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ES STEHT AUF DER TAGESORDNUNG!

Verfasst: Di 9. Apr 2024, 16:26
von Jaddy
Diesen Freitag, 12.4.2024 soll es endlich soweit sein!

2. und 3. Lesung samt Schlussabstimmung zum Selbstbestimmungsgesetz.

Also ich weiss nicht, was ihr macht zwischen 13 und 14 Uhr, aber ich sitze dann vorm Bildschirm und danach mache ich eine Flasche Sekt auf!

Auch wenn es von etlichen Rednys den erwarteten Unfug und Hate geben wird.
Ist mir völlig egal, wenn das Ding, so sch... es in vielen Punkten ist endlich endlich durch ist!
Bildschirmfoto 2024-04-09 um 16.17.52.png
(https://www.bundestag.de/tagesordnung)

Re: ES STEHT AUF DER TAGESORDNUNG!

Verfasst: Di 9. Apr 2024, 16:31
von Anne-Mette
Da warst du eine Minute schneller )))(:

Re: ES STEHT AUF DER TAGESORDNUNG!

Verfasst: Di 9. Apr 2024, 16:40
von Annette
Danke für den Hinweis!

Ich wünsche euch allen, dass das SBG auch bei euch endlich durchkommt und hoffentlich bald ratifiziert wird. Bei uns in Luxemburg gibt's das seit 2018, und ich habe ja selbst erfahren können, wie einfach dadurch die VÄ/PÄ wird. Auch wenn mich das deutsche Recht eigentlich nicht betrifft, so hast du mich jetzt dennoch "angefixt" und ich werde mitfiebern (hoffentlich wird's nicht noch abgesagt).

Liebe Grüße und Toi Toi Toi aus dem Nachbarland!
Annette

Re: ES STEHT AUF DER TAGESORDNUNG!

Verfasst: Di 9. Apr 2024, 16:52
von Magdalena
Hallo,

da bin ich echt gespannt. Auch wenn ich meine VÄ/PÄ nach dem TSG schon hinter mir habe. Wie fällt letztendlich das Gesetz aus.

Viele liebe Grüße von Magdalena

Re: ES STEHT AUF DER TAGESORDNUNG!

Verfasst: Di 9. Apr 2024, 18:32
von conny
Jaddy hat geschrieben: Di 9. Apr 2024, 16:26 ....etlichen Rednys ...
Was sind das? :roll: Die google Ergebnisse helfen mir nicht weiter.

Re: ES STEHT AUF DER TAGESORDNUNG!

Verfasst: Di 9. Apr 2024, 18:35
von Andrea aus Sachsen
.
Jaddy hat geschrieben: Di 9. Apr 2024, 16:26 Also ich weiss nicht, was ihr macht zwischen 13 und 14 Uhr, aber ich sitze dann vorm Bildschirm und danach mache ich eine Flasche Sekt auf!
Die Live-Übertragung werde ich nicht sehen können. Da muss ich noch arbeiten. Ich hoffe aber, es gibt eine Aufzeichnung.
Allerdings werde ich im Falle eines Erfolges abends niemanden zum Anstoßen haben.

Re: ES STEHT AUF DER TAGESORDNUNG!

Verfasst: Di 9. Apr 2024, 18:55
von Jaddy
conny hat geschrieben: Di 9. Apr 2024, 18:32
Jaddy hat geschrieben: Di 9. Apr 2024, 16:26 ....etlichen Rednys ...
Was sind das? :roll: Die google Ergebnisse helfen mir nicht weiter.
Das sind Redende, also Redner, Rednerinnen, Rednxe (/rednikse/), Rednense und allgemein Redner*innen, entgendert nach Phettberg/Kronschläger.

Ganz ohne ✨! 😏

Auch hier zu sehen:

Re: ES STEHT AUF DER TAGESORDNUNG!

Verfasst: Di 9. Apr 2024, 19:02
von Anne-Mette
Rednys:
Das Problem ist nur, dass da auch wieder "mitgemeint" wird, ohne dass Sprache dadurch inklusiver oder verständlicher wird; denn einige dieser dort redenden Personen sind sicherlich keine Rednys oder definieren sich so,
sondern Redende oder Renerinnen oder...
Genau so wenig habe ich bisher "Ärztys" getroffen oder davon gehört, dass sich einige Menschen so bezeichnet haben )))(:

Re: ES STEHT AUF DER TAGESORDNUNG!

