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Was macht das T„Wort mit einer Frau mit trans Hintergrund? I Jetzt mal ehrlich
Verfasst: Do 6. Jul 2023, 09:35
von Anne-Mette
Re: Was macht das T„Wort mit einer Frau mit trans Hintergrund? I Jetzt mal ehrlich
Verfasst: Do 6. Jul 2023, 11:38
von Lana
T-Wort, N-Wort, ...
Was will mir das Video bitte sagen?
Wurde mal wieder jemand in seiner woken Befindlichkeit gestört und meint nun, anderen vorschreiben zu können, wie sie Sprache verwenden sollen?
Da gibt es einen besseren Weg:
Die Schwulenbewegung hat sich das S-Wort angeeignet, anstatt sich über dessen Verwendung aufzuregen.
LGL
Re: Was macht das T„Wort mit einer Frau mit trans Hintergrund? I Jetzt mal ehrlich
Verfasst: Do 6. Jul 2023, 16:43
von edeka
ich weiß weder was mit T-Wort, noch was mit N-Wort gemeint ist.
Dafür muß man wohl in dieser "woken" Blase leben. (den Begriff 'woke' mußte ich auch vor kurzem erst mal nachforschen, weil der einem halt öfter über den Weg läuft)
Vielleicht bin ich auch einfach zu alt ...

Re: Was macht das T„Wort mit einer Frau mit trans Hintergrund? I Jetzt mal ehrlich
Verfasst: Do 6. Jul 2023, 17:40
von Nico
Ironie on
Die "woke"— Blase mal wieder, die allen Menschen den Mund verbietet!!!
Ironie off
Wörter wie Transe, Neger, Schwuchtel sind beleidigend, das hat nichts mit empfindlich zu tun. Direktes benennen hätte es deutlicher gemacht, aber nicht jede:r will die Beleidigungen wiedergeben.
Re: Was macht das T„Wort mit einer Frau mit trans Hintergrund? I Jetzt mal ehrlich
Verfasst: Do 6. Jul 2023, 22:02
von Svetlana L
Lana hat geschrieben: Do 6. Jul 2023, 11:38
T-Wort, N-Wort, ...
Was will mir das Video bitte sagen?
Wurde mal wieder jemand in seiner woken Befindlichkeit gestört und meint nun, anderen vorschreiben zu können, wie sie Sprache verwenden sollen?
Du bestellst dir bestimmt im Restaurant auch ein Zigeuner-Schnitzel
Zum Thema "woke": Ja, wir sollten alle wachsam sein, insbesondere hinsichtlich der steigenden Umfragewerte für die AfD. Vorhin habe ich irgendwo gelesen, dass sich (ich glaube es waren) drei Viertel deren Wähler auch mit den Inhalten dieser Partei identifizieren, da ist also nicht mehr viel von "Protestwählern" übrig. Selbst wenn es "nur" Protestwähler sein sollten, so müssen die sich schon fragen lassen,warum sie eine rechtsradikale (in Teilen sogar erwiesenermaßen rechtsextreme) Partei unterstützen. Wie schon 1945 war es dann aber wieder keiner gewesen!
Ich bin der Meinung, dass es niemanden weh tut, wenn er_sie (Achtung! "Woke"-Sprache) sensibler in seinem Sprachgebrauch wird. Die Reaktion oben zeigt mir aber auch, wie weit wir davon noch entfernt sind. Im Übrigen höre/lese ich in Bezug auf gerechtere oder sensiblere Sprache immer nur von irgendwelchen Verbotsanträgen. Wer will also wem etwas vorschreiben?
Edit: Aus zwei Dritteln drei Viertel gemacht (
Welt: Rekordwerte für AfD)
Re: Was macht das T„Wort mit einer Frau mit trans Hintergrund? I Jetzt mal ehrlich
Verfasst: Do 6. Jul 2023, 23:55
von Kerstin
Svetlana L hat geschrieben: Do 6. Jul 2023, 22:02
Lana hat geschrieben: Do 6. Jul 2023, 11:38
T-Wort, N-Wort, ...
Was will mir das Video bitte sagen?
Wurde mal wieder jemand in seiner woken Befindlichkeit gestört und meint nun, anderen vorschreiben zu können, wie sie Sprache verwenden sollen?
Du bestellst dir bestimmt im Restaurant auch ein Zigeuner-Schnitzel

......
Warum nicht? Es gibt ja auch Wiener Schnitzel. Nürnberger Bratwürste, im Schnellimbis kauft man sich Hamburger und wenn du zu deiner Freundin in die Kiste hüpfst machst du hoffentlich von einem Pariser Gebrauch. Oder muss sie sich alleine um die Verhütung kümmern?
Und weil wir gerade beim Thema sind - mit französisch ist nicht unbedingt die Sprache gemeint.
Re: Was macht das T„Wort mit einer Frau mit trans Hintergrund? I Jetzt mal ehrlich
Verfasst: Fr 7. Jul 2023, 00:10
von Maya
?
