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E„Mail„Aktion zum Selbstbestimmungsgesetz

Verfasst: Sa 24. Feb 2024, 05:50
von Svetlana L
Hallo ihr Lieben,

BVT* und LSVD starten eine E-Mail-Aktion zum Selbstbestimmungsgesetz und bitten ausdrücklich um Weiterleitung des nachstehenden Aufrufs:

Liebe Interessierte,

seit das Selbstbestimmungsgesetz Ende November 2023 im Ausschuss diskutiert wurde, ist auf öffentlicher Ebene kein weiterer Schritt im Gesetzgebungsverfahren erfolgt. Zum aktuellen Zeitpunkt ist nicht klar, wann der Gesetzentwurf in die entscheidende 2./3. Lesung gehen wird.

Das Selbstbestimmungsgesetz ist weiterhin eines der wichtigsten queerpolitischen Vorhaben in dieser Legislaturperiode. Doch es bleibt nicht mehr viel Zeit! Damit genügend Bundestagsabgeordnete die Selbstbestimmung von trans*, intergeschlechtlichen und nicht-binären Personen unterstützen, müssen wir den Druck erhöhen und zeigen, wie groß die Unterstützung für ein diskriminierungsfreies Selbstbestimmungsgesetz ist.

Deswegen haben wir beim BVT* gemeinsam mit dem LSVD Bundesverband einen Aufruf gestartet, den eigenen Wahlkreisabgeordneten eine E-Mail zum Selbstbestimmungsgesetz zu schreiben. Wir haben eine Anleitung und eine Beispielnachricht formuliert, wie Einzelpersonen sich an die Abgeordneten in ihrem Wahlkreis wenden können. Wir hoffen, dass möglichst viele Personen unserem Aufruf folgen und sich an die Abgeordneten wenden. Weitere Infos zu der Mail-Aktion finden sich im Anhang sowie auf der Website des BVT*:

https://www.bundesverband-trans.de/mail-aktion-zum-selbstbestimmungsgesetz/

Anfang kommender Woche werden wir diesen Aufruf auch auf Social Media teilen. Wir freuen uns, wenn ihr euch bei dieser Aktion selbst beteiligt oder diesen Aufruf per Mail oder bei Social Media in euren Netzwerken streut, damit möglichst viele Personen davon mitbekommen und sich einbringen können.

Beste Grüße und ein schönes Wochenende an alle, die diese Nachricht noch vor Montag lesen!

Kalle Hümpfner

Leitung der gesellschaftspolitischen Arbeit

_Bitte nutzen Sie eine genderneutrale Anrede für mich wie z.B. "Guten Tag Kalle Hümpfner" oder "Sehr geehrte*r Kalle Hümpfner"_

Bundesverband Trans* e.V.
Für geschlechtliche Selbstbestimmung und Vielfalt!

Prinzregentenstr. 84
10717 Berlin
Germany

+49 (0) 176 - 345 208 75

kalle.huempfner@bundesverband-trans.de
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VR 35567 B - AG Charlottenburg

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Links:
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[1] http://www.bundesverband-trans.de/

Re: E„Mail„Aktion zum Selbstbestimmungsgesetz

Verfasst: Sa 24. Feb 2024, 09:53
von ExUserIn-2026-04-08
Moin,

ich habe jetzt an Frau Esken geschrieben. Hier ist mein Text:
Sehr geehrte Frau Esken,

ich wende mich mit dieser Mail an Sie, um auf diese Weise auf die Dringlichkeit eines Selbstbestimmungsgesetzes aufmerksam zu machen. Die Einlassungen gegen das Gesetz, die in diesem Kontext immer wieder in die Öffentlichkeit getragen werden, sind zu einem erheblichen Teil schlicht erniedrigend und haltlos.

Im Selbstbestimmungsgesetz geht es nur um einen selbstbestimmten Geschlechtseintrag und Vornamen einer Person. Es ist schwer nachzuvollziehen, dass in dieser Frage, die eigentlich selbstverständlich sein sollte, noch immer gezögert wird. Die Enttäuschung in dieser Frage ist bei Betroffenen, Angehörigen und toleranten Menschen ist groß und wächst ständig. Gerade in Deutschland mit seiner Geschichte sollte hier voran gehen, statt sich in kleinlichen Diskussionen diskriminierend zu verhalten.

Haben Sie eine Vorstellung, was das für betroffene Menschen im Allgemeinen und für mich persönlich bedeutet ? Das bestehende Transsexuellengesetz ist massiver Ausdruck einer Fremdbestimmung, die uns als Betroffene in unserer persönlichen Entfaltung massiv einschränkt. Nicht ich kann über mich entscheiden, sondern Gutachter und Gerichte. Von den verbundenen Kosten in vierstelliger Höhe ganz zu schweigen, die sich viele nur schwer oder gar nicht leisten können.

Das ist erniedrigend.

Ist das einer freiheitlichen Demokratie würdig ? Müssen wir wirklich an einer mehrfach durch das Bundesverfassungsgericht bemängelten Gesetzgebung festhalten, die auf der Basis einer völlig veralteten Sicht auf den Krankheitswert einer Variation des Geschlechtsverständnisses beruht ? Nach dem geltenden ICD-11 hat Transidentität keinen pathologischen Stellenwert mehr. Es ist mehr als nur überfällig, dass die Gesetzgebung darauf reagiert und reformiert wird.
Eine Gemeinschaft zeichnet sich wesentlich durch den Umgang miteinander aus. Gehören Menschen mit abweichender Geschlechtsidentität nicht zur Gemeinschaft dazu ? Wo bleibt der Respekt, der Anstand und die Würde, wenn wir nicht als selbstbestimmte Menschen akzeptiert werden ?
Gibt es Gründe weshalb noch immer an den veralteten und diskriminierenden Gesetzen festgehalten wird ?

Ich bitte Sie persönlich und als Abgeordnete meines Wahlkreises fordere ich Sie auf, die von der Ampelkoalition als Ziel vereinbarte Gesetzgebung zur Selbstbestimmung voran zu treiben.

Mit freundlichen Grüßen
Ich halte es für entscheidend, dass möglichst viele diese Kampagne unterstützen, sonst entsteht der Eindruck, dass gar kein Interesse an der Sache besteht.

Also macht mit ! Und gebt die Aktion auch an Menschen weiter, die nicht tran* sind. Auch sie können uns unterstützen.