Partnerinnen und wir
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Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
ExUserIn-2026-04-08
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Partnerinnen und wir

Post 1 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Moin Ihr Lieben,

ich will mal wieder einen Fred eröffnen, der mir wichtig ist. Es geht mir dabei um unsere Partnerinnen, die Partnerschaft und die Krisen, die das eigene Transsein auslösen kann. Abgrenzen möchte ich die Frage vom Outing, da es hierzu schon genug Beiträge gibt. Mir geht es um die Frage, welche Rolle die Krise in der Beziehung spielt. Ist die Krise wirklich ein Problem ? Viele Sichtweisen sind mir persönlich zu fest gefahren.

Vielleicht kennt Ihr das Buch "Liebe Dich selbst und freue Dich auf die nächste Krise" vom Ehepaar Zurhorst. Der Titel verrät dabei schon, worum es eigentlich geht. Die Theorie basiert auf dem Buch von David Schnarch "Psychologie der sexuellen Leidenschaft", welches für mich sehr wichtig ist. Noch früher hat Khalil Gibran das Gedicht "Über die Liebe" geschrieben, dass im Prinzip das gleiche aussagt. Kurz gesagt geht es darum, dass in einer Paarbeziehung es irgendwann einen Punkt gibt, an dem die Leidenschaft füreinander abzunehmen scheint. Schnarch schreibt dazu, dass es oftmals nur den Anschein hat, denn wenn man aufeinander reagiert, ist eine Verbindung vorhanden. Entscheidend für die Weiterentwicklung des Paares ist die Fähigkeit sich von der "Verschmelzung" zu lösen. Verschmelzung bedeutet hier, dass das Selbstwertgefühl von der Meinung und Anerkennung des Partners/in abhängig ist. Erst wenn es einem gelingt, sich selber die eigene Anerkennung zu geben, kann sich darauf aufbauend, das eigene Selbst und die Beziehung weiter entwickeln, auch wenn man unterschiedlicher Meinung ist.

Übertragen auf unsere Situation folgt für mich daraus, dass wir unser Partnerinnen mit unserem "Inneren" konfrontieren müssen, damit sich die Beziehung und die einzelnen Personen weiter entwickeln können. Wenn wir diesen Aspekt vor der Partnerin geheim halten oder sie nicht damit konfrontieren, nehmen wir ihr die Möglichkeit, das Potential der Beziehung zu leben. Dabei müssen wir sie selber frei entscheiden lassen, ob und wie sie dabei mitgeht. Das kann für alle ein schmerzhafter Prozess sein, aber genau das führt zu einer tieferen Intimität zweier selbstbestimmter Menschen.

Voraussetzung ist, dass wir selber in der Lage sind, uns so anzuerkennen, wie wir sind und sein wollen. Wir müssen uns selber mit unseren Gefühlen und Ängsten auseinander setzenvund dann auch die entsprechenden Schritte tun. Dabei ist es mMn gar nicht notwendig, dass wir "fertig" sind, sondern auch wir können uns noch weiter entwickeln. Ohne eine Öffnung werden wir immer an dem Punkt stehen bleiben, an dem wir sind. Auf mich bezogen, bedeutet das, dass ich mir einige Fragen beantworten muss:

- Was bedeutet mir meine Weiblichkeit ? Ist das ein unverrückbarer Kern meines Wesens, auch wenn die Ausdrucksform sich ändern kann ?
- Will ich diese Weiblichkeit leben ?
- Kann ich mir selber die Anerkennung geben, die ich verdiene ? Falls nein, was hindert mich daran ? Falls ja, warum drücke ich sie dann nicht gegenüber der Partnerin aus ?
- Wo ist die Grenze zwischen meiner Selbstanerkennung und Egoismus ?

Wir müssen mMn nicht unsere Partnerinnen "schonen", in dem wir unser Transwesen geheim halten. Jede/r hat das Recht, so zu sein wie er/sie ist. Und umgekehrt müssen wir es auch aushalten, wenn sie anderer Meinung ist wie wir. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns selber bestätigen können, wie wir sind. Durch die Öffnung der Partnerin gegenüber kommt Dynamik ins Spiel und es werden neue Türen geöffnet.

