Der umstrittenste Kampf der Spiele dauert 46 Sekunden | Spiegel | Abo
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Anne-Mette
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Der umstrittenste Kampf der Spiele dauert 46 Sekunden | Spiegel | Abo

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Imane Khelif wurde im Vorjahr von der WM ausgeschlossen, weil sie einen Geschlechtstest nicht bestanden hatte. Bei Olympia ist sie dabei, ihre Gegnerin hatte keine Chance. Vieles an dem Fall ist unklar — und der Ärger groß.

https://www.spiegel.de/sport/olympia/ol ... 6d1e33a94f
Anne-Mette
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Re: Der umstrittenste Kampf der Spiele dauert 46 Sekunden | Spiegel | Abo

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Volksverpetzer dazu:

Faktencheck: Imane Khelif ist eine cis Frau

https://www.volksverpetzer.de/faktenche ... -cis-frau/

Es rollt schon wieder auf anderen Kanälen eine ungeheure Hasswelle, die sich auf Falschinformationen und Falschinterpretationen stützt.
Selbst das "Bildungsbürgertum" ist sich nicht zu schade, jedwede - und auch diese Gelegenheit zu nutzen, um den Hasskübel über andere Menschen auszukippen.
Eine Weile habe ich gedacht: "wie dumm können Menschen sein?"
Aber es ist nicht Dummheit, es ist Hass.

Ein Beispiel:
2024 - Das Jahr, in dem Männergewalt an Frauen zur olympischen Sportart wurde.
Heute hat die italienische Boxerin Angela Carini gegen ihren männlichen Gegner aufgeben müssen. Nach 46 Sekunden.

Quelle: Facebook
StinaMischa
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Post 3 im Thema

Beitrag von StinaMischa »

Ach Anne-Mette,
ich pflichte dir bei. Diese Hetze ist furchtbar. Grade aus der rechts-ost-Ecke in BRD. Die Algerierin hat zu viele Kämpfe verloren, als das sie als "übermächtig" dargestellt werden könnte. Die Italienerin ist seit vielen Monaten wenig erfolgreich. Das Ergebnis ist bei den Wettbüros erwartet worden.
Im Vorfeld ist eh schon viel getratscht worden.
Im Leben ist nix perfekt. Wie will da eine perfekte Regelung für "Gerechtigkeit" gefunden werden? Wenn da jetzt tatsächlich natürliche biologisch-geschlechtliche Vorteile bestehen, mag ich diese in einer Linie mit dem erlaubten künstlichen Doping empfinden. Unerlaubtes nicht erkanntes (oder nicht geahndetes) Doping belastet ebenfalls "Gerechtigkeit".
Letzlich sind diese Wettkämpfe aus meiner Sicht wenig kulturfördernd. Obgleich mich der Einsatz von Frau Kerber faszinierte, oder auch diese Menschen auf den Brettern im Wasser oder halfpipe.

Es geht wohl tatsächlich nur darum, das "andere" zu brandmarken. Dem nicht-cis einen Betrugsversuch unterzuschieben und damit eine Geringschätzung zu forcieren?

Eigentlich kann nur Angst eine solch dauerhafte Ablehnung auslösen. Nur, welche oder wovor?

Meine Frau hat mir gestern gesagt, dass sie nicht mehr meine Frau sein kann, solange ich nicht ein r i c h t i g e r Mann sein will. Und alles ...trans oder so gehört nicht zu einer richtigen Frau oder einem richtigen Mann.

"Bekloppt" ist das schon. Vor ..zig Jahren war ich mir nicht klar - und wir lebten mit uns wie Mann+Frau. Seit 8 Jahren ist mir klarer, sie weiß drum...........und das Menschsein kam abhanden?

