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Frauen in Afghanistan: Leben unter den Taliban | WDR

Verfasst: Do 7. Dez 2023, 12:35
von Anne-Mette
Seit August 2021, seitdem in Afghanistan wieder die Taliban an der Macht sind, hat sich das Leben von Frauen, von Müttern, Töchtern und Schwestern, dramatisch verändert.

Sie werden aus der Öffentlichkeit verdrängt, dürfen nicht mehr arbeiten oder allein reisen. Mädchen können nur noch ein begrenzte Zeit zur Schule gehen.


https://www.ardmediathek.de/video/die-s ... U2MjQ5NTA0

"Unverhüllte Frauen sind wie Süßigkeiten ohne Verpackung. Sieh ziehen Bakterien und Fliegen an". (arg)

Re: Frauen in Afghanistan: Leben unter den Taliban | WDR

Verfasst: Do 7. Dez 2023, 14:16
von Franziska
Liebe Anne-Mette,
danke für den Hinweis auf die Dokumentation.

Dies ist leider auch ein ganz trauriges Kapitel der deutschen Geschichte.
Als ehemaliger Soldat war ich auch für einen Einsatz in Afghanistan vorgesehen. Aufgrund eines Bandscheibenvorfalls kam es dann nicht dazu.
Insgesamt 20 Jahre Einsatz der Bundeswehr und der Alliierten und was hat man erreicht — nichts. Die Situation der Frauen und Mädchen hat sich in keiner Weise geändert.

Und was den Einsatz der Bundeswehr betrifft, hier wurde doch die Bevölkerung durch die Politik über Jahre "hinters Licht" geführt.
Dies ist ein Friedenseinsatz wurde immer wieder suggeriert, wir bauen vor Ort Schulen, wir bauen Brunnen und entwickeln die Demokratie in Afghanistan.
Die Wahrheit ist doch, es war bereits kurz nach Beginn des Einsatzes bereits ein Kampfeinsatz, dies wollte aber kein Politiker aussprechen.
Schlimmer noch, es fehlten für die Soldaten gepanzerte Fahrzeuge an allen Ecken und Enden. Erst nach vielen Jahren hat man diese dann in den Einsatz gebracht.
Wichtiger war ASU bei den Fahrzeugen und Mülltrennung im Feldlager.

Das Schlimme ist weiterhin, dass viele afghanische Ortskräfte mit ihren Familien, die es nicht geschafft haben, das Land zu verlassen, jetzt in Angst vor den Taliban leben müssen
und um ihr Leben fürchten.

Wo ist die feministische deutsche Außenpolitik, um diesen Frauen und Mädchen zu helfen? Ich fürchte, man hat sie schlicht vergessen.