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Austausch mit Partnerinnen

Verfasst: Di 9. Jun 2026, 21:12
von Tinka
Hallo,
wie kommt ihr damit zurecht, dass der Partner Frauenkleidung trägt? Mein Mann hat dies jahrelang unterdrückt und traut sich erst seit ca 2 Jahren an das Thema ran. Dabei gab es immer wieder "Phasen" und viel Verdrängung auf beiden Seiten. Ich kann meinen Mann als Frau nur schwer akzeptieren. Für mich ist das ganze einfach sehr absurd und ich schaffe es nicht meine Vorurteile und Ängste abzulegen und toleranter damit umzugehen. Ich fühle mich betrogen und hintergangen (nach 20 Jahren Partnerschaft). Ich bin enttäuscht und möchte ihn nicht in Frauenkleidung sehen. Gleichzeitig weiß ich wie wichtig es für ihn ist sich auszuleben und möchte, dass er diesen Freiraum für sich findet und zu sich und seinem Glück finden kann. Gerade deutet alles auf eine Trennung hin, da sich im Zusammenleben das benötigte Ausleben nicht mit meiner Gefühlswelt und meinen Empfindungen dazu vereinbaren lässt. Wie geht ihr als Ehefrauen damit um?

Re: Austausch mit Partnerinnen

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 02:30
von Nachtfee
Hallo Tinka,
kannst mich gerne privat anschreiben.

Bin ebenso die Ehefrau eines Crossdressers und es macht für mich in unsrem Fall keinen Unterschied.

Liebe Grüße, Fee

Re: Austausch mit Partnerinnen

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 09:00
von Michi
Hallo Tinka,

herzlich willkommen hier im Forum. Fühle dich frei, dich mit anderen auszutauschen. Gerne kannst du auch in den unterschiedlichsten Themen/Threads konkrete Fragen stellen und andere ansprechen.

Meine Partnerin ist auch hier angemeldet .. als Frieda .. und steht/stand auch schon mit anderen Partnerinnen wie auch Betroffenen im Austausch.

Liebe Grüße (has-o)
Michi
Nachtfee hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 02:30 kannst mich gerne privat anschreiben.
Nein, das kann sie nicht. Sofern sich nichts daran geändert hat, können neue Forumsnutzer andere nicht aktiv anschreiben, nur auf PNs antworten.

Im Übrigen finde ich es unschön, den Austausch ohne Umschweife direkt ins Private zu lenken. Das hat für mich ein Geschmäckle. Andere würden sicherlich auch gerne wissen, welche Gedanken euch bewegen, und wir alle können von unterschiedlichen Sichtweisen profitieren.

Danke

Re: Austausch mit Partnerinnen

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 10:36
von Frieda
Hallo Tinka❣️👋

Herzlich willkommen in unserem queerfreundlichen Sammelsurium hier❣️🥰🌈💖🏳‍🌈

Hast du dich schon einmal mit der queeren Community beschäftigt? Du könntest ein Teil davon werden, weil du und ich Partnerinnen von queeren Menschen sind❣️💖
Weißt du, diese Welt ist so schillernd und bunt, was mein Herz oft leuchten lässt in so manchen grauen, düsteren Alltag der uns heutzutage zu oft begegnet.

In deinem zweiten Satz lese ich keine Fairness, keine gegenseitige Augenhöhe. Wenn ich mir vorstelle, etwas von mir jahrelang zu unterdrücken, fühlt sich das sehr beklemmend und auch unterdrückend an. Verstehst du wie ich meine?
Wie würdest du dich denn fühlen, würdest du mit einem Partner zusammenleben, den es nicht 100 %-ig interessiert, was dich betrifft, was in dir vorgeht?
Wahrheit sieht für mich anders aus.
Ich persönlich wünsche mir ne Beziehung auf Augenhöhe, wo ich sein kann wie ich will und bin❣️