Tschuldigung, ein bißchen Thema verfehlt......aber aus dem Leben berichtet. Viele Grüße, Stina
Vicky_Rose
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Re: Der umstrittenste Kampf der Spiele dauert 46 Sekunden | Spiegel | Abo

Post 4 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose »

StinaMischa hat geschrieben: Fr 2. Aug 2024, 02:19 Wie will da eine perfekte Regelung für "Gerechtigkeit" gefunden werden?
Es ist eigentlich ganz einfach: es gibt keine. Man macht Frauen- und Männerwettbewerbe, soweit so schlecht, weil wir darin nicht wirklich vorkommen. Aber auch innerhalb der Geschlechter kann es keine "Gerechtigkeit" geben. Menschen sind unterschiedlich veranlagt. Beim Sport werden häufig Veranlagungen miteinander verglichen. Ein Beispiel ist die Diskussion um Testosteron (https://www.quarks.de/gesundheit/medizi ... mstritten/). Für mich ist das alles unnötig, aber Menschen wollen sich wahrscheinlich mit anderen messen.

Aber besser im Sport heißt nicht besserer Mensch. "The looser's standing small ..." Wirklich ?

@Stina: Was Dein OT-Thema betrifft, willst Du Dir nicht in einem eigenen Fred Hilfe holen ?
Viele Grüße
Vicky

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Anne-Mette
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Re: Der umstrittenste Kampf der Spiele dauert 46 Sekunden | Spiegel | Abo

Post 5 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

SPIEGEL (auch ohne Abo)

-»Würde sie umarmen-« Gegnerin Carini verteidigt Boxerin Khelif in Genderdebatte
Seit die italienische Boxerin Angela Carini gegen die Algerierin Imane Khelif verloren hat, wird erbittert über deren Geschlecht diskutiert. Carini empfindet dies als nicht fair. Der Fall habe sie -»traurig gemacht-«.

https://www.spiegel.de/sport/olympia/ol ... 894f205238
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Re: Der umstrittenste Kampf der Spiele dauert 46 Sekunden | Spiegel | Abo

Post 6 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

taz:

Olympische Genderdebatte: "Basta, das war"™s"

Italiens Angela Carini gibt im Boxkampf gegen die Algerierin Imane Khelif frühzeitig auf. Viele wollen sie bei den Frauen nicht dabei haben.


https://taz.de/Olympische-Genderdebatte/!6024185/
Jaddy
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Re: Der umstrittenste Kampf der Spiele dauert 46 Sekunden | Spiegel | Abo

Post 7 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Dass Khelif nicht trans ist, sollte inzwischen allgemein klar sein - nur eben etlichen Medien nicht, oder sie ignorieren es absichtlich.

"Übermedien" beschäftigt sich im heutigen Newsletter ausführlich medienkritisch mit dem Fall.

Ich zitiere mal den Teil des Newsleters dazu:
Das Olympische Komitee hatte bei Khelifs Zulassung keinerlei Bedenken, ihre Testosteron-Werte seien im Rahmen gewesen, heißt es dort. Und dieser eine Test von 2023, der Zweifel an ihrem biologischen Geschlecht weckte, wurde von der Internationalen Boxing Association (IBA) durchgeführt, einem Verband, dem laut "Spiegel" Korruption, Führungsprobleme und Wettbewerbsverzerrung vorgeworfen werden. Eine Folge ist, dass er die olympischen Box-Wettkämpfe nicht mehr austragen darf. Das IOC nannte die Testergebnisse "willkürlich". Was an den Zweifeln an Khelifs Geschlecht wirklich dran ist, lässt sich nicht nachprüfen, weil die IBA nicht transparent gemacht hat, was und wie überhaupt getestet worden ist.

In einem Faktencheck vom "Volksverpetzer" heißt es, dass Khelif möglicherweise eine seltene genetische Disposition habe, die zu einem Y-Chromosom führe.

"Falls dies bei ihr zutreffen würde — es könnte allerdings auch etwas anderes sein — könnte das möglicherweise zu (manchmal?) erhöhten Testosteron-Werten führen. Ob das zu einem größeren biologischen Vorteil führen könnte und ob das den Wettbewerb "šunfair"˜ machen könnte, das können wir nicht beurteilen und kann auch gerne diskutiert werden. Khelif ist deshalb jedoch kein "šMann"˜ und auch nicht trans."

