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Hautsensibilität

Verfasst: So 26. Mai 2024, 18:00
von Steff
Dies ist ein Thema, über das ich schon länger nachdenke.

Um mal etwas weiter auszuholen: Frauen haben ja oft eine sensiblere Haut bzw. Körper - also Berührungen werden intensiver wahrgenommen, edle Stoffe auf der Haut etc.

Nun würde mich intressieren, ob das bei Transfrauen nach der Hormonbehandlung auch eintritt bzw. gernell woran das liegen könnte. Liegt es daran, daß Männer buchstäblich ein dickeres Fell haben (die männliche Haut ist dicker wie die weibliche)? Sind beim Mann entsprechen Nervenenden vielleicht bauseits schlicht nicht vorhanden? Oder müssen sie vielleicht erst "kalibriert"/"wachgeküsst" werden?

Meine Vermutung wäre, daß es an der dickeren Haut liegt - weil, nach der Körperenthaarung (bislang mittels Naßrasur) und auch nach Körperpeeling wurde die Haut schon etwas sensibler.

Was ich jetzt nicht will: Männer-/Frauenbashing, abgedroschene Witze oder das Aufwärmen von Klischees. Wir Männer haben uns diese mangelne Hautsensibilität nicht selbst ausgesucht, aber ich weiß nicht, ob es einfach zu ändern ist.

Re: Hautsensibilität

Verfasst: Mo 27. Mai 2024, 08:37
von ChristinaF
Warum sich die Haut bei einer HRT hin zum weiblichen entwickelt weiß ich echt nicht genau; bis auf die Tatsache, dass die Haut allgemein feiner und wesentlich empfindsamer wird. Ebenso geht, so bei mir, der Haarwuchs am Körper sehr stark zurück. Bei mir ist nur noch eine Behandlung pro Monat nötig um den nachwachsenden Flaum zu entfernen.
LG Christina

Re: Hautsensibilität

Verfasst: Di 28. Mai 2024, 05:00
von Momo58
Klar wird die Haut durch die HRT sensibler. Östrogen verbessert die Hautqualität, erhöht die Zellteilungsrate und stimmuliert die Collagenbildung. Dadurch wird mehr Wasser in die Haut eingelagert was sich positiv auf die Spannkraft der Haut auswirkt. Die Haut wird empfindsamer.
Die Körperbehaarung lässt nach bzw. verschwindet in manchen Fällen ganz, ausser im Gesicht.
Das sprichwörtlich dickere Fell bei Männern ist ebenfalls hormonell bedingt durch Testosteron.

LG Manuela

Re: Hautsensibilität

Verfasst: Di 28. Mai 2024, 06:37
von Steff
Also ist die Dicke der Haut die Begründung für die geringere Hautsensibilität.
Danke für die Antworten!

Schade, also nicht "mit Hausmitteln" zu beheben.

Re: Hautsensibilität

Verfasst: Di 28. Mai 2024, 08:38
von Vesta
Neben den beiden genannten Punkten - weichere Haut und weniger Haare - können die Hormone auch die Empfindsamkeit von Nerven ändern. Definitiv bestätigen kann ich das für den Nerv, der direkt in die Brustwarze geht.

Ansonsten ist das wohl eine Mischung aus allen Punkten. Nach Gefühl würde ich sagen, die Änderung der Hautbeschaffenheit hat den größten Einfluss.

Re: Hautsensibilität

Verfasst: Di 28. Mai 2024, 11:17
von Ninadieflocke
Könnte mir aber vorstellen, dass die nach (Ganzkörper-) Rasur/ Peeling o.ä. empfundene erhöhte Hautsensibilität im Rahmen eines Gewöhnungseffektes bald wieder verloren geht. Wer längere Zeit einen Vollbart getragen hat und ihn dann wieder abrasiert hat, weiß, was ich meine: Sei es im Schwimmbecken oder auch nur beim über die Haut Streichen, die Hautsensibilität ist plötzlich eine viel größere, ungewohnte. Nach ein bis zwei Tagen hat man/frau sich an das geänderte Gefühl gewöhnt und die gesteigerte Empfindung ist futsch. Ähnliches empfinde ich übrigens auch beim längeren Tragen einer FSH o.ä.

Re: Hautsensibilität

Verfasst: Mi 29. Mai 2024, 11:33
von Vesta
Ninadieflocke hat geschrieben: Di 28. Mai 2024, 11:17 Könnte mir aber vorstellen, dass die nach (Ganzkörper-) Rasur/ Peeling o.ä. empfundene erhöhte Hautsensibilität im Rahmen eines Gewöhnungseffektes bald wieder verloren geht.
Die höhere Sensibilität bleibt erhalten.

Re: Hautsensibilität

Verfasst: Mi 29. Mai 2024, 11:45
von Malvine
....ich erinnere mich noch ganz genau daran, als ich mir das erste mal den Busch von den Beinen rasiert habe....als die ersten Wassertropfen unter der Dusche am glatten Bein entlang gelaufen sind...ein unglaubliches Gefühl, das ich bisher noch nicht kannte. Ich fühle es immer noch, aber die zwischenzeitliche Gewohnheit lässt das Empfinden in den Hintergrund rücken.