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Wissensstand in der Schule
Verfasst: Sa 20. Jan 2024, 13:05
von Blümchen1502
Hallo in die Runde,
sollte meine Anfrage hier nicht willkommen oder unpassend sein, dann bitte mir kurz Bescheid geben. Genauso entschuldige ich mich jetzt schon mal, für evtl. fehlerhafte Schreibweisen oder Unwissenheit. Danke!
Ich bin Mama einer tollen Tochter, sie ist 14 Jahre alt, hat sich vor 6Monaten als lesbisch geoutet und lebt in einer Beziehung mit einen lieben Mädel welches Pansexuell ist. Somit hat sie einen guten Wissensstand (im Gegensatz zu mir und meinen Mann), welchen sie auch gerne in der Schule weitergibt oder ggf. auch in Diskussion mit den Lehrer*innen geht.
Nun zu meiner/ unserer Frage. Meine Tochter hat in Deutsch eine Probe geschrieben, in der auch Fach- und Fremdwörter welche im Duden zu finden sind abgefragt wurden. Nach der Probe war meine Tochter sehr geknickt, da ihre Antwort als falsch bewertet wurde und von zwei Mitschülerinnen richtig bewertet wurden, obwohl diese Antworten auch nicht richtig gewesen sind.
Diese war die Frage:
kein Geschlecht Bevorzugend - (laut dem Eintrag im Deutschheft wäre die AW genderneutral); meine Tochter hat non binär geantwortet; eine Schülerin bisexuell und eine weitere Pansexuell.
Darauf hin habe ich das Internet durchsucht (da ich mich nicht so umfänglich damit auskenne, meine Tochter aber unterstützen wollte, wenn sie Recht hat) und der Lehrerin eine Email geschrieben:
"Die Fragestellung bezieht sich auf "kein Geschlecht bevorzugend". Unsere Tochter hat hier "non binär" verwendet, was von Ihrer Seite nicht gezählt wurde, im Gegenzug wurden bei anderen Kindern die Begriffe "bi sexuell" & "Pansexuell" als richtig eingestuft. Dies verstehen wir nicht wirklich. Denn diese beiden Begriffe beziehen sich auf die Sexualität von Personen und nicht auf das Verwenden von geschlechtsneutraler Sprache/Erziehung/Namen oder Kleidung."
Antwort der Lehrerin:
"Ich habe "non-binär" nicht gelten lassen, da es einerseits strenggenommen kein
Fremdwort im klassischen Sinn ist und nicht im Duden steht. Dort findet man nur
das Schlagwort "nichtbinär", das andererseits "eine diverse Geschlechtsidentität
besitzend; nicht eindeutig weiblich oder männlich" bedeutet. "Divers" Bedeutet
"nicht der binären Einteilung in Mann und Frau entsprechend", also dass man sich
weder als Mann noch als Frau fühlt und nicht, dass man weder Männer noch Frauen
bevorzugt.
"Bisexuell" heißt hingegen, dass man sich "im sexuellen Empfinden und Verhalten
zum eigenen wie zu einem anderen Geschlecht hingeneigent fühlt", also weder Mann
noch Frau bevorzugt. Auch in der Definition von "pansexuell" steckt, dass man
sich zu keinem besonderen Geschlecht hingezogen fühlt ("zu allen Geschlechtern
und Geschlechtsidentitäten sexuell hingezogen").
Jeder der drei anderen Begriffe findet sich im Duden und unterscheidet sich von
der Bedeutung deutlich von "non-binär".
Ich hoffe, dass Sie jetzt nachvollziehen können, warum es darauf keinen Punkt
gab. Ich habe bei der Heraussgabe der Stegreifaufgabe darauf hingewiesen, dass
ich jeden Begriff mit Hilfe des Dudens geprüft habe, um sicher zu sein, dass er
nicht doch synonym zu "genderneutral" ist."
Nun wäre meine Frage an euch, habe ich mich falsch belesen oder hat die Lehrerin nicht verstanden was ich ihr in meiner Email sagen wollte. Ich brauch einfach fachliche Unterstützung!!! Denn mir ist es sehr wichtig, das mein Kind sich gehört fühlt und unter Umständen die Unwissenheit in der Schule geändert werden kann.
Ganz lieben Dank schon mal für eure Unterstützung
Viele Grüße
Steffi
Re: Wissensstand in der Schule
Verfasst: Sa 20. Jan 2024, 15:46
von Anne-Mette
Guten Tag,
"nicht binär" ist eine Eigenschaft des Geschlechtes, drückt aber nicht eine sexuelle Orientierung aus und beschreibt auch nicht, auf welche Personen diese ausgerichtet ist.
Gruß
Annne-Mette
Re: Wissensstand in der Schule
Verfasst: Sa 20. Jan 2024, 15:57
von Ulrike-Marisa
Moin,
da stellt sich für mich die Frage, worauf die Fragestellung sich genau bezogen hat, auf ein Gefühl, auf Verhalten oder Eigenschaft. Ich habe mir den Text mehrfach durchgelesen, aber auch für mich keine befriedige Antwort gefunden, was richtig oder falsch ist im Sinne eine Bewertung in einer Deutscharbeit/Test.
Grüße, Ulrike-Marisa
Re: Wissensstand in der Schule
Verfasst: Sa 20. Jan 2024, 18:07
von Lavendellöwin
Blümchen1502 hat geschrieben: Sa 20. Jan 2024, 13:05
Ganz lieben Dank schon mal für eure Unterstützung
Hallo Blümchen,
alles gut, sehr, sehr gerne.
Die Auskunft der Lehrerin ist eine recht gute Erklärung.
Ich selbst bin auch pansexuell das heisst ich kann mich zu jedem Geschlecht oder Geschlechtidentität hingezogen fühlen,
es ist einfach nur wichtig das ich mich bei der Person wohl fühle und aufgehoben. Ich bevorzuge also keinen bestimmten
Geschlechtausdruck bei einer anderen Person um mich von dieser angezogen zu fühlen, es kann das ganze Kontinuum an "Geschlecht" sein.
non-binär oder nicht-binär ist die Aussage einer Person die sich nicht den binär zugewiesenen Geschlechtern zugehörig fühlt.
Also weder ein Geschlechtempfinden als "Mann" oder "Frau" aufweist
genderneutral ist dann eher alles gleichwertig ohne des Ausdrucks eines eindeutigen Geschlechtes zu bezeichnen.
Auch Dinge können genderneutral designed sein um einfach alle anzusprechen
Also ich hätte im Grunde nur der Schülerin überhaupt einen Punkt gegeben die pansexuell geschrieben hat, weil bisexuell
der sexuellen Orientierung zu Männern und Frauen entspricht.
Alles Liebe Marie

Re: Wissensstand in der Schule
Verfasst: Sa 20. Jan 2024, 20:07
von Jaddy
Ich finde die Erklärung der Lehrerin schon etwas schwierig, aber leider auch zu in sich schlüssig, als dass sie argumentativ zu knacken wäre.
Zwar mixt sie Gender und Geschlecht, was im Detail bei der "Bevorzugung" im Sinne sexueller Orientierung verschieden gedeutet werden könnte, aber das ist nicht grundsätzlich falsch.
Der wesentliche Knackpunkt ist nach meinem Verständnis, dass sie sich auf "bevorzugen" konzentriert, was ein Subjekt (=Person) mit einer gewissen Wahlfreiheit (=mehrere Alternativen) voraussetzt.
Meine geschlechtliche Identität, Gender, kann ich mir nicht frei wählen. Nur welche Möglichkeiten damit umzugehen ich bevorzuge. Auch das ist nicht ganz wahlfrei, weil gesellschaftlicher Kontext und persönliche Freiheiten, aber in der Regel habe ich mehrere Alternativen mit verschiedenen Konsequenzen. Nonbinär / nichtbinär ist daher kein Fall von "bevorzugen", was ich deshalb anziehe und wie ich mich gebe, spreche, etc schon.
Bei der sexuellen Orientierung - bi, pan - bezieht sich die Bevorzugung auf Attribute der Partner*innen, nicht ob ich mir meine Orientierung aussuchen könnte.
In beiden Fällen beeinflussen von mir nicht änderbare persönliche Eigenschaften (Genderidentität, Orienierung) meine konkrete Auswahl (Ausdruck, Partner*innen), in der ich aber relativ frei im Sinne von "bevorzugen" (oder ablehnen) bin.
Völlige Wahlfreiheit habe ich, ob ich eine keine Geschlechter / Gender bevorzugende Sprache verwende.
Nichtbinär ist im Duden mit "... besitzend" bzw "sein" definiert, also vollkommen ohne Wahlfreiheit.
