

Ganz nebenbei würde damit das Crossdressing dann zu einer Fashionentscheidung werden....
Das finde ich (für mich) nun überhaupt nicht. Natürlich, Damensachen bieten Mode-Möglichkeiten von denen Mann nur träumt. Trotzdem ist es für mich wesentlich mehr. Die Kleidung ist für mich das äußere Zeichen für einen Teil von mir. Einen Teil, den man wegen meines Bartes, jaja, auch wegen etwas Bauch ;) , nicht so ohne weiteres sieht. Flüchtig, auf 50 Meter Entfernung, sieht in mir jeder einen 100%-Mann. Ein paar Menschen haben mir aber schon gesagt: Wenn man lange genug mit dir zu tun hat, kommt der andere Teil zum Vorscheinen. Das ist eben Marielle.
Andrea aus Sachsen schrieb:

In dem Fall, dass du als Mann erkennbar bist, wirst du mit Sicherheit auffallen und sogar provozieren. Vielleicht aber willst du gerade, dass so etwas mal alltäglich wird und die Männermode damit ein Stück vielfältiger.
Das habe ich auch schon gehört; Das ich damit provoziere (-n will); Es stimmt natürlich; Ein MANN in Frauenkleidung ist sehr auffällig, exponiert. Ich WILL das aber NICHT. Nicht provozieren jedenfalls. Den zweiten Teil von Andreas Statement unterschreibe ich gern; Männer, die alltäglich ihre "weibliche Seite" zeigen können; Das wäre wunderschön.


@ Sophie: Aus deinem Text geht deine Motivation nicht ganz eindeutig hervor, aber ich meine schon zu erkennen, dass du mit dem Tragen von Damensachen versuchst etwas von dir zu zeigen. Etwas, dass sich in Jeans und Holzfällerhemd oder im dunklen Anzug eben nicht zeigen lässt. Ob dazu Silli-Brüste notwendig sind musst du für dich entscheiden. Ich glaube es für mich nicht (ich habe welche, die trage ich aber nur für mich). Ich fürchte eher, dass ich mich selbst zur Karrikatur machen würde, wenn ich draussen mit erkennbarer Oberweite UND Bart rumlaufen würde.

Gelegentlich habe ich die Chance mich zu erklären, Fremden und Freunden gegenüber. Frauenkleidung als Zeichen für einen Teil der Persönlichkeit akzeptieren die Leute dann meist. Ich glaube aber nicht, das sie das auch dann täten, wenn ich "ordentlich was vor der Hütte" hätte. Es wäre, bei mir, nicht stimmig.

einen lieben Gruß schickt

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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