Bei der "Neuen Osnabrücker Zeitung" ließen sie sich von solch schlichten Fakten aber nicht ausbremsen und fanden es eine gute Idee, zu der Causa jemanden anzufragen, der verlässlich Aufreger-Statements zu Trans-Themen liefert: die Altfeministin Alice Schwarzer. Die sagte dazu:

"Es ist natürlich grotesk, zu behaupten, ein als Mann geborener Mensch könne durch Hormone und Operationen einen Körper wie eine Frau haben. Was auch mit diesem tragischen Boxkampf bewiesen wurde."

Die Behauptung, Khelif sei "als Mann geboren" worden, ist eine glatte Lüge. In Schwarzers Zeitschrift "Emma" stand diese Falschinformation noch expliziter, dort ist von Khelif als "Transfrau" die Rede, außerdem steht dort die Quatsch-Aussage, in Paris träten "erstmals zwei biologische Männer im Frauenboxen an".

Nun würde niemand auf die Idee kommen, die "Emma" als journalistische Quelle ernst zu nehmen. Leider gab es durchaus Redaktionen, die es sinnvoll fanden, Schwarzers Lügen-Statement zu zitieren. Es landete zum Beispiel ohne Richtigstellung in einem "Welt"-Artikel — und wurde gestern still und heimlich wieder daraus entfernt. Bei der "WAZ" steht Schwarzers Nonsens dagegen noch online. Und bei der "Berliner Zeitung" brauchen sie Schwarzer gar nicht, um Khelif schon im Titel als ""˜trans"˜-Boxerin" zu bezeichnen.

Medienkritik kam sogar von höchster Sport-Stelle, nämlich von einem IOC-Sprecher, der in einer Pressekonferenz sagte:

"Es geht hier nicht, das sollte jedem klar sein, um eine Transgender-Frage. Ich weiß, dass Sie das wissen, aber ich denke, dass darüber falsch berichtet wurde."

Interessanterweise habe ich dieses Statement beim Kölner Boulevard-Blatt "Express" entdeckt. Dessen Text zum Thema heißt "Geschlechts-Vorwürfe gegen Olympia-Boxerin: Großer Irrtum jetzt offiziell aufgeklärt" und erwähnt Schwarzer zwar, aber nur, um ihre Aussage anschließend mit Fakten zu widerlegen. Auch beim Lokalsender Ulm-TV finde ich eine Agenturmeldung, die Schwarzers Behauptung mit Fakten einordnet.

Selbst die "Bild" überrascht mit Zwischentönen. Die Redaktion hatte zwar einerseits über eine ""˜männliche"˜ Boxerin" geschrieben. Andererseits warnte der Vize-Chefredakteur in einem Kommentar vor Falschmeldungen zum Thema und schrieb, Khelif verdiene "als Mensch Respekt und keinen Hass" (er schrieb auch noch sehr viel weniger einleuchtende Dinge, die ich hier nicht aufdröseln möchte).

Die Frage, ob der Kampf tatsächlich unfair war, ist weder eine für Feuilletons noch für Boulevard-Blätter. Um das zu beurteilen, fehlen, wie schon gesagt, wichtige Details. Umso wichtiger, dass die Fakten stimmen, die bekannt sind.

In Sachen Imane Khelif gibt es leider auch die Redaktionen, die nicht unter dem Verdacht stehen, gegen trans Menschen zu hetzen, und es vor lauter gutem Willen trotzdem falsch machen. Die WDR-Marke "Cosmo" zum Beispiel erwähnte Khelif in einem Insta-Beitrag zum Thema "Kaum trans* Frauen bei Olympia" — mit richtigen Infos, aber eben in einem irreführenden Kontext.

Es ist vermutlich schon ein Erfolg, dass an diesem Boxkampf zumindest in den seriösen Medien nicht die ganz große Trans-Debatte aufgehängt wird, die rund um das Selbstbestimmungsgesetz ja schon genug ausgewalzt worden ist. Dass die Stichworte trans und gender verlässlich Aufmerksamkeit liefern, gerne mit ordentlich Gepöbel, ist nicht neu und war auch bei uns schon Thema.

