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Hafermilch: Die Ersatzprodukte-Falle| DocCheck

Verfasst: Do 13. Nov 2025, 16:39
von Anne-Mette
Milchersatzprodukte sind im Trend. Doch wer denkt, er würde sich mit Hafer- oder Mandelmilch im Kaffee etwas Gutes tun, irrt. Was die Pflanzendrinks aus ernährungsphysiologischer Sicht können – und wo Gefahren lauern.

https://www.doccheck.com/de/detail/arti ... ukte-falle

Pflanzliche Alternativen zu Kuhmilch werden oftmals in verschiedenen Tests als positiv bewertet, z.B.
"Pflanzendrinks aus Soja, Reis, Hafer und Mandel Wie gesund sind die Milchalternativen?"
https://www.test.de/Pflanzendrinks-aus- ... 4660774-0/

Als "Ersatzprodukt-Falle" würde ich die Produkte durch die kritischen Punkte allerdings nicht uneingeschränkt betrachten.
"Mit Vorsicht genießen" fällt mir auch dazu immer wieder ein und "mit Verantwortung einkaufen und verwerten".

Der Artikel bei DockCheck sorgt für einige Hintergrundinformationen und verlinkt auch diese Studie:
Investigation of Maillard reaction products in plant-based milk alternatives
https://www.sciencedirect.com/science/a ... via%3Dihub

Re: Hafermilch: Die Ersatzprodukte-Falle| DocCheck

Verfasst: Do 13. Nov 2025, 17:27
von missy
... wenn doch unser Kühlschrank wieder etwas übersichtlicher würde.
Vor allem das Getränkefach in der Tür.
Vanille Drink,
Soya Drink,
Laktose frei,
Frische Vollmilch und
Mandel Drink Barista.
Das ist die derzeitige Milch(?!?)-Übersicht.
Tut das denn Not?
Na gut,
mein Bier schmeckt auch warm.
Notfalls.
Milchfalls. :wink: :wink: :wink:
Liebe Grüße
missy

Re: Hafermilch: Die Ersatzprodukte-Falle| DocCheck

Verfasst: Do 13. Nov 2025, 19:40
von Michi
Anne-Mette hat geschrieben: Do 13. Nov 2025, 16:39 Milchersatzprodukte sind im Trend. Doch wer denkt, er würde sich mit Hafer- oder Mandelmilch im Kaffee etwas Gutes tun, irrt. Was die Pflanzendrinks aus ernährungsphysiologischer Sicht können – und wo Gefahren lauern.

https://www.doccheck.com/de/detail/arti ... ukte-falle
Beim Lesen des verlinkten Beitrags drängst sich mir wiederholt die Frage auf, welcher Lobbyverein den Schreiber bezahlt hat.

Von den suggerierten Gefahren liest man nichts substanzielles. Es werden nur sehr allgemeine und generelle Punkte aufgeführt, die in anderen Bereichen (etwa beim Grillen) tatsächlich problematisch sein können. Aber der Text ist (wohl bewusst) so langatmig gehalten, dass die interessierten Leser schnell aufgeben, und nur den beabsichtigten, manipulativen Eindruck mitnehmen, dass Hafermilch und Co. gefährlich sind.

Ein Beispiel ...

Unter der Zwischenüberschrift "Ein überraschender Nachweis" steht geschrieben:
Dass auch Acrylamid im Mandelgetränk (1,08 µg/100 ml) sowie in drei Haferdrinks (0,64 bis 2,93 µg/100 ml) nachgewiesen wurde, kam unerwartet.
Das klingt natürlich ziemlich bedrohlich, was wohl beabsichtigt ist. Denn man schreibt (bewusst) keine Vergleichswerte dazu. Für Frühstückscerealien gelten Richtwerte von 150-300 µg/kg, also ein Vielfaches dessen. Nach schlimmer sind Pommes mit 500 µg/kg, Kartoffelchips (750 µg/kg) oder Lebkuchen mit gar 800 µg/kg!!!

Quelle (--> Seite 21):
https://eur-lex.europa.eu/legal-content ... 32017R2158


Mein Fazit:
Auf der Plattform DocCheck kann offenbar jeder schreiben, woran er/sie glaubt, sofern ein Beruf nachgewiesen werden kann, der auf "irgendwas mit Medizin" hinweist. Eine fachliche Expertise zu den behaupteten Aussagen muss nicht nachgewiesen sein. Ebenso findet keine Form von Review statt, der dafür sorgen könnte, dass nur wissenschaftlich belegte Fakten verbreitet werden.

