Moin,
ich bin gerade wieder auf ein Thema gestoßen, dass bereits vor Jahren in verschiedenen Freds angerissen wurde. Anlass ist ein beitrag im Radio von "SWR 1 - Leute heute", der sich um Hochsensibiltität dreht. Eine Professorin spricht dort über ihr Forschungsthema, das sie an einer Hochschule in den NL belegt. Der Link zur Sendung: https://www.youtube.com/watch?v=zSFBa6Xfp-s
Damals wie heute bin ich der Ansicht, dass meine gesteigerte Hochsensibilität einen Faktor in meinem Transempfinden eine deutliche Rolle spielt. Ich kann einer männlichen Rolle, wie sie üblicherweise gesellschaftlich gesehen wird, nicht viel abgewinnen. Das liegt nach meiner Einschätzung darin, dass vieles in dieser Rolle meine Sensibilität negiert und ich mich darin nicht wiederfinden kann. Auf der weiblichen Seite ist das für mich ganz anders. Da kann ich mit den Feinheiten viel besser experimentieren und leben. Als Beispiel möge z.B. meine Wahrnehmung von Kleidung und Schminke an mir dienen. Aber auch die Frage, wie mit anderen Menschen umgegangen wird, ist mir aus der weiblichen Perspektive viel vertrauter und wichtiger.
Damit meine ich nicht, dass das im Weiblichen intensiver angelegt ist, sondern dass es anders bewertet und vermittelt wird. Wenn ich die Perspetive wechsele und mir Transmänner betrachte, persönlich kenne ich keinen, von den ich das wüsste, dann erscheint es mir in vielen Fällen eher umgekehrt zu sein. Sie sind i.d.R. "robuster" als das ihrer gesellschaftlichen Rolle als biologsch geborener Frau üblicherweise entspricht. Konsequenterweise müsste man selber und in der Gesellschaft die Eigenschaft der Hochsensibilität viel mehr schätzen lernen und Aktivitäten pesönlich, gesellschaftlich und beruflich viel mehr danach ausrichten und Respekt sowie Akzeptanz für diese Menschen fördern. Damit wird der Ausdruck von "Frausein" für viele Transmenschen ein Mittel des Ausdrucks einer speziellen "Konfiguration" der Hochsensibilität. Dass ich mit dieser These natürlich nicht allen Transfrauen, vor allem denen, die ihr ganzes Leben danach ausrichten, gerecht werde, ist mir klar. Mir geht es dabei für meinen Fall darum, mich selber besser zu verstehen, warum ich weder den einen noch den anderen Weg konsequent gehen kann. Aber beides hat Platz in meinem Leben.
Könnt Ihr diese Sichtweise nachvollziehen ? Seid Ihr selber betroffen ? Oder habt Ihr eine ganz andere Sichtweise ?
Hochsensibilität - aktuell für Transmenschen ?
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Re: Hochsensibilität „ aktuell für Transmenschen ?
Interessantes Thema, ich kann mir vorstellen das es eine Rolle spielt. Selber finde ich es im Bereich Empathie noch spannender. Da spielt es auch keine große Rolle on trans Mann oder Frau, denn so wie ich es erlebe ist dann nur die Vorgehensweise eine Andere. Auch wenn der trans Mann den ich kenne sehr filigran vorgeht, wäre mir seine direkte Art viel zu forsch um selber so vorzugehen. Trotzdem ist beides nur mit einem hohen Maß an Hochsensibilität möglich, es mag nur von Aussen betrachtet anders rüber kommen.
Liebe Grüße, Tira
Liebe Grüße, Tira
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein