Mein erstes Mal in der Öffentlichkeit
Verfasst: Mi 13. Aug 2025, 07:52
Ende Mai, ein warmer Freitagnachmittag – und ich hatte einen Termin bei einer Kosmetikerin, die sich auf Transfrauen spezialisiert hat. Für mich war das ein riesiger Schritt: das erste Mal als Jana bewusst in die Öffentlichkeit zu gehen.
Nach der Arbeit brauchte ich gefühlt ewig, um mich fertigzumachen. Beine rasieren, Haare waschen, pflegen, stylen – ich habe lange Haare, und heute sollte einfach alles perfekt sein.
Ich zog meine Silikoneinlagen mit BH an, darüber ein weißes T-Shirt. Darunter meine Push-Up-Hose, eine enge blaue High-Waist-Jeans und einen schwarzen, oberschenkellangen Cardigan mit Knöpfen. An die Füße kamen meine weißen Birkenstock Madrid – mit frisch lackierten Fußnägeln.
Ich weiß, viele von euch tragen gern Heels, aber ich mag es einfach, in meinen Birkenstock unterwegs zu sein. Sie fühlen sich lässig, entspannt und einfach nach mir an.
Mit meiner braunen Handtasche stieg ich dezent in der Garage ins Auto. Die Fahrt dauerte etwa eine Stunde – und ich war schon unterwegs nervös. Besonders, wenn mich andere überholten, hatte ich das Gefühl, ertappt zu sein, obwohl ich wahrscheinlich aus der Ferne gar nicht so auffiel. Mein Ziel: einen Parkplatz direkt in der Nähe finden. In einer Großstadt fast ein Glücksspiel.
Überraschenderweise hatte ich Glück – direkt gegenüber vom Eingang. Jetzt wurde es ernst. Die Straße war belebt: Geschäfte, Supermärkte, kleine Lokale, Menschen, die ihren Alltag lebten. Ich atmete tief durch, griff meine Handtasche und ging zügig zur Straße. Autos kamen, also lief ich schnell hinüber – sicher nicht mein elegantester Moment in Pantoletten.
An der Tür klingelte ich, Herzklopfen inklusive. Ich erwartete jeden Moment einen Spruch, aber nichts passierte. Der Türöffner summte, und im zweiten Obergeschoss begrüßte mich die Kosmetikerin herzlich.
Meine Nervosität war noch da, aber ihre ruhige, freundliche Art half mir. Sie erklärte jeden Schritt, während sie arbeitete, und nach einer Weile entspannte ich mich. Am Ende blickte ich in den Spiegel – und sah ein wunderschönes Ergebnis. Sogar meine Haare richtete sie noch etwas her.
Viel entspannter ging ich die Holztreppe wieder hinunter – und doch zögerte ich, die Haustür zu öffnen. Draußen war die Welt, und ich hatte immer noch Angst vor Blicken und Reaktionen. Aber was sollte ich tun? Ich musste ja wieder zum Auto.
Also trat ich hinaus, diesmal ganz bewusst. Kein Kommentar, keine Musterung – einfach nur ich auf dem Bürgersteig. Ich wartete kurz, bis die Straße frei war, und ging ruhig und locker zu meinem Auto.
Im Auto fühlte ich mich gut. Selbst im dichten Düsseldorfer Verkehr, an roten Ampeln, wusste ich: Gerade werde ich als Frau gesehen. Es war ein aufregendes, gleichzeitig beruhigendes Gefühl.
Spontan fuhr ich noch zum Uniklinikum und parkte erneut. Ich wollte sehen, wie es sich anfühlt, einfach so spazieren zu gehen. Es war ruhig, nur wenige Menschen begegneten mir – und niemand schenkte mir besondere Aufmerksamkeit.
Überglücklich fuhr ich schließlich nach Hause. Den Rest des Abends verbrachte ich alleine, aber nicht einsam – denn in mir blieb dieses warme Gefühl: Heute habe ich etwas Wichtiges begonnen.
Dieser Nachmittag hat mir gezeigt, dass der erste Schritt oft der schwerste ist – und dass es draußen oft viel unkomplizierter ist, als ich befürchte. Es folgten weitere Auftritte aber auch eine lange Ruhepause in der ich als Jana weniger aktiv war. Aktuell möchte ich aber wieder aktiver heraus. Nicht nur für Termine, sondern auch einfach so. Ein gemütlicher Stadtbummel, ein Spaziergang im Park – und am liebsten auch mal in Begleitung, um die Freude zu teilen. Frau zu sein. Vielleicht finde ich ja jemanden, der diesen Weg ein Stück mit mir geht.