Verfasst: Di 9. Apr 2024, 19:26
von Jaddy
Anne-Mette hat geschrieben: Di 9. Apr 2024, 19:02 Rednys:
Das Problem ist nur, dass da auch wieder "mitgemeint" wird, ohne dass Sprache dadurch inklusiver oder verständlicher wird; denn einige dieser dort redenden Personen sind sicherlich keine Rednys oder definieren sich so,
sondern Redende oder Renerinnen oder...
Genau so wenig habe ich bisher "Ärztys" getroffen oder davon gehört, dass sich einige Menschen so bezeichnet haben )))(:
Nun, das schöne an der Form ist, dass sie gemäss Definition Personen (oder allgemeiner Wesen) bezeichnet, ohne sie geschlechtlich zu markieren.
Deshalb heisst es auch entgendert und nicht genderinklusiv. Eine Sprachform ganz ohne Gender, ohne sich Partizipformen passend schnitzen zu müssen.

Das ist also noch generischer - und kürzer - als das (eben nicht) generische Maskulinum, dass einfach alles männlich markiert. Wo also nicht mehr unterscheidbar ist, ob alle Reden haltenden Männer sind oder auch andere Gender dabei sind. Sehr unpräzise und übergriffig. Aber das wissen wir ja :)

Einzelne Menschen, die Wert darauf legen, dass in jedem Satz ihr männliches, weibliches oder anderes Gender extra erwähnt wird, bekommen natürlich ihre Lieblingsendungen ;) So wie natürlich auch alle Pronomen und Anreden respektiert werden, oder?

Anyway, Sprache ist eine tolle Sache, mit der viele schöne Dinge gebastelt werden können. Deshalb benutze ich, um in Übung zu bleiben, einfach wechselnd verschiedene Formen. Mit der -ens muss ich noch etwas Fingerhakeln, die ist mir manchmal noch etwas wehrig.

Ich freue mich auf jeden Fall über Nachfragen wie von Conny. Dann erkläre ich die Varianten gerne ausführlich (na)

Re: ES STEHT AUF DER TAGESORDNUNG!

Verfasst: Di 9. Apr 2024, 20:20
von conny
Jaddy hat geschrieben: Di 9. Apr 2024, 19:26 Das ist also noch generischer - und kürzer - als das (eben nicht) generische Maskulinum, dass einfach alles männlich markiert.
genus, nicht sexus!
Deine Wortspielereien kannst Du natürlich machen, wie andere auch. Leider tritt damit mit einem Kopfschütteln der Inhalt eines Textes zurück. Und ein Deutsch lernender Ausländer versteht nur "Bahnhof".
Jaddy hat geschrieben: Di 9. Apr 2024, 19:26 Ich freue mich auf jeden Fall über Nachfragen wie von Conny. Dann erkläre ich die Varianten gerne ausführlich (
Sicher nur ich frage nach. Du hast das im Alltag sicher oft zu erklären.

Re: ES STEHT AUF DER TAGESORDNUNG!

Verfasst: Di 9. Apr 2024, 21:02
von Jaddy
conny hat geschrieben: Di 9. Apr 2024, 20:20
Jaddy hat geschrieben: Di 9. Apr 2024, 19:26 Das ist also noch generischer - und kürzer - als das (eben nicht) generische Maskulinum, dass einfach alles männlich markiert.
genus, nicht sexus!
Beides. Das ist ja das Problem. Verdeutlicht in dem bekannten Rätsel:
Vater und Sohn fahren im Auto. Sie haben einen schweren Unfall, bei dem der Vater sofort stirbt. Der Junge wird schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
Die Operation wird vorbereitet, aber als die Chirurgen erscheinen, wird einer von ihnen blass und sagt: "Ich kann nicht operieren, das ist mein Sohn!".
Bei der Frage nach den Verwandtschaftsverhältnisses von Junge und dem Chirurgen kommen die meisten Menschen zuerst auf ein schwules Elternpaar oder irgendwelche Adoptionsgeschichten, aber bei dem ersten Experiment mit diesem Rätsel nur 14 rsp 15 Prozent der Versuchspersonen darauf, dass "der Chirurg" die Mutter sein könnte.

Geht auch kürzer: "Die Sänger des Chores gaben ihr bestes, besonders die Frauen".

Ähnliche Experimente sind zahlreich wiederholt worden, immer mit dem gleichen Ergebnis. Funktioniert auch im englischen Sprachraum, weil "surgeon" in den Köpfen männlich verankert ist und "nanny" zum Beispiel weiblich.

