2 von 100 Kindern müssen in eine Klinik überleitet werden. Hier ist der häufigste Befund nach der Geburt Atemnot.
Sollten also Probleme auftauchen, wird die Hebamme die Verlegung in eine Klinik veranlassen.
Hach, das klingt doch herrlich entspannt. Dazu muss man wissen, dass die Hebammen hier doch deutlich rigoroser aussieben, als es im Artikel suggeriert wird. Sobald da ein leicht erhöhtes Risiko ist, überlässt man das doch gerne den Krankenhäusern. Folglich tauchen in der Statistik lauter "entspannte" Hausgeburten auf, während es in der Klinik angeblich nur stressig, blutig und schulmedizinisch ist. Glaubt mir, wenn es im Kreißsaal zur Sache geht, fliegen als erstes die Homöopatika und Akkupunkturnadeln raus.
Leider hat die Evolution es nicht eingerichtet, dass alle Mütter und alle Kinder von Natur aus überleben. So funktioniert Evolution nicht. Für die Arterhaltung ist es vollkommen ausreichend, wenn einige wenige viele Kinder bekommen. Wenn diese wenigen in Geburtshäuser gehen, oder gleich zuhause oder
gar in der Natur gebären, ist das schön für sie. Die Duchschnittsgebärende und ihr Kind werden im Ernstfall auf
schnelle medizinische Hilfe nicht verzichten können. Bei immer noch steigenden Geburtsgewichten und Kopfumfängen wird der Kreis der "entspannten" zukünftig weiter abnehmem.
Ich erinnere mich an mein erstes Kreißsaalerlebnis, als zum zweiten mal am Tag der Rettungsdienst mit einem mobilen Inkubator im Laufschritt Richtung Kinder-Intensivstation lief. Auf meine Nachfrage, ob das die berühmten Taxi- und Fahrstuhlgeburten seien, winkte eine erfahrene Hebamme nur ab: "Nee, das gibt's fast nicht mehr. Die sind alle aus Geburtshäusern".
LG
Liv
PS: Kleiner Tipp: Es gibt auch Krankenhäuser mit Beleghebammen. Die sind nur leider sehr rar.