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"Neue" Normalität spaltet Ralf Schumacher und Co. wollen nicht queer sein
Verfasst: Sa 3. Aug 2024, 11:51
von Kerstin
Ralf Schumacher zeigt sich mit seinem Partner. Doch der Ex-Rennfahrer bezeichnet sich nicht als "queer" und ist damit nicht der einzige Promi. Nicht nur der Begriff ist in der LGBTIQ+-Szene umstritten. Viele, die außerhalb der heteronormativen Welt lieben, wollen einfach nur ein normales Leben führen. Doch das scheint gar nicht so leicht zu sein.
https://www.n-tv.de/panorama/Ralf-Schum ... 34556.html
Re: "Neue" Normalität spaltet Ralf Schumacher und Co. wollen nicht queer sein
Verfasst: Sa 3. Aug 2024, 13:19
von Wally
Hallo,
Ich kann das nachfühlen: jahrzehntelang hatte ich kein Problem damit, mich selber offen als "transsexuell" zu bezeichnen, so wie sich andere Leute "männlich" oder "weiblich" nennen. Das Problem dabei war aber immer, dass "transsexuell" (von mir selber als originäre Mischung aus männlichen und weiblichen Anteilen verstanden) dann gar nicht als Geschlechtsangabe akzeptiert, sondern als angebliches "Problem" skandalisiert wurde; ich durfte nie mit der Selbstverständlichkeit transsexuell sein, mit der Andere bei aller Offenheit und gegenseitiger Bestätigung Männer oder Frauen sind.
Auch deshalb habe ich schließlich den Schritt vollzogen, mich öffentlich strikt und konsequent als Frau zu präsentieren: unterhalb dieser Schwelle wurde meine weibliche Seite komplett verdrängt und abgeleugnet. Jetzt - in der weiblichen Rolle - kommen die Leute endlich nicht mehr drum herum, mich wenigstens auch von dieser Seite wahrzunehmen; meine männliche Seite nehmen sie trotzdem immer noch wahr. Unterm Strich stimmt's damit so halbwegs.
Re: "Neue" Normalität spaltet Ralf Schumacher und Co. wollen nicht queer sein
Verfasst: Sa 3. Aug 2024, 16:53
von missy
Für mich brauchen weder Ralf Schuhmacher noch Jens Spahn queer zu sein.
Und Alice Weidel schon gar nicht.
Ich möchte mit der Dame nicht in einen Topf geschmissen werden !!!
Liebe Grüße, missy
Re: "Neue" Normalität spaltet Ralf Schumacher und Co. wollen nicht queer sein
Verfasst: Sa 3. Aug 2024, 18:24
von Bea Magdalena
Hallo,
Ralf Schumacher kann ich da gut verstehen.
Er will vermutlich einfach ein " normales " und unauffälliges Leben führen, egal ob er einen Mann liebt oder nicht.
Warum dürfen wir Menschen nicht einfach sein, so wie wir sind? Was geht unser Leben andere an? Warum müssen wir uns in "Schubladen" einsortieren lassen, egal, ob die Schublade mit "queer" oder anders beschriftet ist?
Und egal, ob die Schublade einem politischen Zweck dient oder sogar bösartig gemeint ist!
Wowereit's Spruch: "ich bin schwul und das ist gut so" finde ich gar nicht schlecht.
Für mich würde ich sagen, ich bin so wie ich bin, das ist ok, und andere geht es schlichtweg nichts an.
Zurück zu Ralf Schumacher, es obliegt einzig und allein ihm, ob er sich queer einordnet oder nicht.
Sorry, wenn ich jemandem mit meiner Meinung auf den Schlips getreten bin.
Liebe Grüße, bea
Re: "Neue" Normalität spaltet Ralf Schumacher und Co. wollen nicht queer sein
Verfasst: Sa 3. Aug 2024, 22:02
von Kerstin
missy hat geschrieben: Sa 3. Aug 2024, 16:53
Für mich brauchen weder Ralf Schuhmacher noch Jens Spahn queer zu sein.
Und Alice Weidel schon gar nicht.
Das dürfte wohl am Selbstverständnis liegen. Die genannten sagen dich halt "ich bin schwul/ lesbisch -> na und!". Sie begreifen ihre Sexualität als etwas vollkommen normales.
Ich möchte mit der Dame nicht in einen Topf geschmissen werden !!!
Liebe Grüße, missy
Und was würdest du machen wenn sich Frau Weidel nun doch als queer versteht?
Also mal so rein theoretisch ?
Re: "Neue" Normalität spaltet Ralf Schumacher und Co. wollen nicht queer sein
Verfasst: Sa 3. Aug 2024, 22:23
von Vesta
"Trans" ist für mich eine Erklärung, wenn es nicht anders geht.
Ansonsten ziehe ich es vor, unauffällig weiblich zu sein.
Eine Identität als Trans habe ich nicht.
Und zu LGBTETC fühle ich mich nicht zugehörig.
Daher kann ich Ralf Schumachers Einstellung gut verstehen.
Re: "Neue" Normalität spaltet Ralf Schumacher und Co. wollen nicht queer sein
Verfasst: So 4. Aug 2024, 05:41
von Magdalena
Hallo,
ich merke es gerade selbst. Je näher der Tag der OP vor der Türe steht, fühle ich mich angekommen. Die Zeit der Kämpfe, was ist mit mir los und der Beginn der Transition liegen zurück. Ich werde angenommen, wie ich bin. Meine Transition rückt in den Hintergrund.
Was aber nicht bedeutet, die Menschen, welche mich auf meinen Weg begleitet haben, sind vergessen. Im Gegenteil, es haben sich daraus Freundschaften entwickelt.
Normalität ist eingekehrt. Was jede auch unter Normalität versteht. Ist es nicht dass, was ich zu Beginn meines Transweges immer wollte?
Viele liebe Grüße von Magdalena