Exclusiv-Interview:
Durch Zufall trafen wir in einer Tankstellen-Raststätte in Wuchersen bei Flensburg
GURKE, der gestern seinen Freispruch erhalten hat und sich auf der Prominenteninsel Sylt von den Strapazen der vergangenen Zeit erholen will. Er wirkte noch etwas mitgenommen von den Ereignissen, gewährte mir aber trotzdem überraschender Weise ein Interview, obwohl er eine Befragung durch einen "MILD"-Reporter abgelehnt hatte.
CDF: Gurke, wie geht es Ihnen heute nach dem Freispruch?
Gurke: Ich bin sehr erleichtert, habe allerdings auch nichts anderes erwartet. Schon bei meinem ersten Abtransport habe ich laut und vernehmlich gerufen: "Ich bin unschuldig!" - und das habe ich nun schriftlich. (lacht)
CDF: Für manche bleibt ein bitterer Beigeschmack; einige sprechen von einem Freispruch 2. Klasse, weil ja doch etwas gefunden wurde.
Gurke: Das kann ich so überhaupt nicht sehen. Uns Gurken wurde ja schon oft ein bitterer Beigeschmack angedichtet. Lange Zeit gab es sogar die Mähr, man müsste bei uns am besten die Enden abschneiden, die wären bitter. Das ist diskriminierend.
CDF: Für Ihre mögliche Schuld gibt es keine eindeutigen Beweise — für Ihre Unschuld auch nicht. Sie sind nun frei. Was wäre die Alternative gewesen?
Gurke: Alternative? Da wäre ich abhängig von den Behörden gewesen. Ein milderes Urteil wäre gewesen, dass ich in einem Gurkentopf gelandet wäre — erotischer wären natürlich "Mixed Pickles".
Im Extremfall hätte man mich zerstückelt und als "Schlesische Gurkenhappen" weiter gegeben.
"¦ oder man hätte mich als Schmorgurke recht lange schmoren lassen; aber damit muss ich mich ja auch nicht beschäftigen, wie sie wissen.
CDF: Wie sehen Ihre weiteren beruflichen Pläne aus?
Gurke: Ich werde bald wieder in den Wohn- und Esszimmern und Küchen der deutschsprachigen Menschen erscheinen; ich habe schon erste Verhandlungen für eine Rückkehr geführt. Zuerst muss ich aber zahlreiche Ehrungen und Preise entgegennehmen.
CDF: Ehrungen und Preise??? (die Gesichtszüge entgleisen)
Gurke: Ja, ich erhalte z.B. den geheimen Ehrenpreis der Boulevardpresse, da ich mich um einige Blätter verdient gemacht habe, von denen ich dachte, sie gäbe es schon seit dem Tod meiner Oma nicht mehr und die nun durch meinen Fall einen wahren Aufwind bekommen haben.
Außerdem stehen weitere Ehrungen auf dem Programm, die ich noch nicht nennen möchte.
Eines kann ich aber jetzt schon sagen: Ich habe mich auch um die Aufstockung einiger Renten verdient gemacht, haben sich doch etliche Menschen, die wir sicherlich sonst nicht mehr im TV gesehen hätten, durch eine Dauer-Anwesenheit in den bekannten Talk-Shows eine wesentlich höhere Renten-Bemessungsgrenze erarbeitet.
CDF: "¦ und der Mensch Gurke, wie sieht es in dem aus?
Gurke: Auch ich habe dazu gelernt und sogar eine Therapie gemacht. Ich habe mich mit Crossdressing beschäftigt, viel in Ihrem Forum gelesen (deshalb gebe ich Ihnen auch gerne dieses Interview) — und bin ein völlig neuer Mensch geworden.
Ich werde mich auch mehr auf
(m)eine Partnerin einlassen (grinst). Man kann sagen, wir sind schon richtig zusammen gewachsen.
Und mein neues Outfit ist doch stimmig. Hätten Sie mich erkannt?
CDF: Nein, Gurke, Sie sehen wirklich aus wie eine echte Banane — und Sie machen auf mich tatsächlich den Eindruck, dass Sie und Ihre Partnerin zusammen halten.
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Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft.