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Eigene Bilder "um-gendern"?
Verfasst: Fr 5. Jan 2024, 11:57
von Jaddy
So Foto-Gender-Swapping ist bekannt, oder? Das eigene Gesicht auf femininer/maskuliner ändern per
"KI" oder
professionell.
Wäre das was? In alten Familienbildern das eigene Portrait ändern? Hochzeitsbilder?
Anlass der Frage: Ein ziemlich guter, rühriger Fotoladen in unserer Kreisstadt bietet auch digitale Bildbearbeitung inkl "KI" und hat einen (glaubhaften)
Regenboden-Kleber im Fenster und am Tresen. Deshalb habe ich gestern mal per Mail angefragt und eine absolut positive Antwort bekommen: "Tolle Sache. Ganz ehrlich, ich hab keine wirkliche Idee, wie und ob wir das hier bewerkstelligen könnten, aber ich würde dem Ganzen auf jeden Fall einen Versuch geben wollen und das nicht nur, weil es fototechnisch eine spannende Sache ist. Ich mag schon allein die Offenheit und die daraus resultierende Normalität zu diesem Thema. Auf jeden Fall gern mit den Hochzeitsbildern vorbeikommen. Freu mich drauf, was dazuzulernen."
Re: Eigene Bilder "um-gendern"?
Verfasst: Fr 5. Jan 2024, 20:40
von Blossom
Würde für mich keinen Sinn machen ... Ich habe eine Vergangenheit zu der ich stehe, die mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin ... Ein Um-Gendern wäre ein verdrehen der Wahrheit - letztlich eine Lebenslüge.
Re: Eigene Bilder "um-gendern"?
Verfasst: Fr 5. Jan 2024, 20:50
von Hotte
Mir bedeuten Fotos nicht so viel.
Re: Eigene Bilder "um-gendern"?
Verfasst: Fr 5. Jan 2024, 21:05
von Patricia
Als Spielerei, ja. Mache ich auch ab und an mit FaceApp. Aber ich stehe mittlerweile schon dazu wer ich bin und wer ich "war".
LG
Patricia
Re: Eigene Bilder "um-gendern"?
Verfasst: Fr 5. Jan 2024, 21:28
von Mirjam
Hmm "¦ wenn jetzt nicht gerade mein Gesicht zu sehen ist müsste ich wohl gar nicht viel "umgendern". Es gibt da so ein paar Bilder, entweder von hinten oder mit den Haaren vorm Gesicht, da ist Mirjam schon da, bevor sie da war

Ich weiß nur nicht, ob ich sie zeigen darf, die habe ich ja nicht selber fotografiert.
LG
Mirjam

Re: Eigene Bilder "um-gendern"?
Verfasst: Fr 5. Jan 2024, 21:45
von Maura.Masqurin
Da ich kein Problem mit meiner Männlichkeit habe, ist die Vergangenheit so wie sie ist ok. Mal ne nette Spielerei ist es trotzdem.
Re: Eigene Bilder "um-gendern"?
Verfasst: Fr 5. Jan 2024, 22:14
von Severine
Meine äußerlich männlich gelebte Vergangenheit ist und bleibt ein Teil von mir, da wird nichts geändert. Ich muss natürlich nicht jeden Besucher zuhause (die es nicht wissen) direkt darauf stoßen lassen, daher nehmen wir in diesem Jahr neue gemeinsame Bilder von uns auf und ersetzen sie im Wohnzimmer. Die alte Bilder erhalten trotzdem in einem anderen Raum ihren Platz.
Re: Eigene Bilder "um-gendern"?
Verfasst: Fr 5. Jan 2024, 22:18
von Juliane
Wie ich bereits an anderer Stelle schrieb. Ich muss und will, im echten Leben als Teilzeitfrau, mit
dem auskommen, was mir Mutter Natur mitgegeben hat. Nachhelfen mit Perücke und Makeup ist
OK, das, speziell mit Makeup, tun viele Frauen ja auch täglich.
Bei Fotos nachträglich nachhelfen, nachbessern, brauche ich nicht. Nicht bei alten Fotos und auch
nicht bei neuen. Das ist für mich Schönfärberei und Selbstbetrug.
Aber jede wie sie will.
Juliane
Re: Eigene Bilder "um-gendern"?
Verfasst: Fr 5. Jan 2024, 23:38
von Runa
Hallöchen
Also für mich sind die alten Bilder in Ordnung. Schließlich war es mein leben bis zum Outing.
Deine Vergangenheit kannst ja nicht einfach löschen.
Re: Eigene Bilder "um-gendern"?
Verfasst: Fr 5. Jan 2024, 23:56
von Maya
Juliane hat geschrieben: Fr 5. Jan 2024, 22:18
Das ist für mich Schönfärberei und Selbstbetrug.
Ganz genau.

Genauso, wie so einige Face-App Fotos hier.
Teilweise sogar im Avatar.
Umso schlimmer wirds dann, wenn man sich dann mal real trifft und jemand ganz anderer vor einem steht.

Re: Eigene Bilder "um-gendern"?
Verfasst: So 14. Jan 2024, 18:09
von Zoey
Ich finde das Thema an sich ja schon spannend - zumal ich die Technologie dahinter einerseits sehr faszinierend finde... Andererseits sind die heutigen Möglichkeiten für Deepfakes auch extrem beunruhigend.
Zum Thema: Wie ja viele schon geschrieben haben - die Vergangenheit gehört doch zur eigenen Persönlichkeitswerdung - insofern sehe ich das kritisch. Als "Teilzeitfrau" habe ich da aber möglicherweise auch leicht reden...