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Florida und Texas, nicht Russland, Ungarn oder Uganda
Verfasst: Di 6. Jun 2023, 17:40
von Marlene K.
Heute berichtet die TAZ aus zwei konservativen Bundesstaaten der USA
https://taz.de/!5938243/
Aufgestachelt
Im US-Bundesstaat Texas gehen nicht nur Ak-ti-vis-t:in-nen in Opposition, um die trans- und queer-feindliche Politik der republikanischen Landesregierung zu konterkarieren. Die hat Angst vor finalem Machtverlust. Ein widerständiger Report
https://taz.de/!5938244/
Florida: "Don"™t Say Gay" im Namen des Staates
HB"¯1069, SB"¯266, SB"¯14 — Hinter den trockenen Kürzeln der US-amerikanischen Amtssprache verbergen sich Gesetze, die die Rechte von Abertausenden Menschen in den USA erheblich einschränken und einschränken werden. Während in sämtlichen Bundesstaaten der USA vor allem Republikaner derzeit versuchen, LGBTQI-Personen möglichst per Gesetz aus dem öffentlichen Leben zu stoßen und zu marginalisieren, ist Florida neben Texas aber ein weiterer reaktionärer Vorreiter in der Sache.
Re: Florida und Texas, nicht Russland, Ungarn oder Uganda
Verfasst: Di 6. Jun 2023, 20:15
von Blossom
Es sind ja nicht durch diese beiden Bundesstaaten sondern sehr viel mehr ... allein letztes Jahr wurden von 167 queerfeindlichen Gesetzesvorschlägen 19 in die Tat umgesetzt (in diesem Jahr wurden bereits über 300 Entwürfe vorgelegt, je nach Quelle sollen es sogar über 400 sein) ... und machen wir uns nichts vor: All das ist u.a. Trumps Erbe. Und es zeichnet sich bereits ab, dass verstärkte trans- und queerfeindliche Kampf mit bisweilen genozidalen Tönen auch im kommenden Wahlkampf ganz oben anstehen werden, bzw. spielen dürfte.
https://www.queer.de/detail.php?article_id=44974
Re: Florida und Texas, nicht Russland, Ungarn oder Uganda
Verfasst: Di 6. Jun 2023, 22:14
von conny
American Way of Life - quo vadis?

Re: Florida und Texas, nicht Russland, Ungarn oder Uganda
Verfasst: Di 6. Jun 2023, 22:52
von Jaddy
Blossom hat geschrieben: Di 6. Jun 2023, 20:15
Es sind ja nicht durch diese beiden Bundesstaaten sondern sehr viel mehr ... allein letztes Jahr wurden von 167 queerfeindlichen Gesetzesvorschlägen 19 in die Tat umgesetzt (in diesem Jahr wurden bereits über 300 Entwürfe vorgelegt, je nach Quelle sollen es sogar über 400 sein) ... und machen wir uns nichts vor: All das ist u.a. Trumps Erbe.
Erin Reed führt Buch:
https://www.erininthemorning.com/p/may- ... e-risk-map
Auch in ihrem Blog
https://www.erininthemorning.com/
ich stimme aber nicht zu, dass das viel mit Trump zu tun hat. Vielmehr stecken da ultra-"konservative" Netze hinter. Deren Feindbild sind nicht nur alle queeren Menschen, sondern auch Gleichstellung aller Art, inklusive Frauenrechte, Abtreibung, Teilhabe nicht-weisser Personen, nicht-christlicher, usw.
Eine gute Quelle dafür ist
Annika Brockschmidt (
@ardenthistorian). In "Amerikas Gotteskrieger" breitet sie das alles aus. Einen Eindruck kann eins auch in ihren Artikeln[
1][
2] gewinnen. Und über ihre Podcastreihe "
Kreuz und Flagge" auch.
Trump ist ein im Grunde unpolitischer, planloser Politclown. Eine Möchtegern-Patriarchen-Figur und Hochstapler. Das ist natürlich massiv gefährlich, aber er hat eigentlich keine konsistente politische Strategie - von der persönlichen Bereicherung mal abgesehen. Trans Personen und Queers sind ihm höchstens persönlich eklig, aber wenn kein Profit in ihrer Verfolgung steckt, sind sie ihm egal. Es sind andere, die die aktuellen Feindbilder generiert und verstärkt haben. Wenn er da jetzt im Wahlkampf drauf springt, dann nur, weil er Stimmen mithilfe der anti-queeren Propaganda anderer gewinnen will.
Re: Florida und Texas, nicht Russland, Ungarn oder Uganda
Verfasst: Mi 7. Jun 2023, 08:50
von Lana
conny hat geschrieben: Di 6. Jun 2023, 22:14
American Way of Life - quo vadis?
God's own country eben.
Auserwählt seit dem Alten Testament.
Viele da drüben stecken geistig immer noch in dieser Zeit fest.
Das Problem ist also nicht eine einzelne Person wie etwa Trump oder ein beliebiger anderer Politiker. Es liegt daran, dass man sich von solcher Politik leider berechtigterweise Wählerstimmen erhofft. Es existiert also eine große Zustimmung zu diesen Positionen in der Bevölkerung.
Das finde ich wirklich bedenklich.
Und das ist auch der Punkt, an dem es uns betrifft. Die Anzahl der Menschen, die uns us ablehnen, nimmt auch in Deutschland immer mehr zu, so dass sich für Populisten in der Politik die Bedienung des Anti-Trans-Narrativs immer mehr lohnt. Dadurch steigt wiederum die ablehnende Haltung in der Bevölkerung. Ein selbstverstärkender Prozess, der von den Medien zusätzlich angetrieben wird. So ist zumindest mein Eindruck.
LGL