Grüße vom Bodensee
Verfasst: So 18. Aug 2024, 11:13
Hallo,
ich möchte mich für euch mal ein wenig sichtbar machen und mich vorstellen. Ich bin noch nicht sehr lange im Forum und lese mich gerade erst mal ein.
Für mich ist das jetzt ein sehr großer Schritt, da bis vor einigen Monaten niemand von der Frau in mir wusste. Ich habe zwar ein ganzes Leben zusammen mit ihr verbracht, aber gezeigt hat sich nur der Mann.
Schon in meiner Kindheit und im Jugendalter habe ich die Faszination verspürt, die Frauenkleidung auf mich ausgeübt hat. Aber ich konnte es absolut nicht einordnen. Ich hatte stets ein schlechtes Gewissen, wenn ich in seltenen Augenblicken die Gelegenheit fand, einmal Frauenunterwäsche oder Strumpfhosen anzuziehen. In dieser Zeit (1960 bis 1970) war ich mit meiner Neigung der einsamste Mensch auf der Welt. Für mich war klar, dass niemand davon erfahren durfte, und ich lebte mit der Hoffnung, dass meine Neigung doch noch verschwinden würde.
Mit der Volljährigkeit und dem Auszug aus meinem Elternhaus ergaben sich ganz neue Freiheiten. Diese nutzte ich aber nicht für mein Crossdressing, sondern ganz im Gegenteil, für den Versuch es endlich zu überwinden - also dessen Verdrängung und Unterdrückung. Auch traten zu dieser Zeit die ersten Frauen in mein Leben und sorgten für reichlich Ablenkung. Doch meine Sehnsucht nach Frauenkleidung erlosch nie und verzehrte mich immer mal wieder.
Dann lernte ich die Liebe meines Lebens kennen und mit ihr kam die Überzeugung, dass meine Lust auf Damenstrumpfhosen zur Episode in meinem Leben werden würde. Ich sperrte die Frau in mir für eine sehr lange Zeit in ein tiefes dunkles Loch - nicht bedenkend, dass ich mich damit selbst eingesperrt hatte.
Licht brachte das Internet. Mir wurde langsam vieles klarer. Ich verstand auf einmal besser, was mit mir los war. Irgendwann war es dann wieder soweit und ich gestattete mir meine geliebte Strumpfhose unter der Kleidung. Lange Zeit dachte ich, das wäre das Optimum des Möglichen. Aber dann entdeckte ich die Vorzüge des Versandhandels. Damenunterwäsche, BHs, Nylonstrümpfe, Mieder und Silikonbrüste waren plötzlich verfügbar — ich konnte nicht mehr wiederstehen.
Mein zweites ICH erblühte, getarnt unter Männerkleidung im Verborgenen. An weibliche Oberbekleidung wie Röcke oder Kleider war unter diesen Umständen natürlich nicht zu denken.
Dennoch war ich bis vor einem halben Jahr fest entschlossen niemanden einzuweihen und mein Geheimnis mit ins Grab zu nehmen. Bis, ja bis meine Frau im Bad einen Slip entdeckte, den ich ihr erklären musste.
Seit vielen Jahren leide ich unter der Verheimlichung meines Crossdressings vor meiner Frau und hatte mir schon viele Male überlegt, ob ich sie nicht einweihen soll. Jetzt habe ich es ihr erzählt. Für mich war das eine große Erleichterung, ihr habe ich aber ungewollt eine große Last aufgeladen.
Sie ist sehr tolerant und aufgeschlossen, aber die Frau in ihrem Mann bereitet ihr große Probleme. Dennoch hoffe ich sehr, dass unsere Herzen zusammenbleiben und wir einen gemeinsamen Weg finden.
Sie sagt mir, dass ich leben soll, was ich fühle. Seit kurzer Zeit tue ich das und zeige es ihr auch. Aber immer wieder merke ich, dass sie nicht gut damit zurechtkommt.
Wie auch, bei jedem anderen wäre das kein Problem, aber bei ihrem Mann? Meine Hoffnung ist, dass wir uns damals in den Menschen und nicht nur in die Frau oder den Mann verliebt haben und auf dieser Basis wieder zusammenfinden.
Müsste ich mich einordnen, würde ich mich als hybride Teilzeittranse bezeichnen. Zuhause trage ich Frauenunterwäsche, BH und Silikonbrüste, manchmal Rock oder Hosenrock. Auf ein komplettes Passing verzichte ich ganz. Ich schminke mich nicht und habe auch keine Perücke an. Meine männliche Identität möchte ich auf keinen Fall ganz aufgeben. Äußerlich würde ich sagen, pflege ich einen androgynen Stil.
Dieses Forum ist mir eine große Hilfe. Zum ersten Mal bin ich nicht mehr alleine mit mir und meinen Gedanken. Ich habe Menschen gefunden, mit denen ich mich austauschen kann — und das tut mir gut.