Re: Hafermilch: Die Ersatzprodukte-Falle| DocCheck

Verfasst: Do 13. Nov 2025, 20:16
von Susi T
Danke Michi,
An Dr Marlboro versichert das Rauchen gesund ist musste ich auch direkt denken. Mag ja jeder trinken was er mag, aber das Weidetierhaltung und die damit verbundene Stickstoffbelastung im Trinkwasser, in Gemüse ect. nicht ohne Probleme ist, Laktoseintoleranz meist von der Foodmapsproblematik sogar getopt wird ist wohl unbekannt.
Vor allem ist der Artikel meines Eindrucks nach sehr schwach was wirkliche Fakten betrifft. Wenn Wasser im Getränk schon als Risiko betrachtet wird und Kohlenhydrate als fast schon toxisch?
Ich bin ja auch der Meinung daß wir zuviel schlechte Kohlenhydrate zu uns nehmen und die Proteinversorgung ehr suboptimal ist, aber ich spare mir den Zucker im Kaffee durch den Einsatz von Hafermilch anstatt Kuhmilch, da ist noch nicht Mal das ein Problem ^^.
Und die Zutatenliste kann ich auch ohne große Studie lesen, erstaunlich manches...

Re: Hafermilch: Die Ersatzprodukte-Falle| DocCheck

Verfasst: Do 13. Nov 2025, 20:30
von Michi
Susi T hat geschrieben: Do 13. Nov 2025, 20:16 Dr Marlboro versichert das Rauchen gesund ist
Den hab ich nicht kommen sehen. :lol: (has-o)

Re: Hafermilch: Die Ersatzprodukte-Falle| DocCheck

Verfasst: Do 13. Nov 2025, 21:44
von Juliane
Diese Riesenauswahl im Milchersatzkühlschrank meines Supermarktes irritiert mich auch immer wieder.

Ich trinke ja keinen Kaffee, weil er mir einfach nicht schmeckt und bekomme jeden Morgen von meiner Ute einen großen Pott heißen Kakao zum Frühstück, wenn ich von Brötchen holen zurück bin.
Lange Zeit habe ich die Vorzugs-Milch dafür, lose im Hofladen gekauft, wenn ich Dienstags vom Flugplatz nach Hause fuhr.

Und dann kam über Nacht die Lactose-Intoleranz, mit schlimmem Durchfall, Blähungen und Bauchkrämpfen. Abhilfe schafft die Lactosefreie Milch und bei Produkten wo ich mir nicht sicher bin, notfalls eine Lactase-Pille.

Die anderen Ersatzmilchdinger schmecken mir einfach auch nicht.

LG, Juliane

Re: Hafermilch: Die Ersatzprodukte-Falle| DocCheck

Verfasst: Fr 14. Nov 2025, 05:57
von Christiane
Solche Untersuchungen hätte ich immer gerne von einer neutralen Stelle durchgeführt.
Meine Frau hat DocCheck immer etwas kritisch gesehen.
Sie war Lebensmittelchemikerin und hatte guten Einblick in diesen Dschungel.
Man darf auch von so einer "Studie" keine Verzehrempfehlung oder Warnung vor dem Verzehr erwarten.
Das könnte Klagen zur Folge haben.
Ich hab von diesen Ersatzstoffen so einige durchprobiert und nehme ab und an einen Haferdrink für mein Müsli.
Gerade hier paßt das noch ganz gut dazu. In Kaffee oder Tee würde ich das nicht schütten.
Verfälscht doch total den Geschmack.
Den Griff zur laktosefreien Milch - ich finde, die schmeckt SEHR SUBOPTIMAL. Tut mir leid, aber die geht gar nicht.
Meine Frau würde wieder sagen: " Die Menge macht das Gift."
Und, es kommt auch sehr darauf an, was man sonst noch so in sich reinschaufelt.
Der Handwerker, der sich jeden Mittag 3 Bratwürste im Weckla rausläßt,
hat die Acrylamid-Problematik bestimmt nicht vom Spritzer Haferdrink im Kaffee. :wink:
Generell geht von jedem Lebensmittel, das hochverarbeitet ist, eine Gefahr für die Gesundheit aus.
Deswegen nehmen ja auch die Allergien rasant zu.
Und - wer sich total einseitig ernährt, setzt da noch eins drauf.
Bleibt gesund!
Christiane

Re: Hafermilch: Die Ersatzprodukte-Falle| DocCheck

Verfasst: Fr 14. Nov 2025, 08:52
von Anne-Mette
Moin,

ich denke, "nur gut" ist nichts und es geht darum, Produkte kritisch zu betrachten und Anreicherungen von potenziell schädlichen Substanzen möglichst zu vermeiden.
Gerne verwende ich Soja-Milch, die ich manchmal mit Hafermilch mische.
Kuhmilch schmeckt mir nicht - und ich denke, dass "Hochleistungskühe" sehr leiden für die Milch, die im Laden zu kaufen ist.

In einer dänischen Zeitung habe ich gelesen, dass es nun Futterzusätze gibt, um den Ausstoß von Methan bei Kühen zu vermindern.
Die zitierten Landwirte waren damit aber nicht zufrieden, weil einerseits die Milchleistung sinken würde (was ich selbst nicht so als Problem sehe) und es andererseits nicht näher beschriebene
gesundheitliche Nachteile für die Tiere bedeutet.

Ich habe dazu auch einen Artikel in deutscher Sprache gefunden:
Bovaer schädlich? Wissenschaftler reagieren auf Berichte über Zusatzstoffe
https://www.demolenaar.nl/de/Tierfutter ... ffe/56151/