Re: Wissensstand in der Schule
Verfasst: Sa 20. Jan 2024, 21:07
von Susi T
Auf alle Fälle ist die angegebene Antwort "genderneutral" verkehrt.
Genderneutral ist nicht das selbe wie "kein Geschlecht bevorzugend"
Das würde ja bedeuten das Geschlecht und Gender das gleiche ist und das ist es nicht.
Mit Gender ist das Bewustsein gemeint mit Geschlecht der körperliche Zustand.
Sexualität ist von beiden zunächst unberührt.
Genderneutral ist also nicht das selbe wie "kein Geschlecht bevorzugend", beide sind aber ähnlich. Von daher wäre pan Sexualität das entsprechende Gegenstück zu Genderneutral und "kein Geschlecht bevorzugend" und als einzige gegebene Antwort nicht grundsätzlich verkehrt.
Wahrscheinlich soll niemand Aufgrund seines Geschlechts, Genders oder Sexualität benachteiligt werden und es gibt nunmal Gründe warum es oft so ähnlich formuliert wird.
Bisexualität umfasst nur Mann und Frau, schließt aber Inter* und Trans* u.a erstmal aus, auch wenn in unserer Gesellschaft das garnicht unbedingt verstanden ist und oft garnicht so gehandhabt wird.
Non- binär oder nicht binär als Antwort hört sich vieleicht erstmal verkehrt an. Aber aus der Sicht der betreffenden Person kann sie völlig richtig sein. Ein nicht binärer Mensch sieht sich ja nicht ausschließlich als Mann oder Frau, sondern ist sich bewusst das er beides ist. Im Bewusstsein Mann und Frau, also bevorzugt er kein Gender.
Wenn also schon Geschlecht und Gender nicht auseinander gehalten wird bei diesem Test, so ist ein non binärer Mensch jemand der kein Geschlecht bevorzugt.
Ob man sich dann an bevorzugt und bevorzugend spaltet weiß ich nicht. Ich bin Biologin, keine Sprachwissenschaftlerin

da ist Jaddy mit mehr Wissen/Verständnis gesegnet
Re: Wissensstand in der Schule
Verfasst: Sa 20. Jan 2024, 21:37
von Nicole Fritz
Anne-Mette hat geschrieben: Sa 20. Jan 2024, 15:46
"nicht binär" ist eine Eigenschaft des Geschlechtes, drückt aber nicht eine sexuelle Orientierung aus und beschreibt auch nicht, auf welche Personen diese ausgerichtet ist.
... und was soll man(n) / frau /divers / was auch immer jetzt mit dieser Definition anfangen? - Das Geschlecht ist einzig durch die Biologie bestimmt: XX = weiblich, XY = männlich (*). Alle gesellschaftlichen Rollen / Aufgaben / Eigenschaften oder was weiß ich sind nur ein Konstrukt der Gesellschaft. Und sich für solch ein Konstrukt den Körper operativ und mit Medikamenten angleichen zu lassen, ist für mich ein fataler Irrweg. Ich nenne so etwas "Geschäftsmodell".
In diesem Sinne ist 'nicht binär' eine auf die Strukturen der Gesellschaft aufgebaute Definition. Die Natur kennt so etwas nicht. Auch die Naturvölker haben sich in dieser Hinsicht ein Stück weit an die heutige Denkweise angepasst. Ich bin mir ziemlich sicher, dass bei denen vor 500 Jahren niemand über fünf oder mehr "Geschlechter" oder ähnliches nachgedacht hat.
(*) hier gibt es lediglich ganz wenige genetische Ausnahmen.
Liebe nicht binäre Grüße
Nicole
Re: Wissensstand in der Schule
Verfasst: Sa 20. Jan 2024, 23:08
von Blossom
Nicole Fritz hat geschrieben: Sa 20. Jan 2024, 21:37
Ich nenne so etwas "Geschäftsmodell".
Es wäre schön, wenn du dein stetes Werten (zumal regelmäßig negativ) unterlassen könntest und schlicht sachlich bliebest! Es nervt!
Re: Wissensstand in der Schule
Verfasst: Sa 20. Jan 2024, 23:44
von Nicole Fritz
Blossom hat geschrieben: Sa 20. Jan 2024, 23:08
Es wäre schön, wenn du dein stetes Werten (zumal regelmäßig negativ) unterlassen könntest und schlicht sachlich bliebest! Es nervt!
