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ADHS im Erwachsenenalter | taz

Verfasst: Di 13. Aug 2024, 19:47
von Anne-Mette
Es geht in dem Artikel auch um das Medikament "Elvanse".

Den Beitrag möchte ich gerne festhalten für diejenigen, die mit den Informationen etwas anfangen können und die vielleicht von ihnen profitieren.
Es soll keinesfalls eine Empfehlung sein, unkritisch damit umzugehen.
Da das Medikament verschreibungspflichtig ist und dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt, ist eine missbräuchliche Verwendung wohl erschwert oder gar unmöglich (nurse)

Aber nun zum Beitrag in der taz: https://taz.de/ADHS-im-Erwachsenenalter/!6026543/

Re: ADHS im Erwachsenenalter | taz

Verfasst: Di 13. Aug 2024, 22:28
von Jaddy
Viele der Symptome kenne ich auch, allerdings teste ich immer nur knapp unter der Schwelle, ab der irgendein Medizinmensch mir eine Diagnose ausstellen würde. Elvanse und Medikinet ("Ritalin") habe ich auch probiert. Menschen in meiner Umgebung sind neurodivers und haben mir Proben gegeben. Bei mir wirken beide wie im Lehrbuch. (Kleines Erfahrungs-Beispiel: Wer kennt die sprichwörtliche Gedanken-Situation beim Sex, "die Decke könnten wir auch mal wieder streichen" oder "was machen wir nachher zum Abendessen"? Mit Medikinet sind diese ablenkenden Gedankensprünge bei mir für vier Stunden weg und der Fokus genau in der Situation). Ich habe eine Reserve in der Hinterhand, falls ich sie mal wirklich brauche. Der Hinweis auf Betäubungsmittel ist ernst. Die testen alle positiv auf Amphetamine, auch wenn sie nicht aufputschend, sondern fokussierend wirken.

Ich lerne sehr viel von meinen Freundys, welche Strategien und Methoden sie zusätzlich verwenden, um mit Motivationsmangel, Prokrastination und Ablenkbarkeit fertig zu werden. Denn Medikation allein ist in der Regel nicht die Lösung.

Wer sich in den Beschreibungen auch wiedererkennt (und Englisch kann), findet vielleicht https://howtoadhd.com/ nützlich. Das Buch enthält pro Kapitel ein Merkmal, beschreibt es und mögliche Strategien, damit umzugehen. Dabei geht es nicht um "Renormalisierung" bzw Angleichung an die Normgesellschaft, sondern mit dem eigenen, neurodiversen Hirn auf eigene Art selber besser klar zu kommen.