Wo liegt denn Zigeuner?
Wusste gar nicht, dass das auch eine Stadt ist.
Dachte bisher immer, dass das eine umstrittene Bezeichnung für Roma und Sinti wäre.
Wieder was dazu gelernt................
Re: Was macht das T„Wort mit einer Frau mit trans Hintergrund? I Jetzt mal ehrlich
Verfasst: Fr 7. Jul 2023, 00:53
von Malvine
Svetlana L hat geschrieben: Do 6. Jul 2023, 22:02
Du bestellst dir bestimmt im Restaurant auch ein Zigeuner-Schnitzel
Manchmal sollten wir uns auch bei den Betroffenen erkundigen...
...fügte aber auch hinzu, dass der Zentralrat niemandem ein schlechtes Gewissen auferlegen wolle, nur weil er im Restaurant ein Zigeunerschnitzel bestellt....
... "Ich bin mit dem Wort 'Roma' nach Rumänien gefahren, habe es in den Gesprächen anfangs benutzt und bin damit überall auf Unverständnis gestoßen. 'Das Wort ist scheinheilig', hat man mir gesagt, 'wir sind Zigeuner, und das Wort ist gut, wenn man uns gut behandelt.'" Vielleicht ist diese Aussage die einfachste Antwort auf eine sonst so komplexe Frage.
Quelle:
https://www.stern.de/panorama/sinti-und ... 6KH7PQg3zU
Re: Was macht das T„Wort mit einer Frau mit trans Hintergrund? I Jetzt mal ehrlich
Verfasst: Fr 7. Jul 2023, 01:00
von Maya
Hmmmm..........ist wohl schwierig:
https://de.wikipedia.org/wiki/Zigeuner# ... ur%C3%BCck.
Auszug:
Zigeuner ist im deutschen Sprachraum ein umstrittener Ausdruck für ethnische Gruppen wie die Roma und Sinti und teilweise darüber hinaus für weitere Gruppen, die von Dritten damit assoziiert werden ("fahrendes Volk"). Viele Roma und Sinti sowie Jenische weisen den Ausdruck als diskriminierend zurück.
Re: Was macht das T„Wort mit einer Frau mit trans Hintergrund? I Jetzt mal ehrlich
Verfasst: Fr 7. Jul 2023, 06:34
von ExUserIn-2026-04-08
Ich bin trans, nau und ? Wenn man mich fragt, dann stehe ich dazu. Ob ein Wort eine Beleidigung ist, hängt auch von mir ab. "Der Empfänger bestimmt die Botschaft". Ich möchte den Begriff "Transfrau" nicht automatisch als Beleidigung sehen. In einem Gespräch benutzt, stellt er nur klar, dass ich einen Migrationshintergrund habe. Solange ich respektvoll behandelt werde, kann dieser Begriff für mich keine Beleidigung sein. Ich plädiere für Lässigkeit im Umgang mit "Transwörtern".
Ich darf eine Transfrau sein. Das ist ein Privileg...
Etwas anderes ist es, wenn der Begriff abwertend gemeint ist. Das spürt man wahrscheinlich ziemlich schnell. Aber das ist im Beitrag wahrscheinlich nicht gemeint.
Re: Was macht das T„Wort mit einer Frau mit trans Hintergrund? I Jetzt mal ehrlich
Verfasst: Fr 7. Jul 2023, 08:05
von Svetlana L
Ich glaube nicht, dass es hier um den Begriff trans im allgemeinen (trans, transweiblich, -männlich, transgeschlechtlich usw.) geht, sondern um den Begriff Transe. Das geht aus dem verlinkten Video leider nicht so deutlich hervor. Wenn das Menschen ggü. trans* Menschen benutzen, dann bin ich der Überzeugung, dass das in der Regel nicht positiv gemeint ist.
Re: Was macht das T„Wort mit einer Frau mit trans Hintergrund? I Jetzt mal ehrlich
Verfasst: Fr 7. Jul 2023, 08:33
von ExUserIn-2026-04-08
Svetlana L hat geschrieben: Fr 7. Jul 2023, 08:05
dann bin ich der Überzeugung, dass das in der Regel nicht positiv gemeint ist.
Ein Fall von "Empfänger bestimmt die Botschaft". Ich habe auch mit "Transe" kein Problem. Wenn man von "Eskimo", "Neger" oder ähnliche Worten benutzt, ist das nicht per se auch negativ gemeint. Ähnlich wie das wort "schwul" früher negativ besetzt war, hat das heute deutlich nachgelassen, weil Betroffene das Wort für sich reklamiert haben. Ich finde, das ist ein sehr cleverer Umgang, um Sichtbarkeit und damit Akzeptanz zu fördern.
Re: Was macht das T„Wort mit einer Frau mit trans Hintergrund? I Jetzt mal ehrlich
Verfasst: Fr 7. Jul 2023, 09:09
von Svetlana L
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 7. Jul 2023, 08:33
Svetlana L hat geschrieben: Fr 7. Jul 2023, 08:05
dann bin ich der Überzeugung, dass das in der Regel nicht positiv gemeint ist.