Danke!
ich möchte mich für euch mal ein wenig sichtbar machen und mich vorstellen. Ich bin noch nicht sehr lange im Forum und lese mich gerade erst mal ein.
Für mich ist das jetzt ein sehr großer Schritt, da bis vor einigen Monaten niemand von der Frau in mir wusste. Ich habe zwar ein ganzes Leben zusammen mit ihr verbracht, aber gezeigt hat sich nur der Mann.
Schon in meiner Kindheit und im Jugendalter habe ich die Faszination verspürt, die Frauenkleidung auf mich ausgeübt hat. Aber ich konnte es absolut nicht einordnen. Ich hatte stets ein schlechtes Gewissen, wenn ich in seltenen Augenblicken die Gelegenheit fand, einmal Frauenunterwäsche oder Strumpfhosen anzuziehen. In dieser Zeit (1960 bis 1970) war ich mit meiner Neigung der einsamste Mensch auf der Welt. Für mich war klar, dass niemand davon erfahren durfte, und ich lebte mit der Hoffnung, dass meine Neigung doch noch verschwinden würde.
Mit der Volljährigkeit und dem Auszug aus meinem Elternhaus ergaben sich ganz neue Freiheiten. Diese nutzte ich aber nicht für mein Crossdressing, sondern ganz im Gegenteil, für den Versuch es endlich zu überwinden - also dessen Verdrängung und Unterdrückung. Auch traten zu dieser Zeit die ersten Frauen in mein Leben und sorgten für reichlich Ablenkung. Doch meine Sehnsucht nach Frauenkleidung erlosch nie und verzehrte mich immer mal wieder.
Dann lernte ich die Liebe meines Lebens kennen und mit ihr kam die Überzeugung, dass meine Lust auf Damenstrumpfhosen zur Episode in meinem Leben werden würde. Ich sperrte die Frau in mir für eine sehr lange Zeit in ein tiefes dunkles Loch - nicht bedenkend, dass ich mich damit selbst eingesperrt hatte.
Licht brachte das Internet. Mir wurde langsam vieles klarer. Ich verstand auf einmal besser, was mit mir los war. Irgendwann war es dann wieder soweit und ich gestattete mir meine geliebte Strumpfhose unter der Kleidung. Lange Zeit dachte ich, das wäre das Optimum des Möglichen. Aber dann entdeckte ich die Vorzüge des Versandhandels. Damenunterwäsche, BHs, Nylonstrümpfe, Mieder und Silikonbrüste waren plötzlich verfügbar — ich konnte nicht mehr wiederstehen.
Mein zweites ICH erblühte, getarnt unter Männerkleidung im Verborgenen. An weibliche Oberbekleidung wie Röcke oder Kleider war unter diesen Umständen natürlich nicht zu denken.
Dennoch war ich bis vor einem halben Jahr fest entschlossen niemanden einzuweihen und mein Geheimnis mit ins Grab zu nehmen. Bis, ja bis meine Frau im Bad einen Slip entdeckte, den ich ihr erklären musste.
Seit vielen Jahren leide ich unter der Verheimlichung meines Crossdressings vor meiner Frau und hatte mir schon viele Male überlegt, ob ich sie nicht einweihen soll. Jetzt habe ich es ihr erzählt. Für mich war das eine große Erleichterung, ihr habe ich aber ungewollt eine große Last aufgeladen.
Sie ist sehr tolerant und aufgeschlossen, aber die Frau in ihrem Mann bereitet ihr große Probleme. Dennoch hoffe ich sehr, dass unsere Herzen zusammenbleiben und wir einen gemeinsamen Weg finden.
Sie sagt mir, dass ich leben soll, was ich fühle. Seit kurzer Zeit tue ich das und zeige es ihr auch. Aber immer wieder merke ich, dass sie nicht gut damit zurechtkommt.
Wie auch, bei jedem anderen wäre das kein Problem, aber bei ihrem Mann? Meine Hoffnung ist, dass wir uns damals in den Menschen und nicht nur in die Frau oder den Mann verliebt haben und auf dieser Basis wieder zusammenfinden.
Müsste ich mich einordnen, würde ich mich als hybride Teilzeittranse bezeichnen. Zuhause trage ich Frauenunterwäsche, BH und Silikonbrüste, manchmal Rock oder Hosenrock. Auf ein komplettes Passing verzichte ich ganz. Ich schminke mich nicht und habe auch keine Perücke an. Meine männliche Identität möchte ich auf keinen Fall ganz aufgeben. Äußerlich würde ich sagen, pflege ich einen androgynen Stil.
Dieses Forum ist mir eine große Hilfe. Zum ersten Mal bin ich nicht mehr alleine mit mir und meinen Gedanken. Ich habe Menschen gefunden, mit denen ich mich austauschen kann — und das tut mir gut.
Danke!