Heisst: Rein grammatisch hast du recht, aber unsere Wahrnehmung interpretiert den maskulinen Genus bis zum Beweis des Gegenteils als sexus, "Männer".
conny hat geschrieben: Di 9. Apr 2024, 20:20 Deine Wortspielereien kannst Du natürlich machen, wie andere auch. Leider tritt damit mit einem Kopfschütteln der Inhalt eines Textes zurück. Und ein Deutsch lernender Ausländer versteht nur "Bahnhof".
Zu letzterem gibt es mW keine belastbaren Nachweise, nur wiederholte Behauptungen.
(Aber vielleicht kommen ja deutsch lernende Ausländerinnen besser damit klar (oder nichtbinäre Menschen aus dem Ausland) 😏 *knuffel*)

Besonders wichtig in dem Beitrag finde ich zum einen, dass die ganze Genus-Sache vor allem bei Dingen das eigentliche Problem für DaZ/DaF Lernende ist. Mein Ex-Chef konnte das auch nach 40 Jahren in Deutschland nicht richtig, trotz Ingenieurstudium, 30 Jahre Geschäftsführer und allem. Im Persischen gibt es das nicht so. Zum anderen gehören, siehe Beitrag, genderinklusive und genderneutrale Formen inzwischen einfach zum Lernumfang der deutschen Sprache, weil sie eben zunehmend "in freier Wildbahn" auftreten.

Ansonsten werden solche Varianten, sofern sie konsequent durchgezogen werden, nach kurzer Gewöhnung einfach überlesen, bzw werden die Inhalte gleich gut erfasst. Die Studie zum Vergleich verschieden formulierter Texte gleichen Inhalts hatte ich mal irgendwo hier verlinkt. Ausnahme: Menschen mit einer emotionalen Abneigung gegen neue Sprachformen. Häufig auch gegen Anglizismen (Lehnwörter aus dem Englischen), Neologismen (Wortneuschöpfungen) und dergleichen. Je nu.

Re: ES STEHT AUF DER TAGESORDNUNG!

Verfasst: Di 9. Apr 2024, 22:51
von conny
Wäre Chirurgys die Lösung des o.g. Problems?

Re: ES STEHT AUF DER TAGESORDNUNG!

Verfasst: Di 9. Apr 2024, 23:54
von Jaddy
conny hat geschrieben: Di 9. Apr 2024, 22:51 Wäre Chirurgys die Lösung des o.g. Problems?
Eine mögliche Lösung auf jeden Fall aus meiner Sicht. Sie tummelt sich mit den anderen, den Sternchen und Partizipformen usw. im Sprachraum. Mal schauen, welche sich langfristig durchsetzen.

Re: ES STEHT AUF DER TAGESORDNUNG!

Verfasst: Mi 10. Apr 2024, 06:49
von Svetlana L
conny hat geschrieben: Di 9. Apr 2024, 20:20 Und ein Deutsch lernender Ausländer versteht nur "Bahnhof".
Und eine Deutsch lernende Ausländerin kapiert es? Das ist ja genau das Problem mt dem generischen Maskulinum; man weiß nie so genau, wer alles gemeint ist und wenn es sich nicht aus dem Kontext erkennen lässt.

Das bekannte Rätsel mit dem Sohn und dem Arzt habe ich damals auch als Beispiel in dem "Gender-Leitfaden" für meine Behörde eingebaut. Schwules Ehepaar als Eltern ist ja noch einigermaßen naheliegend, es kamen aber auch wilde Spekulationen, das der Sohn beispielsweise adoptiert oder sogar nach der Geburt entführt wurde. Alles nur, weil beim generischen Maskulinum nicht ersichtlich ist, wer gemeint ist.

Re: ES STEHT AUF DER TAGESORDNUNG!

Verfasst: Mi 10. Apr 2024, 10:10
von conny
Svetlana L hat geschrieben: Mi 10. Apr 2024, 06:49 Und eine Deutsch lernende Ausländerin kapiert es? Das ist ja genau das Problem mt dem generischen Maskulinum; man weiß nie so genau, wer alles gemeint ist...
Mit dem generischen Maskulinum sind alle gemeint, das ist m.E. nach wie vor breiter Konsens.
Alle möglichen Gendervariationen, machen Texte schnell ziemlich unleserlich, bzw. können nicht konsequent verwand werden.