Wie seht Ihr das ?
Viele Grüße
Vicky

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Felice
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Re: Partnerinnen und wir

Post 2 im Thema

Beitrag von Felice »

Hallo Vicky,

deine Nachricht greift ein äußerst wichtiges und tiefgründiges Thema auf, das in vielen Partnerschaften von großer Relevanz ist. Du bringst hier zentrale Aspekte einer Beziehung zur Sprache, die nicht nur in Bezug auf das Thema Transsein, sondern auch allgemein für das Verständnis und die Entwicklung von Partnerschaften von Bedeutung sind.

Der Gedanke, dass Krisen in Beziehungen nicht nur Probleme, sondern auch Chancen für Wachstum und tiefere Intimität darstellen können, ist ein wertvoller Ansatz, den es zu bedenken gilt. Ein weiteres Buch dass den Ansatz von David Schnarch verfolgt und grundlegend gewisse Mechanismen in einer Beziehung erklärt ist, "Die Psychologie der Intimität" von Tobias Ruland, es geht genau in diese Richtung und könnte sicherlich eine bereichernde, weiterführende Lektüre für alle sein, die sich mit diesem Thema wirklich auseinandersetzen möchten.

Vicky's Beitrag erinnert uns daran, dass eine echte und tiefe Verbindung in einer Beziehung nicht dadurch entsteht, dass wir uns voreinander verstecken oder versuchen, uns selbst oder den anderen zu schützen, sondern vielmehr durch die ehrliche und mutige Konfrontation mit unseren innersten Gefühlen und Ängsten. Die Fähigkeit, sich selbst anzuerkennen ---))) und nicht auf die Bestätigung des Partners angewiesen zu sein, ist hierbei entscheidend. Dies ist ein Prozess, der Mut erfordert, aber letztlich zu einer authentischeren und stärkeren Beziehung führen kann.

Die Fragen, die Vicky am Ende ihres Beitrags stellt, sind essenziell für jede(n), der sich in einer Partnerschaft befindet. Sie regen zur Selbstreflexion an und fordern uns auf, uns ehrlich mit unseren eigenen Bedürfnissen, Ängsten und Wünschen auseinanderzusetzen. Dabei wird klar, dass es nicht nur darum geht, die eigene Identität zu verstehen und zu leben, sondern auch darum, wie wir diese Identität in die Beziehung einbringen und wie wir damit umgehen, wenn unsere Partnerin oder unser Partner möglicherweise eine andere Perspektive hat.

Zusammengefasst ist Vicky"™s Beitrag ein Aufruf zur Offenheit, sowohl sich selbst als auch dem Partner gegenüber, um gemeinsam eine tiefere und authentischere Beziehung zu gestalten. Es ist ein mutiger und inspirierender Ansatz, der sicherlich viele dazu anregen wird, über ihre eigenen Beziehungen nachzudenken und vielleicht neue Wege des Miteinanders zu erkunden.

Vielen lieben Dank liebe Vicky für den Denkanstoß (ki) und den schönen Beitrag

Habt alle ein schönes Wochenende und viele liebe Grüße aus München
Felice ))):s
Julia Lacourt
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Re: Partnerinnen und wir

Post 3 im Thema

Beitrag von Julia Lacourt »

Hallo Vicky, hallo Felice,
ja, das ist auch für mich ein sehr wertvoller Thread, danke dafür. Die von Vicky aufgeführten Fragen sind in der Tat auch aus meiner Sicht zentral. Es war/ist in der Diskussion mit meiner Frau aber oftmals schwierig, weil ich selbst noch nicht wusste/weiß, wie genau die Antwort auf die jeweilige Frage ausfällt oder sie sich im Zeitablauf verändert hat. Nachdem meine Frau mich quasi geoutet hatte (sie hat die Kleidung entdeckt), war sie 3 Tage nicht arbeiten, weil sie völlig verwirrt war. Das hat mir gezeigt, dass ich in der Diskussion, zumindest am Anfang behutsam vogehen muss, um sie in meine Gedanken und Gefühle mitzunehmen und nicht zu "verängstigen". Eine vertiefte, offene Diskussion ist aber unerlässlich und lässt beide Partner wachsen, diese Erfahrung teile ich.
Felice hat geschrieben: Fr 16. Aug 2024, 11:34 Die Fähigkeit, sich selbst anzuerkennen ---))) und nicht auf die Bestätigung des Partners angewiesen zu sein, ist hierbei entscheidend. Dies ist ein Prozess, der Mut erfordert, aber letztlich zu einer authentischeren und stärkeren Beziehung führen kann.
Das ist für mich der schwierigste Punkt. Ich benötige nicht die Anerkennung, aber eine offene Ablehnung in einigen Punkten ist schwer zu ertragen. Es gehört aber in die Diskussion und auch über diese Gefühle zu reden, bringt beide weiter.