Der aktuelle Fall wäre eigentlich ein guter Anlass, ein paar Missverständnisse aufzuklären. Und tatsächlich sind seit Donnerstag eine Reihe von Beiträgen erschienen, zum Beispiel beim "Stern", die sich mit dem komplexen Zusammenspiel von Biologie und Geschlecht beschäftigen. Diejenigen, die gegen den angeblichen Gender-Gaga Stimmung machen, behaupten ja immer wieder gerne, es gebe nur zwei Geschlechter. Der Fall Khelif zeigt gerade: So einfach ist es nicht.

Ganz allgemein gesprochen: Eine Person mit XY-Chromosom kann durchaus eine Gebärmutter haben. Menschen können männliche und weibliche Geschlechtsorgane gleichzeitig haben. Frauen können überdurchschnittlich hohe Testosteron-Werte haben. Und natürlich gibt es auch Männer, deren Körper alle biologischen Merkmale einer Frau haben. Es ist also kompliziert. Komplizierter auf jeden Fall, als uns diejenigen weismachen wollen, die das Thema nur für ihre Hetz-Agenda brauchen.

Wie schön wäre es, faktenbasiert darüber diskutieren zu können, was geschlechtliche Vielfalt für sportliche Wettkämpfe bedeutet. Stattdessen wird diese Grundsatzdebatte anhand von zwei einzelnen Sportlerinnen geführt. Und das, obwohl wir über den Einzelfall Khelif gar nicht genug wissen, um irgendetwas daraus abzuleiten.

Ich weiß natürlich, wie das mit der medialen Aufmerksamkeit funktioniert: Der Box-Wettkampf ist eine dieser Geschichten, die von Olympia 2024 in Erinnerung bleiben werden. Wäre vor Monaten ein längeres Stück erschienen, dass sich mit den Zulassungsregeln fürs olympische Boxen fundiert auseinandersetzt, hätten es Teilzeit-Boxfans und Nicht-Olympiagucker wahrscheinlich gepflegt übersehen.

Und da ich mich dazu zähle: Womöglich gab es so ein Stück sogar. Falls ja, weisen Sie mich gerne darauf hin (annika.schneider@uebermedien.de).
(Hervorhebungen von mir)
Olivia
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Re: Der umstrittenste Kampf der Spiele dauert 46 Sekunden | Spiegel | Abo

Post 8 im Thema

Beitrag von Olivia »

...dazu ein Zitat aus dem "Correctiv-Newaletter" vom 02.08.2024:

"Ein olympischer Boxkampf erhitzt seit gestern die Gemüter. In sozialen Netzwerken echauffieren sich Tausende und greifen den olympischen Bund, vor allem aber Boxerin Imane Khelif aus Algerien an. Die Behauptung: Sie sei keine Frau. Auch einige Medien und die italienische Ministerpräsidentin Meloni schlugen in die gleiche Kerbe. Die Diskussion zeigt aber, dass es hierbei weniger um den Sport, sondern eigentlich um einen Kulturkampf geht.

Was war passiert:

Die italienische Kämpferin Angela Carini gab den Kampf nach nicht einmal einer Minute auf; die Schläge von Khelif hätten eine Stärke, die sie zuvor noch nicht erlebt habe. Auch auf den üblichen Handschlag nach dem Kampf verzichtete sie. In Bezug auf ihre Gegnerin verblieb sie in Andeutungen, anders aber zahlreiche Kommentatoren, die Khelif scharf und oft diffamierend angriffen.

Woher rührt die Kritik?

Wichtig, um die Diskussion zu verstehen, ist: Imane Khelif ist 25 Jahre alt, wuchs als Frau in Algerien auf und ist seit vielen Jahren im Boxen aktiv. Dabei hat sie immer an Frauenwettbewerben teilgenommen und war bereits bei der letzten Olympiade dabei — ohne Medaillengewinn.

Im letzten Jahr wurde sie allerdings nachträglich von der Weltmeisterschaft disqualifiziert. Nach Angaben des (umstrittenen) Boxverbandes IBA hatte sie den Geschlechtstest nicht bestanden, die Details sind aber nicht offen einsehbar. Möglicherweise aufgrund zu hoher Testosteronwerte, doch hier gibt es viele nicht belegte Behauptungen.