Ich frage mich liebst du deinen Partner, wenn er männlich aussieht, männliche Kleidung trägt? Und ich frage mich weiter, falls dies so ist, was verändert sich an deiner Liebe zu DIESEM EINEN Menschen, außer seine Klamotten, wenn er in den weiblichen Modus umswitcht? Hast du dich einst NUR in seine Hülle verliebt? Dann frage ich mich, lehnst du ihn dann (auch) ab, wenn er alt, faltig und kahl auf der Couch sitzt?
Ich bin immer bissl erschrocken, wenn ich Erzählungen wie die deinen hier im Forum lese! Warum? Weil ich echt Angst hätte die Partnerin des Schreiberlings hier zu sein! Ich hätte Angst unattraktiv, alt, faltig, dick und krank zu werden.

Ich frage mich weiter, denkst du in deinem Leben über Unterdrückung nach? Wie zum Beispiel das Wahlrecht für Frauen, oder die Rechte beim Thema Abtreibung, also all DIESE Themen für die zich Frauen vor uns, auf die Straße gegangen sind, laut und beständig dafür demonstriert haben, dass DU und ICH heute soooo leben können, wie wir leben! Oder möchtest du in einer Welt leben, wo ausschließlich WIR Frauen zu tun und zu lassen haben, was Mann uns vorschreibt!?

Du schreibst du fühlst dich betrogen und hintergangen!
Ähm .. schämst du dich evtl auch?
Also ICH würde mich in Grund und Boden schämen, ich würde nachts wahrscheinlich keine Ruhe finden, weil es mich tagtäglich beschäftigen und zermürben würde, WARUM mein Partner sich mir 20 Jahre lang nicht anvertrauen kann!😳

Du schreibst du hast Vorurteile und Angst! Weshalb hast du Vorurteile? Und wovor hast du Angst? (Ich ahne ja die Antwort, aber ich warte mal ab, ob und was du schreiben wirst.😉)

Du fragst am Ende deines Post's wie wir damit umgehen!?
Also zum einen gab es für mich NUR EINE FRAGE die ich mir selbst gestellt habe. Wie würde es mir gehen, würde ich Michi mit einem anderen Menschen verliebt sehen? Meine Antwort, mein Gefühl .. ich wäre hochgradig eifersüchtig❣️ Fazit für mich: ich liebe diesen Menschen mit all seinen Facetten die er mitbringt❣️
Und das zweite .. Ich bin dagegen das Menschen durch andere Menschen unterdrückt werden (egal ob es die Sklaverei war, oder ob es die Nazis waren oder oder oder ..) und deswegen mache ich es mir zur Aufgabe, meinen Kindern das vorzuleben, was ich mir für die nächsten Generationen von Herzen wünsche❣️

🙏
Viel Glück🍀

Re: Austausch mit Partnerinnen

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 10:39
von Regina
Hallo Tinka,

es ist sehr wichtig jemanden zum Austausch zu haben der/die sich in einer ähnlichen Lebenssituation befindet oder befand. Insofern ist Deine Anmeldung hier im Forum der richtige Schritt. Schau doch zusätzlich ob es in Deiner Nähe Gruppen gibt, die sich mit dem Thema befassen und Unterstützung anbieten.

Ich leite zum Beispiel eine solche Gruppe in Hamburg.
Siehe: https://crossdressinghamburg.de
Hier treffen sich Einzelpersonen und Ehepaare um sich zu dem Thema auszutauschen. Eventuell gibt es solch eine Gruppe ja auch in Deiner Nähe. Du bzw. Ihr seid aber auch bei uns herzlich willkommen.

Liebe Grüße aus Hamburg,
Regina

Re: Austausch mit Partnerinnen

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 13:04
von Momo58
Puh, da kommt einiges zusammen. Ich will ja, aber ich kann nicht, es ist so absurd, ich kann es nicht akzeptieren, ich will einen ganzen Kerl, aber keinen Mann in Frauenkleidern, ich habe Angst vor den Konsequenzen, ich bin enttäuscht und wütend, ich will die Scheidung.