Herzlichen Dank. Das freut mich jetzt. So gar keine Reaktion auszulösen ist doch sehr frustrierend. Negativ ist nun mal das einzige, was man sieht. Versuche ich irgendwie positiv zu sein, ignoriert man das. Und das frustriert mich maßlos.
Liebe Grüße
Nicoe
Re: Wissensstand in der Schule
Verfasst: So 21. Jan 2024, 00:09
von Ulrike-Marisa
Ich Habs ehrlich gesagt immer noch nicht verstanden, was das Problem ist.
Grüße, Ulrike-Marisa
Re: Wissensstand in der Schule
Verfasst: So 21. Jan 2024, 00:28
von Nicole Fritz
Ulrike-Marisa hat geschrieben: So 21. Jan 2024, 00:09
Ich Habs ehrlich gesagt immer noch nicht verstanden, was das Problem ist.
Ich auch nicht.
Re: Wissensstand in der Schule
Verfasst: So 21. Jan 2024, 08:28
von Jaddy
Nicole Fritz hat geschrieben: Sa 20. Jan 2024, 21:37
Das Geschlecht ist einzig durch die Biologie bestimmt: XX = weiblich, XY = männlich (*). Alle gesellschaftlichen Rollen / Aufgaben / Eigenschaften oder was weiß ich sind nur ein Konstrukt der Gesellschaft.
In diesem Sinne ist 'nicht binär' eine auf die Strukturen der Gesellschaft aufgebaute Definition. Die Natur kennt so etwas nicht. Auch die Naturvölker haben sich in dieser Hinsicht ein Stück weit an die heutige Denkweise angepasst. Ich bin mir ziemlich sicher, dass bei denen vor 500 Jahren niemand über fünf oder mehr "Geschlechter" oder ähnliches nachgedacht hat.
Also; in der realen Welt ist das etwas anders. Hatten wir ja schon mehrfach hier diskutiert. Aber ich mag Unfug nicht so stehen lassen.
"Das Geschlecht" gibt es in der Biologie nicht. Die Chromosomen sind ein Merkmal unter mehreren. Wie der Körper beschaffen ist, der daraus entsteht ist ziemlich offen. Es gibt nicht ein Gen, sondern hunderte auf verschiedenen Chromosomen, die für "Geschlechtsmerkmale" verantwortlich sind. Ob sie "eingeschaltet" sind, also überhaupt gelesen werden, ist offen. Ob sie alle zueinander passen auch. Epigenetik: Offen. Das sind vielstufige Prozesse, kein Kochrezept und auch kein Lochstreifen.
Deshalb gibt es zum Beispiel medizinisch "eindeutige Frauen" mit 46XY Chromosomensatz, die Kinder gebären, ohne möglicherweise je zu erfahren, dass sie genetisch "männlich" sind. Männer mit zusätzlichem Uterus. Menschen mit einem genetischen Mosaik, wenn nicht alle Zellen/Organe des Körpers den gleichen Chromosomensatz haben. Chromosomen, Genitalien, Gonaden, Hormone, "geschlechtlich differenzierte Prozesse" im Körper müssen nicht eindeutig sein.
Biologie ist Vielfalt. Menschen haben sogar noch die Gene, die einen späteren kompletten Wechsel der Fortpflanzungsorgane ermöglichen, wie bei vielen anderen Arten zu beobachten. "Orlando" wäre genetisch möglich und körperliche Transition in einigen Jahren möglicherweise eine Sache von ein paar Spritzen. Egal in welchem Alter.
Es gibt einen einzigen, sehr kurzen Moment, wo die Chromosomen eine Rolle spielen: Bei der Kombination während der Zeugung. Nach den paar Millisekunden rollen die Würfel, vermehren sich und welche Zahlen sie bilden ist nur statistisch horhersagbar. Ca. 30% der Versuche scheitern in den ersten Wochen, weil irgendetwas in dem gigantischen Puzzle nicht zusammenpasst.
Die "ganz wenigen Ausnahmen" betreffen mindestens 1-2% alle Menschen. So viele wie Rothaarige oder Grünäugige. Aber da nicht systematisch getestet wird, ist die Zahl der intergeschlechtlichen Menschen vermutlich höher.