Der IOC legt allerdings andere Kriterien an als der IBA-Boxverband, um Geschlechtsmerkmale von Athletinnen und Athleten zu überprüfen, deshalb darf Khelif bei Olympia starten. Damit ist sie nicht allein — weder bei dieser Olympiade noch in der Geschichte des Sports.

Warum das für den Sport eine wichtige Debatte ist

Der Blick in die Vergangenheit zeigt vielmehr, dass die Frage, wo die Grenzwerte für Geschlechtervarianzen (die viele in dieser Debatte negieren) verlaufen, seit Jahrzehnten immer wieder auftaucht — besonders in Bezug auf intergeschlechtliche Personen. Die Debatte hat auch genau dort ihren sachlichen Platz: Denn es geht um die Frage der Fairness — und die ist im sportlichen Wettkampf zentral.

Was viele daraus machen:

Die öffentliche Debatte verläuft aber vollkommen anders. Zahlreiche Beiträge behaupteten, hier habe ein Mann auf eine Frau eingeschlagen. Auch einige deutsche Medien, Prominente und Bundestagsabgeordnete stiegen ein, oft mit empörten Worten. Sie behaupteten, Khelif würde sich nur als Frau fühlen — oder sei eigentlich eine trans Frau.

Doch auch das ist falsch, denn Khelif ist als Mädchen aufgewachsen — in Algerien wäre eine Geschlechtsangleichung auch gar nicht legal. Das zeigt aber auch:

Eigentlich geht es um einen Kulturkampf

Der dahinter liegende Kulturkampf wird mit starken Worten, wenig Differenzierung und diffamierenden Behauptungen ausgetragen. Ähnlich wie bei der Debatte ums Gendern wissen die Protagonisten, dass das Thema Geschlecht eine große Reichweite sichert. Die Stoßrichtung: "Gender-Gaga" und "Wokeness-Wahn" zerstörten die Familienwerte und sorgten für Kontrollverlust.

Anders gesagt: Die durchaus schwierige Frage von Fairness im Sport nutzen viele Kommentierende hier für ihre eigene Agenda, dabei geht es ihnen aber nicht um Olympia. "
Anne-Mette
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Re: Der umstrittenste Kampf der Spiele dauert 46 Sekunden | Spiegel | Abo

Post 9 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Spiegel

Debatte über olympische Boxerinnen Weltverband zahlt Carini Preisgeld trotz Niederlage
Nach 46 Sekunden war Angela Carinis Kampf gegen Imane Khelif schon verloren. Es folgte eine Debatte über Khelifs Geschlecht, jetzt mischt sich auch der skandalträchtige Weltverband IBA ein — angeblich aus Mitleid.


https://www.spiegel.de/sport/olympia/ol ... 8a37b3bdac
Rusza
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Re: Der umstrittenste Kampf der Spiele dauert 46 Sekunden | Spiegel | Abo

Post 10 im Thema

Beitrag von Rusza »

Was ich so in den Kommentaren bei den Youtube Videos gelesen habe ist einfach nur ätzend.
Selbst wenn die Hälfte der Kommentare von Trollen stammt, es werden Hass und Hetze im großen Stil verbreitet.Es würde mich nicht wundern,wenn sich der Hass im Netz auf die Straße verlagert und es schlimmstenfalls zu körperlichen Übergriffen auf Transfrauen kommt.So bleibt nur zu hoffen, das in unserer schnelllebigen Zeit die ganze Geschichte bald wieder vergessen wird.
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Re: Der umstrittenste Kampf der Spiele dauert 46 Sekunden | Spiegel | Abo

Post 11 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Mimikama hat eine super-ausführliche FAQ/Recherche online gestellt.

https://www.mimikama.org/imane-khelif-u ... -ting-faq/
Jaddy
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Re: Der umstrittenste Kampf der Spiele dauert 46 Sekunden | Spiegel | Abo

Post 12 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Ganz interessanter Hintergrund
Lin Yu-ting begann ursprünglich mit dem Boxen, weil sie ihre Mutter vor häuslicher Gewalt schützen wollte, was deutlich zeigt, dass sie häusliche Gewalt am eigenen Leib erfahren hat.