Ich bin aber in einigen Punkten selbst noch verwirrt und unklar, teilt ihr, sofern das bei euch auch so ist, diese Verwirrung mit euren Partnern auch? Ich bin mir noch unsicher ob ich dann Themen diskutiere die möglicherweise nie umgesetzt werden, aber heute "beängstigen"? Ich schreibe bewußt "beängstigen", weil meine Frau zunächst einmal Angst hat, den Partner den sie so lange "kennt" zu verlieren, und nicht weiß, ob sie die neue Person auch so lieben kann.

Liebe Grüße
Julia
Lorelai74
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Re: Partnerinnen und wir

Post 4 im Thema

Beitrag von Lorelai74 »

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 16. Aug 2024, 08:08



Voraussetzung ist, dass wir selber in der Lage sind, uns so anzuerkennen, wie wir sind und sein wollen. Wir müssen uns selber mit unseren Gefühlen und Ängsten auseinander setzenvund dann auch die entsprechenden Schritte tun. Dabei ist es mMn gar nicht notwendig, dass wir "fertig" sind, sondern auch wir können uns noch weiter entwickeln. Ohne eine Öffnung werden wir immer an dem Punkt stehen bleiben, an dem wir sind.

Wie seht Ihr das ?
Ja, die Voraussetzung ist, dass wir selber in der Lage sind, uns mit den Gefühlen auseinander zu setzen. Den Ängsten, davor, vielleicht verlassen zu werden, oder beschämt zu werden. Der Scham, dass wir Was wir uns selbst und unsere weibliche Seite schon lange verheimlicht haben, dass wir unseren Partnerin gegenüber Geheimnisse hatten. Der Wut dass wir in dieser Gesellschaft oft kein Platz haben. Dass wir nicht so sein dürfen, wie wir sind. Gefolgt von der Trauer, Dass wir ein Anteil von uns oft verstecken mussten und nicht leben konnten in Freiheit und in Frieden.


Das sind oft unangenehme Gefühle, Die nicht leicht zu fühlen sind, Die nicht leicht auszuhalten sind. Oft werden diese Gefühle verdrängt und können nicht zugelassen werden.

Es sagt sich so leicht, das es nur braucht sich mit seinen Gefühlen auseinanderzusetzen. Ist es aber nicht , in meiner Erfahrung.

Und wie können wir unser Partnerin mitnehmen, wenn wir unsere eigenen Gefühle noch nicht gefühlt und geklärt haben? Ich finde das nicht einfach und oft ist es eben einfacher, sich weiter zu verstecken und das Geheimnis weiter zu tragen. Bis dann die Blase halt platzt. Sei es durch ein Fremdouting oder doch den Schritt nach außen der Partnerin doch zu sagen mit allen Folgen und Konsequenzen die das so haben kann.


Vielleicht ist die erste Öffnung einer Öffnung hin zu sich selbst sich selbst, sich zu seinem Gefühlen zu öffnen.

Ich denke dass ist der wichtigste Schritt ..

LG
Lori - Fortuna
Männlich / Weiblich: das sind doch bürgerliche Kategorien.
Daniela04
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Re: Partnerinnen und wir

Post 5 im Thema

Beitrag von Daniela04 »

Vielen Dank diesen Anstoss, Vicky und die bereits sehr wichtigen Fragen auch von Felice, Julia und Lori - Fortuna

Ich bin nun seit fast zwei Jahren alleine, meine Frau hat mich verlassen. Das Crossdressing war kein Thema, da ich es erst jetzt neu entdecke. Gründe gab es aber andere, bei denen die im Thread gestellten Fragen so wichtig sind.
Wenn man nicht miteinander sprechen kann, werden unbewusst Sachen versteckt gemacht, weil man einerseits weiss auf Ablehnung stosst, oder weiss (glaubt zu wissen), dass das Thema auf Ablehnung trifft. Mangelnde intime Kommunikation nach fast 20 Jahren Partnerschaft ist eigentlich tragisch. Ich bin ein kommunikativer Mensch, die Bereitschaft über Gefühle, Befinden muss praktiziert und geübt werden. Das habe ich und meine noch Ehefrau verpasst.

Der Beitrag von Felice:
Felice hat geschrieben: Fr 16. Aug 2024, 11:34 Vicky's Beitrag erinnert uns daran, dass eine echte und tiefe Verbindung in einer Beziehung nicht dadurch entsteht, dass wir uns voreinander verstecken oder versuchen, uns selbst oder den anderen zu schützen, sondern vielmehr durch die ehrliche und mutige Konfrontation mit unseren innersten Gefühlen und Ängsten.
Ist genau das, was nicht getan wurde. Ich weiss jetzt aber nicht wie ich es hätte machen sollen. Meine Ehefrau war/ist sehr empfindlich auf Kritik, bzw. auf Ansichten, die ihrer widersprachen. z.B. ist sie eine Perfektionistisch. Eine Frage zu stellen, das ein pragmatischer Ansatz vorschlug, empfand sie als Kritik und reagierte entsprechend.

Um wieder zurück zum Thema zu kommen: Es braucht bereits eine gute Gesprächskultur in der Partnerschaft, um das Crossdressing als Thema einzubringen. Ich habe mittlerweile einige Beiträge zum Outing von Forumsmitgliederinnen gelesen (ich weiss, Vicky, ist nichts Thema, aber der Weg dazu wohl schon), alle hatten Schwierigkeiten, es den Partnerinnen mitzuteilen und brauchten teilweise Jahre dazu.

Ich bin momentan sehr gerne allein. Einerseits, weil ich meine weibliche Seite ohne Rücksicht kennenlernen/ausleben kann und andererseits auch nicht weiss, wie ich neue Bekanntschaften meine weiblichen Seiten mitteilen kann.
Da stehen die Antworten zu Vicky's zwei ersten Fragen im Vordergrund:
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 16. Aug 2024, 08:08 - Was bedeutet mir meine Weiblichkeit ? Ist das ein unverrückbarer Kern meines Wesens, auch wenn die Ausdrucksform sich ändern kann ?
- Will ich diese Weiblichkeit leben ?
Ich nehme mir die Zeit für die Antworten auf diese Schlüsselfragen und Eure weiteren Anregungen / Feststellungen / Fragen, sind mir dabei auch im Alleinsein eine grosse Hilfe. Ich freue mich deshalb sehr auf weitere Beiträge / Antworten, usw.

Liebe Grüsse
Daniela
Ich will einfach der sein, der ich wirklich bin: ein Mann, der seine mittlerweile erkannte sehr bedeutende Weiblichkeit vertieft kennenlernen möchte.
manchmal_melissa
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Re: Partnerinnen und wir

Post 6 im Thema

Beitrag von manchmal_melissa »

Hallo ihr Lieben,

tja, ist die Krise ein Problem? Ich würde sagen: auf keinen Fall! Eine Beziehung führt immer zu Reibung. Eine Beziehung ohne Krisen ist tot. Ich bin eher konfliktfreudig erzogen worden, schaffe Streit lieber aus dem Weg, als ihn schwelen zu lassen. Dadurch empfinde ich Konflikte ganz oft als reinigendes Gewitter. Das heißt aber nicht, dass sie nicht auch zum Bruch führen können. Klingt hart, aber auch das muss nichts schlechtes sein. Viel schlimmer ist aus meiner Sicht, Spannungen zu ignorieren und Krisen aussitzen zu wollen, denn das führt entweder zu einem noch größeren Knall oder zu einem Verlust des Vertrauensverhältnisses.

Was heißt das jetzt bezogen auf uns? Zunächst möchte ich unterschreiben, dass man sich selbst sehr gut verstehen muss. Das heißt nicht, dass man alles über sich wissen muss, sondern eher, dass man weiß, was man weiß und was nicht. Einfach ein gut reflektiertes Selbstbild zu haben. Das kann dann als Gesprächsgrundlage dienen.

Ich würde aber auch zustimmen, dass es schon eine gute Gesprächs- und Streitkultur braucht, um das Thema zu bewältigen. Ich habe leider das Gefühl, dass viele Beziehungen schon vorher an einem Punkt sind, an dem ein Gespräch von dieser Tiefe nicht mehr möglich ist. Da ist das Transsein dann vielleicht ein Auslöser, aber sicher nicht die Ursache für eine Krise. Das finde ich schwer zu beurteilen, aber ich denke in so einem Fall sollte man eine ehrliche Ursachenforschung betreiben und die tieferliegenden Probleme angehen.

Angenommen, die Beziehung ist robust und funktioniert, sehe ich keine Gründe, warum ein Krisengespräch nicht zu einer Besserung der Situation führen sollte. Ja, es kann dauern. Ja, es kann ein langer, harter Weg sein. Aber wenn beide eine gemeinsame Zukunft sehen, sollte sich eine Lösung oder zumindest ein Ansatz finden lassen. Funktioniert das nicht, muss man ehrlich zu sich sein. Hier kommt dann wieder die vorherige Selbstreflexion ins Spiel: Kann und will ich mit der Ablehnung dauerhaft leben? Es ist wichtig, aber auch schwierig, hier fair zu bleiben und sich trotzdem nicht selbst zu verleugnen.

Was ich kritisch sehe, ist das Thema Unabhängigkeit von der Anerkennung des Partners. Ja, man sollte ein gewisses Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl haben. Aber ich fürchte, wenn einen die Ablehnung des anderen nicht mehr trifft, hat man sich gedanklich schon voneinander entkoppelt. Das kann gesund und richtig sein, aber ich möchte auch motivieren, diese Ablehnung öfter anzunehmen. Oft versteckt sich dahinter nämlich wertvolle Kritik, die unglaublich weiterhelfen kann. Es lohnt sich also, genau zuzuhören und auch mal nachzufragen. Generell sind wir gut beraten, viel Verständnis aufzubringen, auch wenn Reaktionen nicht ausfallen wie gewünscht. Unser Transsein stellt eine große Herausforderung dar und auch wenn wir nichts dafür können, sollten wir unseren Partnerinnen auch das Verständnis entgegenbringen, das wir uns von ihnen wünschen.

Liebe Grüße,
Melissa
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Partnerinnen und wir

Post 7 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

manchmal_melissa hat geschrieben: Sa 17. Aug 2024, 17:20 Aber ich fürchte, wenn einen die Ablehnung des anderen nicht mehr trifft, hat man sich gedanklich schon voneinander entkoppelt.
Das kann passieren, aber wenn das so ist, dann macht ein Verstecken vor der Partnerin auch keinen Sinn mehr. Dann ist die Beziehung schlicht am Ende. Aber gerade das Stehen auf eigenen Beinen erlaubt doch eine tiefere Auseinandersetzung mich sich und mit der Partnerin. Was man nicht verwechseln darf, ist diese innere Selbstständigkeit mit Egoismus. Egoismus zielt auf den eigenen Vorteil, die innere Selbstständigkeit erlaubt mir, zwischen meinen Interessen und denen der Partnerin innerlich frei zu wählen, also ohne Abhängigkeiten von der Partnerin. Das ist dann für mich eine reife Partnerschaft im Gegensatz zu einer Partnerschaft in gegenseitiger (emotionaler) Abhängigkeit.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Partnerinnen und wir

Post 8 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Daniela04 hat geschrieben: Sa 17. Aug 2024, 15:32 Meine Ehefrau war/ist sehr empfindlich auf Kritik, bzw. auf Ansichten, die ihrer widersprachen. z.B. ist sie eine Perfektionistisch.
Das mag schon sein, aber sie hat das gleiche Recht, die Welt durch ihre Augen zu sehen. Es ist leicht zu übersehen, dass die eigene Entwicklungsstufe oft nicht oder nicht viel weiter ist als die der Partnerin. Im Zentrum steht deswegen dabei der Blick auf sich selber. Ob die Partnerin dann mitgeht, entscheidet sie selber. Den Finger in die Richtung anderer zu zeigen, ist verführerisch, blendet aber die eigene Verantwortung aus. Aber auf Letztere kommt es mMn an.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Partnerinnen und wir

