Seite 1 von 2

AfD will Sachsen und Thüringen zu flüchtlingsfeindlichen Bundesländern umformen

Verfasst: Di 16. Jul 2024, 17:06
von Anne-Mette

Re: AfD will Sachsen und Thüringen zu flüchtlingsfeindlichen Bundesländern umformen

Verfasst: Di 16. Jul 2024, 18:59
von missy
Haben wir bald wieder 1933?
Hat Deutschland wirklich nichts gelernt?
Mir graut, wenn ich den o.g. Spiegelbericht über die swr-Recherche lese.
Ich könnte kotzen. Sorry.
missy

Re: AfD will Sachsen und Thüringen zu flüchtlingsfeindlichen Bundesländern umformen

Verfasst: Mi 17. Jul 2024, 01:37
von Blossom
"Freistaaten" sind schon grundsätzliche seltsam ... Aber nur zu, dann aber ohne Förderungen der übrigen Bundesländer, wenn es wirtschaftlich voll in die Hose geht. Ohne Zuwanderung kein Aufschwung, aber das scheint in den irren Köppen der AfD nicht anzukommen.

Re: AfD will Sachsen und Thüringen zu flüchtlingsfeindlichen Bundesländern umformen

Verfasst: Mi 17. Jul 2024, 10:35
von Kerstin
Blossom hat geschrieben: Mi 17. Jul 2024, 01:37 ...... Ohne Zuwanderung kein Aufschwung, aber das scheint in den irren Köppen der AfD nicht anzukommen.
Wirtschaftsinterressen vor Umweltschutz? Soll das wirklich ein nachhaltiges Konzept sein das unsere Wirtschaft nur dann vernünftig läuft wenn permanent neue Konsumenten kommen? Wo ist da die Nachhaltigkeit?

Re: AfD will Sachsen und Thüringen zu flüchtlingsfeindlichen Bundesländern umformen

Verfasst: Mi 17. Jul 2024, 12:01
von Martina-NB
Kerstin hat geschrieben: Mi 17. Jul 2024, 10:35
Blossom hat geschrieben: Mi 17. Jul 2024, 01:37 ...... Ohne Zuwanderung kein Aufschwung, aber das scheint in den irren Köppen der AfD nicht anzukommen.
Soll das wirklich ein nachhaltiges Konzept sein das unsere Wirtschaft nur dann vernünftig läuft wenn permanent neue Konsumenten kommen? Wo ist da die Nachhaltigkeit?
Hier geht es ja wohl eher um Arbeitskräfte. Schau Dich doch um: Ohne ausländische Arbeitskräfte würde hier gar nichts mehr gehen.

Re: AfD will Sachsen und Thüringen zu flüchtlingsfeindlichen Bundesländern umformen

Verfasst: Mi 17. Jul 2024, 12:21
von Juliane
Das wäre sehr schade, aber mein Lieblingsurlaubsland Thüringen wird dann von mir
nicht mehr betreten!

Und auch Sachsen wird nicht mehr durchfahren, besucht, oder für eine Zwischendurchübernachtung
in Betracht gezogen.
Ich betrachte diese Bundesländer dann als wieder mit einem Grenzzaun versehen, wie vor 1989.

Meinetwegen kann der "Schutzwall" gerne auch aus Glasbausteinen bestehen. Dann können die
dort drinnen wenigstens sehen, wie es drumherum aufwärts geht.