Imane Khelif wuchs in Armut auf und begann mit dem Boxen, als sie den körperlichen Angriffen der Jungen in ihrem Dorf gut ausweichen konnte. Sie fuhr 10 km zum Training und musste arbeiten, um ihr Busticket selbst zu bezahlen, da ihr Vater das Boxen für Mädchen nicht guthieß. Eine Erfahrung, die viele Mädchen, die mit sogenannten "Wildfang"-Interessen aufwuchsen, wahrscheinlich kennen. Ich jedenfalls kenne mich damit aus. Sie ist seit Kurzem UNICEF-Botschafterin und möchte Mädchen überall dazu inspirieren, ihre Träume zu verfolgen. (unicef.org/algeria/en/stories/"¦)

Nicht, dass die Transphobie und die klaren rassistischen Untertöne der Angriffe auf diese beiden Frauen, obwohl sie beide cis sind, nicht schrecklich genug wären, aber es ist etwas besonders Unheilvolles und Grausames daran, dass die Leute, die beschlossen haben, sie als Bösewichte darzustellen und weiterhin Falschinformationen über beide zu verbreiten, behaupten, sie würden im Namen der Beendigung der Gewalt gegen Frauen und des Schutzes der Frauenrechte handeln.
(https://sunny.garden/@fringemagnet/112898770999046664 (en))

Der UNICEF-Link: https://www.unicef.org/algeria/en/stori ... ung-people (März 2024)
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Re: Der umstrittenste Kampf der Spiele dauert 46 Sekunden | Spiegel | Abo

Post 13 im Thema

Beitrag von ascona »

ich zitiere hier mal einen Teil aus Olivias Beitrag, den ich für wesentlich halte:
Olivia hat geschrieben: Sa 3. Aug 2024, 12:43 Warum das für den Sport eine wichtige Debatte ist

Der Blick in die Vergangenheit zeigt vielmehr, dass die Frage, wo die Grenzwerte für Geschlechtervarianzen (die viele in dieser Debatte negieren) verlaufen, seit Jahrzehnten immer wieder auftaucht — besonders in Bezug auf intergeschlechtliche Personen. Die Debatte hat auch genau dort ihren sachlichen Platz: Denn es geht um die Frage der Fairness — und die ist im sportlichen Wettkampf zentral.

Was viele daraus machen:
Eigentlich geht es um einen Kulturkampf...
Der dahinter liegende Kulturkampf wird mit starken Worten, wenig Differenzierung und diffamierenden Behauptungen ausgetragen. ...
Anders gesagt: Die durchaus schwierige Frage von Fairness im Sport nutzen viele Kommentierende hier für ihre eigene Agenda, dabei geht es ihnen aber nicht um Olympia. "
denn leider sieht man auch hier im Forum, daß das spezielle Problem, wie man im Leistungs/Wettkampf - Sport mit intersexuellen Personen umgeht, für eigene Agenda missbraucht wird.
Ganz schnell wird den andern unterstellt, es gehe um Transphobie.
Leider ruft die ganze Diskussion tatsächlich Transphobie hervor, aber das das wurde durch die IOC Entscheidung und die Art der Berichterstattung in den Medien mit verursacht.
Dafür wird der Lebenslauf der Boxerin hervor geholt. Als Beweis für ihr Frau-sein wird gesagt, sie ist doch als Mädchen aufgewachsen.
Wie oft konnte man hier schon lesen, daß das aufwachsen als Bub (auch mit männlichen Geschlechtsmerkmalen) noch lange kein Grund ist, daß die Person keine Frau sein kann ?
In diesem Fall soll das aber nicht mehr gelten ?
Und daß sie sich als Mädchen vorbildlich durch gesetzt hat, ist ja lobenswert. Aber das ist dann der Beweis, daß sie Frau ist ?
Kommt mal zurück zur Sachlichkeit !
Es geht nicht darum, ihr ihr Frau-sein, also ihr soziales Geschlecht Frau abzusprechen !
Es geht nur darum, ihr biologisches Geschlecht offen zu legen, weil das nun mal im Leistungssport - und erst recht im Boxen - von entscheidender Bedeutung ist.

