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Prien will Programme gegen Radikalisierung stärken | Tagesschau
Verfasst: Mi 29. Jul 2026, 19:57
von Anne-Mette
Der mutmaßliche Attentäter vom Berliner CSD hatte sich früh radikalisiert. Als Konsequenz aus dem Anschlag will Familienministerin Prien Programme stärken, die solche Jugendliche aus dem Extremismus zurückholen sollen.
https://www.tagesschau.de/inland/innenp ... g-100.html
Re: Prien will Programme gegen Radikalisierung stärken | Tagesschau
Verfasst: Mi 29. Jul 2026, 20:06
von HeikeCD
Wenn denn die Familie mitmacht, Zitat: "Nichts hilft, auch weil die Eltern wohl vielfach die Zusammenarbeit verweigern."
CSD-Anschlag: Motiv von Abdul Ballout – Welche Rolle spielte der Vater?
https://share.google/FwPPhwAKYwkGG3AwW
Re: Prien will Programme gegen Radikalisierung stärken | Tagesschau
Verfasst: Mi 29. Jul 2026, 20:53
von Knäckebrötchen
HeikeCD hat geschrieben: Mi 29. Jul 2026, 20:06
Wenn denn die Familie mitmacht, Zitat: "Nichts hilft, auch weil die Eltern wohl vielfach die Zusammenarbeit verweigern."
CSD-Anschlag: Motiv von Abdul Ballout – Welche Rolle spielte der Vater?
https://share.google/FwPPhwAKYwkGG3AwW
Ja, das das familiäre Umfeld eine entscheidende Rolle spielt ist ja nun nichts Neues. Wobei mich interessieren würde, woher deine Suggestivfrage nach der Rolle des Vaters rührt? Die taucht ja im Titel des Artikels nun so gar nicht auf.
Ob das nun alles so stimmt, möglich. Ist aber auch kein Grund, alle solche Familien jetzt grundsätzlich als potentielle Attentäter-Brutzellen in Verdacht zu nehmen. Aus der persönlichen Erfahrung heraus weiß ich, dass es zahlreiche Familien mit ähnlichen Widerständen gibt (mit und ohne Migrationshintergrund), in denen die Kinder nicht radikalisiert Anschläge planen.
Prinzipiell sollte die im Artikel gestellte Frage nach der Grenze zwischen elterlicher Autonomie und staatlicher Fürsorgepflicht durchaus mal diskutiert werden. Ob im erregten Gemütszustand nach einem Anschlag der richtige Zeitpunkt ist, wage ich allerdings zu bezweifeln.
Trotzdem auch: danke für den Artikel.
Re: Prien will Programme gegen Radikalisierung stärken | Tagesschau
Verfasst: Mi 29. Jul 2026, 20:59
von HeikeCD
Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 29. Jul 2026, 20:53
Wobei mich interessieren würde, woher deine Suggestivfrage nach der Rolle des Vaters rührt? Die taucht ja im Titel des Artikels nun so gar nicht auf.
Nein, daß ist die Frage des Deutschlandfunks in der Überschrift. Neulich moniertest du noch das ein einfacher Link nicht unbedingt reichen würde. Daher habe ich den ersten Absatz mit kopiert, der allerdings im Deutschlandfunk so steht.
Im Artikel steht allerdings das der Vater schwul sein soll und mit seinem Partner zusammenlebt. Die Eltern sind getrennt. Seine Mutter und seine zwei Schwestern sind streng gläubige Muslime. Radikalisierung und persönliche Motive greifen da wohl ineinander.
LG Heike
Re: Prien will Programme gegen Radikalisierung stärken | Tagesschau
Verfasst: Mi 29. Jul 2026, 21:19
von Knäckebrötchen
HeikeCD hat geschrieben: Mi 29. Jul 2026, 20:59
Neulich moniertest du noch das ein einfacher Link nicht unbedingt reichen würde. Daher habe ich den ersten Absatz mit kopiert, der allerdings im Deutschlandfunk so steht.
Das ist richtig, und es ist nett, dass Du das berücksichtigen wolltest. Es ist nur irritierend, wenn Du die Überschrift eines Deutschlandfunk-Beitrags wählst, der Artikel dann aber auf der Seite der Berliner Morgenpost steht. Ich hatte echt nochmal gezielt nachgeschaut und diese Aussage so nicht gefunden. [edit] hab's entdeckt, das ist aber echt miniwinzigklein... [/edit]
Und was die kontextualsisierung eines Links angeht,
HeikeCD hat geschrieben: Mi 29. Jul 2026, 20:59
Im Artikel steht allerdings das der Vater schwul sein soll und mit seinem Partner zusammenlebt. Die Eltern sind getrennt. Seine Mutter und seine zwei Schwestern sind streng gläubige Muslime. Radikalisierung und persönliche Motive greifen da wohl ineinander.
finde ich eine relativ sinnvolle Zusammenfassung. Den Aspekt der konsequenten Verweigerungshaltung könnte man noch unterbringen, aber ja. Und das kostet ja gar nicht viel Arbeit.
Re: Prien will Programme gegen Radikalisierung stärken | Tagesschau
Verfasst: Mi 29. Jul 2026, 21:29
von HeikeCD
Knäckebrötchen hat geschrieben: Mi 29. Jul 2026, 21:19
Das ist richtig, und es ist nett, dass Du das berücksichtigen wolltest. Es ist nur irritierend, wenn Du die Überschrift eines Deutschlandfunk-Beitrags wählst
Um alle Klarheiten zu beseitigen

, hier ist der DF-Text, die Verlinkung zur Berliner Morgenpost ist da auch im Text.
Berliner Morgenpost - Vater von mutmaßlichem CSD-Attentäter soll schwul sein
https://share.google/PplBTrReF6SCL8jeF
LG Heike
Re: Prien will Programme gegen Radikalisierung stärken | Tagesschau
Verfasst: Mi 29. Jul 2026, 21:45
von Jaddy
Wenn man den Morgenpost-Artikel so liest und falls(!) sich das so bestätigt, ist das eine ziemlich klassische Karriere für Systemsprenger, plus offenbar Entwicklungsstörungen. Tausche die Religion der Mutter und der Schwestern bei gleicher Intensität gegen fanatisch katholische oder evangelikale, und es hätte ein beliebiger Thomas mit einem deutschen Stammbaum bis in Mittelalter sein können. Ob das dann in einer profitorierntierten gewaltkriminellen Karriere endet oder einer beliebigen Amoktat - oder einer politisch/ideologischen Radikalisierung, ist dann nur die Frage, woran die spezielle Person andocken kann. Ich finde es gut, wenn die ganze Komplexität und Tragik jetzt aufgedröselt wird.
Re: Prien will Programme gegen Radikalisierung stärken | Tagesschau
Verfasst: Mi 29. Jul 2026, 23:18
von Knäckebrötchen
Jaddy hat geschrieben: Mi 29. Jul 2026, 21:45
Wenn man den Morgenpost-Artikel so liest und falls(!) sich das so bestätigt, ist das eine ziemlich klassische Karriere für Systemsprenger, plus offenbar Entwicklungsstörungen. Tausche die Religion der Mutter und der Schwestern bei gleicher Intensität gegen fanatisch katholische oder evangelikale, und es hätte ein beliebiger Thomas mit einem deutschen Stammbaum bis in Mittelalter sein können. Ob das dann in einer profitorierntierten gewaltkriminellen Karriere endet oder einer beliebigen Amoktat - oder einer politisch/ideologischen Radikalisierung, ist dann nur die Frage, woran die spezielle Person andocken kann. Ich finde es gut, wenn die ganze Komplexität und Tragik jetzt aufgedröselt wird.
Das, oder eben das Gegenteil und wir lesen eine Meldung über einen weiteren tragischen Freitod, den "niemand hat vorhersehen können". Entschuldigt den Zynismus an der Stelle, aber es ist halt in solchen Fällen leider oft genug so, dass die Vorzeichen auf Katastrophe stehen und keiner den Mut hat, es anzusprechen und die Konsequenzen zu ziehen.
Darum meine ich das auch absolut so, die Diskussion über Autonomie und Fürsorge muss geführt werden.
Und nein, das relativiert nicht die Tat an sich. Auch dieser junge Mensch hätte viele Möglichkeiten gehabt, sich an andere Stellen zu wenden. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass diese Art der Entwicklung ab einem Punkt eine Eigendynamik entwickelt, die niemand mehr so richtig unter Kontrolle hat.