Liebe Grüße an alle die, die das ebenso sehen, Juliane

Re: AfD will Sachsen und Thüringen zu flüchtlingsfeindlichen Bundesländern umformen

Verfasst: Mi 17. Jul 2024, 12:29
von Jaddy
Kerstin hat geschrieben: Mi 17. Jul 2024, 10:35
Blossom hat geschrieben: Mi 17. Jul 2024, 01:37 ...... Ohne Zuwanderung kein Aufschwung, aber das scheint in den irren Köppen der AfD nicht anzukommen.
Wirtschaftsinterressen vor Umweltschutz? Soll das wirklich ein nachhaltiges Konzept sein das unsere Wirtschaft nur dann vernünftig läuft wenn permanent neue Konsumenten kommen? Wo ist da die Nachhaltigkeit?
Es geht nicht um Konsument"¢innen, sondern um junge Menschen, die all die Jobs übernehmen für die in Rente gehenden geburtenstarken Jahrgänge von 1960-1970. Der Fachkräftemangel betrifft ja längst alle Branchen. Überall schränken Geschäfte, Praxen, Restaurants und andere ihre Öffnungszeiten ein, weil ihnen Personal fehlt. Übrigens im Osten ganz besonders: https://www.deutschlandatlas.bund.de/DE ... _cqo4bxjge und
Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://www.bpb.de/cache/images/9/32948 ... .png?FB2CD
. Diese Länder überaltern besonders stark und hinziehen wollen da offenbar auch kaum Leute. Zugewanderte schon gar nicht. Die fünf Ost-Länder (ohne Berlin) haben bei weitem die niedrigsten Quoten:
Bildschirmfoto 2024-07-17 um 12.13.35.png
(Anteil der ausländischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung in Deutschland nach Bundesländern im Jahr 2023)
Und selbst wer die deutsche Staatsbürger"¢innenschaft hat, aber äusserlich nicht "deutsch genug" aussieht (oder Name, oder wasauchimmer), hat ziemlich sicher wenig Ambitionen, in den Osten zu ziehen.

Sprich: Bis auf ein paar städtische Ausnahmen wie Leipzig wird der Osten langsam zu einem Museum alter weisser Leute, die sich wundern, weshalb um sie herum alles dichtgemacht wird.

Übrigens folgt das, was diese Rechtsextremisten da angekündigt haben genau dem bei dem Nazi-Treffen in Potsdam ("Remigration") besprochenen Plan. Eine wichtige Lehre aus der Geschichte lautet, wenn Rechtsextreme etwas scheinbar unglaubliches sagen, dann ist die sicherere Wahl, sie todernst beim Wort zu nehmen.

Re: AfD will Sachsen und Thüringen zu flüchtlingsfeindlichen Bundesländern umformen

Verfasst: Mi 17. Jul 2024, 17:18
von Lana
Jaddy hat geschrieben: Mi 17. Jul 2024, 12:29 Der Fachkräftemangel betrifft ja längst alle Branchen.
Diese pauschale Behauptung wird durch andauerndes unreflekriertes Nachplappern nicht wahrer.
Die Schwäche am Arbeitsmarkt hält weiter an. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nahmen im Juni saisonbereinigt spürbar zu. Die Unternehmen sind weiter zurückhaltend bei der Suche nach neuem Personal", sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.
und
Die Arbeitslosigkeit ist im Juni 2024 um 4.000 auf 2.727.000 gestiegen.
https://www.arbeitsagentur.de/news/arbeitsmarkt

Da gibt's also mehr als 2,7 Mio Menschen, die bereits im Land sind. Falls deren Qualifikation nicht passen sollte, wie wäre es denn, sie aus-/weiterzubilden anstatt ständig nach neuen Arbeitskräften aus dem Ausland zu rufen? Die kommen schließlich auch nicht hier an und sind ab Tag 1 produktiv, sondern brauchen Sprachkurse, Anerkennung von ausländischen Zeugnissen etc.
Und vor allem erzeugen sie einen Mangel in ihren Herkunftsländern. Aber zumindest das braucht uns hier ja nicht zu kümmern, oder?

Ach, und dann ist da noch das deutsche Lohnniveau:
Frage dich doch mal ehrlich, ob du einen Job im Gastgewerbe oder Pflegebereich unter den aktuellen Arbeitsbedingungen selbst machen würdest, für das Geld das bezahlt wird?

Was der deutschen Wirtschaft also wirklich fehlt, sind billige Fachkräfte. Mit Betonung auf billig, und nicht auf Fach.