Post 9 im Thema

Beitrag von Daniela04 »

Ja, Vicky, da gebe ich Dir vollkommen recht, dass sie das gleiche Recht hat , die Welt durch ihre Augen zu sehen. Menschen sind per se unterschiedlich. Nach der Anfangsverliebtheit sollte eine Gesprächskultur etabliert werden, bei welcher auch über unterschiedliche persönliche Ansichten gesprochen wird. Hier muss aber die Bereitschaft von beiden dazu vorhanden sein. Konkret, beide in der Partnerschaft muss in der Lage sein, sich auch persönlich zu hinterfragen.
Wenn das nicht geschieht, hat man Schwierigkeiten auch andere Ansichten zu betrachten und ist dann nicht in der Lage, Vor- und Nachteil mehr oder weniger sachlich zu betrachten. Ein weiterer Aspekt ist, dass es vielen schwer fällt, sich in den anderen zu versetzen.
Kommunikation ist ein sehr komplizierter Prozess, das sieht man nicht nur auf partnerschaftlichen Ebene, man sieht es auch in der Politik :wink:
Ich will einfach der sein, der ich wirklich bin: ein Mann, der seine mittlerweile erkannte sehr bedeutende Weiblichkeit vertieft kennenlernen möchte.
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Re: Partnerinnen und wir

Post 10 im Thema

Beitrag von manchmal_melissa »

Vicky_Rose hat geschrieben: So 18. Aug 2024, 11:57 Was man nicht verwechseln darf, ist diese innere Selbstständigkeit mit Egoismus. Egoismus zielt auf den eigenen Vorteil, die innere Selbstständigkeit erlaubt mir, zwischen meinen Interessen und denen der Partnerin innerlich frei zu wählen, also ohne Abhängigkeiten von der Partnerin.
Hallo Vicky,

liegt hierin nicht oft ein großes Problem? Dass die Interessen der Partnerin eben nicht unabhängig von unserer Entwicklung sind, aber oft mit einem "Ich muss jetzt nach meinen Bedürfnissen schauen" hinten angestellt werden? Ich glaube, dass in den meisten Beziehungen eine völlig freie Wahl nicht möglich ist, weil die Partnerin Interessen hat, die unmittelbar mit dem Transsein zusammenhängen. Setzt man sich dann darüber hinweg (und das kann die richtige Entscheidung für die eigene Gesundheit sein!) liegt es nicht an der Partnerin, wenn die Beziehung Schaden nimmt.

Liebe Grüße,
Melissa
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Re: Partnerinnen und wir

Post 11 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 16. Aug 2024, 08:08 Übertragen auf unsere Situation folgt für mich daraus, dass wir unser Partnerinnen mit unserem "Inneren" konfrontieren müssen, damit sich die Beziehung und die einzelnen Personen weiter entwickeln können. Wenn wir diesen Aspekt vor der Partnerin geheim halten oder sie nicht damit konfrontieren, nehmen wir ihr die Möglichkeit, das Potential der Beziehung zu leben. Dabei müssen wir sie selber frei entscheiden lassen, ob und wie sie dabei mitgeht. Das kann für alle ein schmerzhafter Prozess sein, aber genau das führt zu einer tieferen Intimität zweier selbstbestimmter Menschen.

Mhm..

ich finde den Abschnitt super wichtig Vicky..

und am Besten eben nicht häppchenweise. Mein Lieblingsmensch gehört zu der Gruppe Menschen
die ganz gerne alles auf einmal wissen und nicht häppchenweise, denn nur so besteht auch die Möglichkeit
alles auf einmal zu überblicken und zu erfassen.
Alles andere nach und nach und als Never Ending Story wäre zu anstrengend.

