GAOP Bogenhausen 3 Tage nach GAOP
Verfasst: Mo 27. Nov 2023, 18:30
Meine Erfahrung mit der GAOP in Bogenhausen
Fragen beantworte ich gerne.
Nachdem ich im November 2022 die Klinik in Duisburg für eine potenzielle OP besucht hatte (Dr. Kurth), erhielt ich Ende Januar 2023 endlich die Kostenzusage meiner Krankenkasse. Diese war nicht an eine spezifische Klinik gebunden. Leider erkrankte Frau Kurth kurzfristig, und die Ungewissheit über ihre Genesung seitens der Klinik ließ mich weiter Ausschau halten.
Im März vereinbarte ich über das Online-Portal des Teams Markowsky Lubos Klinik München einen Beratungstermin.
Ich hatte mich für dieses Team entschieden, weil sie sich auf der Gendermesse 2022 in Leverkusen äußerst professionell präsentierten.
Das Vertrauen, das sie ausstrahlten, und ihre umfangreiche Erfahrung mit GAOPs gaben mir ein gutes Gefühl.
Zu diesem Zeitpunkt war ich mir noch nicht sicher, ob ich mit meinen 57 Jahren diesen Schritt wirklich gehen sollte.
Doch einen Termin zu haben und ihn im Zweifelsfall abzusagen, schien mir vernünftig.
Am 4. Mai traf ich dann Herrn Clemenz, der auch einer der Chirurgen von der Messe war.
Er erläuterte mir ausführlich alles, was im Wesentlichen der Präsentation auf der Messe entsprach,
und konnte alle meine Fragen zufriedenstellend beantworten.
Ich hatte klar gemacht, dass ich mich für die "kleine" GAOP entschieden hatte (ohne NEO-Vagina).
Herr Clemenz konnte das nachvollziehen, und als ich meine Kostenzusage vorzeigte, war er erfreut.
Die meisten Patientinnen müssen normalerweise alle erforderlichen Unterlagen für die Krankenkasse zusammentragen
und auf die Zusage warten. Das Vorab-Hochladen aller Dokumente auf ihr Portal kann ich übrigens nur empfehlen.
Da meine Kostenzusage vorlag, wurden meine Unterlagen direkt an das Patientenmanagement weitergeleitet.
Zu meiner Freude wurde ich tatsächlich ein paar Tage später angerufen, und das OP-Team plante meine Operation ein.
Der Termin wurde mir zwei Tage später telefonisch mitgeteilt.
Ursprünglich war der 17. November angesetzt, aber diesen Termin sagte ich ab,
da ich meinen Geburtstag nicht im Krankenhaus verbringen wollte.
Jetzt ist es also der 24. November geworden.
Im September hatte ich mich dann entschieden, die GAOP durchführen zu lassen.
Während einer Wanderung in den Bergen wurde mir klar, dass es mir Unbehagen bereitete, mich in Gemeinschaftsduschen frei zu bewegen.
Im Oktober meldete sich Frau Kurth zurück und bot mit einen Termin im April/Mai 2024 an.
Doch darauf wollte ich nicht mehr warten. Am 30. Oktober war ich erneut in München, was übrigens super mit dem ICE an einem Tag klappte
und sogar Zeit für etwas Sightseeing ließ. (zumindest aus Köln)
Am 22. November fuhr mich dann meine Lebensgefährtin nach München. Sie hatte ein Zimmer im Tullip IN,
nur 6 Minuten von der Klinik entfernt, bis Sonntag gebucht.
Auf dem Weg erhielt ich dann einen Anruf, dass ich am 23. November nicht zur Aufnahme nach Bogenhausen kommen sollte,
sondern nach Pasing, um am 24. November mit dem Taxi nach Bogenhausen zu fahren.
In Pasing musste man mich doch erstmal suchen, fanden mich schließlich im System, und mir wurde mitgeteilt, dass ich nur
abführen und eine Intimrasur bekommen müsse. Ein Taxi würde mich dann am Freitagmorgen um 5:15 nach Bogenhausen bringen.
Im Aufklärungsgespräch hieß es jedoch, dass ich aufgrund der kleinen OP keine Darmreinigung brauche.
Nach Rücksprache mit der Stationsleitung und Herrn Clemenz durften wir wieder gehen,
mit dem Abführmittel, der Zusage, die Rasur selbst durchzuführen, und der Aufforderung, um 5:45 in Bogenhausen zu sein.
Das ermöglichte mir, noch eine Nacht mit meiner Freundin zu verbringen und etwas länger zu schlafen.
Das Abführmittel war zwar unangenehm, aber die Darmentleerung verlief relativ schnell.
Ich frage mich nur, wie das mit einer Toilette funktioniert hätte, denn eine weitere Patientin sollte im gleichen Zimmer
liegen und abführen. Ein Bad für zwei Personen in dieser Situation"¦ nun ja.