Wenn man von "Eskimo", "Neger" oder ähnliche Worten benutzt, ist das nicht per se auch negativ gemeint.
Das wäre dann aber "Sender bestimmt die Botschaft"!
Re: Was macht das T„Wort mit einer Frau mit trans Hintergrund? I Jetzt mal ehrlich
Verfasst: Fr 7. Jul 2023, 14:26
von Lana
Svetlana L hat geschrieben: Fr 7. Jul 2023, 08:05
Ich glaube nicht, dass es hier um den Begriff trans im allgemeinen (trans, transweiblich, -männlich, transgeschlechtlich usw.) geht, sondern um den Begriff Transe. Das geht aus dem verlinkten Video leider nicht so deutlich hervor.
Das ist doch ein Kernproblem derartiger Kritik:
Man prangert etwas an, das aber nicht klar benannt wird. Stattdessen wird vom ominösen "T-Wort" gefaselt.
Mir geht es weniger darum, ob die Kritik in diesem Fall gerechtfertigt ist, sondern um die Art und Weise wie sie geäußert wird:
aus einer selbstüberhöhten Sprecherposition an ein unwissendes Publikum, das moralisch belehrt werden soll. Versteht das dumme Publikum die Ansprache nicht, wird das gerne als Beweis für dessen moralische Rückständigkeit angesehen.
Dieses Muster der "Argumentation" zieht sich wie ein roter Faden durch alle großen Konfliktthemen unserer Zeit, egal ob es ums Klima, die Ukraine, Energie oder Genderthemen geht
So überzeugt man niemanden, man löst eher Abwehrreflexe als eine Meinungsäußerung beim Gegenüber aus. So vertreibt man zuletzt auch noch die Menschen, die dem Thema eigentlich neutral bis indifferent gegenüber stehen, weil sie sich diese Art des Umgangs nicht mehr aussetzen wollen.
LGL
Re: Was macht das T„Wort mit einer Frau mit trans Hintergrund? I Jetzt mal ehrlich
Verfasst: Fr 7. Jul 2023, 15:14
von Blossom
Man kann sich letztlich an allem aufhängen und abarbeiten wollen ... Heute morgen auf dem Weg zum Frühdienst ging es im Radio um die Umbenennung der Mohrenstraße in Berlin. Es wurde ja seitens der Bürger dagegen geklagt. Sie haben verloren ... Das Gericht folgt der Stadt, die ausführt, der Name wäre eine Beleidigung und würde Berlin in Verruf bringen.
Fakt ist, dass es sich im Hinblick auf den "Mohr" nicht wie zumeist erklärt, um ein Schimpfwort handelt. Vielmehr entstammt das Wort dem Lateinischen: Maurus. Und dies waren für die Römer die Bewohner des antiken Mauretaniens, im heutigen Marokko. Diese Namensgebung "Maurus" oder auch "Mauri" wurde dann die neutrale Herkunftsbezeichnung für alle Menschen aus Nordafrika.
Die Bezeichnung der Straße sollte bei Namensgebung letztlich alle "Mauri" ehren. Sie war niemals als Beleidigung gedacht.
Ebenso verhält es sich mit dem permanenten Streit, ob sich Apotheken weiter mit dem Wappen als auch dem Namen "Mohr" / "Mohren-Apotheke" schmücken dürfen. In diesem Fall sollten die Nörgler wissen, dass es sich in diesem Fall ebenfalls um eine Ehrbekundung handelt! Jeder der sich - so auch ich (schreibe medizingeschichtliche Sachbücher) - mit ebendieser Geschichte beschäftigt, weiß, dass die Wiege unserer Medizin (Galenos von Pergamon schrieb letztlich aus dem arabischen ab, und wurde damit zum Superstar. Worauf die Medizin nahezu 1000 Jahre keine Fortschritte machte, weil seine Lehre als unanstastbar galt) im arabischen Raum liegt. Die Bezeichnung ehrt also die Heilkunst der Mauren aus Nordafrika.
Und so könnte ich sehr viele Worte ergänzen, die plötzlich jedweder "political correctness" entbehren. Man denke nur an den Disput um Karl Mays Indianer. Ja, glaubt denn hier irgendwer, ich würde, wenn ich einen Roman ins 18. oder 19. Jahrhundert verlege, meine Figuren nicht von "Negern" sprechen lassen? Würde wohl auch kaum in die Zeit passen, wenn ich ihnen dafür "Maximalpigmentierter" in den Mund legen würde, oder?
Wenn mich also jemand mit diesem ach so fürchterlichen T-Wort beglücken sollte, werde ich es locker nehmen und lächelnd mit "Blödmann" antworten, was wohl auch kaum besser ist.
Ansonsten stimme ich heute tatsächlich mal Lana zu, was ja selten bei mir vorkommt.