Andreja's Story
Verfasst: Di 31. Mär 2026, 20:00
Hallo liebe Leute,
Nun bin ich schon eine Weile hier bei euch im Forum und möcht meine Geschichte und den Werdegang mit euch teilen.
Vielleicht erkennt jemand seinen Weg hier wieder oder hat vielleicht noch den ein oder Anderen Hinweis.
Alles begann 1981 im April als ich auf die Welt gekommen bin. Ich bin behütet und liebevoll großgezogen worden. Die ersten Jahre verliefen ohne große auffälliggkeiten.
Mit beginn der Pubertät allerdings änderten sich gewisse dinge bei mir die ich erst viel später wirklich verstanden habe.
Wenn ich mal alleine daheim war zog ich Strumphosen meiner Mutter an und fand das schön. Das war das erste was mir in erinnerung geblieben ist.
Etwas später fiel mir auf das ich immer ( ich nenne es jetzt mal Neidisch, weiß aber nicht ob es der richtige begriff ist, weiß leider grade keinen anderen ) auf die Mädels in der
Schule war das sie immer so tolle sachen zum anziehen hatten, eine tolle Figur und ich mit Jeans und T-Shirt rumlaufen musste wie ein Schrank.
Auch das gennerelle aussehen gefiel mir besser
als das was nach und nach aus mir wurde. ( Breite Schultern, Große Füße, das immer größer werdende ding in der Körpermitte das immer mehr in der Hose zu sehen war. Ausserdem war ich schon in der Schule einer der größten mit 1,75 am ende ) Nachts habe ich mir ganz oft gewüscht einfach als Mädchen morgens aufzuwachen. Der Wunsch wurde mir leider verwehrt.
Einen Ganze weile hab ich nicht weiter drüber nachgedacht machte meinen Abschluß, Lehre, hab bekonnen zu Arbeiten.
Ich hab versucht mein leben zu Leben. Weiterzumachen.
2002 Hab ich dann das erste und einzige mal Geheiratet und zei wundervolle Töcher bekommen. Die Ehe hielt bis 2011. Sie hat sich jemand anders gesucht.
Eine neue Beziehung folgte in der ich das erste mal wieder wenn niemand Zuhause war Frauenklammotten angezogen habe, da aber schon meine eigenen die ich Zwischendurch immer mal gekauft hatte. Gut versteckt damit sie niemand findet.
Als die Beziehung dann schließlich auch endete und beide Töcher zu mir gezogen sind zwischenzeitlich, habe ich schon öfter drüber nachgedacht was genau dieses Gefühl war.
Da ich ja nun dauerhaft alleine war trug ich nun fast jeden abend in meinem Schlafzimmer meine anderen Klamotten.
Corona kam, nochmehr Zeit zum nachdenken.
Noch während Corona jemand kennengelernt in 2021 das war mein letzter Versuch das "mir zugewiesene Leben zu leben" ich merkte schnell das was fehlt und das ich das,
was ich nach der vorherigen Beziehung so genossen habe schmerzlich vermisse.
Also habe ich die Beziehung beendet im August 2025 und bin mit einer meiner Töchter in eine Eigene Wohnung gezogen.
Kurz darauf im Oktober habe ich ihr gesagt das ich nicht mehr als Mann leben kann und will und das ich mich nicht mehr verstecken möchte. Ihre Reaktion darauf war überrascht, nicht schockiert ich habe ihr die Ganze Geschichte erzählt und kurz darauf auch meiner Anderen Tochter da sie für 1,5 Wochen bei mir Gewohnt hat. Beide stehen voll hinter mir und unterstützen mich so gut sie können.
Zum beginn des Jahres 2026 habe ich es dann auch meinen Eltern erzählt. Auch die ganze Geschichte. Fun Fact meine Mama hat damals gemerkt das die Strumpfhosen fehlen,
aber nichts gesagt. Ich sagte ihr vielleicht wär es gut gewesen was zu sagen dann wäre mein Leben sicher etwas anders gelaufen
( ob besser oder schlechter werden wir wohl nicht mehr erfahren ).
Naja kurzum auch die beiden haben kein Proplem mit meinem Comming Out. Es war ein sehr sachliches Gespräch und auch die beiden unerstützen mich wo sie können.
Ein Paar wochen später war dann wieder ein Familienfrühstück auf der Tagesordnung und ich war das erste mal als Andreja da. Ein spitzengefühl endlich ich zu sein.
Nun gerade vor kurzem habe ich auch meinem Chef und meinem Kollegen mit dem ich zu 95 % des Tages in kontakt bin ( Er Leitung Tiefbau und Ich Leitung Signalbau ) bzgl. der Baustellenabwicklungen erzählt was mir schon sehr lange auf dem Herzen lag. Beide sagen sie haben überhaupt kein Problem damit. Mein Chef hat gesagt wenn er irgendwie helfen kann
solle ich mich gerne melden und das Mobbig u.ä. in meine Richtung nicht geduldet werden.
Das war schonmal ein großer Schritt für mich. Die wichtigsten Personen wissen bescheid und unterstützen mich.
Des weiteren steht nun Bald der erste Termin zur Bartentfernung an mitte April und mein Kennenlerntermin beim Therapeuten ist auch schon am 07.04.2026
Nun habt ihr mal einen kurzen Abriss aus meinem Leben und bestimmt haben viele ihrer Meinung darüber was richtig und falsch war. Leider hatte ich lange keinen Bezug zu Transidentitäten und erst viel später davon gehört und mich damit beschäftigt ob es evtl. das ist was sich bei mir nie richtig anfühlte.
