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Verfasst: Mo 13. Jan 2025, 18:09
Zwischengeschlecht.org
Menschenrechte auch für Zwitter!
N E W S L E T T E R
Liebe Freund:innen der Intersex-Menschenrechte
Bald 100 UNO-Rügen wegen IGM!
Zum Jahresanfang etwas Erfreuliches: Wir zählen aktuell 98 Rügen von UNO-Komitees wegen Intersex-Genitalverstümmelung (IGM) an Mitgliedstaaten in der ganzen Welt. Somit können wir auch ohne Kristallkugel prophezeien: 2025 wird das Jahr, in dem die Intersex-Menschenrechtsbewegung 100 Rügen wegen IGM punktet.
Als wir vor gut 10 Jahren begannen, NGO-Berichte an UNO-Komitees einzureichen, lag eine solche Zahl noch jenseits unseres Vorstellungsvermögens. Dank internationaler Zusammenarbeit mit IGM-Überlebenden und Berichten von weiteren Intersex-NGOs wird sie nun Wirklichkeit (und wir können uns dann zur Ruhe setzen).
8 dieser UNO-Rügen gingen übrigens an die Schweiz. Damit sind wir in Sachen Intersex-Menschenrechte Weltmeister – im gerügt werden …
Eine Liste der ersten 98 Rügen findet ihr in unserem aktuellen Bericht an den UNO-Hochkommissar für Menschenrechte im Zusammenhang mit der 1. Intersex-Resolution des UNO-Menschenrechtsrates. Mehr dazu auf dem Blog.
Der letzte Abschnitt des Berichts befasst sich übrigens mit Strategien von IGM-Ärzt:innen und verbündeten Akteur:innen zur Verhinderung oder Rückgängigmachung von Intersex-Menschenrechten. Womit wir leider schon beim nächsten Thema sind:
Ärzt:innen-Backlash gegen Intersex-Menschenrechte in der Schweiz
2024 hatte die IGM-Lobby mit einer orchestrierten öffentlichen und politischen Kampagne im National- und Ständerat eine Motion für ein strafrechtliches IGM-Verbot erfolgreich abgewürgt und stattdessen eine medizinfreundliche Motion für Selbstregulierung durch "Leitlinien" durchgebracht. Mehr dazu auf dem Blog.
Weiter haben IGM praktizierende Ärzt:innen eine von Intersex-Aktivist:innen einberufene Gründungsversammlung für einen interdisziplinären Verein zum Thema kurzerhand gekapert und feindlich übernommen. Gegen aussen gibt sich "Varia-Suisse" progressiv und behauptet, sich für Vielfalt, Sichtbarkeit und Akzeptanz von Intersex-Menschen stark zu machen. In der Öffentlichkeit wird vom Verein das Thema OPs unterschlagen (siehe auch ihre Homepage, wo unter "Varia Suisse Urologie" nur verdeckt von "KinderurologInnen" die Rede ist), während in den "interdisziplinären Teams" von "Varia Suisse Urologie" schweizweit weiter verstümmelt wird. 3 der 5 Vorstandsmitglieder von "Varia-Suisse" arbeiten im Intersex-Team des Kispi Zürich, ganz zuoberst steht die aktuelle Chirurgin …
Der Aufbau von Mediziner:innen-gesteuerten "Betroffenenorganisationen", die vorgeben, "weder für noch gegen Operationen" zu sein, tatsächlich aber IGM und das Recht der Eltern, ihre Kinder "operieren" zu lassen, befördern, sind leider soweit nichts neues.
Neu ist dagegen, dass "Varia-Suisse" – als Fortsetzung der oben erwähnten IGM-Lobby-Kampagne – sich mit "progressivem" Deckmäntelchen in der Öffentlichkeit als alleinige "Stimme der Betroffenen" etablieren will, um künftig jede Kritik an IGM zum Beispiel von Verbündeten "im Namen der Betroffenen" mundtot zu machen. Als nächstes plant der Verein zwei öffentliche Veranstaltungen in Zürich (die Namen der teilnehmenden Intersex-Künstler:innen wurden zwar inzwischen wieder von der Homepage runtergenommen). Als solidarische Intaktivist:innen kürzlich den IGM-Hintergrund des veranstaltenden Vereins kritisierten, wurde ihnen von "Varia-Suisse" prompt vorgeworfen, sie würden "Hass" und Destruktivität verbreiten, und als "Nicht-Betroffene" hätten sie sowieso kein Recht sich zu äussern. Fortsetzung folgt …
Liebe Grüsse
Daniela & Markus / Zwischengeschlecht.org
Mobile +41 (0)76 398 06 50, +41 (0)78 829 12 60
Updates: https://blog.zwischengeschlecht.info/
Menschenrechte auch für Zwitter!