Erst mal eins: es gibt mehr Geschlechtsvarianten als Mann und Frau. Ich habe mal davon gehört, dass es knapp über 100 Geschlechtsvarianten geben soll.

Deine Enttäuschung ist groß und auch verständlich. Eine Enttäuschung ist immer auch das Ende einer Täuschung. Er kann es unterdrücken wie er will, es geht ganz einfach nicht. Du wirst dich entscheiden müssen, ob du den Weg mit oder ohne ihn gehen möchtest. Was ist die Konsequenz? Wie läuft das dann mit dem gemeinsamen Sex? Was sollen den die Leute, die Verwandten, die Nachbarn denken? Da kommt verständlicherweise große Angst auf.

Ihr solltet keinen Schnellschuss machen. Geht behutsam miteinander um, versucht Kompromisse zu schließen, z.B. einen Tag in der Woche, an dem er Frau sein kann, ohne dich dabei zu haben. Versucht euch so anzunehmen wie ihr seid. Versucht immer wieder gemeinsam darüber zu sprechen. Liebst du ihn als Mensch oder nur als Mann der seinen sexuellen Verpflichtungen nachzukommen hat?

Er hat dich sicher nicht betrogen. Er hat sicher sehr viel Angst gehabt, es dir zu sagen. Ja, das kann viele Jahre dauern. (meine Tante war lesbisch und unterdrückte es bis zum Tod. Erst auf der Rückseite des Grabsteins offenbarte sie sich).

Ich würde jetzt gerne die Geschichte meiner Ehe erzählen, aber das sprengt den Rahmen und ist in kleineren Portionen leichter verdaulich. Später vielleicht mehr dazu. Fühle dich von mir gedrückt. Ich weiß, was ihr beide gerade durchmacht.


Liebe Grüße
Manuela ( und auch von Michael)