Wir waren also um 5:30 in der Klinik. Um 6:30 erfuhren wir, dass die Zimmer erst am Vormittag frei würden.
Um 7 Uhr ging es dann in ein Umkleidezimmer, ich zog das OP-Hemd an, und um 7:45 war ich bereit für mein Abenteuer.
Im Aufwachraum scheine ich wohl eine ganze Weile recht laut gejammert zu haben, wodurch ich entsprechende Schmerzmittel bekam.
Das habe ich jedoch überhaupt nicht mitbekommen. Als ich gegen 15:15 Uhr endlich die Augen öffnete, sah ich mein Kuschel-Einhorn,
das auf meinen Wunsch hin den Weg bis zur Anästhesie mit mir gemacht hatte. Das war wirklich toll, es direkt bei mir zu haben.
Mir ging es dann auch ziemlich gut, sodass ich ein paar Scherze mit den Schwestern machen konnte.
Um 15:30 wurde ich dann auf mein Zimmer gebracht, und meine Freundin kam kurz darauf an.
Meine Zimmergenossin wurde schon vor 12 Tagen operiert und wird mich dann wohl am Montag oder Dienstag verlassen.
Mal schauen, wer dann mein neuer Mitbewohner wird.
Leider habe ich mein Ergebnis noch nicht sehen können; das wird wohl erst am Montag möglich sein.
Aber bisher habe ich keine Blutungen oder ähnliches. Ich muss nun eine Woche lang einen Blasenkatheter tragen.
Schmerzen habe ich kaum. Das Problem ist eher mein Gesäß, das sich anfühlt, als hätte ich einen Tritt von einem Pferd bekommen.
Das kommt wohl von meiner Lage während der OP.
Das Personal auf der Station ist wirklich nett und hilfsbereit. Hier fühle ich mich wirklich gut aufgehoben. Ein kleines Manko gibt es jedoch: Das Mittagessen lässt bisher etwas zu wünschen übrig. Großzügig ausgedrückt, ist es höchstens lauwarm. Vielleicht liegt das ja nur am Schnee, der draußen vom Himmel rieselt.
Tag 3
Heute morgen konnte ich den ersten Stuhlgang absolvieren und der Verband sowie alle Fäden die noch Tupfer hielten sind auch gekappt
Ich bin echt begeistert. Nichts ist blau. Etwas geschwollen. Wenn es so bliebe wäre ich schon glücklich. Hab direkt ein Bild meiner Freundin geschickt. Sie ist total geflashed..
Fragen beantworte ich gerne.
Nachdem ich im November 2022 die Klinik in Duisburg für eine potenzielle OP besucht hatte (Dr. Kurth), erhielt ich Ende Januar 2023 endlich die Kostenzusage meiner Krankenkasse. Diese war nicht an eine spezifische Klinik gebunden. Leider erkrankte Frau Kurth kurzfristig, und die Ungewissheit über ihre Genesung seitens der Klinik ließ mich weiter Ausschau halten.
Im März vereinbarte ich über das Online-Portal des Teams Markowsky Lubos Klinik München einen Beratungstermin.
Ich hatte mich für dieses Team entschieden, weil sie sich auf der Gendermesse 2022 in Leverkusen äußerst professionell präsentierten.
Das Vertrauen, das sie ausstrahlten, und ihre umfangreiche Erfahrung mit GAOPs gaben mir ein gutes Gefühl.
Zu diesem Zeitpunkt war ich mir noch nicht sicher, ob ich mit meinen 57 Jahren diesen Schritt wirklich gehen sollte.
Doch einen Termin zu haben und ihn im Zweifelsfall abzusagen, schien mir vernünftig.
Am 4. Mai traf ich dann Herrn Clemenz, der auch einer der Chirurgen von der Messe war.
Er erläuterte mir ausführlich alles, was im Wesentlichen der Präsentation auf der Messe entsprach,
und konnte alle meine Fragen zufriedenstellend beantworten.
Ich hatte klar gemacht, dass ich mich für die "kleine" GAOP entschieden hatte (ohne NEO-Vagina).
Herr Clemenz konnte das nachvollziehen, und als ich meine Kostenzusage vorzeigte, war er erfreut.
Die meisten Patientinnen müssen normalerweise alle erforderlichen Unterlagen für die Krankenkasse zusammentragen
und auf die Zusage warten. Das Vorab-Hochladen aller Dokumente auf ihr Portal kann ich übrigens nur empfehlen.
Da meine Kostenzusage vorlag, wurden meine Unterlagen direkt an das Patientenmanagement weitergeleitet.
Zu meiner Freude wurde ich tatsächlich ein paar Tage später angerufen, und das OP-Team plante meine Operation ein.
Der Termin wurde mir zwei Tage später telefonisch mitgeteilt.
Ursprünglich war der 17. November angesetzt, aber diesen Termin sagte ich ab,
da ich meinen Geburtstag nicht im Krankenhaus verbringen wollte.