Ich hoffe, niemand fühlt sich durch den Begriff biologisches Geschlecht diskriminiert, es ist auch mit keiner Wertung verbunden.
Geradezu lächerlich finde ich , wenn der Boxverband IBO als skandalträchtig diffamiert wird, und gleichzeitig das IOC als Hüter der Wahrheit und moralisch integrer Verband angesehen wird.

Einen interessanten Artikel habe ich hier: https://weltwoche.ch/daily/mann-oder-fr ... e-analyse/
dazu gefunden.
Also: Nein, Khelif ist aller Wahrscheinlichkeit nach kein Transgender. ... sondern eine sogenannte Intersex-Person, die Merkmale beider Geschlechter besitzt, aber biologisch ein Mann ist. Was er sicher nicht ist: eine Frau. Damit sollte die Sache eigentlich klar sein. Denn selbst wenn Khelif als Mädchen eingetragen wurde und aufgewachsen ist, ist er gemäss DNA-Test ein Mann und geniesst dieselben physischen Vorteile wie ein Mann.
Fazit:
- als Kriterium für das biologische Geschlecht nimmt der Boxverband IBO die Tatsache, ob das XY-Chromosom vorliegt.
- als Kriterium für das biologische Geschlecht nimmt das IOC die Tatsache, ob der Testosteron Gehalt im Blut über oder unter 10 nmol/l ist.
Auf den früher zitierten "Volksverpetzer" wird Bezug genommen. Der hat sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
Jaddy
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Re: Der umstrittenste Kampf der Spiele dauert 46 Sekunden | Spiegel | Abo

Post 14 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Also soweit ich weiss ist noch gar nichts genaues bekannt. Weder zu Khelifs DNA noch zu Hormonstatus oder sonstwas. Die Angaben, was diese IBA da angeblich getestet hat, variieren. Dass die IBA spätestens durch die Übernahme durch Kremlev eine ziemlich korrupte und unseriöse Organisation ist, die ganz bestimmte Sportler*innen pusht und andere benachteiligt, scheint mir erwiesen. Das heisst nicht, dass das IOC irgendwie heiliger wäre; insbesondere deren Spitzenriege nicht.

Bisher ist also nicht mal klar, _ob_ Khelif inter ist und falls ja, in welcher Form und welche Auswirkungen das ggf auf ihre Physik gehabt haben könnte.
Klar ist auf jeden Fall, dass sie nicht trans ist.

Es stände auch selbst der Weltwoche gut an, die richtigen Pronomen zu verwenden. Mindestens ausgehend von Khelifs bekannter Biografie als Mädchen und Frau. Ausser sie wollen ab sofort bei allen Menschen Chromosomentests veranstalten, bevor sie über sie schreiben. Sie könnten dabei ein paar Überraschungen erleben.

Anyway: Den IOC-Regeln nach erfüllt Khelif die Kriterien in ihrer Klasse. 2024 genauso wie all die Jahre davor - bis auf diese zweifelhafte IBA-Sache 2023. Ausserdem boxt sie bereits von klein auf und von Anfang an bei den Frauen und das nicht mal so überragend erfolgreich.

Tatsächlich geht es überhaupt nicht einfach darum, "ihr biologisches Geschlecht offenzulegen". Zum einen gibt es biologisch nicht "das Geschlecht", sondern mindestens vier verschiedene Koordinaten, die nicht zwingend in die gleiche Richtung zeigen oder in sich eindeutig sein müssen - Genitalien, Gonaden, Chromosomen, diverse Gene ausserhalb X und Y mit Auswirkungen -, plus etliche Variationen. Phänotypische Frauen - also Menschen, die von aussen und innen "so aussehen" - mit 46XY Chromosomen existieren, bringen sogar Kinder zur Welt und wissen tw nicht mal von ihren Chromosomen(1). Gibt"™s nicht so selten(2). Auch Menschen mit unterschiedlicher DNA je nach Körperstelle(3) (Mosaik bzw "Chimären", meist verschmolzene mehreiige Mehrlinge). Anders herum gibt es auch phänotypische Männer/Väter mit Uterus, Frauen mit innenliegenden Hoden, usw. usf. In (4) gibt es wunderbare Beispiel und Erklärungen. Menschliche Biologie ist spannend und super vielfältig. Chromosomen sind nur die Rezepte. Auf dem Weg zu einem Körper und seinen Organen kann alles mögliche nicht nach Lehrbuch passieren. Sehr gut erklärt in (5). Das betrifft vermutlich mehr als 1,5% der Bevölkerung. Also so viele, wie rote Haare haben oder grüne Augen oder einen Doktortitel.