Re: Austausch mit Partnerinnen

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 13:11
von Tinka
Hallo, Danke für eure Gedanken, Impulse und Angebote. Nach deiner Nachricht Frieda würde ich mich am liebsten wieder abmelden und fühle mich angegriffen und unverstanden.
Ja es ist total schlimm,dass mein Mann seine Bedürfnisse und einen Teil seiner Identität so lange geheim gehalten und unterdrückt hat. Und ich finde es ebenfalls sehr traurig und bedenklich,dass er sich mir nicht früher anvertraut hat. Natürlich stelle ich in Frage was das mit mir zu tun hat. Dennoch fühle ich mich auch hintergangen, denn für mich basiert eine Beziehung auf Ehrlichkeit und Vertrauen aber dies scheint es ja nicht ausreichend gegeben zu haben. Bei allem Verständnis für seine Scham und seinem Leidensdruck. Ich habe mich aber auch nicht für ein Leben und Familie mit TeilzeitMann/ TeilzeitFrau entschieden. Ich habe mich ganz klar für ihn als Mann entschieden und ich finde, gemeinsam alt zu werden und sich zu verändern, etwas anderes als eine neue Persönlichkeit zu entwickeln und in eine Frauenrolle zu schlüpfen. Ich finde es verändert sich dadurch viel an dem Menschen, den ich gedacht habe zu kennen. Z.B. auch Bewegung, Körpersprache, Haltung, Gestik usw. Er wird mir fremd und das "Neue" stößt bei mir leider auf Ablehnung und nicht auf Neugier und Interesse. Ich kann es nicht als Bereicherung sehen.
Ich arbeite selbst in beratender Tätigkeit mit Menschen und ermutige stets dazu offen zu sein und auf die eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu hören. Ich hatte bisher gar kein Problem mit queeren Menschen und ermutige jeden sich frei zu fühlen und sich zu entfalten aber jetzt wo es mich selbst betrifft merke ich, dass ich an meine Grenze komme. Andere scheinen deutlich weniger Probleme damit zu haben aber ich verzweifle selbst darüber, dass ich anscheinend bei weitem nicht so tolerant und openminded bin wie ich es gerne wäre und bisher angenommen habe. Ich schäme mich unsagbar für meine Gedanken, für meine Borniertheit und traue mich kaum zu sagen, dass ich ein Problem mit dem Crossdressing bei meinem Mann habe. Ich versuche die ganze Zeit schon einen offeneren Umgang mit dem Thema zu entwickeln. Es macht mich regelrecht krank und ich habe bereits körperliche Symptome und kann nicht schlafen, da ich mich selbst schlecht fühle und mir Vorwürfe mache. Ich habe mir schon 100 mal gesagt, dass die Klamotten ja nicht den Menschen ändern den ich liebe aber trotzdem fühlt es sich so an als ob ich meinen Mann verloren habe. Und es turnt mich auch noch total ab.
Mein Mann hat sich jahrzehntelang selbst nicht an das Thema rangetraut und scheut die Auseinandersetzung aus nachvollziehbarem Scham. Ich bin jetzt aber aufgefordert mich ohne viel Vorlaufzeit damit auseinanderzusetzen. Und das ganze hat eben auch Konsequenzen für uns als Familie und für die Kinder. Unterdrückt er das CD weiter ist er unausgeglichen und unterschwellig aggressiv. Das geht nicht und das lasse ich nicht länger zu. Finde ich aber keinen Umgang mit CD lastet die gefühlte Schuld auf mir die Ehe und die Familie zu zerstören.Ich weiß das es hier und grundsätzlich nicht um Schuld geht - ich spreche aber über mein Gefühl. Das Verhalten meines Mannes und etliche Berichte lassen darauf schließen, dass CD einen immer größeren Anteil im Leben einnimmt, wenn man es erstmal im Leben akzeptiert hat und es zulässt. Oft will es dann auch in die Öffentlichkeit getragen werden. Mein Mann hat daran für später auch Interesse geäußert. Ich kann mir das aber nicht vorstellen. Ich möchte niemanden abwerten aber für mich ist es unstimmig und eher lächerlich meinen Mann in Frauenkleidung zu sehen. Es gehört für mich nicht zusammen. Ich habe mir selbst bereits psychologische Beratung geholt und wir werden in Kürze gemeinsam eine Paarberatung beginnen. Die Einzelberatung hat mir bisher nicht wirklich geholfen und ist vermutlich zu fern vom Thema. Ich hoffe,dass alle verstehen, dass ich meinen Mann sehr liebe und möchte dass es ihm gut geht. Ich möchte dass er zu sich selbst findet und nichts mehr unterdrücken muss. Es macht mich unendlich traurig,dass ich ihn nicht besser unterstützen kann,für ihn da bin und ihn in seine Belangen stärken kann. Ich scheitere so sehr an mir selbst und weiß mir nicht anders zu helfen als zu sagen wir gehen getrennte Wege und er kann sich frei entfalten ohne, dass wir uns gegenseitig verletzen. Für mich ist es schwer damit umzugehen und ich leide ebenso wie er. Erschwerend ist,dass ich ja mit kaum jemanden darüber sprechen kann/ darf da er dies nicht möchte.

Re: Austausch mit Partnerinnen

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 13:28
von Nachtfee
Michi hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 09:00
Nein, das kann sie nicht. Sofern sich nichts daran geändert hat, können neue Forumsnutzer andere nicht aktiv anschreiben, nur auf PNs antworten.
Danke für den Hinweis Michi.
Wusste ich echt nicht.

Hab ihr darauf geschrieben.

Re: Austausch mit Partnerinnen

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 15:15
von Anne-Mette
Guten Tag,
Tinka hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 13:11 Ich habe mir selbst bereits psychologische Beratung geholt und wir werden in Kürze gemeinsam eine Paarberatung beginnen.
liebe Tinka,

ich denke, das ist eine gute Idee.

Herzliche Grüße
Anne-Mette

Re: Austausch mit Partnerinnen

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 16:23
von Lavendellöwin
Tinka hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 13:11 Hallo, Danke für eure Gedanken, Impulse und Angebote.
Hallo Tinka..

zuerst möchte ich eine Lanze für Frieda brechen, sie ist seit Jahren eine gute Freundin und eine herzensgute Seele.

Was du schreibst hat mich tief berührt, weil Ich merke, wie viel Schmerz, Überforderung, Liebe, Schuldgefühl und Angst da gerade gleichzeitig in dir sind.
Ich finde das besonders..und euer beider Leid ist grade sehr real. Aber dass er leidet, hebt dein Leid nicht auf. Und dein Leid hebt seins nicht auf.
Ihr seid beide in einer Situation, die für euch beide Konsequenzen hat.

In deinem Leben und in deiner Beziehung ist gerade etwas sehr Grundsätzliches ins Wanken geraten. Du darfst merken, dass dich das emotional überfordert.
Das macht dich nicht automatisch zu einem schlechten oder bornierten Menschen.
Vielleicht musst du gerade auch gar nicht sofort „offen“ oder „neugierig“ sein. Vielleicht reicht erstmal: ehrlich sein, nicht verletzend werden, nicht vorschnell entscheiden,
aber auch die eigenen Grenzen ernst nehmen. Du musst dich nicht dazu zwingen, etwas als Bereicherung zu empfinden, wenn es sich für dich gerade wie Verlust anfühlt.

Ich habe keine Ahnung wie "männlich" dein Mann bisher durchs Leben gegangen ist, wie sehr er die Stereotype erfüllt hat. Ich könnte mir vorstellen, so wie du schreibst,
das das sehr ausgeprägt war. So lese ich zumindest grade die Situation.
Was mich ein wenig stört ist, das er dir nicht die Gelegenheit gegeben hat ihn vollständig kennenzulernen und nun auch nicht möchte das du dich darüber austauscht.
Das ist ganz und gar nicht fair.

Als ich mich bei meinem Lieblingsmenschen geoutet habe, war für sie schon klar, das ich ein "weiblicher Mann" bin. Aber nicht, das ich tatsächlich eine trans* Frau bin.
Nun hatte ich im Januar meine angleichende OP und wir verbringen das Leben immer noch zusammen. Und sicher war nicht alles leicht in den letzten Jahren, auch nun
nach der OP nicht.
Aber ich denke wir haben es unter dem Strich gut gemacht, wir haben noch immer das gleiche Umfeld, alle nehmen mich an wie ich bin.

Was glaube ich super wichtig war, ich habe ihr ihren Raum gelassen und sie mir meinen. Ihr zu verbieten mit jemandem zu reden wenn sie etwas bedrückt,
wäre für mich undenkbar gewesen. Ich habe ein grosses Stück weit ihr Tempo angenommen, was das Outing und die Gespräche anging. Wir haben uns abgestimmt.
Nur den Start der Hormontherapie habe ich tatsächlich alleine entschieden, sonst war sie bei jedem Schritt dabei.

Ich wünsche dir sehr, dass du mit dem Thema nicht allein bleiben musst. Du brauchst einen geschützten Raum zum Sprechen, ohne dass du dich dafür schämst.
Deine Gefühle sind nicht automatisch ein Urteil über queere Menschen oder über deinen Mann. Sie zeigen erstmal, dass du gerade in einer sehr schmerzhaften Veränderung stehst.

Ich hoffe, ihr findet in der Beratung einen Weg, ehrlich miteinander zu sprechen — auch über das, was vielleicht nicht vereinbar ist.
Und ich wünsche dir, dass du dabei nicht nur auf ihn schaust, sondern auch gut auf dich.

Konstant ist vielleicht nur die Veränderung..