LGL

Re: AfD will Sachsen und Thüringen zu flüchtlingsfeindlichen Bundesländern umformen

Verfasst: Mi 17. Jul 2024, 17:23
von Anne-Mette
Moin,
Lana hat geschrieben: Mi 17. Jul 2024, 17:18 Mit Betonung auf billig, und nicht auf Fach.
In den Geschichtsbüchern steht (eigentlich), dass die Sklavenhaltung abgeschafft wurde.
Allerdings hat sie in vielen Ländern Hochkultur.
Das Geld muss gerecht verteilt werden; dann gibt es auch nicht so viele "billige Arbeitskräfte".

Re: AfD will Sachsen und Thüringen zu flüchtlingsfeindlichen Bundesländern umformen

Verfasst: Mi 17. Jul 2024, 19:35
von Jaddy
Lana hat geschrieben: Mi 17. Jul 2024, 17:18
Die Schwäche am Arbeitsmarkt hält weiter an. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nahmen im Juni saisonbereinigt spürbar zu. Die Unternehmen sind weiter zurückhaltend bei der Suche nach neuem Personal", sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.
und
Die Arbeitslosigkeit ist im Juni 2024 um 4.000 auf 2.727.000 gestiegen.
https://www.arbeitsagentur.de/news/arbeitsmarkt

Da gibt's also mehr als 2,7 Mio Menschen, die bereits im Land sind. Falls deren Qualifikation nicht passen sollte, wie wäre es denn, sie aus-/weiterzubilden anstatt ständig nach neuen Arbeitskräften aus dem Ausland zu rufen?
Auf Bundesebene betrachtet stimme ich dir _fast_ zu. Allerdings ist bei Zahlen zu Arbeitslosigkeit in D sehr viel Vorsicht geboten, denn die Agentur meint mit bestimmten Begriffen nicht das, was sich eins landläufig so vorstellt. Tasächlich "dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehend" sind weit weniger als 2 Mio Menschen in D. Das steht auf S.23 in dem Bericht (PDF) auf der von dir verlinkten Seite
Bildschirmfoto 2024-07-17 um 17.50.02.png
Die Quote wird immer erst vier Monate später berechnet, deshalb steht dort Februar. Die 44% dürften sich aber nicht grundlegend geändert haben. 2,727 Mio * 0,44 sind 1,199 Mio. Die 56% sind entweder nicht in der Lage, eine Arbeit aufzunehmen oder bereits in Maßnahmen, also Aus-/Weiterbildung.

Ausserdem gilt (S.12)
Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung wurden größer, obwohl die Beschäftigung weiter zugenommen hat. So ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 183.000 gewachsen, während sich die Arbeitslosigkeit um 172.000 und die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) um 142.000 erhöht haben. Offenkundig war der Beschäftigungsaufbau nicht stark genug, um den Anstieg des Erwerbspersonenpotenzials aufgrund von Zuwanderung und gestiegener Erwerbsneigung aufzunehmen. Neben der wirtschaftlichen Schwäche dürfte dafür ein weiterer Grund sein, dass Arbeitslose in berufsfachlicher, qualifikatorischer und regionaler Hinsicht oftmals nicht zur Arbeitskräftenachfrage passen.[10] Entsprechend hat sich auch die Arbeitslosenquote, die solche Angebotseffekte berücksichtigt, im Vorjahresvergleich erhöht.
Die Fussnote "[10]" erklärt das nochmal, hier das PDF. Auf S.4 ist eine Zusammenfassung:
Das Wichtigste in Kürze
  • Trotz konjunktureller Schwäche klagen viele Unternehmen über Fachkräftemangel. Die letzte Fachkräfteengpassanalyse der Statistik der Bundesagentur für Arbeit weist für das Jahr 2022 200 Engpassberufe aus. Da stellt sich die Frage: Wie ist das mit einer Zahl von 2,6 Millionen Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2023 zu vereinbaren?
  • Arbeitslosigkeit ist kein statischer Block. Am Arbeitsmarkt gibt es viel Bewegung. Von Januar bis Dezember 2023 haben sich in Deutschland mehr als 2,2 Millionen Menschen im Anschluss an eine Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet. Im selben Zeitraum haben 1,7 Millionen Arbeitslose eine Beschäftigung aufgenommen.
  • In der Arbeitslosenversicherung sind die Wechsel zwischen Beschäftigung und Arbeitslosigkeit deutlich dynamischer als in der Grundsicherung für Arbeitsuchende.
  • In der Grundsicherung für Arbeitsuchende, in der zwei Drittel der Arbeitslosen betreut werden, ist deshalb die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit länger und der Anteil an Langzeitarbeitslosen mit 47 Prozent sehr viel höher.
  • Dies lässt sich unter anderem auf häufig auftretende multiple Vermittlungshemmnisse zurückführen. Knapp die Hälfte der Arbeitslosen im SGB II hat mindestens zwei vermittlungshemmende Merkmale wie zum Beispiel keine formale Berufsausbildung und langzeitarbeitslos.
  • Der Arbeitsmarktausgleich wird darüber hinaus durch einen erheblichen Mismatch erschwert. Dieser lässt sich statistisch vor allem aus qualifikatorischer, beruflicher oder auch regionaler Sicht beschreiben.
  • Über die Hälfte der Arbeitslosen sucht eine Beschäftigung auf Helferniveau. Jedoch richten sich fast 80 Prozent der gemeldeten Stellen an Fachleute.
  • Während auf Ebene der Helfer rein rechnerisch rund 9 Arbeitslose auf eine Stelle kommen, liegt die Relation bei qualifiziertem Fachpersonal bei knapp 2:1.
  • Engpässe sind vor allem in Pflege-, Gesundheits- und Sozialberufen, in Bau- und Handwerksberufen oder auch in IT-Berufen auszumachen. Dagegen gibt es zum Beispiel in Büroberufen, in der Lagerlogistik oder auch in künstlerisch-kreativen Berufen vergleichsweise viele Arbeitslose auf wenige gemeldete Stellen.
  • Regional fallen vor allem Unterschiede zwischen den Flächenländern und den Stadtstaaten auf. Während es in Bayern rechnerisch gesehen weniger arbeitslose Fachkräfte als gemeldete Stellen gibt, treffen in Hamburg oder Berlin im Schnitt gut 3 bis 5 arbeitslose Fachkräfte auf eine gemeldete Stelle.
  • Als Potenzial für die Besetzung offener Stellen kommen nicht nur Arbeitslose in Frage, sondern auch beispielsweise nichtarbeitslose Arbeitsuchende, (junge) Menschen, die in Kürze einen beruflichen Abschluss erwerben, Personen aus der Stillen Reserve oder auch zugewanderte Menschen.
Also: DIe Anzahl der Beschäftigten hat zugenommen, aber auch die Anzahl der Arbeitssuchenden. Von den Suchenden sind viele nicht geeignet, weil sie nicht die Qualifikation haben oder schlicht nicht da wohnen, wo die Stellen sind. Das sind aber nicht Zugewanderte, denn (S.6)
Bildschirmfoto 2024-07-17 um 18.34.24.png
Kann natürlich sein, dass Zugewanderte eher geringere Bezahlung akzeptieren und geringqualifizierte Jobs annehmen. Allerdings würde es mich wundern, wenn eher als "Nichtdeutsche" gelesene Menschen (Aussehen, Name, etc.) eingestellt würden. Ausserdem gibt es dieses krasse Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage (S.15, kann die Grafik gerade nicht einbinden hier)
Während 2023 auf Ebene der Helfer rein rechnerisch fast 9 Arbeitslose auf eine Stelle kamen, lag die Relation bei qualifiziertem Fachpersonal bei knapp 2:1.
"¢ Berücksichtigt man, dass weniger als jede zweite Stelle auf Fachkraftniveau bzw. weniger als jede vierte Stelle auf akademischem Niveau gemeldet wird, so wird deutlich, dass faktisch weniger als ein qualifizierter Arbeitsloser für eine offene Stelle zur Verfügung steht.
"¢ Nimmt man Arbeitsuchende in den Blick, erhöht sich die Relation bei Helfern auf 17 Arbeitsuchende auf eine Stelle. Bei Fachkräften liegt die Relation bei 2,8:1 und bei Spezialisten/Experten bei 3,5:1.
Insgesamt sagt der Bericht, dass wir neben gemeldeten aber nicht vermittelbaren Leuten einen Sockel von gering- bis unqualifizierten _und_ älteren Langzeitarbeitslosen haben, bei denen die Agentur sicherlich schon alles versucht hat, sie irgendwie zu vermitteln, so repressiv wie die drauf sind. Mit den ca 2 Mio, davon etliche Prozente Fluktuation, werden wir einfach leben müssen als Konsequenz massiver Veränderungen in Technik und Arbeitswelt. Nicht alle kommen da mit. Qualifikation lässt sich auch nicht bei allen erreichen und ab 50 sinken die Chancen rapide, wenn du nicht hochqualifiziert bist. Da rächt sich auch die Vernachlässigung des Bildungssystems seit 40 Jahren, obwohl die notwendigen Veränderungen ebenso lang bekannt waren. Allerdings steht Deutschland im EU-Vergleich mit 3,3% ziemlich gut da (Statista). 5ter Platz. EU-27: 6%. Schweiz 4,1%, Österreich 5%, Frankreich 7,4%.

Anyway: Gesucht werden jüngere Leute mit Ausbildung oder wenigstens ausbildbar. Das ist auch jahrzehntelang immer wieder gesagt worden.

Gesucht wird nicht im Gastgewerbe, obwohl es da auch ausgebildete Leute braucht, wenn's nicht gerade um Saison-Servierkräfte geht. Zum Beispiel (S. 16):
In Berufen der Mechatronik und Automatisierungstechnik stehen rechnerisch für 100 gemeldete Stellen 36 arbeitslose Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung.
Steuerberatung: 37. Pflegeberufe 44. Energietechnik 50. Klempnerei / Sanitär /Heizung / Klimatechnik 54.

Das ganze hat meines Erachtens nullkommanull mit Zuwanderung zu tun. Wohl aber mit dem politischen Klima in den Ländern. Es ist ziemlich sicher, dass Gegenden, die eher "unangenehm" bis gefährlich für nicht "deutsch genug" aussehende Menschen sind, auch weiter abgehängt werden.

Re: AfD will Sachsen und Thüringen zu flüchtlingsfeindlichen Bundesländern umformen

Verfasst: Mi 17. Jul 2024, 20:00
von Blossom
Kerstin hat geschrieben: Mi 17. Jul 2024, 10:35 Wirtschaftsinterressen vor Umweltschutz? Soll das wirklich ein nachhaltiges Konzept sein
Keine Ahnung, was du im Subtext mitgelesen zu haben glaubst. Ich habe ausschließlich auf die dann fehlende Arbeitskraft hingewiesen.

Re: AfD will Sachsen und Thüringen zu flüchtlingsfeindlichen Bundesländern umformen

Verfasst: Mi 17. Jul 2024, 21:41
von Rusza
Ich bin froh,das ich in Sachsen wohne.Mehr sage ich dazu nicht.Hier wird wieder mal sinnlos Stimmung gemacht,denn so stark ist die AfD nun auch wieder nicht.

Re: AfD will Sachsen und Thüringen zu flüchtlingsfeindlichen Bundesländern umformen

Verfasst: Mi 17. Jul 2024, 21:55
von Anne-Mette
Moin,
Rusza hat geschrieben: Mi 17. Jul 2024, 21:41 Hier wird wieder mal sinnlos Stimmung gemacht,denn so stark ist die AfD nun auch wieder nicht
dieser Äußerung möchte ich ausdrücklich widersprechen.
Die Zahlen der Wählenden (d/m/w) und die Gefahr, die von einigen Akteuren ausgehen, sind nicht zu unterschätzen.

