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Rossmann kündigt Mitgliedschaft im Verband Die Familienunternehmer
Verfasst: Mi 26. Nov 2025, 11:22
von Violetta-TransFlower
Die Drogeriemarktkette Rossmann hat offenbar ihre Mitgliedschaft im Verband Die Familienunternehmer gekündigt. Wie die Kette gegenüber der Lebensmittel-Zeitung mitteilte, liegt der Grund dafür in der veränderten Haltung des Verbands gegenüber der AfD. „Wir unterstützen die Haltung des Verbands Die Familienunternehmer nicht und haben die Mitgliedschaft gekündigt“, teilte Rossmann der Zeitung mit.
Am Montag wurde bekannt, dass der Verband seine bisherige Brandmauer-Strategie aufgibt. „Im Kern geht es um die Interpretation, was die Brandmauer zur AfD überhaupt ist beziehungsweise was sie bezwecken soll“, sagte Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann.
Quelle: Berliner Zeitung
https://www.berliner-zeitung.de/news/na ... i.10007411
Das finde ich richtig gut.
Meine Lieblingsdrogerie wendet sich von denen ab, die mit Leuten kungeln, die Uns weg haben wollen.
Hoffentlich folgen noch mehr Unternehmen diesem vorbildlichen Beispiel.
Noch ein Grund mehr, bei Rossmann einzukaufen, das mache ich ja sowieso sehr gerne.
kauft gerne bei Rossmann
Eure Violetta

Re: Rossmann kündigt Mitgliedschaft im Verband Die Familienunternehmer
Verfasst: Mi 26. Nov 2025, 12:18
von Juliane
Da bekommt Rossmann glatt noch einige ++++++....... (Pluspunkte) mehr

.
LG Juliane
Re: Rossmann kündigt Mitgliedschaft im Verband Die Familienunternehmer
Verfasst: Mi 26. Nov 2025, 12:53
von Jaddy
Deutsche Bank auch: "Deutsche Bank storniert Mietvertrag des Verbands [Die Familienunternehmer]. Die Einladung eines AfD-Abgeordneten hat für den Verband Konsequenzen: Der Mietvertrag für den nächsten Parlamentarischen Abend wurde aufgelöst."
https://www.handelsblatt.com/finanzen/b ... 77552.html
Re: Rossmann kündigt Mitgliedschaft im Verband Die Familienunternehmer
Verfasst: Mi 26. Nov 2025, 13:01
von Jaddy
Haribo distanziert sich vom Verband:
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Re: Rossmann kündigt Mitgliedschaft im Verband Die Familienunternehmer
Verfasst: Mi 26. Nov 2025, 15:39
von Shoshana
Sehr löblich von Rossmann.
Der Verband ist aber schon lange extrem konservativ und hat weder mit Transparenz, Klimaschutz oder Arbeitnehmerrechten etwas am Hut. Auch wenn der viele Unternehmen repräsentieren soll haben Quandt, Schwarz, Oether und Co. das Heft fest in der Hand.
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Familienunternehmer
Re: Rossmann kündigt Mitgliedschaft im Verband Die Familienunternehmer
Verfasst: Mi 26. Nov 2025, 16:09
von Olivia
Ich hebe eben gelesen, dass auch Vorwerk ausgetreten ist.
„Vorwerk distanziert sich von den Aussagen des Verbands ‚Die Familienunternehmer‘ zum Umgang mit der AfD“, teilte der Hausgerätehersteller mit. „Für uns gilt unverändert: Die Positionierung von Unternehmen muss jederzeit klar auf demokratischen Grundwerten basieren.“
Re: Rossmann kündigt Mitgliedschaft im Verband Die Familienunternehmer
Verfasst: Mi 26. Nov 2025, 16:12
von Momo58
Die Firma Vorwerk hat die Mitgliedschaft im Familienunternehmerverband ebenfalls gekündigt. Leute, kauft Staubsauger, geht hinaus in die Stadt, macht sie sauber, damit die dreckigen Geschäfte derer mit der weißen Weste um so mehr auffallen.
Re: Rossmann kündigt Mitgliedschaft im Verband Die Familienunternehmer
Verfasst: Mi 26. Nov 2025, 17:34
von Slothorpe
DM hingegen hat den Verband und sein Kuscheln mit den Nazis verteidigt. Also nicht mehr bei DM einkaufen, sondern nur bei Rossmann…
Re: Rossmann kündigt Mitgliedschaft im Verband Die Familienunternehmer
Verfasst: Do 27. Nov 2025, 15:08
von Momo58
Laut t-online hat auch Fritz Kola den Verband der Familienunternehmen verlassen. Das hat Fritz Kola bereits bestätigt. Also Leute, trinkt keine amerikanische Coke, sondern Fritz Kola.