Alles Liebe Marie (na)

Re: Austausch mit Partnerinnen

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 20:20
von Frieda
Lavendellöwin hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 16:23 zuerst möchte ich eine Lanze für Frieda brechen, sie ist seit Jahren eine gute Freundin und eine herzensgute Seele.
(dr)
Herzlichen Dank meine liebe Marie❣️🙏💖

Re: Austausch mit Partnerinnen

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 20:40
von GudrunWeiblein
Hallo Tinka,

erst mal herzlich Willkommen hier.

Ich kann sehr gut deine Gefühle verstehen. Viele Partnerinnen sind am Anfang damit überfordert, wenn plötzlich der Partner weiblich sein möchte.
In meiner Beziehung war es genau so. Was uns geholfen hat waren viele lange Gespräche.

Mir ist es am Anfang nicht leicht gefallen darüber zu sprechen, wie ich mich als Gudrun fühle.
Ich wollte mein Frau auch nicht mit dem ganzen zu überfordern.
Mittlerweile ist Gudrun ein Teil in unserer Ehe. Wir teilen Kleidung, Taschen und vieles mehr.

Ich bin der selbe Mensch geblieben, aber mein Äußeres jetzt weiblicher.

Ich wünsche Euch alles Gute!

Grüße Gudrun

Re: Austausch mit Partnerinnen

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 20:52
von Jade
Hallo Tinka,

ich kann dich richtig gut verstehen.
Bei uns war es so, das ich immer irgendwie wusste, da ist was. Aber ich habe schön die Augen zu gemacht und nichts sehen wollen. Lange ging das gut, irgendwann klappte es nicht mehr.
Diese ganzen verflixten Gefühle von Scham (auch vor mir selbst, als ich merkte, ich bin lange nicht so tolerant wie gedacht) über Wut und Trauer, absolutem Unverständnis und trotzdem auch ein bisschen Bewunderung für das, was mein Mann sich plötzlich zu Leben traut - das ist echt heftig.

Insofern hast du dir hier ein tolles Forum ausgesucht und wenn du dich auf dieses mehr als spannende Abenteuer in eurem Leben einlassen möchtest und kannst dann bekommst du hier Unterstützung!

Liebe Grüße
Jade (Partnerin)

Re: Austausch mit Partnerinnen

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 20:56
von conny
Ich finde den Beitrag von Frieda, so wie er formuliert ist, ziemlich daneben. Sehr wenig Empathie. Wichtig ist, wie er bei Tinka angekommen ist. Ihre Reaktion ist ja eindeutig und nachvollziehbar. Küchenpsychologen helfen selten weiter, der eigene Weg bis zur Azeptanz der Ehefrau ist nicht für alle ein Erfolgszept. So ist der Besuch einer Paarberatung, wenn es anders nicht geht, der einzig richtige Weg.
@Tinka,
Dein Beitrag hier, um Hilfe zu finden, war einen Versuch wert. Ich wünsche Dir/Euch eine erfolgreiche Paarberatung!

Re: Austausch mit Partnerinnen

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 21:46
von Olgy
Hallo liebe Tinka und herzlich willkommen,
das was du hier schreibst trifft auch meine Frau ziemlich gut zu.
Sie kann mich auch nicht in der Frauenrolle akzeptieren, fühlt sich betrogen, verzweifelt und hat niemanden zum reden. Psychologische Betreuung und Paartherapie sind nur dann gut, wenn die Therapeuten mit dem Thema vertraut sind. Wir haben unsere nach 4 Monaten abgebrochen, weil's mehr belastet hat und keine wirkliche Lösung angeboten hat.
Jetzt versuchen wir unseres Zusammenleben einzuordnen, was nicht wirklich klappt.
Morgen werde ich zu unseren Gala fahren und weiß nicht wirklich ob das mit Spaß machen wird.

Ich wünsche euch dass es besser mit der Paartherapie klappt und ihr langsam eures normales Leben findet.

Gruß
Olgy