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[RB] Bremer FDP will Gendern in Schulen und Verwaltung verbieten
Verfasst: So 21. Jul 2024, 16:59
von Inga
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Bremer FDP will Gendern in Schulen und Verwaltung verbieten
Dazu will die FDP-Fraktion einen Dringlichkeitsantrag in die Bürgerschaft einbringen, um den Bremer Senat zu einem Verbot zu bringen.
Die deutsche Sprache werde durch das Gendern verunglimpft — zu Lasten der Verständlichkeit für Einheimische wie auch für Ausländer, so FDP-Fraktionschef Thore Schäck. Deshalb solle nun Schluss sein mit der "Fantasiesprache" — zumindest an Schulen und im Öffentlichen Dienst, schreibt die FDP es in einer Mitteilung.
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https://www.butenunbinnen.de/nachrichte ... n-100.html
Re: [RB] Bremer FDP will Gendern in Schulen und Verwaltung verbieten
Verfasst: So 21. Jul 2024, 17:03
von Anne-Mette
Inga hat geschrieben: So 21. Jul 2024, 16:59
Dazu will die FDP-Fraktion einen Dringlichkeitsantrag in die Bürgerschaft einbringen, um den Bremer Senat zu einem Verbot zu bringen.
"Was Dringlicheres" haben sie nicht zu tun?
Wer braucht solche politischen Gruppierungen?
Re: [RB] Bremer FDP will Gendern in Schulen und Verwaltung verbieten
Verfasst: So 21. Jul 2024, 17:04
von Inga
Mein Senf zu dieser Nachricht:
Liberale Großzügigkeit im Alltag ist auch nicht immer Sache der FDP.
Liebe Grüße
Inga
Re: [RB] Bremer FDP will Gendern in Schulen und Verwaltung verbieten
Verfasst: So 21. Jul 2024, 17:27
von Alicia
Inga hat geschrieben: So 21. Jul 2024, 16:59
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Dazu will die FDP-Fraktion einen Dringlichkeitsantrag in die Bürgerschaft einbringen, um den Bremer Senat zu einem Verbot zu bringen.
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Immer die gleiche Ablenkungsstrategie von den wesentlichen Themen. In Bayern nicht anders, nur von anderer politischer Seite.
Re: [RB] Bremer FDP will Gendern in Schulen und Verwaltung verbieten
Verfasst: So 21. Jul 2024, 18:26
von Stefanie
Grundsätzlich eine gute Idee mit dem Verbot der Genderei - sofern sich das nur auf die Sprache bezieht. Mich nervt nämlich das alberne Nennen der männlichen und weiblichen Bezeichnungen (Verbraucherinnen und Verbraucher, Politiker und Politkerinnen, Spinner und Spinnerinnen) inzwischen ziemlich. Genauso wie der unselige Doppelpunkt mitten im Wort. Das alles ist eine Verhunzung der deutschen Sprache, erschwert die Lesbarkeit und ist einfach nur überflüssig. Welches andere Land in Europa macht sowas mit seiner Sprache?
Warum das aber seitens der FDP gleich mit einem "Dringlichkeitsantrag" eingebracht werden muss, ist wirklich rätselhaft. Da stimme ich euch zu - hat unser Land keine "dringlicheren" Probleme?
Re: [RB] Bremer FDP will Gendern in Schulen und Verwaltung verbieten
Verfasst: So 21. Jul 2024, 18:30
von Inga
Alicia hat geschrieben: So 21. Jul 2024, 17:27
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Immer die gleiche Ablenkungsstrategie von den wesentlichen Themen. In Bayern nicht anders, nur von anderer politischer Seite.
Das Gendern ist für mich das Bemühen um respektvolles Formulieren in der Vielfalt der Geschlechter.
Dass ein Verbot von solch respektvollem Formulieren in der Verwaaltung von anderen politischen Seiten als politische Strategie betrieben wird, ist mir schon bekannt.
Aber erschreckend finde ich es, dass sich jetzt schon selbst in der FDP dies geschieht.
Liebe Grüße
Inga
Re: [RB] Bremer FDP will Gendern in Schulen und Verwaltung verbieten
Verfasst: So 21. Jul 2024, 18:47
von Anja61
Hallo allerseits,
mit dem Gendern habe ich sprachlich auch so meine Probleme. Von Gegnern und Befürwortern wird es jeweils oft sehr dogmatisch gesehen.