Bei Khelif _könnte_ _irgendetwas_ davon der Fall sein.

Aber selbst das macht sie nicht automatisch zur nicht-Frau und legt auch nicht fest ob sie irgendeinen unfairen Vorteil gegenüber ihren Wettbewerberinnen hat. Das Problem sind zum einen die zu einfachen und zu pauschalen, nicht wirklich gut durchdachten Leistungsklassen, die zum zweiten an einer virtuellen Idee von "Frau" aufgehängt werden.

Der viel gewichtigere andere Punkt ist nämlich mAn, dass gerade im Frauen-Leistungssport erheblicher Druck auf die Sportlerinnen ausgeübt wird, sehr femininen Stereotypen zu entsprechen plus "sehr hetero und hetero-sexy" zu erscheinen. So formulierte es eine selbst betroffene Person in "Queer gewinnt - Eine Sport-Utopie"(6).

Während Michael Phelps oder Usain Bolt mit jeweils diversen, eigentlich auch nicht fairen genetischen UND physischen Vorteilen ggü ihren männlichen Mitbewerbern gefeiert werden, müssen Frauen immer innerhalb und unterhalb bestimmter Grenzen bleiben. Sonst werden sie angefeindet oder ausgegrenzt. Mindestens werden sie dem "Verdacht" ausgesetzt, dass sie keine "echten" Frauen sind - Untertitel: "echte Frauen wären zu solchen Leistungen niemals in der Lage""¦

Also wenn hier etwas auf den Tisch gehört, dann die Definition der Leistungsklassen für diverse Sportarten _und_ die pauschale Einteilung nach einer ziemlich willkürlichen Definition von "Geschlecht" _und_ der gleichzeitig kleinmachende, reduzierende Effekt, den das auf Frauen im Leistungsport ausübt. Aber sich mit statistischen Ausnahmen zu beschäftigen und diese im Sinne realer, messbarer Fairness zu kompensieren, würde eine Neudefinition von Liestungssport erfordern. Im "Behindertensport" wird soetwas angestrebt. Aber um echte Fairness geht es bei der ganzen Sache mE gar nicht. Auch bei Frauensport vs Männersport nicht. Es geht um einfache Klischees und Erwartungen - und um Geld.

"”"”

(1) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2190741/ - tldr Bei der 52jährigen Mutter einer 17 jährigen wird 46XY festgestellt. Bei der Tochter auch. Die ganze Familie vererbt offenbar seit Generationen DSDs.
(2) https://www.independent.co.uk/news/scie ... 33528.html
(3) z.B. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs ... mg.a.34123 und https://de.wikipedia.org/wiki/Lydia_Fairchild und https://sci-hub.st/https://doi.org/10.1056/nejmoa013452
(4) https://www.spektrum.de/news/die-neudef ... ts/1335086
(5) https://youtu.be/_K5-3Umq6gM?t=281 oder https://invidious.reallyaweso.me/watch?v=_K5-3Umq6gM (ab 4:50)
(6) Artikel https://www.queer.de/detail.php?article_id=50134, Film https://www.3sat.de/film/dokumentarfilm ... e-100.html Starke Sehempfehlung!
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Re: Der umstrittenste Kampf der Spiele dauert 46 Sekunden | Spiegel | Abo

Post 15 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich denke, es ist inzwischen vorrangig ein Medien-Ereignis und kein sportliches.

Den Beteiligten gönne ich, dass sie schnell wieder aus dem Rampenlicht heraustreten können und unbeschadet davonkommen.

So viel Hass, wie in den letzten Tagen verbreitet wurde, wird kaum auszuhalten sein - und wird neben den unmittelbar Beteiligten auch anderen Menschen Schaden zufügen und hat das schon in hohem Maße getan.
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