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Liebe Freund:innen der Intersex-Menschenrechte
Bald 100 UNO-Rügen wegen IGM!
Zum Jahresanfang etwas Erfreuliches: Wir zählen aktuell 98 Rügen von UNO-Komitees wegen Intersex-Genitalverstümmelung (IGM) an Mitgliedstaaten in der ganzen Welt. Somit können wir auch ohne Kristallkugel prophezeien: 2025 wird das Jahr, in dem die Intersex-Menschenrechtsbewegung 100 Rügen wegen IGM punktet.
Als wir vor gut 10 Jahren begannen, NGO-Berichte an UNO-Komitees einzureichen, lag eine solche Zahl noch jenseits unseres Vorstellungsvermögens. Dank internationaler Zusammenarbeit mit IGM-Überlebenden und Berichten von weiteren Intersex-NGOs wird sie nun Wirklichkeit (und wir können uns dann zur Ruhe setzen).
8 dieser UNO-Rügen gingen übrigens an die Schweiz. Damit sind wir in Sachen Intersex-Menschenrechte Weltmeister – im gerügt werden …
Eine Liste der ersten 98 Rügen findet ihr in unserem aktuellen Bericht an den UNO-Hochkommissar für Menschenrechte im Zusammenhang mit der 1. Intersex-Resolution des UNO-Menschenrechtsrates. Mehr dazu auf dem Blog.
Der letzte Abschnitt des Berichts befasst sich übrigens mit Strategien von IGM-Ärzt:innen und verbündeten Akteur:innen zur Verhinderung oder Rückgängigmachung von Intersex-Menschenrechten. Womit wir leider schon beim nächsten Thema sind:
Ärzt:innen-Backlash gegen Intersex-Menschenrechte in der Schweiz
2024 hatte die IGM-Lobby mit einer orchestrierten öffentlichen und politischen Kampagne im National- und Ständerat eine Motion für ein strafrechtliches IGM-Verbot erfolgreich abgewürgt und stattdessen eine medizinfreundliche Motion für Selbstregulierung durch "Leitlinien" durchgebracht. Mehr dazu auf dem Blog.
Weiter haben IGM praktizierende Ärzt:innen eine von Intersex-Aktivist:innen einberufene Gründungsversammlung für einen interdisziplinären Verein zum Thema kurzerhand gekapert und feindlich übernommen. Gegen aussen gibt sich "Varia-Suisse" progressiv und behauptet, sich für Vielfalt, Sichtbarkeit und Akzeptanz von Intersex-Menschen stark zu machen. In der Öffentlichkeit wird vom Verein das Thema OPs unterschlagen (siehe auch ihre Homepage, wo unter "Varia Suisse Urologie" nur verdeckt von "KinderurologInnen" die Rede ist), während in den "interdisziplinären Teams" von "Varia Suisse Urologie" schweizweit weiter verstümmelt wird. 3 der 5 Vorstandsmitglieder von "Varia-Suisse" arbeiten im Intersex-Team des Kispi Zürich, ganz zuoberst steht die aktuelle Chirurgin …
Der Aufbau von Mediziner:innen-gesteuerten "Betroffenenorganisationen", die vorgeben, "weder für noch gegen Operationen" zu sein, tatsächlich aber IGM und das Recht der Eltern, ihre Kinder "operieren" zu lassen, befördern, sind leider soweit nichts neues.
Neu ist dagegen, dass "Varia-Suisse" – als Fortsetzung der oben erwähnten IGM-Lobby-Kampagne – sich mit "progressivem" Deckmäntelchen in der Öffentlichkeit als alleinige "Stimme der Betroffenen" etablieren will, um künftig jede Kritik an IGM zum Beispiel von Verbündeten "im Namen der Betroffenen" mundtot zu machen. Als nächstes plant der Verein zwei öffentliche Veranstaltungen in Zürich (die Namen der teilnehmenden Intersex-Künstler:innen wurden zwar inzwischen wieder von der Homepage runtergenommen). Als solidarische Intaktivist:innen kürzlich den IGM-Hintergrund des veranstaltenden Vereins kritisierten, wurde ihnen von "Varia-Suisse" prompt vorgeworfen, sie würden "Hass" und Destruktivität verbreiten, und als "Nicht-Betroffene" hätten sie sowieso kein Recht sich zu äussern. Fortsetzung folgt …
Liebe Grüsse
Daniela & Markus / Zwischengeschlecht.org
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