Der Schmuckhändler Harald Christ hat hat laut Stern den Schritt schon vor einigen Wochen vollzogen, als der AfD-Schmusekurs des Verbands der Familienunternehmen bereits absehbar war.
Re: Rossmann kündigt Mitgliedschaft im Verband Die Familienunternehmer
Verfasst: Do 27. Nov 2025, 21:20
von Malvine
Hier eine Stellungnahme von dm, nachdem sie eine Shitstorm bei FB abbekommen haben.
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Re: Rossmann kündigt Mitgliedschaft im Verband Die Familienunternehmer
Verfasst: Mo 1. Dez 2025, 19:14
von Olivia
CDU und SPD begrüßen Rückzieher des Familienunternehmer-Verbands bezüglich AfD
https://www.deutschlandfunk.de/cdu-und- ... t%C3%BCtet
Re: Rossmann kündigt Mitgliedschaft im Verband Die Familienunternehmer
Verfasst: Mo 1. Dez 2025, 22:41
von Jaddy
Ich finde den anderen Beitrag dort besser:
https://www.deutschlandfunk.de/wirtscha ... n-100.html
Ich glaube dieser
Clan-Lobby kein Wort. Die öffentliche Pseudo-Kehrtwende ist mMn eine PR-Sache, weil sie einen finanziellen Schaden für ihre Mitgliedsfirmen durch Boykott von deren Kundschaft befürchten.
Nochmal die wesentlichen Teile des
Statements: „Wir haben Abgeordnete der AfD … eingeladen, damit sie auch von uns hören, dass ihr Programm wirtschaftsfeindlich ist und dem Standort Deutschland schadet“, „Wir distanzieren uns von Extremisten und lassen uns von ihnen nicht vereinnahmen.“ und „auch in den kommenden Landtagswahlen klar und sichtbar gegen die AfD positionieren“.
Ich lese einmal „Extremisten“, aber vor allem „wirtschaftsfeindlich und dem Standort Deutschland schadet“. Ich lese nichts zur Menschenfeindlichkeit der afd, ihrem Rassismus, Klassismus, Gleichstellungs-, Frauen- und Queerfeindlichkeit, ihr Programm gegen Geringverdienende und Schwächere, ihrer antidemokratischen Grundhaltung, der Einbindung rechtsextremistischer Gewalttäter*innen in Partei und Fraktionen, usw.
Kurz: Kein Wort, keine klare Abgrenzung von den verfassungsfeindlichen Bestrebungen der Partei. Nur: „Schädlich für die deutsche Wirtschaft“. Tatsächlich schädlich ist für diesen Lobby-Verband aber nicht das Wirtschaftprogramm, denn darin geht es vor allem gegen Menschen mit wenig oder keinem Geld. Wohingegen Reiche und Überreiche theoretisch am meisten profitieren würden.
Ich glaube ihnen deshalb ihre "klare Abgrenzung" nicht. Für ihre Klarstellung hätte von Anfang an wie bei anderen (Wirtschafts)Verbänden auch ein offener Brief gereicht.
Es kann einer gut geschmierten
Lobby-Organisation mit besten Verbindungen in die Spitzenpolitik nicht entgangen sein, dass rationale Argumente den gesichert rechtsextremen völlig egal sind und sie ihre schädliche Politik deswegen nicht ändern werden.
Allenfalls wäre eine Art stille Übereinkunft möglich, sich nicht ins Gehege zu kommen und das scheint mir am wahrscheinlichsten, denn: Eine Einladung zu einem Diskussionsabend ist verbindlicher, kollegialer, auf gleicher Ebene und lädt zu Vernetzungen ein.
Mit anderen Worten: Zu Kungelei.
Ich denke, dass sie genau das jetzt in kleinerer Runde machen werden. Mit einem ausgewählten Kreis derer, die die ursprüngliche Kontaktaufnahme angeregt haben.
Re: Rossmann kündigt Mitgliedschaft im Verband Die Familienunternehmer
Verfasst: Fr 5. Dez 2025, 00:34
von Malvine
Heute Abend läuft bei Lanz eine gute Diskussion unter anderem mit den beiden Geschäftsführern von dm und Rossmann u.a. mit vielen Hintergrundinformationen aus erster Hand.
Die Sendung gibt es auch zum Nachschauen in der ZDF-Mediathek.