Mich wundert jedoch nicht, dass die Bremer FDP dieses verbieten will. Sie ist politisch in der Defensive und möchte einen höheren Stimmenanteil erzielen. Erschreckend finde ich das nicht - die Liberalen sind der FDP schon seit langem in der Minderheit!
Viele Grüße
Anja
Re: [RB] Bremer FDP will Gendern in Schulen und Verwaltung verbieten
Verfasst: So 21. Jul 2024, 18:57
von Mirjam
Inga hat geschrieben: So 21. Jul 2024, 17:04
Liberale Großzügigkeit im Alltag ist auch nicht immer Sache der FDP.
Freiheit ist für die FDP von heute eben auch nur noch die Freiheit der Besserverdienenden "¦ (*)
LG
Mirjam
(*) von der Übernahme von Verantwortung für das, was sie tun "¦

Re: [RB] Bremer FDP will Gendern in Schulen und Verwaltung verbieten
Verfasst: So 21. Jul 2024, 19:01
von Mirjam
Stefanie hat geschrieben: So 21. Jul 2024, 18:26
Mich nervt nämlich das alberne Nennen der männlichen und weiblichen Bezeichnungen (Verbraucherinnen und Verbraucher, Politiker und Politkerinnen, Spinner und Spinnerinnen) inzwischen ziemlich. Genauso wie der unselige Doppelpunkt mitten im Wort. Das alles ist eine Verhunzung der deutschen Sprache, erschwert die Lesbarkeit und ist einfach nur überflüssig.
So, ist es das? Ich jedenfalls fühle mich von "Verbraucher" und anderen männlichen Bezeichnungen nicht angesprochen. Und ich bin mir sicher, ich bin da nicht die einzige.
Für mich ist es in erster Linie eine Frage des Respekts, wie ich Menschen anspreche. Das generische Maskulinum lässt eben diesen Respekt vermissen, zumindest gegenüber gut der Hälfte der Menschen. Deswegen:
Mirjam
Re: [RB] Bremer FDP will Gendern in Schulen und Verwaltung verbieten
Verfasst: So 21. Jul 2024, 20:05
von Jaddy
Vielleicht mal die erwähnte "Handreichung gendersensible Sprache in der Bremer Verwaltung" durchlesen.
Die ist nämlich einerseits klar in der Ansage schon im Vorwort:
"Der Rat für deutsche Rechtschreibung stellt fest, dass "das Recht der Menschen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugehörig fühlen, auf angemessene sprachliche Bezeichnung ein Anliegen [ist], das sich auch in der geschriebenen Sprache abbilden soll."". Das ist eben jener Rat, auf den sich alle beziehen, also Söder etc und auch die Bremer FDP mit ihrem Sommerloch-Antrag.
Andererseits werden in Bremen keineswegs Sternchen o.ä. vorgeschrieben. Gegeben werden
"Anregungen und praktische Tipps. Sie soll Sie dabei unterstützen, alle Menschen gleichberechtigt anzusprechen und auf diesem Weg möglichst gut zu erreichen. Werden Sie gerne auch selbst kreativ im Formulieren und tragen Sie dazu bei, dass Sie mit Berichten, Vorlagen, Formularen und sonstigen Schriftstücken, aber auch im mündlichen Kontakt zukünftig alle Menschen erreichen und gendersensibel kommunizieren."
Und diese Anregungen und Tipps sind pragmatisch und defensiv:
1. Verwende genderneutrale Begriffe: Mitarbeitende, Personal, Vertragsparteien, ...
2. Formuliere um: jeder -> alle, Senioren / Seniorinnen -> Ältere Menschen, ...
3. "Passende und angemessene genderneutrale Begriffe oder Umformulierungen sind nicht immer zu finden. Dann können die schon erwähnten Zeichen helfen.", also *, :, _
Heisst: Sternchen dann, wenn irgendwie nichts anderes funktioniert. Mit Beachtung der Barrierefreiheit, z.B. Screenreader, Vergrößerungssysteme und auf Leichte Sprache.
Fazit: Es gibt keinen Zwang zu Sternchen in der Bremer Verwaltung, sondern Empfehlungen, wie das verfassungsrechtliche Gebot eingehalten werden kann, sowie die Aufforderung, dies kreativ im Sinne der Aufgabe umzusetzen. Diese Handreichung kann wirklich allgemein verwendet werden, auch von Privatleuten. Die ist nämlich wirklich gut.
Bildschirmfoto 2024-07-21 um 19.25.50.png
Seite:
https://www.transparenz.bremen.de/metai ... age-160588
PDF:
https://www.afz.bremen.de/sixcms/media. ... igiert.pdf