Ich bin mir sicher das ich was vergessen habe fragt einfach nach wenn was unklar ist.
Sobald es neuigkeiten gibt werde ich diesen Beitrag fortschreiben...
To be Continued...
Liebe Grüße
Andreja
Nun bin ich schon eine Weile hier bei euch im Forum und möcht meine Geschichte und den Werdegang mit euch teilen.
Vielleicht erkennt jemand seinen Weg hier wieder oder hat vielleicht noch den ein oder Anderen Hinweis.
Alles begann 1981 im April als ich auf die Welt gekommen bin. Ich bin behütet und liebevoll großgezogen worden. Die ersten Jahre verliefen ohne große auffälliggkeiten.
Mit beginn der Pubertät allerdings änderten sich gewisse dinge bei mir die ich erst viel später wirklich verstanden habe.
Wenn ich mal alleine daheim war zog ich Strumphosen meiner Mutter an und fand das schön. Das war das erste was mir in erinnerung geblieben ist.
Etwas später fiel mir auf das ich immer ( ich nenne es jetzt mal Neidisch, weiß aber nicht ob es der richtige begriff ist, weiß leider grade keinen anderen ) auf die Mädels in der
Schule war das sie immer so tolle sachen zum anziehen hatten, eine tolle Figur und ich mit Jeans und T-Shirt rumlaufen musste wie ein Schrank.
Auch das gennerelle aussehen gefiel mir besser
Einen Ganze weile hab ich nicht weiter drüber nachgedacht machte meinen Abschluß, Lehre, hab bekonnen zu Arbeiten.
Ich hab versucht mein leben zu Leben. Weiterzumachen.
2002 Hab ich dann das erste und einzige mal Geheiratet und zei wundervolle Töcher bekommen. Die Ehe hielt bis 2011. Sie hat sich jemand anders gesucht.
Eine neue Beziehung folgte in der ich das erste mal wieder wenn niemand Zuhause war Frauenklammotten angezogen habe, da aber schon meine eigenen die ich Zwischendurch immer mal gekauft hatte. Gut versteckt damit sie niemand findet.
Als die Beziehung dann schließlich auch endete und beide Töcher zu mir gezogen sind zwischenzeitlich, habe ich schon öfter drüber nachgedacht was genau dieses Gefühl war.
Da ich ja nun dauerhaft alleine war trug ich nun fast jeden abend in meinem Schlafzimmer meine anderen Klamotten.
Corona kam, nochmehr Zeit zum nachdenken.
Noch während Corona jemand kennengelernt in 2021 das war mein letzter Versuch das "mir zugewiesene Leben zu leben" ich merkte schnell das was fehlt und das ich das,
was ich nach der vorherigen Beziehung so genossen habe schmerzlich vermisse.
Also habe ich die Beziehung beendet im August 2025 und bin mit einer meiner Töchter in eine Eigene Wohnung gezogen.
Kurz darauf im Oktober habe ich ihr gesagt das ich nicht mehr als Mann leben kann und will und das ich mich nicht mehr verstecken möchte. Ihre Reaktion darauf war überrascht, nicht schockiert ich habe ihr die Ganze Geschichte erzählt und kurz darauf auch meiner Anderen Tochter da sie für 1,5 Wochen bei mir Gewohnt hat. Beide stehen voll hinter mir und unterstützen mich so gut sie können.
Zum beginn des Jahres 2026 habe ich es dann auch meinen Eltern erzählt. Auch die ganze Geschichte. Fun Fact meine Mama hat damals gemerkt das die Strumpfhosen fehlen,
aber nichts gesagt. Ich sagte ihr vielleicht wär es gut gewesen was zu sagen dann wäre mein Leben sicher etwas anders gelaufen
( ob besser oder schlechter werden wir wohl nicht mehr erfahren ).
Naja kurzum auch die beiden haben kein Proplem mit meinem Comming Out. Es war ein sehr sachliches Gespräch und auch die beiden unerstützen mich wo sie können.
Ein Paar wochen später war dann wieder ein Familienfrühstück auf der Tagesordnung und ich war das erste mal als Andreja da. Ein spitzengefühl endlich ich zu sein.
Nun gerade vor kurzem habe ich auch meinem Chef und meinem Kollegen mit dem ich zu 95 % des Tages in kontakt bin ( Er Leitung Tiefbau und Ich Leitung Signalbau ) bzgl. der Baustellenabwicklungen erzählt was mir schon sehr lange auf dem Herzen lag. Beide sagen sie haben überhaupt kein Problem damit. Mein Chef hat gesagt wenn er irgendwie helfen kann
solle ich mich gerne melden und das Mobbig u.ä. in meine Richtung nicht geduldet werden.
Das war schonmal ein großer Schritt für mich. Die wichtigsten Personen wissen bescheid und unterstützen mich.
Des weiteren steht nun Bald der erste Termin zur Bartentfernung an mitte April und mein Kennenlerntermin beim Therapeuten ist auch schon am 07.04.2026
Nun habt ihr mal einen kurzen Abriss aus meinem Leben und bestimmt haben viele ihrer Meinung darüber was richtig und falsch war. Leider hatte ich lange keinen Bezug zu Transidentitäten und erst viel später davon gehört und mich damit beschäftigt ob es evtl. das ist was sich bei mir nie richtig anfühlte.
Ich bin mir sicher das ich was vergessen habe fragt einfach nach wenn was unklar ist.
Sobald es neuigkeiten gibt werde ich diesen Beitrag fortschreiben...
To be Continued...
Liebe Grüße
Andreja