Ist aber alles auf dem Tisch, kann auch alles bearbeitet werden, ein umfassendes hinspüren ist möglich
und beide haben Entwicklungsspielraum. Sicher das was noch nicht da ist, kann logischerweise erst später dazukommen.
manchmal_melissa hat geschrieben: So 18. Aug 2024, 14:53 Dass die Interessen der Partnerin eben nicht unabhängig von unserer Entwicklung sind
nicht völlig und auch umgekehrt nicht. Sie sollten es aber grösstenteils sein, da man auch als
Einzelperson bestehen können sollte. Du weisst nie nie niemals, wann das Alleinsein eintreten könnte und warum.
Hast du dann nur Symbiose gehabt, hast du dann ein extremes Problem.
manchmal_melissa hat geschrieben: So 18. Aug 2024, 14:53 weil die Partnerin Interessen hat, die unmittelbar mit dem Transsein zusammenhängen
Hmm, magst du mir sagen welche das wohl sind?
Was verändert mein Sein an Ihren Grundinteressen?

Aber mal ganz allgemein, in einer Partnerschaft haben 2 Personen Wünsche, Ideen, Haltungen.
Beide Personen sind gleich wichtig, das heisst ich stelle nie in Frage was mein Lieblingsmensch möchte
und sie tut es bei mir auch nicht. Wir reden aber ergebnissoffen darüber. Das heisst nicht das immer alles schön ist, aber wir fahren recht gut damit,
weil wir uns gegenseitig nicht behindern.

Ganz plakatives (Kleidungs)beispiel. Ich liebe weite oder auch Haremshosen.
Mein Liebingsmensch mag die so richtig gar nicht. Wenn ich eine trage, sag sie "Hässlich!" und im gleichen
Atemzug "Naja, du läufst ja draussen damit rum." Sie hat gesagt was sie dachte und ich an was ich möchte
und das ist dann chic für uns beide...

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Partnerinnen und wir

Post 12 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

manchmal_melissa hat geschrieben: So 18. Aug 2024, 14:53 Setzt man sich dann darüber hinweg (und das kann die richtige Entscheidung für die eigene Gesundheit sein!) liegt es nicht an der Partnerin, wenn die Beziehung Schaden nimmt.
Hallo Melissa,

ch denke nicht dass die Beziehung einen Schaden, der nicht schon vorher da war. Was Du als "Schaden" bezeichnest, bezeichne ich als "Krise". Und die Krise ist der Anlass, sich mit einer Situation auseinander zu setzen, die das Potential für Weiterentwicklung in sich trägt. Eine Beziehung ist nicht "Friede, Freude, Eierkuchen". Sie ist für mich die einzige Möglichkeit, die eigenen Grenzen zu überwinden. Natürlich kann es bedeuten, dass Eine/r erkennt, das die Beziehung nicht der richtige Ort für einen selber ist. Das ist z.B. der Fall, wenn sich einer anfängt, an sich und damit an der Beziehung, zu arbeiten. und der Andere nicht seine Schritte gehen will. Es ist wie ein Netz. Wenn an einer Ecke gezogen wird, verändert sich alles.
...aber oft mit einem "Ich muss jetzt nach meinen Bedürfnissen schauen" hinten angestellt werden? Ich glaube, dass in den meisten Beziehungen eine völlig freie Wahl nicht möglich ist, ...
Ob eine vollständig freie Wahl möglich ist, weiß ich nicht, aber der Weg dorthin ist ein Prozess, der vielleicht lebenslang andauert. Nicht umsonst spricht Schnarch auch davon, dass man immer wieder neue Schritte gehen muss. Der Punkt ist aus meiner Sicht der, dass ich zuerst erkennen muss, dass ich Wünsche, Ziele, Gefühle etc. habe und diese dann auch anspreche. Ich kommuniziere auch ohne reden und wenn ich meine Bedürfnisse hinten anstelle, verweigere ich mich der Beziehung und damit der Partnerin. Kann sich dann eine Beziehung vertiefen ?

Ich enke, die eigenen Bedürfnisse sind Teil der Beziehung, ob ich sie anspreche oder nicht. Da habe ich keine Wahl. Ich kann nur wählen, wann und wie sie auf den Tisch kommen. Und das kann sehr schmerzhaft sein. Neue Wege zu gehen bedeutet zumindest für mich, meine eigenen Ängste zu überwinden, z.B. in meinem Fall Ängste abgelehnt zu werden. ICh halte das Gespräch aber dann viel besser durch, wenn ich auf meinen eigenen Füßen stehe, also nach meinen Bedürfnissen geschaut habe.

