Abtreibungsverbot: Chefarzt aus Lippstadt erzielt Teilerfolg | WDR
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27137
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 191 Mal
- Danksagung erhalten: 2126 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Abtreibungsverbot: Chefarzt aus Lippstadt erzielt Teilerfolg | WDR
Im Berufungsverfahren um das Abtreibungsverbot am Klinikum Lippstadt, konnte Chefarzt Joachim Volz einen Teilerfolg erzielen. Das „Klinikum Lippstadt - Christliches Krankenhaus“ darf demnach dem Chefarzt Schwangerschaftsabbrüche zwar weiterhin untersagen. Das Verbot erstreckt sich jedoch nicht auf die Privatpraxis des Arztes.
https://www1.wdr.de/nachrichten/westfal ... t-100.html
https://www1.wdr.de/nachrichten/westfal ... t-100.html
-
Lana
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1712
- Registriert: Fr 8. Jan 2021, 01:29
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 839 Mal
- Danksagung erhalten: 1366 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Abtreibungsverbot: Chefarzt aus Lippstadt erzielt Teilerfolg | WDR
[youtube][/youtube]
Ein Krankenhaus ist nicht nur irgendein Unternehmen sondern ein wichtiger Teil der Daseinsfürsorge.
Und ein Schwangerschaftsbbruch aus den genannten Gründen ist nicht einfach irgendeine Dienstleistung, die man nicht mehr anbietet, wenn man keine Lust mehr dazu hat.
Mit dieser Logik könnte man letztlich alle "Leistungen" eines Krankenhauses zur Disposition stellen. Es läge dann wohl auch im freien Ermessen des "Unternehmens", die Versorgung eines Herzinfarkts nicht mehr anzubieten.
Den anzubietenden Leistungsumfang sollte die Stelle festlegen, die das ganze bezahlt, und nicht der Träger, der von diesem Geld seinen Profit macht. Wenn das dem Träger (hier: der kath. Kirche) nicht passt, dann braucht er sich nicht als Betreiber melden.
Und dann noch das:
Oder geht es in erster Linie darum, einen Präzedenzfall zu verhindern?
LGL
Was soll das denn bitteschön?Nach Auffassung des Gerichts verstößt die Dienstanweisung am Klinikum Lippstadt nicht gegen das Gesetz. Es sei eine legitime Unternehmensentscheidung, bestimmte Leistungen im Betrieb nicht anzubieten, so die Richter.
Ein Krankenhaus ist nicht nur irgendein Unternehmen sondern ein wichtiger Teil der Daseinsfürsorge.
Und ein Schwangerschaftsbbruch aus den genannten Gründen ist nicht einfach irgendeine Dienstleistung, die man nicht mehr anbietet, wenn man keine Lust mehr dazu hat.
Mit dieser Logik könnte man letztlich alle "Leistungen" eines Krankenhauses zur Disposition stellen. Es läge dann wohl auch im freien Ermessen des "Unternehmens", die Versorgung eines Herzinfarkts nicht mehr anzubieten.
Den anzubietenden Leistungsumfang sollte die Stelle festlegen, die das ganze bezahlt, und nicht der Träger, der von diesem Geld seinen Profit macht. Wenn das dem Träger (hier: der kath. Kirche) nicht passt, dann braucht er sich nicht als Betreiber melden.
Und dann noch das:
Hat der Senat des Landesarbeitsgerichts Angst davor, dass seine kritikwürdige Argumentation nochmals ordentlich geprüft wird?Ein Revisionsverfahren ist nicht möglich.
Oder geht es in erster Linie darum, einen Präzedenzfall zu verhindern?
LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
Blaise Pascal
-
Michi
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 5939
- Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
- Pronomen: sie
- Forum-Galerie: gallery/album/11
- Hat sich bedankt: 687 Mal
- Danksagung erhalten: 846 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Abtreibungsverbot: Chefarzt aus Lippstadt erzielt Teilerfolg | WDR
Das ist ähnlich gelagert wie bei dem Verfahren mit der "Gender-Gegnerin". Das Gericht vermeidet es auch in diesem Fall, eine Entscheidung in der Sache selbst zu treffen. Stattdessen wurde etwas anderes gesucht und gefunden, hier einen Formfehler in einer Dienstanweisung, an dem es sich ersatzweise abgearbeitet hat. Das hat m.M.n. bei politisch heiklen Entscheidungen Methode.Olivia hat geschrieben: Di 10. Feb 2026, 05:58 ...ein vergifteter Sieg, gbs zum Thema:
https://www.giordano-bruno-stiftung.de/ ... teter-sieg
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.