LG
Malvine
Re: Rossmann kündigt Mitgliedschaft im Verband Die Familienunternehmer
Verfasst: Fr 5. Dez 2025, 00:45
von Heike-Simone
Richtig so nicht mit Nazis
Re: Rossmann kündigt Mitgliedschaft im Verband Die Familienunternehmer
Verfasst: Fr 5. Dez 2025, 10:19
von Jaddy
Kleiner Nachtrag zu diesem Clan-Lobby-Verein und den blauen. Andreas Kemper forscht seit Jahren zu rechten Netzwerken, ihren Verbindungen z.B. in alte Adels- und erzkatholische (Storch, v.Oldenburg, etc) Kreise, zu "Privatstädten" usw. In einem aktuellen Artikel hat er herausgearbeitet, wo sich schon die Vorläuferorganisation der "Familienunternehmer" und der Vorläufer der Afd kannten, mochten und gegenseitig beförderten. Das geht mindestens 20 Jahre zurück und es tauchen bekannte Namen auf.
https://blog.campact.de/2025/12/die-fam ... erbindung/
Dazu sollte man Begriffe kennen, die in dem Zusammenhang immer wieder auftauchen und die Konzepte dieser Leute genauer definieren. Zum einen "Proprietarismus". Kemper erklärt es in einem Belltower
Artikel:
Unter Proprietarismus (von proprium, property: Eigentum) wird eine Strömung verstanden, die sich selbst als „libertär“ oder „anarcho-kapitalistisch“ bezeichnet. Demokratie ist für den Proprietarismus nur sinnvoll als „Abstimmung mit dem Geldbeutel”, der Begriff „sozial” sei ein Unwort („Weazel-Word“ nach F. A. Hayek), der Feminismus nur eine moderne Spielart des zu bekämpfenden „Kulturmarxismus“ und sogar der Neoliberalismus ist für Proprietarist*innen eine Form von Sozialismus (Javier Milei). Proprietaristen wie Hoppe und Markus Krall [propagieren] eine Monarchie (des privaten Kapitals, also weniger Besitzender) und sehen sich z.T. als „neoreaktionäre“, „dunkle Aufklärung“ (Curtis Yarvin, dessen Monarchismus auf Hoppe zurückgeht). Curtis Yarwin ist einer der ideogischen Prediger hinter Trump, Musk, Project 2025 usw.
Nochmal deutlich: Die Monarchie bzw Feudalismus des privaten Kapitals und die "Abstimmung mit dem Geldbeutel" bedeutet, dass im Staat das die Höhe des Vermögens den Stimmenanteil bestimmt, im Sinne von Aktienanteilen der Jahreshauptversammlung; also nicht "one voice one vote", sondern "one Euro one vote".
Familismus ist ein soziologischer Begriff, der die (Groß)Familie (Clan) als Leitform einer Sozialstruktur beschreibt (Wiki). Dies wird von den "Familienunternehmern" - Clans mit Großvermögen - und Alt-Adel-Clans (Ländereien, etc) auch im Sinne eines nicht-demokratischen Privat-Kapital-Feudalismus interpretiert. "Die Familie" regelt Dinge unter sich und wirkt sowohl als Firma, als auch als politische Kraft im Wettbewerb der "Häuser" (Clans, "Dune"). Das Vermögen bestimmt die Stärke des Einfluss'. Die Patriarchen geben den Ton an, usw. Trump praktiziert das mit seiner Familie so. Wenn Storch etc von "Familie" reden, dann ist vor allem dies gemeint, nicht "bürgerliche Kleinfamile.
Es lohnt sich, in den Komplex mal einzusteigen, wer letztlich nicht nur ideologisch, sondern vor allem finanziell hinter der Afd steckt, um Besitzstandswahrung zu betreiben. Viele Programmpunkte, die Menschen mit wenig Einkommen und Vermögen benachteiligen, kommen aus der Ecke.
Anmerkung und Disclaimer: Ziemlich sicher sind nicht alle Mitglieder der Clan-Lobby so demokratiefeindlich oder würden überhaupt den Ansichten der "Proprietaristys" zustimmen. Die Geschichte und die Politik der führenden Leute zeigt aber schon, dass diese rechts-libertären Kreise ziemlichen Einfluss haben. Auch wenn sie es selten offen sagen. Dieser "Öffnungsansatz" ist deshalb als Versuch zu werten, rechts-libertäre Ansätze salonfähig zu machen. Das mag den eher sozialeren, liberaleren Mitgliedern entgangen sein oder sie ignorieren es zum Wohl ihrer Lobbyarbeit. Eine Mitgliedschaft im Verband halte ich nicht per se für verwerflich; Ignoranz oder gar wissentliche Duldung der Extremistys hingegen schon.