AFD-Ziele und Handlungen sind nicht zu verharmlosen und nicht zu unterstützen (no-a) Sie entsprechen nicht "Vielfalt statt Einfalt und Dummheit - GEGEN HASS UND GEWALT", wie es im Forum-Logo steht.

Ich würde mal einen Blick in die Geschichtsbücher werfen.

Gruß
Anne-Mette

Re: AfD will Sachsen und Thüringen zu flüchtlingsfeindlichen Bundesländern umformen

Verfasst: Mi 17. Jul 2024, 22:33
von Magdalena
Hallo,
Daswäre sehr schade, aber mein Lieblingsurlaubsland Thüringen wird dann von mir
nicht mehr betreten!

Und auch Sachsen wird nicht mehr durchfahren, besucht, oder für eine Zwischendurchübernachtung
in Betracht gezogen.
Ich betrachte diese Bundesländer dann als wieder mit einem Grenzzaun versehen, wie vor 1989.
Und ist es nicht genau das, was diese ewig Gestrigen anstreben? Mir gefällt mein Sachsen. Ich lebe gerne hier. Natürlich bin ich mit der Entwicklung der AfD und ihren Anhängern nicht einverstanden. Doch sollte Frau denen das Feld überlassen?

Sachsen ist ein gastfreundliches Bundesland. Doch hilft es auch nicht die Augen zu verschließen. Leider ist die AfD erstarkt. Und mir gefällt es ganz und gar nicht.

Ausgrenzung ist aus meiner Sicht sehr gefährlich. Selbst reise ich gerne. Und ich möchte nicht, nur weil ich aus Sachsen komme, schief angesehen werden.

Nach meiner Meinung sollte eher klar gezeigt werden, wir haben der AfD etwas entgegen zu setzen.

Viele liebe Grüße von Magdalena

Re: AfD will Sachsen und Thüringen zu flüchtlingsfeindlichen Bundesländern umformen

Verfasst: Do 18. Jul 2024, 00:17
von Lana
Jaddy hat geschrieben: Mi 17. Jul 2024, 21:41 Qualifikation lässt sich auch nicht bei allen erreichen und ab 50 sinken die Chancen rapide, wenn du nicht hochqualifiziert bist [...]
Gesucht werden jüngere Leute mit Ausbildung oder wenigstens ausbildbar. Das ist auch jahrzehntelang immer wieder gesagt worden.
Das ist doch das Problem:
Die Leute sollen jung, formbar und billig sein. Erfahrene ältere Kräfte stellt man stattdessen frei.
In meinem Bekanntenkreis gibt es reihenweise Ingenieure (Maschinenbau, Elektro, Kfz), die mit Ende 50 den "goldenen Handschlag" bekommen haben und nun bei bester Gesundheit ihren Vorruhestand dank auskömmlicher Abfindung genießen. Sich dann zu beklagen, dass man in diesen Branchen nicht genügend Nachwuchs findet, ist zumindest unlauter. Und nein, das sind keine Einzelfälle. Große Konzerne beschäftigen ganze Abteilungen damit, erfahrene (und damit teure!) Mitarbeiter in den Ruhestand zu schicken.
Jaddy hat geschrieben:
Das ganze hat meines Erachtens nullkommanull mit Zuwanderung zu tun. Wohl aber mit dem politischen Klima in den Ländern.
Keine Ahnung, inwiefern sich das "Klima", das wohl sehr subjektiv wahrgenommen wird, darauf auswirkt.
Ich gebe dir aber recht, dass es mit Zuwanderung nichts zu tun hat, ebenso wenig mit dieser unsäglichen Partei. Den sog. "Fachkräftemangel" gibt es nämlich schon seit Jahrzehnten. Da gab es die Afd noch gar nicht.

LGL