Lana hat geschrieben: Mi 17. Jul 2024, 23:50
Vesta hat geschrieben: Mi 17. Jul 2024, 23:15
Denen geht es wirklich darum, mit einem erheblichem Teil ihres gigantischen Vermögens Gutes zu tun.
Das mag schon sein, dass die das so sehen. Ist ähnlich wie bei den Kirchen, die behaupten das auch von sich.
Ich sehe es anders.
Schon allein, weil sie der Ansicht sind, dass sie besser als alle anderen und alle demokratischen Systeme entscheiden können, was gut für andere ist.
Es gibt eine Doku über Gates, die eine ziemliche Hubhudelei ist, weil auch irgendwie von ihm initiiert

Trotz allen Lobs seiner Initiativen bleibt am Ende übrig, dass keines seiner Vorhaben wirklich zielführend war.
Exemplarisch die Idee mit den "Klos für alle". Die Analyse war richtig: Sanitäranlagen verhindern Krankheiten und sie fehlen insbesondere in den ärmsten Gegenden. Aber dann engagiert er High-Tech-Leute und gibt zig Millionen für Konstruktionen aus, die
"¢ alle nicht die lokalen Gegebenheiten einbeziehen,
"¢ komplizierte Technik und hochentwickelte Materialien beinhalten
"¢ letztlich zu teuer für die Leute in den Zielgebieten sind,
"¢ also nur als Spenden abgegeben werden können,
"¢ hochqualifizierte Leute für Betrieb und Wartung brauchen.
Seine Impfkampagnen ebenso. Grundsätzlich eine gute Idee, die letztlich daran scheiterte, dass sie
"¢ die Leute vor Ort nicht einbezog
"¢ alle Entscheidungen anhand von "Daten" am grünen Tisch in den USA traf
"¢ von politischen und kulturellen Gegebenheiten überrascht wurde.
Wie solche Fehlschläge zustande kommen habe ich schon in den 80ern gelernt. War sogar Thema meines mündlichen Abis in Geografie 1985. Aber Gates macht das in den 2000ern immer noch: Jedes Problem mit noch mehr High-Tech und ausschliesslich aus seiner Warte lösen wollen, statt partizipativ.
Buffet hat mit seinen Geschäften, hauptsächlich Fossilenergie, mehr Schaden auf dem Planeten angerichtet, als er je durch angebliche Philanthropie wieder gutmachen könnte.
Zu
Soros hab ich wenig Infos, was er angestellt hat, aber allein Wiki listet einige weltwirtschaftlich problematische Geschäfte auf. Das beste, was ich von ihm weiss ist, dass er die
Open Society Foundations gegründet und mit dem Großteil seines Vermögens ausgestattet hat. Die machen durchaus gute Dinge. Wohl hauptsächlich, _weil_ er sich nicht einmischt.
Nicht vergessen werden sollten aber auch solche Milliardäre (entgendern lohnt da nicht), die richtig üble Vereine fördern; im wesentlichen zum eigenen Vorteil, also: Möglichst lange Fortsetzung ihrer Profite aus problematischen Unternehmungen. Die Kochs beispielsweise. Und was Oligarchen, die kaum eins auf dem Schirm hat, in anderen Ländern so treiben, ist auch noch so eine Sache.
Anyway: Persönliche Vermögen über 1 Milliarde Dollar - oder Euro - sollten meines Erachtens reichlich besteuert werden. Das reicht für ein fantastisches Luxusleben, aber verhindert, dass sich Einzelne Politik kaufen.