Nach der Arbeit brauchte ich gefühlt ewig, um mich fertigzumachen. Beine rasieren, Haare waschen, pflegen, stylen – ich habe lange Haare, und heute sollte einfach alles perfekt sein.
Ich zog meine Silikoneinlagen mit BH an, darüber ein weißes T-Shirt. Darunter meine Push-Up-Hose, eine enge blaue High-Waist-Jeans und einen schwarzen, oberschenkellangen Cardigan mit Knöpfen. An die Füße kamen meine weißen Birkenstock Madrid – mit frisch lackierten Fußnägeln.
Ich weiß, viele von euch tragen gern Heels, aber ich mag es einfach, in meinen Birkenstock unterwegs zu sein. Sie fühlen sich lässig, entspannt und einfach nach mir an.
Mit meiner braunen Handtasche stieg ich dezent in der Garage ins Auto. Die Fahrt dauerte etwa eine Stunde – und ich war schon unterwegs nervös. Besonders, wenn mich andere überholten, hatte ich das Gefühl, ertappt zu sein, obwohl ich wahrscheinlich aus der Ferne gar nicht so auffiel. Mein Ziel: einen Parkplatz direkt in der Nähe finden. In einer Großstadt fast ein Glücksspiel.
Überraschenderweise hatte ich Glück – direkt gegenüber vom Eingang. Jetzt wurde es ernst. Die Straße war belebt: Geschäfte, Supermärkte, kleine Lokale, Menschen, die ihren Alltag lebten. Ich atmete tief durch, griff meine Handtasche und ging zügig zur Straße. Autos kamen, also lief ich schnell hinüber – sicher nicht mein elegantester Moment in Pantoletten.
An der Tür klingelte ich, Herzklopfen inklusive. Ich erwartete jeden Moment einen Spruch, aber nichts passierte. Der Türöffner summte, und im zweiten Obergeschoss begrüßte mich die Kosmetikerin herzlich.
Meine Nervosität war noch da, aber ihre ruhige, freundliche Art half mir. Sie erklärte jeden Schritt, während sie arbeitete, und nach einer Weile entspannte ich mich. Am Ende blickte ich in den Spiegel – und sah ein wunderschönes Ergebnis. Sogar meine Haare richtete sie noch etwas her.
Viel entspannter ging ich die Holztreppe wieder hinunter – und doch zögerte ich, die Haustür zu öffnen. Draußen war die Welt, und ich hatte immer noch Angst vor Blicken und Reaktionen. Aber was sollte ich tun? Ich musste ja wieder zum Auto.
Also trat ich hinaus, diesmal ganz bewusst. Kein Kommentar, keine Musterung – einfach nur ich auf dem Bürgersteig. Ich wartete kurz, bis die Straße frei war, und ging ruhig und locker zu meinem Auto.
Im Auto fühlte ich mich gut. Selbst im dichten Düsseldorfer Verkehr, an roten Ampeln, wusste ich: Gerade werde ich als Frau gesehen. Es war ein aufregendes, gleichzeitig beruhigendes Gefühl.
Spontan fuhr ich noch zum Uniklinikum und parkte erneut. Ich wollte sehen, wie es sich anfühlt, einfach so spazieren zu gehen. Es war ruhig, nur wenige Menschen begegneten mir – und niemand schenkte mir besondere Aufmerksamkeit.
Überglücklich fuhr ich schließlich nach Hause. Den Rest des Abends verbrachte ich alleine, aber nicht einsam – denn in mir blieb dieses warme Gefühl: Heute habe ich etwas Wichtiges begonnen.
Dieser Nachmittag hat mir gezeigt, dass der erste Schritt oft der schwerste ist – und dass es draußen oft viel unkomplizierter ist, als ich befürchte. Es folgten weitere Auftritte aber auch eine lange Ruhepause in der ich als Jana weniger aktiv war. Aktuell möchte ich aber wieder aktiver heraus. Nicht nur für Termine, sondern auch einfach so. Ein gemütlicher Stadtbummel, ein Spaziergang im Park – und am liebsten auch mal in Begleitung, um die Freude zu teilen. Frau zu sein. Vielleicht finde ich ja jemanden, der diesen Weg ein Stück mit mir geht.