"Naturvölker". Hunderte Völker auf der ganzen Welt kennen mehr als zwei Geschlechter. Sowohl inter als auch trans/nichtbinär. Und zwar seit vielen Jahrhunderten. Viele bis heute. Einige entdecken wieder, was Kolonisierung und Zwangschristianisierung ihnen genommen haben. Einige machen das soziale Geschlecht nicht an körperlichen Merkmalen fest, sondern zum Beispiel an der Wesensart eines Menschen. Selbst im Judentum gibt es fünf Geschlechter. Ich spar mir jetzt die dutzenden Referenzen als Beleg, die wir alle schon hier im Forum hatten. So wie die Reevaluierung stein- und bronzezeitlicher Gräber in Europa, wo in ~10% der Fälle die körperlichen Merkmale nicht mit den gängigen Klischees an Grabbeigaben zusammenpassen. Ob sich diese Menschen heute inter, trans, nichtbinär verorten würden oder ob sie ganz andere Konzepte hätten?
Wie auch immer: Weder in Natur- oder Kulturwissenschaften, noch in der gelebten Praxis ist Zweigeschlechtlichkeit irgendwie gegeben. Strikt binäre Kategorisierung von Geschlecht jeder Art ist eher eine Unart des 19ten Jahrhunderts in Europa.
Re: Wissensstand in der Schule
Verfasst: So 21. Jan 2024, 08:45
von Anne-Mette
Moin,
Jaddy hat geschrieben: So 21. Jan 2024, 08:28
"Das Geschlecht" gibt es in der Biologie nicht.
das sehen andere Menschen anders.
Allerdings wird es wenig bringen, die anfangs gestellte Frage bis in kleinste Nuancen auszudiskutieren.
Auch die Beispiele aus der Tierwelt und "was theoretisch möglich wäre" halte ich für nicht besonders dienlich in diesem Zusammenhang.
Im Alltagsumgang werden wir mit Ungenauigkeiten umgehen müssen und uns "beschreibend annähern".
Gruß
Anne-Mette
Re: Wissensstand in der Schule
Verfasst: So 21. Jan 2024, 12:17
von Blümchen1502
Ich möchte mich ganz herzlich bei euch bedanken!

Es war sehr interessant, auch den kleinen Ausflug in die Genetikwelt zu lesen! Wie ich aus einer Nachricht auch mitnehmen konnte und genau das ist bei meiner Recherche auch rausgekommen, das ja schon die Definition des Wortes "genderneutral" falsch übersetzt wurde seitens der Lehrerin. Vermutlich war hier auch schon von mir von Anfang an die Verwirrung perfekt

Ich werde es nun nochmal versuchen mit ihr darüber zu sprechen, mal sehen ob sie auf uns einen Schritt zugeht.
Meiner Tochter wurde auf jeden Fall geholfen und sie fand es auch interessant. Wieder etwas gelernt und für die Zukunft mitgenommen.
Allen noch ein schönen Sonntag

Re: Wissensstand in der Schule
Verfasst: So 21. Jan 2024, 12:59
von Mirjam
Hallo Steffi,
auch wenn ich spät dran bin mag ich noch kurz was dazu schreiben, so als "gelernte Lehrerin"

Deutsch oder Biologie habe ich zwar nicht unterrichtet, sondern "nur" Mathe und Physik. Dennoch ist mir gleich eines an der Fragestellung aufgefallen:
Blümchen1502 hat geschrieben: Sa 20. Jan 2024, 13:05
Diese war die Frage:
kein Geschlecht Bevorzugend - (laut dem Eintrag im Deutschheft wäre die AW genderneutral); meine Tochter hat non binär geantwortet; eine Schülerin bisexuell und eine weitere Pansexuell.
Wenn das wirklich alles war, was dort stand, dann finde ich es nicht ganz eindeutig formuliert. Und Fragen wirklich
eindeutig zu formulieren wurde uns im Referendariat als etwas ganz Wichtiges beigebracht. — Ja, mein erster Gedanke war auch in die Richtung "pansexuell" oder meinetwegen auch "bisexuell", also auf die andere Person gerichtet. Aber ich finde, das kann auch anders gelesen werden, also dass es sich auf die eigene Person bezieht in dem Sinne, wie ich denn von anderen gesehen werden möchte. Da passt dann nicht-binär schon wieder (non binär ist jetzt nicht so ganz Deutsch, sorry, und außerdem würde mir da mindestens ein Bindestrich fehlen "¦ — ein halber Punkt?

). — Durften die Schüler:innen denn den Duden bei der Arbeit benutzen, oder mussten sie wissen, was da drin steht und was nicht?
LG
Mirjam