Jetzt ist es also der 24. November geworden.
Im September hatte ich mich dann entschieden, die GAOP durchführen zu lassen.
Während einer Wanderung in den Bergen wurde mir klar, dass es mir Unbehagen bereitete, mich in Gemeinschaftsduschen frei zu bewegen.
Im Oktober meldete sich Frau Kurth zurück und bot mit einen Termin im April/Mai 2024 an.
Doch darauf wollte ich nicht mehr warten. Am 30. Oktober war ich erneut in München, was übrigens super mit dem ICE an einem Tag klappte
und sogar Zeit für etwas Sightseeing ließ. (zumindest aus Köln)
Am 22. November fuhr mich dann meine Lebensgefährtin nach München. Sie hatte ein Zimmer im Tullip IN,
nur 6 Minuten von der Klinik entfernt, bis Sonntag gebucht.
Auf dem Weg erhielt ich dann einen Anruf, dass ich am 23. November nicht zur Aufnahme nach Bogenhausen kommen sollte,
sondern nach Pasing, um am 24. November mit dem Taxi nach Bogenhausen zu fahren.
In Pasing musste man mich doch erstmal suchen, fanden mich schließlich im System, und mir wurde mitgeteilt, dass ich nur
abführen und eine Intimrasur bekommen müsse. Ein Taxi würde mich dann am Freitagmorgen um 5:15 nach Bogenhausen bringen.
Im Aufklärungsgespräch hieß es jedoch, dass ich aufgrund der kleinen OP keine Darmreinigung brauche.
Nach Rücksprache mit der Stationsleitung und Herrn Clemenz durften wir wieder gehen,
mit dem Abführmittel, der Zusage, die Rasur selbst durchzuführen, und der Aufforderung, um 5:45 in Bogenhausen zu sein.
Das ermöglichte mir, noch eine Nacht mit meiner Freundin zu verbringen und etwas länger zu schlafen.
Das Abführmittel war zwar unangenehm, aber die Darmentleerung verlief relativ schnell.
Ich frage mich nur, wie das mit einer Toilette funktioniert hätte, denn eine weitere Patientin sollte im gleichen Zimmer
liegen und abführen. Ein Bad für zwei Personen in dieser Situation"¦ nun ja.
Wir waren also um 5:30 in der Klinik. Um 6:30 erfuhren wir, dass die Zimmer erst am Vormittag frei würden.
Um 7 Uhr ging es dann in ein Umkleidezimmer, ich zog das OP-Hemd an, und um 7:45 war ich bereit für mein Abenteuer.
Im Aufwachraum scheine ich wohl eine ganze Weile recht laut gejammert zu haben, wodurch ich entsprechende Schmerzmittel bekam.
Das habe ich jedoch überhaupt nicht mitbekommen. Als ich gegen 15:15 Uhr endlich die Augen öffnete, sah ich mein Kuschel-Einhorn,
das auf meinen Wunsch hin den Weg bis zur Anästhesie mit mir gemacht hatte. Das war wirklich toll, es direkt bei mir zu haben.
Mir ging es dann auch ziemlich gut, sodass ich ein paar Scherze mit den Schwestern machen konnte.
Um 15:30 wurde ich dann auf mein Zimmer gebracht, und meine Freundin kam kurz darauf an.
Meine Zimmergenossin wurde schon vor 12 Tagen operiert und wird mich dann wohl am Montag oder Dienstag verlassen.
Mal schauen, wer dann mein neuer Mitbewohner wird.
Leider habe ich mein Ergebnis noch nicht sehen können; das wird wohl erst am Montag möglich sein.
Aber bisher habe ich keine Blutungen oder ähnliches. Ich muss nun eine Woche lang einen Blasenkatheter tragen.
Schmerzen habe ich kaum. Das Problem ist eher mein Gesäß, das sich anfühlt, als hätte ich einen Tritt von einem Pferd bekommen.
Das kommt wohl von meiner Lage während der OP.
Das Personal auf der Station ist wirklich nett und hilfsbereit. Hier fühle ich mich wirklich gut aufgehoben. Ein kleines Manko gibt es jedoch: Das Mittagessen lässt bisher etwas zu wünschen übrig. Großzügig ausgedrückt, ist es höchstens lauwarm. Vielleicht liegt das ja nur am Schnee, der draußen vom Himmel rieselt.
Tag 3
Heute morgen konnte ich den ersten Stuhlgang absolvieren und der Verband sowie alle Fäden die noch Tupfer hielten sind auch gekappt
Ich bin echt begeistert. Nichts ist blau. Etwas geschwollen. Wenn es so bliebe wäre ich schon glücklich. Hab direkt ein Bild meiner Freundin geschickt. Sie ist total geflashed..
und ich wünsche dir eine gute Heilungsphase, möglichst wenig Schmerzen und Zufriedenheit mit dem Ergebnis.