Einsatz für queere Gemeinschaft Ansgar Wucherpfennig kämpft für Rechte von Homosexuellen in der Kirche
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Inga
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Einsatz für queere Gemeinschaft Ansgar Wucherpfennig kämpft für Rechte von Homosexuellen in der Kirche

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"Einsatz für queere Gemeinschaft
Ansgar Wucherpfennig kämpft für Rechte von Homosexuellen in der Kirche
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Jazz fühlt sich in der Rolle als Drag wohler als in der alltäglichen Welt: „Ich liebe es, einen Raum zu haben, und alle drehen sich zu einem um.“ Über die Jahre hinweg machte sie sich mit häufiger Präsenz auf verschiedenen Veranstaltungen einen Namen und moderiert nun auch schon mal dort. So wie etwa kürzlich bei den baden-württembergischen Poledance-Meisterschaften. Viele Konservative haben Toleranz gelernt
Zustimmung zunächst verweigert

Szenenwechsel: Einige Kilometer entfernt hat Ansgar Wucherpfennig seinen Arbeitsplatz. Für den katholischen Ordensmann und Professor an der Jesuiten-Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt spielen die Belange der queeren Gemeinschaft in seiner Arbeit eine zentrale Rolle. Er setzt sich für die Rechte von Homosexuellen und Frauen in der Kirche ein. 2018 war er für eine dritte zweijährige Amtszeit als Rektor der Hochschule wiedergewählt worden. Der Vatikan erteilte ihm aber zunächst nicht die Zustimmung in Form der Unbedenklichkeitserklärung („Nihil obstat“), was auf massive Kritik stieß, bevor er doch noch das Amt antreten konnte.

Er habe „von der Kirche einen großen Rückhalt erfahren“, sagt Wucherpfennig rückblickend. Im September 2020 endete dann seine insgesamt sechsjährige Zeit als Rektor. Die Debatte habe gezeigt, „dass Konflikte hilfreich sind“. Und: Allgemein erlebe er bei den Kirchenmitgliedern – von konservativ bis progressiv – eine große Toleranz gegenüber Queerness. In der selbst gewählten Familie

Für Jesuit Wucherpfennig begann die Beschäftigung mit queeren Bedürfnissen aufgrund persönlicher Begegnungen: etwa mit einem schwulen Freund, der sich zwischen Liebe zu den kirchlichen Traditionen und dem Gefühl, unwillkommen zu sein, zerrissen fühlte. Oder mit der Leiterin eines Drogenprojekts, deren Leichtigkeit, ihre Queerness offen zu leben, ihn inspirierte.

Seither setzt er sich unter anderem in der Seelsorge für ihre Belange ein. Gesprächsthemen sind meist Familiäres oder Unsicherheiten mit der eigenen Identität, berichtet der Kirchenmann. Dieses Jahr ist erstmals geplant, in der Sankt Leonhard Kirche ständig Seelsorgegespräche anzubieten, wenn dort der CSD gefeiert wird (17. bis 20. Juli), mit Musik- und Meditationsangeboten. Stände rund um die Parade haben kirchliche Bewegungen schon seit Jahren.

Wucherpfennig beobachtet, dass derzeit Teile der Gesellschaft größer werden, die queerfeindliche Einstellungen übernehmen. Das werde nur wieder schwächer, wenn sich beide Seiten öffnen und so Ängste abgebaut werden können, betont er, und wenn sich auch Menschen mit Verunsicherungen hinsichtlich Queerness angenommen fühlen.
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aus: Weserkurier 20.5.2025
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