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Froschkutteln„Essen /Wir müssen draußen bleiben

Verfasst: Di 13. Feb 2024, 18:29
von Momo58
Heute fand im oberschwäbischen Riedlingen das traditionelle Froschkuttelnessen statt. Ministerpräsident Kretschmann ist dort als Privatperson Stammgast. Es handelt sich um eine reine Männerveranstaltung, bei der Frauen und Berichterstatterinnen ausgeschlossen sind. Der Deutsche Journalistenverband sieht dies kritisch.
Der Name Froschkutteln ist irreführend. Es werden keine Frösche verspeist, sondern Innereinen vom Rind (Pansen, Leber, Nieren, Herz). Riedlingen ist die Stadt der Störche. Deren Lieblingsspeise sind Frösche. Der Ursprung dieser Faschingstradition liegt im Gasthof zum Storchen.

https://www.tagesschau.de/inland/region ... n-100.html

Re: Froschkutteln„Essen /Wir müssen draußen bleiben

Verfasst: Di 13. Feb 2024, 20:33
von Helga
Momo58 hat geschrieben: Di 13. Feb 2024, 18:29 Es handelt sich um eine reine Männerveranstaltung, bei der Frauen und Berichterstatterinnen ausgeschlossen sind.
Liebe Manuela,
mit Blick auf den Bericht möchte ich eigentlich konstatieren: Da möchte ich weder als Frau noch als Mann dran teilnehmen. Ob die Innereien von Rindern jetzt besser sind als Froschkutteln sei mal dahingestellt. Rinderpansen mag nicht einmal unser Hund, daher gönne ich den traditionsbewussten Herren neidlos ihr "Festmahl".
Wie ich sehe sind wir hier in Bremen mal wieder deutlich weiter. Während das Froschkuttelnessen erst seit 1829 bekannt ist, fand in Bremen am 09. Februar zum 480. mal die traditionelle Schaffermahlzeit statt. (https://www.butenunbinnen.de/nachrichte ... n-102.html)
Hier dürfen schon seit 2020 auch Frauen teilnehmen! Daran gemessen hat das Froschkuttelnessen noch knapp 300 Jahre um zur seriösen Veranstaltung heranzureifen.
Anders als die Bilder suggerieren könnten ist die Schaffermahlzeit allerdings keine Faschingsveranstaltung, sondern wird (von den Veranstaltern) durchaus ernst genommen.
Vielleicht sollten wir auf unseren Veranstaltungen deutlicher Kante zeigen und nur noch Menschen in gegengeschlechtlicher Kleidung hereinlassen? Oder wäre das im Zeitalter der Diversität reaktionär?
Liebe Grüße
Helga