Wie gesagt, es geht nicht darum, diese Bedürfnisse durchzusetzen, was ich für schädlich halte, sondern eine neue Entwicklungsphase einzuleiten. Das Bewusstsein, dass mir meine weibliche Seite auch in der Beziehung wichtig ist, wird dadurch zu einem Hebel, meine Ängste zu überwinden. Dass das erhebliche Ängste bei meiner Partnerin auslösen kann, liegt in der Natur der Sache. Das ist dann ihr Job. Wir sind sozusagen norwendige Sparringspartner.

Es gibt den Satz: "In der Ehe gibt es Probleme, die man ohne sie nicht hätte", ist nicht ganz richtig. Es müsste heißen: Ohne die Ehe kämen die eigenen Probleme nicht auf den Tisch und könnten nicht bewältigt werden.

Die Beziehung nimmt mMn Schaden, wenn man die Partnerin hintergeht oder ihr schadet. Aber kann die Beziehung Schaden nehmen, wenn man sich in ihr zeigt ? Bin ich von der Meinung meiner Partnerin abhängig (oder umgekehrt), kann ich nicht auf eigenen Füßen stehen. Bildhaft gesprochen, lehnen in der UMarmung zwei Menschen aneinander, ständig muss man aufpassen, dass man nicht umfällt. Stehen diese beiden Menschen in der UMarmung auf den eigenen Füßen, braucht es viel mehr, damit sie umfallen. Sie sind sich selber viel sicherer und können die UMarmung anders wahrnehmen. Auch das ist ein Beispiel von David Schnarch. Mir leuchtet das ein ...
Viele Grüße
Vicky

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Re: Partnerinnen und wir

Post 13 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Elodie hat geschrieben: So 18. Aug 2024, 22:59 Leider ist das "vom Dorf sein" das Handicap
Hey..

naja ich weiss nicht.

Mein Lieblingsmensch kommt aus einem Weiler der um die Ecke Verden ist, nicht mal das
eigentliche Dorf ist sonderlich gross..und wir wohnen in einem Stadtteil von Bad Krozingen mit grade mal
so um die 1800 Einwohnern. Die Strasse hoch wohnt ein älterer Herr der gerne in HotPants und Heels seinen
Garten pflegt oder mal eine Runde Rad fährt, daran kann es also nicht hängen.

Weisst du ich bin auch auf dem Dorf aufgewachsen und schon in der Schulzeit mal öfter angeeckt.
Hey aber was solls, darf ich nur weil da weniger Menschen sind als in einer Stadt nicht ich sein? Nöö, sorry, nein.

Vom Dorf sein ist kein Handicap, ich bin da 100 mal lieber als in einer grossen Stadt, das ist mir zu eng, zu viel Lärm
und zu viele Leute.

Um es auf den Punkt zu bringen, das "vom Dorf sein" halte ich für eine ziemliche Ausrede.

Alles Liebe Marie (flo)
Zuletzt geändert von Lavendellöwin am Mo 19. Aug 2024, 11:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Partnerinnen und wir

Post 14 im Thema

Beitrag von Malvine »

EmmiMarie hat geschrieben: Mo 19. Aug 2024, 10:50 Um es auf den Punkt zu bringen, das "vom Dorf sein" halte ich für eine ziemliche Ausrede
Ich denke, auf dem Dorf ist der Zusammenhalt und aufeinander schauen größer als in der Stadt - dort ist man eher Teil einer anonymen Masse. Dieses Dörfliche, wo jeder noch jeden kennt macht es für viele einfach schwieriger aus sich heraus zu gehen. Soweit kann ich die Befürchtungen schon nachvollziehen.
Um so wichtiger ist es dann doch mit dem eigenen Partner einen Rückhalt zu haben.
Nicht das schwarze Schaf ist anders, die Weißen sind alle gleich
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Re: Partnerinnen und wir

Post 15 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

EmmiMarie hat geschrieben: Mo 19. Aug 2024, 10:50 Um es auf den Punkt zu bringen, das "vom Dorf sein" halte ich für eine ziemliche Ausrede.
Das möchte ich unterstreichen - direkt aus dem Dorf )))(:
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